Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 20 (1889)
- Issue
- 20. Jahrgang Nᵒ 50.
- Date
- 1889-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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•MM« 18. §*t$mktt 188V. hto.IX. für die religiöse« und sociale« Jutereffeu des Judenthums. _Mch»NIch «Mititt |« Hm Ruarnrr Irr «litt*“ «. M* farit Mc ilr fevtlPaMMr M alra Mtattn ». »OOch»»l>NM ,» dlWltok »farwqtllft. ■Ui llrtclti (1*114 ultut. ■ faCalUake: M »L (8IL. *>»«*., ML. «Marl). Mr JMaMW «ttJaialHiiiMM- Mai Jllltriti dlii?) Mä: mirnk *• ipfa. WnattiW. Heransgegebeo Ma Rabbiner Br. M. Aay«er in Magdeburg. |lt Pt|i|rit, stecht ■■! ftitbti! uriüii Wt Mt.Ilraelll'Icki »,chia>ckrl«t» Mt für t« .311114tautctaticBIatt*, Mt tftia^MIicat UtÜlttUt Mtt «ttm Kam» M Vf. Kal turnt Irr I«t4 Mi Kaaaaaa» faKMUaara >ta Ol. L. 13.U.O. «ado- 1iudoaMeM«,WaMint1aln« Vefl.ri.1. aMt kittet datacakta aa: Gtz» •»»»HUa MtuliMiUl. (taMa< H4a»W" «» >M>i>at|!■*«>*: Slittalc Rrtifd: »Josaa" von «&cr«. Ein Avljug aal Ripaiat za «inttn Nomen itfUIicL — Ltalistisches üb« ba* jüdisch« Gchul- BtftM ia b« Hieovla« Posen. Wertcht« aad (TmtfltiXiini: Deatschlaai: Berlin. Leipjig. >al NtederschUsiea. Aas vb«schlesi«a. Neide. OeNerretch-ttaoara: Vien. Prag. Aas Ungarn. Niederlaad«: Aus Belgiea. vermische« N»d aenest« Nachricbtear veilirr. Berlin. Wiea. straatfart a. R. P-tersbirg. Machen- Uni». 6660. /utfentar. ^OUWAIO^MA . 1» 1» Foattag . . . 1» 80 OoM:.»o»d . u 81 3«T1 (1,80.) Aonntao . . 16 88 Mo««»». . . 16 88 MionOas . . 17 84 »tttmach . . 18 « Chaaakka 1. Tag. MchMMAHstMOG 19 86 . ». n P»« «»er». Der Auszug n»g Mizratm zu etnem Roma» gestaltet. ,Groß fein heißt: nicht ohne einen großen Gegenstand sich regen-, lest» wir im .Hamlet" nab Ebers hat sich nach dieser Vorschrift gerichtet, als er rin so gewaltiges Ereignis wie de» Aasgag Israels ans Egypten z» einem Roma» gestalte» wollte; der gelehrte nnd dichterisch hochbegabt« Man» ist sich sicher dessen bewußt gewesen, daß er mit der heftigen Schrift selbst sich tu eine» Wettstreit eiuließ; «ud die Ergichlnng der Schrift ist, anch nur als et» Werk künstlerischer Darstellung betrmhtet, oft non ergreifender Schönheit, und nun wagt es der modern« Dichter, indem er den Bericht der Schrift hier mit mannigfachen Einzelheiten ausschmückt, dort ihn lindert und um gestaltet, die uns fett ftühefter stindheit wehlvertiant» Thal» nnd Gestalte» in dem Achte, in welchem erst« betrachtet, uns oorznführenk Wieder »erd» die »tele» Kritiker, dir Ebers, »eil er et» Gelehrter ist, rin» poetisch» Dilettant» nenn», die nicht anfhörrn, ihr i» der öffentlich« Meinung herabzusetzen, »ak dir doch Mi; Verbreitung seiner Romane i» n»ser» gnt» »nd gedftdet» Gesellschaftskreis» nicht aufholt» kbnnen» wieder »erd« diese Kritiker tadeln, daß er moderne Mensch» »»r i» altögyptische oder altisroelttifche Gewänder gestockt hat, daß rr seine gelehrte Kennt» ß oom isroelittsch» »nd ägtzpttsch» stlterthnm gleichsam als Schmngglerwaare . in der Form des Roman» unter di« ¥«te bring» wolle. Dt« Frage ist nur, ob Ebers so Unrecht hat, wen» er das »kenschenher, in seinem Hass» »nd Sieb» »or Jahrtonsend» nicht wesrntltch anders geartet wähM, Ms heute, die Frage ist. ob isie verschird»heft der Snßrr, Srbensfüh. »1Wg_a»ch rtm tntale Berschtedenhett der Empsindlttig non heut und damals voranssetzt. — W»n sonach, sobald die Stimme des Herz»« zum Ausdruck kommt, diese Romangestalt» aus dem alt» Aegypten sich nicht viel anders äußern, als M»scheu unserer Tage, so ist dies im Sinne de« Dichters noch kein Anachronismus, keine ungehörige Berm»gung der Zeiteg, da da« Herz oor Zeit» wohl nicht viel anders geredet hat, als heute. Und warum soll ferner ein Gelehrter, dem Gott eine Zunge zum Lehr» gegeben hat, der die Fähigkeit besitzt, zu» Lotte, zum großm Kreise der Gebildeten anschaulich und spauumd zu red», diese Kraft nicht untzen, um die Resultate seiner Forschung anch iu der Form des Romans in die Welt hiuanstragm warum soll er nicht seine Phantasie wattm lasse«, um au« dm einzeln» Bausteinen der gelehrt» Forschung einen stattticheu di« alt» Zeit» erneuenden Ba» aufznrichtml I» der Dichtung, dir der gelehrte Forscher gestaltet, kan» am ehesten »tu ganzes Kult Urbild not gebot» »erd», nnd so das Verständnis des Alterthums anßerordentlich gefördert werden. Jedenfalls ist wohl seltm einer so ansgerüstet, um die Zeit, da die Israeliten aus Aegyptm zog», «ns zu schildern, als Ebers, der einer unserer erst» Aegyptolog« ist, der gerade die Beziehung» der aüisraelttischen Geschichtsquellm zu d» altäghptisch» zum Specialstndium gemacht hat, der durch wtssenschaftliche Reis» die genauest« Ortskuude besitzt, und welchem z» alledem »och das Auge de« Poet» eignet. Und wie »eriockeud ist di« Aufgabe «ns di« erhaben» Gestalt« der biblisch» Erzählung »»schlich näher zu rück», «ns anch zu zeige» wie diese mächtige» Ereignisse auf die Aegyptrr gewirkt» wie sie in der »nschannng dieser Feinde Israels sich dargesteltt habe». Mer« nennt mtt Recht dm Stoff gefährlich nnd reizvoll. Den» Moseh, der gewaltige Mann ans der Höh« feines Wirke»», wie sollte er in dos