Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 20 (1889)
- Issue
- 20. Jahrgang Nᵒ 30.
- Date
- 1889-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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A$SO. M«Ddelmr>, 35. Juli 1888. Iihq.XX. für die religiösen und sorislen Interessen des Judenthums. ----a »-a Wlchtitllch trivial I« «tat Rinnt? ter -»»chinsch»«»«-. ls „fanllltn Matt*“ u. Icl,,fttteeata« fclatta“. Rrrll Kt «Ic kreiaUMtnr tet ilre Rektalem m. RäaieiHateni drai Adarle etttttUSW. KU littet« r £u|tnl«i«: Ulrltrfp 14 Rtarf. aach len ■•»(•nie: 18 mt. (8 (L, SO Btt«.. 8 RIL. 4 »otar«). SMt .»acheafcheiernU^aartllraktatt* (eilt »StttetetitMetf) tötet: a (Hafk SB Rf«. Itmeliawi*. Herausgegeben von Rabbiner vr. M. Hlahmer in Magdeburg. |ir Pitrl'H. A'ch» ul Itflkii! für dt,.I»raeltNsche « ochenschr»ft' »re kür »«r.JÜdtscheSttteratur-vlatt'', die Nelrr-espaltene A lUzetl« ooer »mit »aam M Pf, find entweder durch die Annoncen. Erpedtttone« vo» Gk. Xd.Da\&b« 4sOo., Audoli Mom •- H>wn> t«lnde ■V*o«l#r«. * oder dtreer et«t»,ende« an: 9i«99|0ttim li9 iJmiiK. 10 «che«. fdprift4* tu W»,d v«v . Wochen- Juli. 1889. Tammna. 6649. Katender. ImMnt«! . 26 26 Fasttag. . . 26 27 AaNRadsRd 27 28 rsoti (848) Perek 2. faaataa . . 28 29 ftaiminbeinfegmtng. Maittag. . . 29 1 Roash Chaudesch Aw. Msuftag . . 89 2 k»ttt»ach . . 81 3 Dsnatvatag . Aug.t 4 Safcslt: Cdtcnt« Wrtifcl : Die fktcntniig des jüdiscken Religioesuuierrichls für Bildung und fieben. von I. Alinqenftei» in Ober. Ingelheim. (Fortsetzung.) — Siimmm der Presie ober den Orden .v'ce Biili,'. I. Bericht» URd Hsrrespsudrnzsnr Deutschland: Berlin. Berlin. Aus Baden. O«sterretch»llngarn: Wien. Wien. Arohbritanoteu: London. iv«r»ischt« «ud uro »sie Machrichtsui Magdeburg. Magdeburg. Marburg. Berlin. Berlin. Dannstadt, vriescn. Lemberg. Drohobye». Aus Uncaru. Amsterdam. Amsterdam. London. London. Italien. I:alim. Rom. Paris. Rumän ev. Rumänien Maroce». Rew-Aork. ikhristchurch. Inserate. (Nachdruck ohne Quellenangabe untersagt.) Die Bedeutung des jüdische» Sieligions- «uterrichts für vilduug und Leben. von I. Nlinge,stein i» Ober.Jvgelheim. (Fortsetzung.) Betrachten wir Einzelnes: Tine Sänke der Gerechtigkeit ist der Lid. Ist schon im 3. Grbole vom Sinai kund gegeben, daß Israel zum Verkünder der Wahrheit rrkoen, dah wir den Namen Gotte» nicht mißbrauchen sollen, um den Nächsten zu schädigen, so wird auch später noch die Heiligkeit de» Eide» mit dem wirksamsten Schutze umgeben: »Schwören sollst du: so wahr Gott lebt, in Wahrheit, Recht und Gerechtigkeit.- Und da» Wort der Weisen girbt ihm die kurze Au»gestaltung: »Dein Ja sei Ja!-— Wo finde» die Pflichten der Elternliebe und der Ehrfurcht vor denselben einen feierlicheren und beredteren Äusdruck al» i» v. Worte vom Sinai und in den übrigen Worten der heiligen Schrift und de» späteren jüdischen Schriftlhum»? Immer und überall io der heiligen Schrift wrrden die Eltern al» Gotte» Stellvertreter auf Erden betrachtet und die Ehrfurcht vor ihnen' mit der von Gott in Zusammenhang gebracht. Und daß diese Pflichten geübt wurden in unseren Familien: Wer könnte un» diesen Ruhm rauben? Die durch alle Zeiten und mit der freudigsten Hingebung geübte Wohl» thätigkeit — kann sie herrlicher geschlldert werden, al» in der Schrift und in den Warten der Weisen? Wie reich ist die hebräisch« Sprache, — die Sprache de» jüdischen Bolle» — für die verschiedenen Richtungen der Humanität! Gibt c» et» Dichterwort, daß da» herrlich« der Schrift tbertrrffen könnte, wo ,» heißt: »Fürwahr, brich dem Hungrigen Dein Brod, umherirrende Arme führe in Dein Hau»; siehst Du einen Rasten, so kleide ihn, und Deinem Fleische entziehe Dich nicht!"*) Könnte da» schöner und eindringlicher gesagt werden? — Konnte dir Gleichheit der Menschen vor Gott besser ausgesprochen werden; als in dem Worte de» Propheten: »Haben wir nicht Alle einen Bater, hat un» nicht ein Gott geschissen? Warum wollen wir untreu handeln Einer gegen den Andern, entweihen den Bund unserer Väter?" Wie zart und innig legt die Schrift den- . ichen in einer ganzen Reihe von Gesetzen die Pflichten »Arbeiter, schütze»" und der Fürsorge für den Artnrn an» Herz; G> setze, zu deren Erfüllung unstre vielxepriesene Humanität bi» heute noch nicht gekommen ist. »Da sollst den Lohn ... und da» Pfand des Armen nicht über Rächt bei Dir behalten;" wenn der Arme zu mir schreit, so wrrd, ich ihn hören; denn ich bin gnädig." Sollen unsere Kinder nicht erfahren, daß unser Rcligionö. Gesetz dieFeindeSlirbe befiehlt in den unrachahmlich herrlichen Worten: »Hungert Dein Feind, so girb ihm Brot; dürstet er, so reich' ihm Wafler; denn glühende Kohlen scharrest Du auf sein Haupt und Gott wird DIrs bezahlen." UndDusollst lieben den Fremdling!" »Ein Gesetz und ein Recht soll euch und dein Fremdling sein!" — Gott liebt den Fremdling und gibt ihm Brot und Gewandt/ — Fremdling, Wtttwen und Waisen sollt ihr nichibedrück/ Solche Worte kehren immer wilder. — Un» ahcqAit der Ruf »Fremdlinge seid Ihr" verfolgt bi» heute.«» giebt e» rin Leid, da» unsere Väter nicht ertragen muhten al» Folgerung dieser Bezeichnung in allen Landen? Al» •) n'OTin 7R -praoi