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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1889-01-01 · 20. Jahrgang Nᵒ 32. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
20 (1889)
Issue
20. Jahrgang Nᵒ 32.
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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MM. 8. A»x»K 1880. mxi ♦ g*ä für die religiösen und socialen Jniereffen des Judenthums. HerauSgegeben von Rabbiner Dr. M. Aahmer in Magdeburg. rr, Mehrheit. »echt ui Jritktt! fflr die.J«r»eiiiis«e Bo(t»n(<6ttrt* anc für »-».Jüdische aiiter»l»r-«l»it*. 61t flring»(yaltnt? tßetUzeile ooer deren 8t am» M Vf. lind tnlweder durch die «nnoncen. «-»edliidne» »0» GK IL- Daub« de C5o_, Hudolf 6doMQ,H'oiion»tol'3A VogUru. A. oder direct «in-»'enden -» : Di» OiiNtttim 6n M«ch»» tu ««chenlitch erschetni |t eine »bmtBKT der k«» „oMW» 11i» u. lil*»“ u. 6« ■»»l«tt»u. Weit» für tfle »tf(fUUl«f bei allen Uoü2intern *. »xchd-ndimiee» drei Muk dieneiilhrl. Mit »treete r Znsendnn,: sildriich 1L Mark, »»ch d-m«»»i»»de: I« «k. (»si., »>Ire»., S «4l., « L-Ü-rs). Die ^»»chduptzEmil^u-utU-udiutf <»4 »e .811 t(uUttl«i?) koste«: _» W>»»i» OS Vfg. »ieeieijädrlich. «halt: | StttcaOc Arrikel: Die Bedeutung de« jüdische« Religionsunterricht« sür Bildung und Lebe«. Boa I. Nlinqeaftei, in Ober-! Ingelheim. (Fortsetzung.) — Stimmen der Presse über dm Orde n! »B'oe Brith*. III. Entgegnung best Br. M. Eil inger in New-Aoik aus die Hirsch'scheu Art. im .JSr.-Jeschurun* gegen den 17.0.6.6. Veetchte »ad ikoerespoudeozeur Deutschland: Magdeburg. Berlin. Wiesbaden. Tolberg. Karlsruhe. Nürnberg. Italien: Rom. Palästina: Jerusalem. Denmtscht« «n» ueueste Skaedriebtsur Berlin. Berlin. Deffau. j WorrnS. Wien. London. Rußland. Jerusalem. j Inserate Briefkasten. . (Nachdruck ohne Quellenangabe untersagt.) Angoat. 1889. Aw. 6649. j Kalender. 8 ii Freit«, . . . 9 12 Konnadend 10 13 flNNNI(8.18)6.4.8«b.I»eb»^ fwmit«, . . 11 14 Wouta«. . . 12 15 Ch^mischo Ossor. Dionsta, . . 13 16 ütttwm* . . 14 17 Donnernta, . 15 18 Die Bedeutung dejüdische» Religio«-» uuterrichts für vitdung und Leben. Bon I. Slingenstein in Ober-Ingelheim.*) 1. Di» Uuterrichtsanstalten. SchlustdeMeekuugeo. In erster Linie fiud e« wohl die S Her«, die für den ReligionS-Uaterrichl veraMworllich stad. Im Elteruhau» soll die Religio« zuerst lebeudtg werde«, Lebe« gewinnen. I« der befruchtende» «thmosphäre eiue« jüdisch-fromme« Hausweseu» ist da« Lind auch sicher geborgen. Aber »««gebildet und für die Stürme de« Lebe«« mit der nöthigen Widerstandskraft gerüstet bum t» nur werde« durch einen planvoll geregelte« Unterricht, am beste« vereinigt mit einem Lreise anderer, i« gleicher Absicht versammelte« Linder; unter der Leitung eine« befähigte«, pädagogisch «ud religiös gebildeten und treuen Lehrer«, der de« Linder« da« Beste giebt, wa« er selbst hat, — in Wort «nd Beispiel. Leider aber ist ei« großer Thetl unserer Familie« kaum t» Staude, eine religiös-bildende Einwirkung auf da« Lind zu äußern. Hier find e« die materiellen Bedürfnisse, die Rot de« Leben«, welche Zeit und Lrast der Eltern allzusehr in 'Anspruch nehmen; dort ist e« der Mangel an genügender eigener Bildung, die Macht de« rein äußerlichen Leben«, die einen religiös bildenden Einfluß auf da« Kind unmöglich machen. Wie aber jeder gemeinsame Unterricht vorbildlich virleu soll für höhere LebenSkreise, so soll auch durch den gemeinsamen Religionsunterricht da« Lind hineingestellt *) Jo voriger Nr. 2. 6. Zelle 2 soll »S heißen: »und sich geeinigt fühlen durch bi« Gebote*, nicht .geeignet*. — Ebendaselbst Z. 21 Alle find au» dem Leben .genommen* nicht .gewonnen*. Andere, weniger finnentstellead« Kehler «ollen die geehrt«« Leser selbst «erbeffer». (Kl.) werden ins Leben, in eine« weiteren 8eben«krei«, in die Religionsgemeinde. Kann Religionsunterricht die Gesammtbildung wirksam beeinflnffen, oder ist er vielleicht entbehrlich für Linder, die sonst eiue gute Schulbildung genießen? Wir stellen diese Frage nochmals hierher, obgleich wir sie bereit« besprochen haben, weil es vielleicht unter unseren Lesern auch solche giebt, die dem speeifisch-religiösen Unterricht abhold sind «ud demselben eiue Bedeutung für die Gesammtbildung abspreche«. Stelle« wir die Frage als eiue reine pädagogische ander«: Ist das Gelingen der sittlichen Erziehung — eine solche wollen doch alle Väter und Mütter? — abhängig vom jüdischen Religionsunterrichte? Wir bringen unsere Linder in die christliche Volksschule, wo e« eine jüdische nicht giebt; da« ist doch wohl in den meisten der 800 kleinen Gemeinden der Fall, von welchen wir in der Einleitung zu sprechen Veranlassung hatten. Hier werde« die Eltern vielleicht, oder in den meisten Fällen sicher mtt blutendem Herzen den Mangel eine« geeigneten Religionsunterricht« fühlen, den sie ihren Lindern nicht beschaffen können, so wehe es ihnen thut. Wir wissen den Unterricht einer gute» Volksschule wohl zu würdigen und fürchten nicht für die Religiosität de« Linde«, auch wenn die Schule eine christliche» konfessionelle ist, wenn der Lehrer ein Ehrenmann, und seiner Aufgabe würdig und gewachsen ist. Allein für die mtt den jüdischen Lindern zu gleicher Zeit unterrichttten christi'chen Linder ist hier ein wohl gestalteter Religionsunterricht .in Mtttelpunft de« gesammteu Schulleben«, der Schulb'tdung, der Antrieb zu sittlichem Thun. Der ganze Unterricht ist getragen von de« Bewußtsein, daß im Religionsunterricht da« Ideale zum Ausdruck kommt und die Bildung harmonisch auSgrstaltet. Staat und Kirche fordern gemeinsam diese«.

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