Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 20 (1889)
- Issue
- 20. Jahrgang Nᵒ 50.
- Date
- 1889-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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fcaewifct zu vechalftn. Doch i» einem Woch« »atzt, wohl ave Härtet« riirifl friar, daß, trotz tat Bnschletauheit tzer Meivmg m>d Auschanmg tzer Partei«, ti m eine Tonfessior, dir Juden giebt nutz -eben dort. Und tauuuch scheiueu 28V inchovorr Rabbiner tn Me Heilswahr hcst vergeff« zu habe,, daß Israel» Volk ei» einige» »ud einheitliche» MdU giost»!! ist, unb hobt« jeueHerrr, bei de» CultUs-Ministerium eine!tr«»uvg dir orthodox« vo, dir liker«!« «ud Mittel. Partei al» gtsoudirler jüdischer Glaubensgemeinschaft ix» autto„t. Die Bcrsouuulung der Jkr. Distrikts-Prästtantm in Br dopest hatdiescuEiuzck»« gegeuüber Stellung g«omm« «ud ja eine« wohlmotivrt« Totachte« dargethon, daß arch bei «rritreichendt» religiös« Dlffrreuzeu, die ja gar nicht vmhoatan find, dennoch da» olle, Parteien theoretisch und praktisch heilige Band tarReligiousgemetnschaft aufrecht erholt«» »erden möge. D«r Lultul-Mlrister Traf Esoky hat eiirer höchst todvolle, Erneuerung die Prtncipien der in Gewissensfreiheit wohl i» volle« Umfange gewüitzigt. dennoch ober Irie Einheit der Gemcinta and Religionsgemeinschaft auch ve« Staotpvukte paatllcher Administration an» für uvthtzierdig erachtet «ud ei, dirsbezügliche» einheitliche» Gemeintzk-Tisetz füv's ganze Land vecheißen. Mit de« bereit» in dl.-fem g'sch. Blatte herrorgchobenen Standpunkte ein« heitlnl.-er und freiheitlicher Gemeinde-Organisation dürsten »ohl alle Parteien zumal den kau« überwuvtau« owise- »itrsüieu Treibong« gegenüber, einig fehl: bean nur die innen Einheit macht vor den Gegnern vo» Außen her stark. ißudlich macht sich '» weitesten Knis« auch de» Westen» der Monorchie die Erkenntniß geltend, daß wahre Religio, in jeglrcker Bckenntnißfor« dir Inbegriff sittlicher Wahrh it ist und Haß und Unduldsamkeit cu«schließt. Dennoch mußte Dr. Mauthuer dem Monne, welcher der vnfichtboreu Kirche der llkoral innerhalb der fichtbareu Kirche der Religion an« gehöre, dem Dichter Grillparzer, antisemitischenLu^er'schm Jnsiuuotirnm gegenüber da» Zeugniß ansstelle», da« der Poet, welcher »Esther" gedichtit and die »Jüdin von Toledo" ans de Bühne gebracht hat, nicht zu de» Antisemsteu ge« hörte, und der Ehre werth sei, durch eine wissenschaftliche Biographie rou Eeitcp der Stodtgemciuta Wim'» vemvigt zu wilden. Auch der jüngst verstorbene Dichter Hamerling hat, wie Rosegger mittheilt, in einem zurückgeloff. neu Gedichte geäußert: »Juden zn steffm könne er nicht helfen, dm« niemals wollt' er hmlcn »st dm Wölfm." Dieser drm llntisemitiSmv» entgegengesetzte Zog geht nun in fortschreitender Weise durch die Sesammt-Monarchie. Denn al» im Prager Lonttage ein antisemstischer Bicar dm Judm über Roralität eine Lektion halt« wollte, erhob sich eia Abgerrdaeter Mischen Glauben» und erklärte, die Judm hoben sttt» die Hingabe an Staat und Ration al» religiöse und staatsbürgerliche Psticht betrachtet und geübt,"»ad erntete hierfür dm Beifall der Mehrheit de» gesetzgebend« Körper» i» Nchmem—Mögen auch Antisemiten in Wim e» beklagen, daß ter vom genialen uugar. Minister Barosch geschaffene Zone, tarif durch die Erleichterung de« Berkehr* größtentheil» die Jaden leicht und schnell zusammenführt und sammelt, die Gebildet« der Rationen steh« auf dem Standpunkte dr» gnstig hochstehmdm Manne», der in der Zeit der Loruriheile zur Besiegung der Boiurtheile »Leistungen im Dienste der lllmschhest und eimn durch geläuterte Freiheit begründeten Frieden" wünscht: de» vo« Hast scheidend«, aber ia verch:ungrvollerErinnemogv^charrendmEizherzog»Johana. ,stn» Metzle». (Die Wissenschaft de» Judeuthum» auf der kctholischmUniversität in Löwen.) Bei Wiedereröffnung tzer T crltsung« auf der Universität hielt der Rector Pro« seffor Abbelo» eine Eröffnungsrede, in welcher er emm Specirlmrsv» über alttestamentliche Kritik verkündige; er bezeiü «eie die-Aufgabe dieser Bortrsuogm «it dm Worim: „Die Theologie hat eine koppelte Aufgabe; eiueßtheil» »hat sie die Uranfänge der übernatürlichm Offeubarnug zu »ersorschm und diese Lehre wissenschaftlich) zu begründ« »denjenigen gegmüber, »eiche nach auf dm Botz« Ha» pMWr »tiom Glauben» steh», «tzrerthest» «tzer hat sie Me Re- »Ugion geg» die Angriffe «ab Borurtheile zu vertheidigm »gegen die. welche nicht glaste«. E» handelt sich »» dit - »Frage, ach da» Uebematürliche fett d» Uranfäug» der »Menschheit und im Laufe stiuer Eutwicklnua rxistirt hach, »?j »und «au beruft sich hierbei ans die visstnschoftm dm »Natur; «an hat die Geschichte und Einrichtung« de» j »jüdischen Bolle» avfgegrobm und «au glaubt ein altze» '.! „raewe» Entustcklnvglgesetz aufznstelleu, dem zufolge die reli- »giösm Urturd» und die heüig» Ltnrichtnugeu aller Völker »nur da» natürliche Resultat nur auf Selbftthäti^eit «ud- »Fatalismus bemhmdcn Entwicklung der Menschheit, fest »dem begdmmdm rahm Fetischi»»«« und d« Fatum der »Urmmschm bi» zu dem Monothei»««» der Später«. Die »Restgion Jkrael« «ü,de nicht der Bereinigung diese» Rach- .Wendigkeit entronnen sein. pp. Man muß unbedingt diese- »angeführt« Thalsachen qman prüf:», um da» wirkliche »Eingreifen de» Gotte» Israel» zn Gunst« feine» oM« »erwählt« Volke» festzustillm." Diese» Zmguiß zu Gonstm de» Judeuthum» seiten» eine» hervorragend« Gelehrt« de» modern« Katholicismut bat in der belgischen klerikale» und rad calen Presse jriri Staub oufgewnb.lt. Den Elericalen ist da» Zngeständniß au da« Judmthum, kein Einfluß auf die Reaeneratian -der Bölkr zu viel und die Ratzicalm wollm überhaupt von de« alt« Testamente nicht» »iffer. .Beeil« wir uns, schreibt ein rodicale» Blatt, eia« Wikrspruch sestzustellea zwischen dem Autisemiti«mu» der Majorität der Elericalen und dem Se»iti»mu» tat Rectar» van Löwen, welches dem Juden - thom eine so privilegirte Stellung eiuräumte und e» selbst nach der Ankunft Ehristi al» da» erwählte Ball Gotte» , betrachtet." Ja sophistischer Weise fragt dasselbe Blatt: Warum wissenschaftlich tan Glaub« derjenigen darlegen, die auf de« Botan de» positio« Glauben» stehea? Ve glaub«, brauch« keine Wissenschaft nach dem bekannt« Satze: orado qai» abrardom; dicse haben selbst jeder wiffmschaftliche Forschung entsagt. Dies« Borwurf hat maa seit«» der jüdisch« Orthodoxie öfter« gegen die historische Richtung der Breslauer Schule erdobeu; ist aber eia Glaube» der auf Grund der Wiffmschast erforscht und wiffenschastlich begründet ist, nicht eher im Stande -tan gebildet«, dmkendm Israelit« uüt der Religion zu versöhn«, als rin Minder ans Gewohuhest und Herkommen beruhender Lcremouimdienst? E» ist be»- zeichnmtz, daß ia d'eiein Pauke die beidm extrem« Standpunkte, der chrisstich-radicale und der jüdisch-orthodoxe, sich, znsammmfiad« und die alte Wahrheit bestätig«: la» «- tränaoa m toaohent. B. vermischte mt¥ »e«este P«chrichte». Berlin. Die Aotiscaitte» rüfi« kerst» »ergisch zu» Wahl» pst. I» d» tztkslgr» Vwtw» der »Deugchsottil« «kwparter', sich »er «»«tsemttwmu» «wchemißtsch nennt, ftude» sich rührmd-etulawps«. ... .... wie sich der »»ttsemttwmu» euphemistisch neunt, stüde» sich rütimd - drinalich vahleufruf«, I» deuen ttr Goioffm auwesurden mam. recht btlrige tmk recht zahlreiche Beitria« dori» uud darihi» behusa Ae» streit»»g der >gitatlo«»kovü» m serde». I» der vemaiigei», >öch» beschäfttite sich die Hiesige StaHtorrurb» «eteuversiinwlimg mit rinon «mstminschn« Fbighlm^ datz zu den «omwuralnahle, i« 17. Bezirk verbreitet wnrv» «w da« an ekelhafte» Schimpft,den mb verläuwduiig« alle« Aatisemilisch» iibertrisst. wer» saffcr diese« Pawph'et« ist angeblich ei» Jn^uie« «werleiu, der bereit« ) »chrsach in «ttiftmltisch« Bersamvib»»«» al« »Achäer" „taetefe, ist. Dir StadlverurhetüwersamuuvNg hat in richtig« Bchiipuug da» . «ebomte«, da» «Me emsilich» «ehcmdlmw Mcht verMmt, den vv» ' : etuig» Mitgliedern gestMU» «»trag ans genchlich» Herftkgmig de» Der« , ^^erlin^ «tiseuüUschr ,«olk" schreibt »rmrlich: Di, Brerb. . ltchkeci »er Kinder ft» «lter «» 0 bw IS Jahre») ist bei d«a Jude, gcrtuger al« bei de» «ichtiudeu». — da« ist ziaar «tcht aerwundervch^ . deü» tl ist tekiwut, daß « wahlhabendere» Kreis« »er Berßlkemug di« bessere Behandluug der KWH« die Sterbllchkrit »ermbtdert. Aber -><:;ß 1» ist dwh der Mühr »erch, aus all» Gebiet« de» Bormg Ubchga- -? weif«, welch« die Juveuhett »urch ihr« erfttgveichen Anuerblmw ' - gmirtzt. I» preuhisthr» Staat» macht« i«. vepgauwa« Jahre via Bb rdeslli« der Kinder (über v—Id Jahre) bst der BevÄkernaz üßrr» "