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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1889-01-01 · 20. Jahrgang Nᵒ 47. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
20 (1889)
Issue
20. Jahrgang Nᵒ 47.
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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iFrmKrrtch kaffes VlttT rat Mcaiftcf4triNttf M Jvurual iSuströ ßritiet, schiav«» Me .fMM*&• fttk« flüfea, •tkna 1«. %mmz 1888 in Wt$mma&dM kElfaßj, HM m km arftm wlmnMschen Untentät M Mm NcNdKt Levp t» frnrrmrtt oßuffxut (tanf mm tx WrA ta Mt MtMstcMult« Mt G»a Malinrtf verlegtMnW. Mitktaimtc«tttm»OkamkMaart" au» tm 6tmt,at ottlaRta, mtk* « Wk um Statt* kn Tat»ak Lßmnschnl« I, bari« ernauay ka er löch mtah »t»e wiffe»scha«iche Arüett .über Me SAavaei «ch ka «Ml *>k kr» Stlaxk* sehr aut «tngesährt kattt. Durch kk Btcafaaa Kfhact »ach MM Markt tat 6alt tint* KtbMnaMakiaalt in Partifrei, Mt a 1867 erhielt. M» 9Är lpäkr, am 8a Juni 1868, mark« et im All« ata 99 Jahre» ua CkmuMarr ia Pari« ktrtfCR, lM|a ihm Ma Dilpea», ka a kt» ßtittzllcht »!t« kaa 80 Jahre» nicht «reicht hatte, verliehen markt. Stint Leistungen tU Kan^lredna fink bekemtt, tr wirk km „Matt" km keanzösischeu Synagoge genannt, tt veröGentltchtt ktti Sänkt Prekigte», Mt kenen ein« „Rtktn na Mt Mrad. Jngead" tatMUt Eint gckGe Anzahl wissenschaftlicher Monoarnphle» in ker roeuo cko« Made» .-fhtvaa lat Herrn Knh» znm vertaner, Mc kedentendste »nwr kiesen ist die Monographie »ker „Joseph de» Sitaer"; ktr Serstsfa giekt knria ein Aielyse na» kta Scheifle» ktl K»On »SP, Mi M» jetzt nnch nicht etirt stob ank ein Btamftritt »SPartset^KattonaMkltothek Mlkeu. Die Philanthrop« Dbätigstii 8«« «ehu'e »ns kern «tkittt kt» JsttzknknnterrilP» aak ker Wohlihätigkell küknt mit kt* Hanpivadiensi kt» berühmte» tatftttgn «Statt«. Seine ttOattft «ichLn« ist tkca* s» Mit tznn ktr vrihooogie, Mit Mb ktr redieale» Resori» entfernt, tr ist «in chnrtettrMltl Mnn» ktr goldene» Mlttelstraße. Er ist Ritter Mt sthretlegio» ank Ossizi« kt» öffentlichen Unterrichte». Roch «llß ergäuzeud htuzugefügt merk«, daß Zador Lohn ei» iitttwer Freund unk Verehrer de» Prvfeffvr» G rä tz ist, and daß er hauptsächlich au ker frauzös. B«trk«ituug ke« Grßtz'sche» Geschichtöwerke« — zu« Eutsetze» Ludwig Geister» uuk Tousorte» — Schuld ist. Der ueue frauzös. Oberrabbiuer spricht uuk keherrscht die keuisch« Sprache uuk Ist ei» tüchtiger Seuner ker keutsche» viffeuschnft auf dem -Gebiete ker jükischeu Theologie unk Geschichte. — B. Sro^kritaaKiea. ^«aka«, 15. Roveutber. (llor.-Lr.) Da» Moulesiore« -College iu Ramstgate wirk nach seiner Umgestalluog zu eiue« Aabbiuersewiuar »ach koutiueutale« Muster tu weaigr« Tagen feine Borlesuugea degiaueu. Da e» über reicher« Mittel aebietet, al» irgeud ei» Schwefteriustitul, ist r» tu der Lage Jtinta Zögliugeu die au»reich«uste Uuterstützuug zu gewähren. Der Lehrplan, der da» biblische uuk rabbiuisch« Fach im «eitest«» Umfange euthält, wirk sich zuuöchft auf folgende Gogeustäuke erstrecke», «abk. Dr. Gast er wirk lese«: -Geschichte de» zweiten Tempel», Geschichte ker jükischeu Liturgie uuk Siuleituug tu ker Haggaka. Dr. Hirschfelk liest Ciuleituug iu die Propheten uuk Hagiographen, Sr« klär«», ker «leturu Propheieu, verglncheuk« hebräische Grammatik, syrisch« Grammatik und Urkuugeu im Lese» de» Targum ker Propheten. Der dritte Dozent, Herr S qewzik wird Talmud oortrag^i und zwar statarisch de» Traktat Chulltu fol. 42a, kursorisch deu Tr. Taonith uuk eokltL Joreh Droh eap. 2S. — Wir wünsche» de« neue» jükischeu Lehriuftitut die besteu Erfolge. Kiliank. Marsche», 15. November. (Or.«Cor.) Die Taufe» «ehre» sich defliuktg tu Warschau. Obwohl nur nuöschlteß» ltch Jutereffe (die Srhaltuug »her verbefferuu, de» Geschäfte») im Spiele dabei ist, umßt« schon Maucher sehr bittere Folgen davo» verspüre». Ten schaukervolle» Neige» eröffuetr etu Stseuhäukler, ker au» Galizieu mit äußerst gertugeu Mitteln »ach Warschau kam. Hier hatte er seine .Chalat' tu etaeu Nock umg« wandelt und eine kleiae Fabrik augelegt, »l» austlüukischer Jute ausgewieseu — taufte er sich heimlich — erkraukte aber nicht lauge darauf und stark. Seiae »och otthokore Familie konnte thu weder auf jüdischem, »och christlichem Friedhöfe begraben. Die Leiche wurde uuter taaseud Gchwiert,ketten — nach Galizien befördert und kort heimlich auf jüktsche« Friek!)ofe beerdigt. Der Inhaber eiue» techatsche« Vurmm'», keffr» Elter» uuk Schwiegereltern .Frauen achtbarer Jade» fink — rauste sich auf starke« Zu« rede» seiner Frau (Cheronee la famm«), wurde im Zimmer iu Folge Zuluft am gaugra Lörp«» gelähmt, »ad ist von diese« beiden »ach jetzt nicht besteit. tt» find »och mehrere gaaz auglückKche Geschichte» au» de» Lebe» der jüngst Getaastea za verzeichuru — «eist charaeterschwache Seat« von zwei« krattge« Nuft-aber aa» soll an sage», daß eine Schaar beeiketer junger Advokatea dir fast auöschlteßlich »oa Jabeu leben uab uuter ihuea wohnen — rasfische Unter» thaueu find — auf Eouto ker >u»läuker sich ebeufnll» taufteu uuk koch offenbar ke« verlast ker Eliwel and ke« Natu eutgegeugeheu?-Wie weit höher stcheu kie Wenige» (Procuristeu uuk Buchhalter), kie ihre glüazeake Stellung tu Warschau aufgrbeu, um mit ker Familie tu ker Ferne eia Stückcheu Brok zu suche», uuk ist e» wohl zu bedauern, daß diese vo» ke» jüdische» Firme», wo ste Anstellung im Aus» lande suchen, kalt zurückgewiesrn werk«». — — Kermifchle mtd «e«rße Uftdfrfdffc*. Gaffel» 18 R,v. «it nljährlich, sank auch kitse* Gal kie PrelöverthtUuM ker ffran Thnese Tranbe'schtn unk ktr Dr. gnkob Ptnhnö'schtn Stkächtnibftistunz am 10. Novemb« im hiesigen iornttittschtn Semitart sin«. Die gu löstnkt Ausqnbt kestnnk in einer arammntilchtxegttischen Bearbeitung de» Lieke» Mnsi» Deal. Ctp. 82. IN waren sieben arbeiten von Zöglingen ka ersten Seminacklnfft ein» gegangen, unk «» wurden die Zöglinge LitbstSkitr unk H-;ltr mü kern Pinhnö'ichea unk Glnuberg unk tzofmnnu mit kern Xout&c’Mcn (Ixil Steelttz» 19. November. Anläßlich ke» 70. Seburtötateö» den km berühmte Spmchsmscha unk Legitoantzh Prosesior Dr. Daniel Sander» heute feiert, sink ihm M» Rah unk Ätnt eine sehr große Zahl briefilcher üilückwünsche unk fitniger SeschenK zu DheU gemorken. Seine königliche Hoheit da Großherzog von «kecklenbe'.g-Strulb über- Sndte dem Seburtomatträga nu» Schwerin, wo tt augenblicklich mm esnch weilt, ein Slackwtiqchielegra««, in welchem Höchst derselbe ihm da» NiUerkeeuz de« Haaöorken» der «enkische» Krane verleiht mit dem Hinzussigen, daß da »roßherzog ihm kiese »uögeichnung persönlich überreichen wollt. Die vümerschast vo» Snelta brachte ihre« «tt» kärger einen an» etwa 800 wackeln besichenkeu Kesizng dar. Mckncheu. Hern Prnsesia Kritz Hommel, eine her ersten «nwtitäle» ans dem Sebiete ka Seschtchte unk Sprachen der semt» tischen Nationen hat in ker «üncheua »Allgemeinen Zeitung' einen Artikel über die zahlreich« und wertbMlen, von Herr» Dr. Sln se r in Sädarabien entdeck«» Stciniaschrtst« veröffentlicht. Der Pcoseffor erklärt, daß Dr. Glas« eine neue Aera für semitische Philologie eröffnet hat. Aus Grwld seiner Entdeckunaen hat dies« eine Skizze da Seschtchte Arabien» von ke» ältesten Zeiten Ml um Propheten Pgohamed zu schreib« begonnen. Der erste Dhell kerselb» hat jüngst dem Ortatallsten-Eongreffe zu Stockholm unk später auch da Akademie da Siffenschasw» za Berlin Vorgelegen «tmtait. Sine Depesche an» Bukwei» melket nun, daß «0 km dortig« Polizei gelang« ist, in der Person ke« sechzehnjährigen Bagabunken Stetka an« Strakonitz einen der Dempelrtaber feftzn» nehmen. Bei dem Berhastetm ward« ein großer Dhetl de» entwendeten DOTtttfVllbttt. L^wbnra. »» PrSstd«« km hiesigen jüdische» «emeitke Hern Loni« «okchanx, da al» Vertreter da hiesig» Duchsabrilen dem Prewrichtercollegttem der Pariser «eltan«ste»»ug angchörte, ist MN S. Dt. dem Könige von Holland zmu Ritter da Sifmkroue er« nannt worben. Bukarest. Daß bi« christliche Bevölkerung unserer SlaM den Juden nicht feindlich «sinnt ist. zeigt folgrnke» Pakommniß. Bor einigen Boche» feierte» die »eutsche» Juden (Aschkenasim) dt« Einweihung etna kleinen Synaavge, »d-elche sie nach Mm Baron »an Hirsch bö> nannten, und in weiche sie au» etna anderen Shnago* mehrere Lhora» roll« überstihrte» und zwar ix einem so glänzende» Anszug«, wie er fett Jahren in da Hauptstadt nicht gesehen Wurde. De- Zn, zählte 3—400 Personen äst inner und 8«a>en, welche fast alle brennende «erzen trogen und sich durch mehre« von Sheisten bewohnt« Straßen bewegte», ohne daß man di« Lermonie auch nur im mindesten zu störe» »ersuchte. Der Po'.Izeipräseet, Oberst Algni, mit ein« Ab» iheilnng berittener Peltzistkn gebe» dem Zng« da» Schntzzelette und bewiesen hierdurch gewiffermaß« der jüdischm Zeremonie miliärtsche ithren. In Aolg« deffen ging die Fei« — dank da toleranten Se» stnnnug der Sttgierueg — aus« Slinzendfte von statte». Tanger (Maroffo), 10. Oelober. Da» Hirn erscheinende Blatt Mogaieb* bringt au» ststogador (Marokke) eine seltsame Beschichte: «in junge« jüdische« «ädche» gab i« nnmrbeirathew» Stanke einem Söhnchen da»-Leben. In Folge kiese« Fehltritte« wurde, ans ke» Antra, de» Orwrabbiner», ko« arnt» Mädchen «in^ierkert. »er ver» sihrer da Unglücklichen halte daffelbe Schicksal Doch während da Mann mit Löfigeld sich lo-gekaust batte, war da« Mädchen nicht «m Stande, bei völliger Mittellosigkeit, sich z« befreie, und schmachtet dahrn in Noch und Menk im Kerker. (»Hameliz' spricht gerechte Entrükttmg au« üb« diesen Ast finster« «Mamkett. von Jeden gegen »lied« »«jüdische« «lauben»«em»t»Ichast verübt, welche doch im maro«aaisch« Lande noch sehr der «illkühr sie beengend« und bedrängender Musel» männer anögesetzt sind.)

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