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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1889-01-01 · 20. Jahrgang Nᵒ 45. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
20 (1889)
Issue
20. Jahrgang Nᵒ 45.
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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9*1.12. JPufMstf, 7. ftowwfac 1889. für die religiösen und sociale« Interessen des Judenthums MlchwuilO «4cheta« I» «tat Miaarr Wt chWach-m schal, kr» jialllta. Ii,»»**«. M jllt«»»««■•klatta*'. MlfbdtlnliiMwMiInMIMin •.»■Mttktwni dr«l Uuk »IttttliMrl. ■Ui klrtcti r Malm: |i*tU« U türt, ■ «4 kflk,»«(«nkt: U Mt. (8 d., *)8tc*., 8 ML. 4 *»(««). •fc ^WachaatchalN- ■« jMUtmMf MiiJlimitiiilitr) Mti: •PU»8 88 Pf«. MdtritilSM. Heraudgegeben von Rabbiner vr. M. Hta-mer in Magdeburg. |it Mahrhei», Aecht nk Jtiilts! («riMti f8t M(.3«f<clttH4( a»4inf4ttrt* ■u f»r 1**.3a*H4«8tIt«r*iit.euir. Me Btidtrikaltmt VrttttcUc »Mt tcn« »«UM M Pf. ft»» nuiwMt »»ich klt V»nMcnt> CmiUtnni ni O- X.. Stuk» dtOa., Xudeli kloiii.H«M»nit»ln4i Ve|l»Ll. »kn ol tcet (tits'cnka n : Pi* <ht|W»HUm PfM^M. -a <«tt»»d« (rtifd: Urtheil eine# Diplomaten, der seit vierzig Jahren dt« Kreuzzeituug liest, über dt« Judeusrag«. — Seiger contra 98 bemann. — Baoiftht« Nb dorrest»»«»«»»»»i Deutschland: Berlin. Berlin. Hamburg. Karllruhr. Emoen- Speyer. Oesterreich.Ungar,: Prag. lbrakau. Schweiz: Lasel. — Großbritannien: London. London. Asien: Au» Bagdad. vermischt« „d »e»est« skackiricht«»t Berlin. vr«»lau. »re«dtn. Emden. Seesen. Gera. Brünn. Pari». Pari». Peteriburg. Sifmtt Mache»- laremtee. 188». CkMdwu. 6660. Mamtooack«, . 7 13 gnttmt . . . 8 14 9 15 Ammt,, . . 10 16 Mmetag. . . 11 17 18 18 iRtttmach . . 13 19 POmeomnt«» . 14 20 Kateuder. K-n (4,58). Urtheil eixi Diplom«te«, der fett vierzig Jdhre« dieUre»zzett««g lieft, über die ÄrrderrfrRge. Li« alter Diplomat «oterrichtet i« etver anonyme« Broschüre einen jungen Freund über dt« fiedente Großmacht, über die Presse »nserrS Baterlandr«; besonders sorgfältig beurthellt er di« Berliner Blätter. Der alte Diplomat ist ei» alter Arenzzeitungsmann, der dieses Blatt hält und liest, seitdem es im Jahre 1848 gegründet worden ist, der geradeg» schwärmt für die Führer der Reaktion in den fünfziger Jahren, für Stahl, Berkach und Wagener; jetzt wird freilich in seine« Hause das Abonnement auf die Srenzzeitnug unr fortgesetzt wegen der Familieuuachrichteu, weil mit alter Gewohnheit der Adel alle Anzeigen, welche Aeuderuugeu in de» FamUienstand betteffeu, in dieses Blatt, z« defiru ersten Mitarbeitern bekanntlich auch Bismarck gehört hat, riurücken läßt. Wie gut und gerecht unsere Sache ist, gehe am besten daran» hervor, baß ein Mann ans der Schule Stahls, Serlach's «nd Wagener's, der Herold« des „ christlichen Staates", jetzt für uns Partei ergreift, und die Jndenemancipatio» als eine unwiderrnfsttche Tatsache dettachtet. Ls ist gewiß »o« Jntereffe, seine Anfichteu, wie fie in der Broschüre »der Parademarsch der siebenten Großmacht" (Berlin bei Richard Ltlhrlmi) ausgesprochen stad, kennen zu lernen. Er schreibt («. 23—31) wie folgt: .Sie Wisse,, lieber Ar««»», »aß ich dieser Frag« absolut uapaeteltsch gegenüberpeh«, und daß kein« noch so fiudig« genealogische Ehemte — wie da» schon i» komischem Ueberatsrr bei manchen Persünlichkeitru versucht ist — tu mir'«ine» Tropfen jüdischen Wate» entdeck» tdunt», aber ich halt« di« Frag» des AmisemNidm»» nud die »tt, wie p, dehandelt wir», für ei» vstwchch Unglück.. .. Ich stehe nicht m, t» «ml,«sprechen, daß ich der Geschichte de» Jatenlhum«, da« sich durch so viel« Jahr hundert« grausamer Verfolg»^, biiter» Hasse», höhnischer Verachtung durchgearbeitet hat, ohne den Glaub» an «tue heilige Wellordnung, di« »rast d«Z Stteben« und «I,,»« und d» Aufschwung »um Ideal »» verltereu, voll Rührung und Achtung gegeuübetsteh«. Möge» manche »«»Wüchse de» Judenthum« «uaugenehm berühren, mir tbuneu ulemal» leugnen, baß dennoch ein edler «er» patriarchalisch« »rast und Treue tu diesem Volt» steckt. Ich M« lieb« Freuud« unirr den Juten und Hab« st« stet» k«»iihrt gefunden»,hell«,»,» trüben Tage». Und da» geistig«Leben verdaut auch tu Deutschland de» Juden viel — wer möchte i» Berlin bi« Kerls« der «endellsohn» nicht ehre» und achten und manch« andere ■»4, di« in de, besten Zetten Listiger Entwicklung de, Ton angaben, der bester nmhrlich »ad edler anklang, al» der wüst« Lärm der antisemitisch«, Hetz». . . Wen, da« Schicksal de» Judenthum» «tu historischer Finch dafür war, daß da» Bott von Palöftin« di« christlich« Heillwahr. heit von sich wie« — und ich glaub« da», den, ich bekenn« wie Sie Visse», den christliche» Glauben ohne Deutung und Beschräntung — so dürfe, wir al« «hrtstrn doch da« Gebet de« Heiland« nicht vergessen: Günter» nergieb ihnen, denn st« misten nickt, wa» st« thun" — und daß die» Gebet dennoch sein« Erhdrung stnten vir,, da« beweist die wunder bare inner« Grast de» «inst »n<«r wühlten Volke». Men hat st« »i« di« Paria» behandelt, aber fie stad lei»« Paria, geworden, sonder, fie haben au» der Rietrigleit. tu di« man pe herabirettn wollte, immer wieder da» Haupt erhoben »um geistige» Licht und zum Ringe» nach de» Ideale» de» menschliche» Leben». . . . . . . Wen» »nn aber jeder Jnd« sich, nur Weil er Jude ist, in Acht und Bann gepellt steht, so «nun da» nur dahin führen, daß da» «girrnde Jndenthu» allein da» poßr Wort sShrt »nd daß die edleren jüdische» Elementen sich fern halte», wir habe, langjühriga jüdisch, Freunde mit tiefer Trauer von dies«» Zustände» gesprochen, und w-mr gegenüber dem UebermMh mancher Element«, die vom Lhrtstenthmn nur de, Ramen und den Taufschein habe», auch in dem letzten jütisch«, Handelsmn», ei» Funken von dem Stolz der Molkabüer ausglimmt «t» stch zu Haß u» «erdilierun, entzündet — könne, mir da» verachte» n»d vernriheilen7 Möchten wir »och de» Jude, gegenüber a, dt« altgrichisch, Fabrl m «Min» und dem Sonnengott« deulen. Bride wettet«», »ar eine» «timderer zurrst den Mantel ab-

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