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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1889-01-01 · 20. Jahrgang Nᵒ 41-42. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
20 (1889)
Issue
20. Jahrgang Nᵒ 41-42.
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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7 -ßchalirne Rede, ht der er bfe 8tfttnnMMf der ncwtt Syna- H»ge in trefflicher Seife anüeinanderfetzte, schloß sich . «ine Mstette von Haydn, deren vortra, obige» llrtheil über den Eyorgefava v«lstündi-t rechtfertigt. Durch da» Kaiser» gebet und durch die Abstngnna der Bolkähymne, die stehend und entblößte« Haupte» angehört wurde, fand die eigentliche ' GdtweihungSfeierlichkeil ihr Ende. Do« Tempel-Gebäude besitz« »In« Läng« von 85.16 Meter, «In« . Batte von 1» Sb Mete, mW tft »essen Haovtstont «t«cn bn» Theattr «nk nn» bo« im «an begriffene neu« Rachhnu» grwentat. Die Hauptatattzeilnug Ist solgende: von »er Hauptstoutleit« gelang wan durch «in grränmlae» Vestibüle, in Mlchem ans »er einen Sette tn etne Bkarmortasel dl« »amen der ta»«Mgcn Borstandemilglteder, ans der -anderen Sette dl« Daten de« vam« und der Elnwrthang et «gegraben sin», tn den Parterreranm. »selch« 840 Milnnersitz« enthält; recht» nn» Unk» führen zwü getrennt« Ausgänge mit Pstttersitegen zu der den Setten entlang lanseeden »aller!«, wüch« SIS SttzplLtze enthält. Ob«. HM de« Vestibüle», tn der »Ih« d« Frmwngalleü«, lieg« da« Sänger, cher und der vrgelran«. Gegenüb« de« tzoupteingange befindet sich Me wm drei Ctnfn «ichlht« Estrade, welch« SO Sitz« für den Tnltu». voestand nn» di« Funeiionät« bietet; fern« d« «Ich tecorlrt« Platz sstr dt« vund«»lad», da» «lmrmor und den Prebtgtstuhl. Der Innen» ran», d« etgenUich« vetsaal, hat eine Läng« von 19.75 M., eine Brüte von 15,90 M. unk bl» ,ur reich cafiettrtrn De«!« ein« licht« von 14 M. Der tn »er Verlängerung de» Bellaale» befindliche « «tt separatem Eingang« für den Robbin« enthält t« Parterre vorran« mit Toilette, da» Rabb!ner»Z>m««, dazwischen den tagenannten Sintertempel. D« «st« Stock de« »nbane» enthält einen «der all« drei vorgenannten Räum« reichenden groben Sttzuna»saal. Unwr dem »nbane, tan Kella, ist Platz geschossen für dt« Amegnna «tu« Central-Luschetzuna. Die Architertur de» aaezen Gebäude» ist t» Sill« d« PrÜhrrnatssang« gehallen und dt« Hauptfron» «tt eine« Luppelausbau gekräut Zur Verwendung gelangt« vonvtegmd da» best« Mo1r»tal — btt Steimvetzarbetteu betragen fast der gesammten Bausumme. Da gange Sockel tft au» weiden» Granit! am Hauptportal und an den »wet Seileneingängeu »ur Fraurnaalttüe geschliffen ba> gestellt. Die Pilaster und Säulenschäfte am Hanplelngang« wurden au» blangrschuffene» und polirtem Grant«, die Lnbachnngitgestmst, Henperaewänd«, «ttedelttänungeu und dt« via freistehenden Ptnakeln, weiche den lletargang zum achteckigen Kuppelaus bilde«, au» bestem Hortvrr Sandstein, di« Gesetze»taseln lau» Earrara^Rormor und die G»llnng»taftln ob«,halb de» Hauptetnaange» au» rot hem Salzburg« Marmor gefertigt Dt« Kuppet de« Thurme» ist thetlwetse vergoldet, bi» «l» «ttger der Amuragalleü« Menenden echt freistehenden und »Sa wanbpstil« «tt etua Hähe von je 4.15 Met« find an» ge» | ichüffeue» und polirtem blauen Granit, der Träger der in nein« Kuppeln gt_ uw«, aw EL," chethetlten Dom über der Frauengalleüe in Sffm Hergestell'.' Der ganz« Juueurau», der reich caffettrt ist, soll sRlter noch «tt «ine» polhchromen Schnrnck versehen »«rden. Dtt Project« Pläne, sonst« sstmwlltche Detallplän» ftammeu au« dem Steller de» Proseffor« für Boutuust an »er recha»scheu Hochschule in wirn, Karl König, während dt« vauaufstchl »rchüeet Groseffor Dau t in Reichender» besorgt«. Der Herr vberradbiv« Zadoc Kahn «achte ge» leieutlich der Jubelfeier der französischen Revolution aus die v?rpienfte de» protestantischen Pfarrer« Raband Sauet» GÄetme «lfwerksa», der in der Sitzung der französischen MntivnalVersammlung am 23. August 177V, energisch di« Sach« der Suaucipanou der Juden verfocht. Zur Beherzigung ttt Gewisse Hof» und Hetzpastvre wsllen wir einen Absatz einer Rede Raband'» hier wieder,eben r »Ich verlang« die völlige Freiheit und GleichheU dieser an» de« Morgenlande ge» riffene», immer gehetzten, immer verachtetrn Volke». Ich wül der franztsischen Ration keinen Schimpf anthuu, daß Pt da» Wort .Unduldsamkeit" auf ihren Lippen führt. Diese» Wort ist an» nuferer Sprache verbnmt und wenn wir e» anf den Lippen haben, dann ist e» der An«drnck der Verachtung für entschwundene Zeiten. Aber, tn. H. nicht dte Dnidsamkeit verlange ich, die Frrihett, ist e», dtt ich fordere. Ich verlang« dtt Duldsamkeit al» eine gebieterische Forderung für alle Bürger, dtt unsere» Mitleid«» würdig And und zwar nicht al» ein Snadenrecht für Schuldige, lindern al» An« Forderung der Serechtigkrtt für dtt. dtt durch den Zufall der Geburt und Erziehung ander» denken al» wir.- Wonrdeann. Der folgend« Streitfall dürste vielleicht auch deutsch« Leser interesstrrn: vor einigen Jahren starb hier Paul Rodrigne», der ln einer Mischehe lebte und dessen Kinder keine Israeliten Derselbe ward« auf verlangen auf de» jüdischen Frttiihof« beerdigt. Dtt Srben verlangen dessen Heber» trag,», auf de» katholischen Airchhof. Da da» Loufißvrinm sich dem widersetzt, wird dtt Hülst der Berichte angernfen. Dtt erst« Instanz entscheidet gegen da» Loufistortum, diese» will appelüren, erhält aber von de« Pristetnrrach nicht dtt lkrlanbniß, in Appell zu gehen. Der Sta»il»rath jedoch hebt den Beschluß der Präfectnr auf und jetzt »ttd dtt An» gelegenhett vor de« Appellhofe verhandelt. Bor ungefähr 20 Jahren spielte ein gleicher Proceß, und dtt jüdische Ge» meind« blieb obsiegend, hoffentlich wttd da» Urihell jetzt ein gleiche» settt. Krr«ifch1e tra> ntrnfkt Nachricht»». Magdeburg. Ja Rr. SS vom IS. Juli er. hatte di« »vachenschüft" an« der .Provinz Posen" einen Srttkel .ein orthodoxer Muster» rabbt" gebracht. Der Reo. d. vl. war z. Z. orttadweseud, «rstärt ab« nunmehr Ramen« de» versaffer» jene» Artikel», dag der Jehalt deiselben. der »ns Grund von Informationen, von deren Uaüchtialeil sich »er Vers, nachttägltch überzeugt hat, der «atzt worden, der Wahrheit nicht entsprochen Hab« und darum vom Verfasser widerrufen werd«. Berlin» 6. vetober. Heute vormittag begingen di« Herren Stadtverorbnrter Laut» Liebrrmann und Kommrrzteerath Jekob J»ra«l ihr Sü jährige» Jubiläum al« Vorsteher der varuch Snerbichfchen «stlso-ErLiebmlLGMvstLotnr. Atttan. Ein bedauerlicher Zusall versetzt« «ine hiesig« jüdische Kamllte kurz vor de« Fest« in tiefe Trauer Der jüngst« Sohn derselben» «in hvffnung»v«llrr Knabe von lbh A, der »n kommenden Ostern die »tt de« Realatzmnafin« verbunden« Häher» Handelsschule «tt de« Aeugnlß der Retf« verlaffen sollt«, bmlettet« einen Bekannten »um Büchsenmacher, wo letzterer seinen Revolver tu Ordnung düngen lasten wollt«, vet der Untersuchung der Baff« durch ünen Gehilfen ging «in Schutz lo» und traf den Knaben so unglücklich, bntz rr an den Folgen »«»selben am nilchfte» Tag, varschteö. Da» güammt« Lehrerrollminm und di« Obertbüsen de» Realgymn. aaban bi» verstorbmen da» Ehren» geleite und ntlchst dem Prediger Hrn. »ieubauer richtete Hr. Dr. Freund lau» Säüttz), der der Familie n»;« steht, Trostwort« an dt« Hinter» blttbenen. Such Hr. Proseffor Dr. Schütz«. Rector de» R«nPy«u, sprach nn »er Vahr« Worte ehrender Anerkennung für den stütz verdliihtFEN. Hannover. Der -Hawellz" »acht in Rr. 155. auf dtt in der _3«r. Wochenschrift" erschienene» Berichte üter dieLehrrrveüantmlnng in Hannover anfnmlfam, kann aber, angesichts der tu dar Versammlung von Herrn Dr. Gronemann mid Kroner betonten Schwierigkeiten de« Unterricht» in Bibel und Gebet»Urbersrtzen, dtt vemeüung nicht unterdrücken, datz da» deutsche Jukruthu» «tt seine« allgemünen KulMr-Forvchütte in Bezug aus religiöse» wiffea bedenklich zurück» gegangen sei, da noch vor wenigen Jahqehnt« dtt Kenntnttz der heiligen Sprach« und de» dtbuschen Schüftttzum» tn Deutschland «ln« allgemetner« wir. Kskn. Der chüstlich« Rentier R. Weinhagen, hterselbst wobn» hast und gedürtia an» Moers, hat süner Vaterstadt zwü Legate in der Höhe von 15,000 und 8000 Mark z»gedacht, deren Zinsen zu rin« Eättnrr- und «in« Frrttnstiftnng verwandt «erden sollen. Dtt Gärtnerstiftung hot den Zweck, jüdifthe Gärtnergehllstn, dtt in Moers geboren sein müffen, behuf» weiter« Suodlldung i« Suloand« zu unterstützen, «l» Grund dafür, datz dtt Zinsen nur jüdischen jungen Leuten gn gut« kommen sollen, gibt Herr wünhaaen sein gntereffr für dtt Gnd» Wickelung de« Haadwerk« nnttr den Juden an. lvv« Mnin, 5. Ort. (Or -ttorr.) Stt den Lest« d. Bl. deratt» an» d« ergangenen Einladung bekannt sein wird, finde» a» Montag, den 14. d. fc, dtt siebent« ordenU. Generalversammlung d« .Scham«" tnFrantfaü a. M^imGitzangssaatt d« tstael. Mann«» krankenkaff« (Rechaeiarabenstr. 13) statt. Da (4 sich httrboi n. S. auch nn Abänderung einiger wichtigen Bestimmungen tat Gtatuten handelt, st mär« e« tat tar Hoden Veventnna tar Goch, sehr wünschenittoerth, datz sich nnmentllch dtt arttnen Mitglied« recht zahlreich an tar veratHaug versammeln. »Sinn» wie nn« »itgetheilt wttd, fanden dtt Frauen, welch« um letzten Vlenjehrsstst znr Andacht in tan lsrnelttischen Tempel tar inneren Sradt erschienen, auf ihren Sitzen Zettel mtt ^och Schöner«" an» geklebt, t» kann dies« Bubenstreich dlo» von Bebttnsteten de» Lultus» vorftanb!» »ulgegangen stln, welch» in solch« Art btt eigenen Bros- «rffV *«««***■— tatiltta« «Ätzte» »tt Mischen «iowotn« dicke« Lande» besitzen XI Morgen mbare» Land »tar ungefähr 18,84*/, de» Gcknmntt» ta». «* bürste dtt» alt vewü« dafür güten, datz sich »tt gnliztschen Inden in sehr ded-utrnder Anzahl dam Ackadan widmen. Lnaean. Dtt htesige medizinisch« Fakelttt, weiche staü von Mischen Zndvrern besucht wird, wandt» sich n» tan Vorstand tat M. Gemeind» mtt tar Bitte, «atz dtt Leichen Mist*« Kmnkeahäus« zu anatewischen Stndiruzwecken de» Geztrstatt tar Universität ütai lasten werden mögen. Dtt Gemünd« Hut ndee, nnttr Htnwü» auf dtt rülgtonHgesetzltchen Beftimmun^n »«»Jndenthnw» und dtt statntaüsche» Einrichtungen tar M Beerdigung-Gesellschaft, diese» Ansuchen abgelehnt»

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