Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1889
- Issue
- 1 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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$mu«flcg'6cn txm Dr. M. »ahmer hi Marburg. Zu-Itnfttlmß i. StWiq fir «e imMsche familif. Jnhalt - Die rLge«dblu«e. . I ^er Sextaner Teutsck «90Tun ,-.,--ra«SoHttroila» — Der Ufa*. Bon Leon Lewauda, übers«»! von Levin-Vagan. . —/eine» Mnschüler Adolf Lohn fordert«. — Sabboth^Plauderei zu den vochenabschattte« 8adnm»no. »br». — «llerlei für de» stamittentisch. — La« Duell — »äths,Ia,s»,wa und ßWhsillSsungen. («achdr»« untersag.) Dir Gagrndi» |'!'W t M lüllkb 1BUC LIBRARY 392285 ««ran. Linon ako N rOUNOATtOWt. 1*07 JUtmß P* je« f uhMImm, PU f* reich n §mft ml p, P«* |tim p«5 ml »»» znm p Rei' p|(« sch», f(9(«4lt Diese pfon«, toiftif irminl, «sse. Mp: f» to yit) M* pqn lM|nl, Fche»chrt De to» herb« «sei*. Sß» »ir wtrüt ißr p»fj IfMnl Z»f du sor««»iH»ere» Aerzk p»b wie Wirkt «» s» irfdäl, ItoMl er to» fbilt pchmeql Diese nr«M( tre» I« pfhttm, Sei auch Dei»e» Streßen» Liet, St« mit Sorgfnkt stet» z» hegen Sei Dir »et»« MUß' »» wütt Jtoff /kn nnUInk, pfif* to Peiüem Preise De. MF tonnl, lai’ tihidml Mi stet» De» spät rnt frftft Me»» »er ihre« p»st empfunben. De» di»» Schicksal schrner «eto»Gl, to sel'ß«» chttcke» ptssto» Ar toi; Mt** P**i öqe»§1, Ebft Mettz »«« ID geßtLei, sie Serge a»ch entfneüt, — i Seligkeit to»» fKI-t SetüD Sei» eigene» paitfll- Praai z» P*tom Seit «ab Muhme »to» praafMt npt P0n im ißtU jUnm, pte to Mt«t »Wr-ttyLti-Kett-l I toltor». Ler M«». Bon Leo» L«»«nd«, Übersetzt »an R. Levin-Saga». »I - Biel« rmter to» russischen Jato» werden to» denkwürdigen Sommer to« Jahre« 1844 »ach nicht vergessen Dato»- Wt* tokaunt, trennten sich t» diese« So«»«r die Jato» auf lUlaehöchsten Befchl m» ihre» originellen alt» gvlntschen Bostüme« and mahlte» et« Tracht, die mehl nicht «tntor originell, aber von einer «ewiffe» »e»en Faeon war, der e« beschieben mar, dir „tostfftc* genannt |» werben, ckwohl in ihr s» wenig Dentsche» lag. wie in der früheren sMififch Jütische«. Noch lange der tor Pndlikatlvn de« Allerhöchsten Befehl« wurden in tor von Jnton dicht bevölkerten Bon« verm«e»t«stadt Minsk allerhand Gerüchte und Ansichten laut. Man behauptete z. v., daß ein solcher Erlaßt vor der Hand »ur geplant werde, and da nnn .da« Herz tor Könige n»d Fürsten in der Hand Bottes", so sei e« leicht j «vglich. daß der Kaiser sich'« nach überleg« n und den Uka« picht re« lasten «erde. Roch sagte «an, daß der Erlaß nicht! bindend sein werto: wellt ihr, s» kleidet euch .deutsch", wenn nicht — nicht, und wer wird e« darnach wollen l Und seüft wenn Jemand ei« Neignng hiez» verspüren sollt«, werde er nicht wagen, e« ausznführen, denn e« heißt ja: .Trenn« «dich von. tor Gemeind« nicht l" Ferner wurde behanptet, däß. selbst. wenn der Mas zu Stande komme, die Behörden! mit tor Pndltctrnng desselben zögern würden, da sie e« selber einsehen, daß e« ein schwierige«, ja unmögliche« Ding, sei. In diesem Dtnnr würden sie ihre» Vorgesetzten rapporttren, welch« dann di« Unmöglichkeit de« Belaste« etnseaen und denselben redresstre» würden. Somit hatten dt« siftrüchte über ton neuen Uka« nicht« Bennrnhigende« an sich. Man sprach darüber und hörte schließlich ans. Ille trösteten sich »nt» der Hoffnung, daß Bott sich sicherlich erbarme» und solch« Unbill nicht zulasten würde. Allein dieämal, hat sich Bott nicht erbarmt und die Unbill ja zngelasten.! Der Allerhöchste Befehl in Betreff tor Abändetnug der allpolnischen Bostüme« seiten« tor Jnton, war in der Stadt zn einer Zeit eingetroffe», wo «an ihn am allerwenigsten erwartet hatte, wo di« Gerüchte über ihn schon längst entschwunden waren, und Alle erbebte», »ie bei einem plötzlichen Donnerschlag. — .Der Ukasl Der UkasI B« ist gekommen ein Uka«!' ging e« wie ein Sauffenn dnrch di« Stabt. — .Wo ist er? wa« ist er? «ie ist er?" hört« au van allen Setten frage». Und da Niemand ton Uka« gelesen noch weniger gesehen hatte, so war e« ganz natürlich, daß Alle im Allgemeine» »nd Jeder im Besonderen wünschten, seinen Jnhatt in allrir Detau« unter allen Umständen ut erfahren. -Aber wie und wo den Uka« erhalten? An jener Zeit pflegten di« Allrrhöchstrn Belaste vor ihrer veröffentlichang streng geheim gehalten zu werden, damit bieftntien. die e« Hauptsächlich «»ging, nicht Bott behüt« vorzeitig etwa« davon erführen. Und diese Beheimhaltnug entflammt« noch mehr die Neugierde tor erregten Jnton von Mast. Doch sie wußten sich Nath. Di« lleltesten tor Gemeind« «albten sich an die stadtbekannten Sachwalter, Rechtskonsulenten und Winkelschreiber, von tonen man an« unbekannten Brünton «nahm, baß sie nicht allein all« Paragraphen de« Besetzbuche«, sondern auch jene Regierung« rrlaffe kennen müßten, dt« »och gar nicht i» Wirksamkeit ^treten. Und dies« vielvermögend« Schretbkünsller vermochten auch diesmal ihre Reputation als allwiffend« Besetzeskenner in behaupten, tos» es gelang ihnen, ein« anthenttsch« Abschrift im dem neuen Uka« zu erhalten «d bi« Neugierde der Mtnsker Jude» war gestillt. Di« Abschrift wandert« oo» einer Hand zur andern, von eine» Häuft znm andern, von «ine» Stadt-