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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1889-01-01 · 20. Jahrgang Nᵒ 43. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
20 (1889)
Issue
20. Jahrgang Nᵒ 43.
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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mb sprach sich onctbmieiib über ihre Leiftmg« au», ß itfMea sich auch msere intelligeute« mb reiche« be» Audeuthm» all« Ehr« |* mach». So haben erst dieser Tage die Wanntet wohtthätigm Brüden dir 'Herrn» David und Wilhelm Mter v. Outmau« in Wien dem Lpitalfoudö d«r Poukliuik dm ansehnliche« Betrag von Bt. IVO,0V0 mit der Bestimmung gmvidmet, baß an» diesem Kid» auch eia Pavillon zur Krankenpflege von S0 armen der« errichtet «ab erhalte« werde. Die Verwaltung des Iostiiuie hat von dieser großen Schenk««- Herr« Erzherzog Rainer, als de» Protector der Poliklinik. Mitthrtluug gemacht, mb dieser hat die Spender für nächst« Woche z« einer Audienz entboten, n« denselben seine Anerkennung auözu» sprechen, von diese« Herren kann man sagen, daß sie ihren Rrichthum gottgefällig verwenden; auch gilt von ihnen da« Bibrlwort: Ps. 112. pimr nomn lo-«bjomm; nur so au»streue«d geben sie für dir Dürftigen. — ctanda«. Der 18. Jahretöbericht der „ Anglo-Jewi*h- ▲Modation* süt da« Berw»ltnng«jahr 1888—89 ver- «ffentlicht folgende Detail«: von den Sönnern und Förderer« der Aasooiation Warden derselbe« in abgrlaufene« Jahre leider durch den Tod enteiste«: Herr Levi «. Lohen in Tanger, Herau«geber der ,Lsvoil 3n dlaroo* und eifriger Lorrrspondent der Association; Frl. >una Maria Goldsmtd, begeisterte Mitarbeiterin auf dem Gebiete de« ErziehungS- und Unterricht«wesen«, welche ihr Andenken außer» dem durch ein Legat von 200 L. Sterl. zu Gunsten der Orieutschnlr« verewigte und Herr Felix Naggiar in Alexandria, welcher al« treuer Berichterstatter die Bestrebungen der Association wesentlich unterstützte. — In Gemeinschaft mit dem „Board of Depnties" sandte die Association bei Gelegenheit de« Tode« de« deutschen Kaisers Friedrich HI. und de« Kronprinzen Rudolf von Oesterreich Beileid-adressen an die Kaiserin Friedrich und de» Kaiser von Oesterreich. — Der Bice.Prüfidrut. Sir John Simon, mußte au« Gesundheitsrücksichten sei» Amt uiederlegeu. Ebenso legte Rev. A. Löwy sei» Amt al« Secretär nieder und »erden besten Functionen fernerhin durch einen Schreiber wahrgenommeu. Die Lage der Juden in Rußland hat sich leider im abgrlaufene» Jahre wenig grbestert; die Au-weisung-maß» regeln wurde« mit der äußersten Strenge grhrndhabt und »ersetzte» Haudertr von Familie» in« tiefste Elend. Auch von Rumänien ist nichts Erfreuliche« zu berichten; nur muß constatirt werden, daß ein großer Theil der rumänischen Preffe ihren Lreuzzug gegen die eingeborenen Juden eingestellt hat. Die Kränknngen der Juden in Marokko haben trotz wiederholter Vorstellungen der englischen Regierung nicht aufgehvrt. Für die Juden in Persien erwartet man von de« Besuche des Schah Bester stellung ihrer Lage. Die Bestimmungen über das Aufeuthaltörrcht fremder Juden in Palästina find durch die Regierung des Sultan« dahin wodifieirt worden» daß neue Ansiedler, fall« sie nicht in -roßen Mafien einwandern, nicht ««gewiesen »erden sollen. (Schluß folgt.) Vermischte mrd uetufit Nachricht»«. rUagdebneO« Von Herr» Rabbiner Dr. Süd emann ist nu» «tm grändltche Ertotderung auf di« Angriffe Ludwig Seiger» »itp» gangen, die wir ihre» Umfange» weg«» aber erst tu der nächsten Rr. Ide» »jüdisch« ßitltraturbL") bringen Wunen. — vir berichtigen bei dieser Seltgenheit, »aß da» letzte wart i» dem Brief« Smil Le hmann'» an Dia Südemanu (vor. Rr. S. Mt) nicht .führen", sonder» ^förderlich sein" heiße» mich. Oragdebneg. voran doch di« Jude» ale» schuld stnd l Run die ^treuweitung" hat e» hernn»beko««eo: .Sie haben zuerst die valdrrfee-versammlung verdächeigt; daun siud di« »rtttrl gegen »dir Setckrrrt und Muckerri" in den vormhmere» Blättern erschiene»: se daß rt daRngesteM bleibe» muß, ob »ich! et, «lende» Räntespiel der Jude» da»,Hr,R»lleu de« Lats.-r» gegen st« (die.Lreuzztg.") verenlaßt bat." Di« Jade» sisd auch schuld »» de» Mißerfolge» »er Koloutalpolitik, wie di« ^treuzzig." h-rau»gef»»d«u Hab« will. St« schreibt: Jbk Kolmial Sesichschchte» habe» »icht da« ge», dag», au» ihm» Besitz, et«»Rechts« ,« sesche», und wir wstfen auch, warum sio e« »icht Hab»,, veil auch hier da» Sewiteuthuw da« «ß» v»rt führt, dem da» nattoual« gawreff» tu letzter Reche sicht." — Da» «Ifs ist der Dank an die großen Baülstrswo, welch« sich ou» Freundlichkttt für den Fürst«« B>«mar« habe, bewege» lasse», b tonäa parän groß« Summen für bi« Koloni^gesellschaften m zeichnen. In Barlt» san» var einiges Lage» bir Bermlchlung ber beibm Löchte» de» belanuteu Bankier« Otear Heina »er mit »wet adlige» Sardelienienant« statt. Di« Lranna, wurde burch be» Suderinten« dem«» Ortzanber in der Dretchltigkeikgllrch« HÜmii, nachdem dir beide» Bräute von demselben SrIÜltch!» zu« Lhrisieuthu« belehrt waren. Via wir al« »icht »stntereffant »och beseerken »ollen, wmbe da» Hoch- »estrkest am Bers»t»«»g»t«ge gefeiert. (Venn da» nnr »icht stlr dir beiden De»«» «in böses Omen ist, und e« ihuea nicht wie wetlaub der gemustra Lochte» Bleichrdder» geht, deren LH« mit de« Hoch» abltg«, bekanntlich sehr rnfch .Kadpore»" ging.) Auch ei» andere« beksnure» Mitglied der hiestgeu baut« ünano», der Brnquier Josef Sters, läßt fein« Löchtec chrtftltfche» Religio uHnnter» rich» nehme». (Hoffen >utr, daß die jungen Damen e» ebenso weit mit dem Lbrtstent in bringen, j, noch weiter, vtellricht bi« zur Frau «ajorl) Barlin. Dir aMtsemstifche Btaai»bürger-Z«Vung thellt ttiumphirevd mit, daß dt« arisch« Sch ui Vorsteherin Barett»» bereit« SV ne« christlich-germanisch« Schülerinnen an Stell« der autgelchiedenen güdinnea gewonmn Hab«, — wir wünsche« derselbe» sogar 22 I >u» Slebwttz wird grmeldtt, daß di« russisch« Realer»«, de» fchlestlcheu «ausleute» jüdischer Religio» wieder de» Seschäst»betrieb in ödrßland gestatt», aber aur mit fünftägigem Aufenthalt. Glomm. Bet dem PreSmSschretoeu an einer neue» Syuagoga, für die 18 Entwürfe rfngegange» veren, haben ausschließlich Berliaer Architekt«, dt« >u»zeichn»,g«n erhalle», »ud zwar Lremer »ad Volseaftei, de» ersten, Brun, Schmitz, der Sieger Mm vettbewerb um ha» Laster Vtlhelnr-Deukmal, de» zweite» Prri». »l» die hervorrageudst« Arbeit erschien de» Preiärtchter» jedoch der Entwurf M» Abeffer uud Kläger-BerU», der ader kein« Anerkenuung erhielt, weil dl« «-»sühruugäkostea wett -»her geschätzt worden, al» di« Berechn»», nachwte». Doch ist der Khuagogeu-Berstund mit diese» Architekten in Berbindung getreten. SrStz» Prov. Pose», 8, Oktober. Der Lehrer Horwitz Hierselbst feiert am A. Oktober d. I. sei» 20jährige« Lehrerjubiläu«. Er wird i» de» Ruhestand versetzt. Wie». Da« Ocga» der VIeuer Radan-Antistmtte», da« Deutsch« Vvlwdlatt leistet st« in letnem vrteskafteu folgende», selbst sür aattse- «ittsche Setste»verhältaiffe ganz respectadlea llafina: „Der Erbaner de« Eiffellrhurm» soll Jude sein. Soviel steht fest, daß der Etffelthurm unr detdalb gebaut «urd«, um di« i» den Hände» mi französische» Juden befindliche« Eisenwerke zu beschäftige»." (Ist da» »icht Etffelthurm» hoher Blödsinn!) London. Herr Dr. E. Klei», Mitglied der mediciuischeu «esellschaft, berühmter Redner über Physiologie am Bartholome»'« Ho», vital und Professor der Bakteriologie an der mediciatschen Faeultät hat in jüngster Zeit eiuige neue wichtige von Dr. R. Weavrr entdeckte Mischuagea uuterfucht. Die erst«, unter dem Name» »Ereo" rmhillt den wirksame» der Fäulnis, widerstehende» Sruadstoff gewisser vegetabilischer und mineralischer Theerarte». Dr. Klein findet, daß eine einprozeastge Lösung im vasser Eholera-Baecilleo und typhös« Fider-Baeeille» in 2 MinMcu tödtet. Di« zweite Mischung „Periodate" ist ein »och wirksam««» De»insection»mittel. 1 Theil in 6000 Lheileu Wasser aufgelöst, reicht hi», dir Lholcrakeime etc. zu tödieu. Deshalb scheint .Pertodate" da» wirksamste aller bi» jetzt bekannt-» chemische» Agenten zu Lödtuog von Krankhrii»ketme» zu sei». Veite« Untersuchungen haben ergebe«, daß .Priodaie" rin vorttessiiche» Schutzmittel gegen Po« eng ist während der Siustehua,»p«riod« Ist und entweder di« Eatwicklung »««selbe» sofort hemmt oder m weiter fortgeschrittenen t«ständen einen günstigeren Verlaus der Krankheit bewirkt. Vena diese» igebniß sich durch «etter« Erfahrungen bestätigen sollt«, so dürft« di« Jmpffrag« mit der sie begleitenden Agitationen einer baldig« Lösung «ntgegragehn. London» 1«. Oktober.' Der neue Lordmayor für da» »ächst« Jahr. S.r Henry Jlaac». ist fest ««schlosse», » de« Aufzuge am Lordm»yor«lage de» S. November, der dlesmnl auf «tue» Sonnabend fäll», ,» Fuß zu gehen, anstatt in der ^>ldverzierten Staat»karoffe p sichren, mit da» Kahren am Sonnabend in de» Angen orthodoxer Jude» eine Sabbastchändung ist »nd er den jüdische» Einwohnern seine» Bezirk» «ei, «ergerniß bereiten will. Da de» Stadtäuesten^kolegi»» gegen diese» Entschluß «iuspruch erhob, so wir» Sir Henry nur währrnd de» Umzüge« in de» M, J»r,«l>t«n dewohate» Straße» sein«» Bezirk» gehen, in den ädrigen aber fahren, «ekaunlltch habeu Rabbiuer- Bersnmmlungea »ab Syaobe», sogar bi« der Mittelpartei t. I. 1871, da»Fahre« anSabbathu. Feiertag-» zu nicht-,«schästltche» Zwecke» uud nicht im «igeoe» Sespaao erlaubt. vom. Wie verlautet, soll der .Schulcha» Aruch" zu aultscmltische» Zwecken in« Italienische übersetzt «erden und der Papst auf 20 Exemplare subertditt habe». I« de» ZeitMcheu wird «bensall« »ut Subscrtption ringelade» <D. St.) Zuzi*. Her» Dr. Simon Lrvy von hier, Verfasser de« große» siebenbändiM «erkr» .Da» hi-ro^Urhisch« S»rterbuch" ist zum Ritter der iialieaischra Kroae ernannt worden. v

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