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Jüdisches Familienblatt · 1889-01-01 · 1 (1889) · p. Seite 4

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1889
Issue
1 (1889)
Date
1889-01-01
Page
Seite 4 (sequence 8)
Language
German
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gftgl cheu SegmstSade schuf, dir bä der vorjährige» All«- strllimg die Bewmrderuag aller «nmer aus sich zogeu. Au» Iterki». Der jüdisck« Lompomst Martin «aeder, eia Berliuer und Müiuhaber der hiesigen am Tai bat geschloffene» Schräbfederfabrik, bereu Firma auch für deo königlichen Hof liefert, hat eiue bedeutende neue Compositum: .Sage» au» der griechischen Gölten» eil' voll mdet und dem König Srorg oou Griechenland zugeägnet, der die Widmuu» huldreich avzmtehme» und da» Werk zur Auführung zu befehlen geruhte. E» haben berät» hervorragende Toucertinftiwte die Aufführung angenommen. Herr Marti» Roeder beklädä jetzt den ehrenvollen Pofteu eiue» Seniorprofefior» au der Königs. Musskakadewie zu Dublin und ist äner der berühmtest«» Componiste» nuferer Zät. — De« jüdischen Dichter» Düczy ueue» Stück: .Letzte Liä«- wurde im hiesigen Königs. Schauspielhause zum ersten Male aafgeführt und sehr bäfällig ausgenommen. Schirridige Antwort. Eine solche erzählt da» ,Jrw- Stand." von dem bc» rühmten Piamste» Rasenthal. der sich aug'ublicklich auf seit em Tnumphzuge in Amerika befindet. Der eitle 2 i l o t e. äner der Liebliagsschüler LiSzt'«. machte Herr, Roseuthal dirAozäge von der Äburt säuer erst« Tochter und fügte hinzu: .Sie ist berät» 4 Wochen alt und kann noch nicht Klavier spielen. Ist da» nicht merkwürdig?" .Durchaus nicht." antwortete istrsenthal; .Sie sind schon 32 Jahre alt und können auch noch nicht spiäen." _ Sine Briefkasteunotiz. In dem Briefkasten äner groben Berliner Zeitung ist folgende Antwort auf eine Anfrage äne» jüdischen Mädchen» zu finden, da», wie au» der erster«, ersichtlich, ohne sich zu taufe«, in än katholische« («in jüd. giebt» ja nicht) Kloster esitreten möchte: .«. L. 8«». «e», et, jüdische« «ädche, i» ei, käholische« Klrfler einrrete» »tll, s» »»ft sie doch »»hl zuuächkt zu» Katholicil» «,.» übern eie» u»d sich de« »ege». «a, sie,», wolle, oder ,icht, ,n eile» kculoltsche, cheistltch«, »eide». Weiter« <a«ta,sl vermöge» wir »icht z» gebe»." Diese Briefkastennotiz spricht lauter und deutlicher, als e» viele spalteulauge Artikel vermöchteu, von der sozialen Fage und Lage de» jetzigen jüdischen Wäbe« gegenüber der zum großen Thäl dem lÜlibat ergebenen Männerwelt. Leider kaan die Statistik diese vielleicht bedenklichste E.schänung Misere» Volksleben« nur erhärten, nicht äudern. Das Duell. Dvt Leben, vo» Gott «,» gegeben, wir sollen« bestnröglich bewahren » « werthe« und heilige« Gm. da» »»« Menschen zam Pfand« vertraM; Drum strenge« verbot e» na» ist, zu spielen «it schweren Gefahren Ar» den«, verderben erwächst, wo di« vrücke dem Lode gebam. — Via» unser nicht ist, wa» wir^Gott nad der Menschheit ul» heilig verschrieben, Ist treulich zu hüten dann immer Verpflichtung für Alle geblieben. »ur dann, wen» da» Vaterland ruft, dem Antheil auch ist gegeben »n diese«, de« Leben, dem sonst wohl die höchst« Schonung Gebot, Ifemi König mrd Staat einst gezwungen, dein Leben al» Zoll zu erheben, 4>an, halte e» »immer zurück, ja, dan» sä dir än Leichte« der Tod. Der Tropf«», der letzt«, de» Vinte«, in welche« dä» Leben zerrönne», t.r hat dir i» ehrr»der Weise de» höchste» der Präs« gewonnen. Loch auch, we», da» Lebe» de» Wichste« bedroht sich zägä de» Blicke», 7^U So schätze da» deine geringer und fetze «• freudig daun ä»; verschltugen e» reihe»de Kluthea, wenn'« sprühe, de Klimmen ersticke», B Gefährliche Seuchen e« rauben, — da» sollst du dan» nimmermehr scheu'»: :'m Denn säumst du de« Rufzu folgen, der also an dich ist ergangen, Daun wird bei» erhaltene« Leben wohl »iemal« zur Acht»»g gelange». Ä Doch Schmach dem Gebrauche, dem Wahn«, beleidigte Ehre z» sühne» 59 Mit Blut — und dem Morde zu geben de» Boden gesetzlichen Recht», De« können vernuust und verstand alä leitend« Führer nicht diene«; Sie zeigen den Menschen viämehr, der da ranhen Gefühle« nur lechzt, Zu tödten, — wa» nimmer gestattet, wo Rechtest»» und Sitte sich ' ‘ einen, Wa« diese ua« sagen, das kann nur die wüste Moral daun veruäneu. Den Jüngling, der Welt und der Meuschheit zu dienen berufen gewesen, . Da« edelste Streben im Busen, vor Augen da» glücklichste Ziel, Ihn traf jetzt die tödtliche Kugel, die Bande de« Leben» z» löse». Weil blinder, barbarischer Wahn verfolgte fän teuflische« Spiel. — vergiftete« Kühle, und Denken sie haben den Mord hier geboren, — Wer tröstet di« schmerzlich Betrübten, die ach, nun ihr Beste» verlor«» t Da sind die Geschwister de» Todten, di« ihn noch al» Stütze besußen, Al» Vater und Mutter genommen den Armen ein harte» Geschick, — Die hoffend, di« Freude» de» Leben» nach Schritten and Ziele, bemaßen, Die glücklich dem Bruder gelungen, ans sie dann auch wirke» zurück, Da kam nun da» Unheil, zu brechen die Hoffnung, die ihnen erblüh't« Und gab statt der Freud« die Trauer dem harrenden, zarten Gemüthe. Da ist auch die Seele, di« treu«. — die Braut, die in Lieb: gefunden Der Jüngling, deff Leben so jung, ach. gewaltsam und plötzlich zerstört, L» klaffä im bräutlichen Herzen die tiefste der schmerzlichen Wunden, Geschlagen von menschlicher Hand, al« ob sie von Gott nicht bescheert. G» fragt die v rloffene Braut jetzt den Räuber beseffenen Glücke«: »Wa» hast du zum Trost mir zu bieicn, du Schöpftr de« grausen Geschicke»?" Rein laffä euch sürder nicht täuschen, daß Blut je kaan dienen der Ehre, ' Ja ihrer so himmlischen Reinhät kann niemals sie heißen die« gut; I» Wahrheit zu leben und strebe», daß Tugend und Rechtsfina sich mehre, Wohl diese« grbührä dem Menschen, — da« T hi er nur lechzä »achBlut. Und willst du schon größer dich zägen al» And'rr, i« Werth dich erhebe». So zeige im Wettkampf der Edle» dich größer al« dies« im Leben. Morih Hcherbä-O»»dii»r». Kitthsrl-Anfs»kr». I. Aattsch« Arttymogr^ph. Bon I. Kau,m,»n ln Lffe». 1. 2 8. 4. 5 6 1. 9. 8. 6. 5. 4. 1. 2. 6. 4 5. 8. Au» meiner Räthseliuapp« Zieh' ich'» hervor au« Papw«. Im Rachbarstaat ist'« Präsident; Bei uns e» einen Sänger nennt. Der gern sich hört i« Trmpel. Wie heißt nun «ein Exempel? II. Keöräischt» K«rno«y« «nb -Logogryph. «-» c. t, «. Hin Kürst, den u«» dl« Bibel nennt, Ei, Baum, den «an in Deutschland kennt; versetzt wird ein« Krau daran«, Auch wohl «in Hei«, doch nie än Hau«. öe* Kitthsel* i» »»r. Mr. Halt, (visch-ff vo, Mainz ), ttt$ — NNR — D» I ■it Bermttwortllcher fUtacttxi Dr. »ahmer, Magdeburg. Sotd vo» L. L Wolfs, M»gdeb»rg. Verlag M» Robert Krles^ LätzPg.

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