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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1889-01-01 · 20. Jahrgang Nᵒ 44. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
20 (1889)
Issue
20. Jahrgang Nᵒ 44.
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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^44, i1 " '? :— Pilkikiri, A. #Mir 1889. 449 |i|t«.XI ffir die religiösen und socialen Jntereffen des Judenthums. Herausgegeben von Rabbiner vr. M. Aahmer in Magdeburg. Jir Mihrtzeit, Decht ,,d Friedea! üMrattht riffelni le etnt Rrmxtt tn .Mach.B sch.t t i-. bts ..<a»iii»B.!•»»•“ ». MjlttK.liitt.il«11. f ntt ftt alt tnt ßUMtw Id «Btn »afläintmi » Mi»»tl«fn tot MkIi »Irrtet l&trf. litt ttrcctc t 8i4cntnta: lltrthft 14 'Hart, rat» km«.4t.«kr: 10 »I (8*.. »3rt#., 8 »>(., 4 Sollart). Sk J»«».nrk»in- >U JmmUln*U*r W«e .811trraturtl«tt*) Mit: ,_* VUnk SB Ufa. »tretet n*rtt<*. Inr.rat. für tir.J « r a e 111* 1(4 e S » 4 rn f <t rl 11* rnt Mir tal.3Abl(4e8lttcrat«r.8tatt*, btt Hriitvtbattmt S-liizeUe »atr atrttt Maua MS Vf. ftnb tntBtbtr bunt blt Bnttoncnt. thbeSttloneu von Ob. T.- Daub. ftOo., Budolf Mo«M,KaaMa>t.ln8l Totltti. rn. abtr Street rlatU'tnbttt an : Mt Ittnbtti« bn .Jwwltt. M-ch«-- r8»W I« yülbabni >»tz «I»: SfittKbt Vrriftl: Bit btt libtialt Pastor Schwalb sich den Pro» I - pheleit alias tu recht legt. — Etrttt Über btt fünf't Jtonfcrtiu he» I Btrtn« btt tsraelitisiden Lehrtr unb Sulwlbtawten btS Lanbrabbinai» Amben. (Schluß.) Bericht« «mb <«orrtsp»Nbtn,tUi Dtutschlanb: Wagbebttrg. vtrllu. Bitsbobtu. Ober-Jngelhei« Otsttrrtich.Ungarn: Prag. Aus Ungar». Fra » kttich: Pari«. vermischte »«b ««««sie Nachricht«»» Berlin. Berlin. Deffau. BieUselb. Pari«. Pari«. >u« Lonbon. Bonbcn. Petersburg. Warschau. Obtfla. 3»f«r«t*. Wochen- . . — I»T«»btr. 18*9. CbMthmut. 6650. 9«K»8Y»taa . 81 6 frottag . . . Nov. 1 7 $#«n«brttb 2 8 Ammtay . . 8 9 . . . 4 10 3)Usft«g . . 5 11 Ptttt»«ch . . 6 12 9«x»nr»tag . 7 13 /ratender. vfrp < »,7). Wie der liberale Pastor Schwalb sich de« Propheten Elias -«recht legt.*) L - »Warum willst du dich von un« Allen und unserer Meinung entferne«? Ich rede nicht Tuch ju gefallen. Ihr sollt wa« lernen."' Diesen Satz Göthe'« möchten wir auf die ganze schriftstellerische Thätigkeit Schwalb'« anwendeu. Wie viele Antorru, auch wen» fie manchmal den Mund recht voll nehmen und den vollen Brustton der Ueberzeuguug anschlagt», horchen doch nur recht scharf hinau« in die Well auf da«, wa« dort AnNang und Beifall findet und mit hohen Amt«, und Ehrenstellen bezahlt wird; und da« sagen fi« und ihre Rede ist daun gleichsam nur der Wiederhall der sogenannten öffentlichen Meiuuug; solche Schriftsteller machen ihr Glück, fie sageu. wa« man geru hört, wa« »irgrud«wo Anstoß erregt; jeder Biedermann freut fich, wen» er seine eigruen Anfichteu in schöuen, wohlgrsetztru Worten »iederfiadet und vierkt gar nicht, daß der geehrte Herr Ler» faffer erst genau erkundet hat, welche Anschauung und Sttm» tnuug in den breiten Schichten der Bevölkerung über die Gegenständ«, die er seiner schriftstellcrischen Behandlung »nterziehen will, herrscht, und daß der Herr nicht seine Meinung sagt, sondern die feiner Leser. Ob dieser Proceß den Autoren selbst deutlich ist, oder ob er fich in Form eine« Srlbstbetruge« vollzieht, ist nahezu gleichgültig. Gegenüber diesem ungeheuren Schwarm von Litteraten, die der Menge oder ihren Gönnern zu Munde rede», die immer nur an den litterarischr» Erfolg, au die günstige Wirkung auf den Leser denken, ist jeder Autor beachten«werth, •> Alias btt Prophet, ein alt»hebräischer Epos, besprühen in elf Predigten, von Moritz Schwalb, Dt. theol., Prediger in Br einen. ÄüptzP. Otto Wigand. (IIS S.) der den Mulh seiner Meinung hat, der nicht um zu gefallen da« Wort ergreift, sondern der eine heilige Scheu vor der Wahrheit hat uud einzig de«wegea redet, weil Pflicht und Gewiffen ihm befiehlt, seinen Ueberzeugungen öffentlich Ausdruck zu geben. Ein solcher Schriftsteller ist selbst daun noch un« eine «ohlthueudr Erscheinung, wenn wir un« nicht auf seinen Standpunkt stellen können, wenn wir seinen Aufichten unsere Zustimmung versagen müffen. Pastor Schwalb nun macht den Eindruck eine« Manne«, dem die Wahrheit über Alle« gilt, der e« nicht scheut, fast der ganzen Geistlichkeit seiner Kirche Fehde anzukündigeu, um da« zu lehren, wa« er durch ernste Forschung sich erworben hat. Nicht nur die orthodoxe Theologie bekämpft ihn, sondern auch die Führer de» Protestantenvrrein» finden keine» Gefallen an ihm; ja fie vtenden fich um so heftiger gegen ihn, weil fie fürchten, er könnte fie kompromittireu, man könnte ihre kirchlichen Bettrebuuen und religiösen Anschauuugen mit den setnigen auf eine Linie stelle«. Freilich so vereinsamt Schwalb unter den Theologen seiner Kirche steht, in der Lairnwelt mag sein Anhang keine«» weg« gering sein. — Ter Kernpunkt de« Streite« zwischen ihm und der ungeheuren Schaar seiner Amtggenoffen ist die Lehre von der Göttlichkeit Ehristi uud unleugbar stehen viele, die mit Wärme für Christ»« und Ehristenthum eintreten, unter den groildeteu christlichen Laie», nicht strikt auf dem Standpunkt de« kirchlichen Bekenntniffe«, an de« die Pastoren durch einen Eid gebunden find. Und Schwalb macht keinen solch strengen Unterschied zwischen de« bestallten Dienern de« Worte« und den übrigen Ehristr», so daß er sich für die Bereiusawung unter den Geistlichen mit dem Beifall der Weltlichen tröstet. Aber selbst wran er die Hoffnung aufgäbe, daß seine Ansicht in absehbarer Zeit durchdriugen

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