Mannheim
Compact Memory

Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1889-01-01 · 20. Jahrgang Nᵒ 28. · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
20 (1889)
Issue
20. Jahrgang Nᵒ 28.
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
81% known words query
IRI
…/5369809-5935066-5956593--7199-5373242
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

fM# «II proktifcher Vrgt «B «II Brabant bald cUkh tctciilnrtcti fhtf erwarb. Mol Sesradheftsrückstchke» Mr(c|te •et sei,«, «ohvfitz »ich Nizza, »oftlbft sei« Nom« bald »it ««hm gemmnt wurde u»d von wo sein Ruf über de« gauzrn -Tontivent sich verbreitete. Er lieferte zahlreich« Beiträge z« wifs«schsftlichr» und medizinischen Schriften ««d wurde bald durch ganz Europa oll einer der gelehrtesten und tüchtigsten ««zte brkauut. Dr. Lippert erhielt mehr«« Orden und Aulzeich« uuuge» vou fremden Souveränen, unter diese» auch vom deutsche« Kaiser und vom König »an Dänemark. D« Groß- Herzog vou Sachsen-Eoburg-Sotha rühmte sehr seiue medi» -drisch«, Kenvtnifse und stattete regelmäßig dem verstorbenen »ährend besten lang« und schwer« kraulheil seine Beuche ab; daffelbe that auch der Prinz vou Oldenburg. Einige Woche« vor seinem Tode b«hrte ihn auch der König vou Württemberg «it einem Besuche uud verlieh ihm einen sein« Höchsten Orden. Dr. 8 i p p e r t starb an einem schmerzhaften innerlichen Leiden, welchesseine zahlreichen medizinischen Freund« leid« nicht zu heben vermotten. Er selbst studirte seiue kraukheit und notirte die betreffeuden Wahrnehmungen uud Erscheinungen mit der minutiösesten Aufmerksamkeit. Nach sei»« Ueberfiedelung »ach Paril, wo er sich ein« Cur unt«zichen wollte, die nur in der französisch«, Hauptstadt aulgeführt »«den konnte, starb « daselbst schon einige Tage nach feiner Ankunft. Dr. Livpert hatte uie geheirathet uud auf seinen ausdrücklichen Wunsch wurden seine st«blichen Ueberreste auf dem jüdischen Friedhof« zu Nizza neben denen sein« Mutter der Erde üb«geben. Die Be«diguug fand am Montag de» 3. Juni unter zahlreicher Thrilnahme aul «Leu BevölkeruuglNastea statt. Am Srabe hielt d« He« Nabbin« eine eindrucksvolle Trauerrede, tu welch« « be» tonders die Tugenden uud Äeistesgabru des v«ftorbenen chtlderte. Wenige Menschm haben sich eine so hohe und mohlverdientr Achtung «worben, all dieser vorzüglich« Mann, d« sich bei Reichen uud Armen, Gefunden und Krank«, bellebt zu machen verstand. Ein Mau« ohue nationale oder religiöse Borurthetle, dem die Menschheit am Herzen iag, war « noch besoud«! liebevoll gegen die jüdischen Arme» d« Stadt, die er öft«l besuchte, nicht um fie durch «»ose» zu unterstützen, sondern auch um ihnen ärztliche Hilfe und Beistand zu leiste«, wo diese uvthtg waren. Die Wohlthätigkeitliuftitute uns«« Stadt hat d« verstorbene chnrch ansehnliche Schenkungen gar reichlich bedacht. Sbotfifa. Hlew-'Nart, Anfang Juni. „Die Rabbiner-Versammlung." welche letzthin hi« abgehalten wurde, war nicht brsouderl gut besucht, von den Rabbinern Stern-Washington, Schlefiger-Albany, Lohen-Moblle, und Farber-Erie, waren Schreibe« eiugelanfen, deren Abwesenheit zu entschuldigen. TXe Rabb. Dr. Kauf«««, Kohl« uud M. Jaftrow jun., sandten ihre Resignation als Mitglieder de? Bereinigung «in. Die Versammlung wurde unl« de« Vorsitze des «abbin« Dr. Gustav Gottheit adgrhalten. Rabbiner Dr. >. Lohnt vnlal eine von sehr tiefem Stndium zeugende Abhandlung „Biblische Quellen d« Parseu-Religion." Di« a« Abend ab gehaltene öffentliche Sitzung d« Rabbiner fand -in t« Synagoge Shaare Lestlah statt, welche gut besucht war. Dal Programm bestand aus einem Orgel-Solo, einem Gebet, gesprochen von Rabbimr Leon Harrisou von Brooklyn, einem Vortrag« des Rabbiner W. Wturer von Newark üb« »Frei« Synagogen-; »Persönliches Wirkenwurde von Dr. Gustav Guttheil besprochen; Dr.'Aaron Weiß »erlas «ine Abhandlung üb« „Finch und Gegen". Die vou Dr. Silver- «anu beantragten Resolutionen in Betreff des d« Legislatur vorliegenden Zwangs-Sountagsgesetzes wurde« einstimmig angenommen. D« Vorschlag, Laten als Mft,lieber d« Vereinigung anfzunehmen, wurde ebenfalls angenommen, «» die Zahl derselben oaif zwanzig beschränkt. Sämmtliche Beamte« wurde» wtedrrerwählt, itaft Rabbin« Dr. B. Szold »oo Baltimore de» Ex^Eomite betgesügt. Kermifchle mrd mmeste Kar^richle«. Berlin, 4. Juli. (Db-Snt.) Noch der „Reicht >b»te". da» Oman Stöckees, bat in der Iudenfrag« uuoeile» Momeute, wo di« genze Ber» logenheit der Antisemiieu ihm klar »ird. So lern wir in sein« heutigen Ar. eine Stelle von Eni ft Moritz »rnd«. der die Literaten als fetlfeige Seelen bezeichnet, die dos Heilige eiltveihen, und der „IMM&ote" fügt hinzu: „Es ist sehr drqn«». alle diese Auswilchs« de» überwuchernden Judeothn« zur Last zn legend auf Wruab langjähriger veobechtuag'u siede« er, d«b auch di« germantsche» Schrift» stell« nicht viel tauge», und dag überhaupt nur dos gesinnungslas« Literatcnthn« gedeihe. Wir »allen da» Grsammtortheil nicht weiter krüifiren, «ur da» Zugeftändnih sesthalten, dich die Jude« an der LIteratrnmilb« keir« Schuld tiagr». v«li». U ber tie Jndenemamipalion, welche am 8. Juli vor zwanzig Jahren durch den Antrag de« soitlLrietlichen «bg. Wigger» im Reuhowa herbetgefühn sei. Nagt da» Stöcker'sche „BoU*. Dasselbe weih nicht einmal, daß die Gleichberechtigung der Jude,, welch« durch das Reich sgcsetz van 186S für das ganz? Re ch eiiigesühn wurde, In Preuße» schon durch dt« Berfaffnngsurkande von 18JK) begründet war. «as dem fächftschea Balge lande, BO. Juni. 4)«r Borsixende de« aulisemilischen Resormverein« zu Reichenbach i. V., w-Icher zur Weihnachlszeit an allen Straßenecken batte Plataie anheften lassen/ welch« davor warnten, Weihnachttrinkäuse bei Jüdin zu machen, und der überdies derarlizc Flugblätter auch in allen Häuser« halte vertheilru lasse», »nrde unlängst vom dortigen Schöffengericht «egen groben Unfug« »u 25 Mark Geldstrafe vrruriheilt. Da» hiesige Landgericht hat «euerding» die gegen diele» Urtheil eingelegte vwusung verworfen. Minden, Westfalen, 5. Juli. (Or^Corr.l Am vr-gangeoen Sonntag feierte» di« Eheleute S. Fr «de senior hierfelbst in Kreis« ihrer zahlreichen Stader und Enkel ihr« goldene Hochzeit. Obwohl die Feier nur »ns den engsten Familienkreis beschränkt «rrorn sollte, wurde da« Jubelpaar vov allen Seiten durch die versch edrnarligsten Aufmerksamkeiten erfreut; die,.roßr Beliebtheit, deffen sich die alten Leut« w-gen ihre» brave«, redliche» Lebenswandels. Ihre» Fleth«» und ihre» so häufig bethätiaten wohlchättgkeitssinne» innerhalb der ganz'» Bürger chasr «rsrcnt, kam an dies«« Lag« zum rechten Ansdruck. Morgen» I I Uhr erschien der Prediger der Thnagog-a-Ermeinde, Herr Liepmar »«sah, und der Gem«tnd«va>sta»d bei den Jubilar««. Aach etuer herzlichen Ansprache de» Herrn 8., in welcher der Lebensgang und da» treu« Wirken de» greisen Paare« geschildert wurde, überreicht« der Pret iger die den Jubilaren vom Kaiser vecUehen« Ehejabiläumsmedaille und »er a» da» au» dem kaiserlichen Etvttkadtnet euwegangene vlückwm schschretbeu. Auch Herr Oberbürgermeister Bleek brachr« dem Jubelpoar persönlich seine Glückwünsche dar. Möchte es den gut«» allen Leuten vergönnt sei«, «och manche« Jahr trauter Gemeinschaft t« Kreis: ihrer Kinder uud Enkel zu verleb«a und ihnen wie bisher, so auch ferr er ria sreuudlicher Lebensabend beschteden sein. Prag. Serr P ofeffor Dr. Zucker wurde etasiimmig zum Reetor der czcchtscken Unioerstiät für da» nächst« J»hr g««äl,lk, er lehnt« jedoch dies« hohe Ehre »it Rücksicht aus seit, RrichSraihsml »da« ab. — «u der Universität in Graz »nrde Pros.!vr. v. Schey zu« Drcan der jurifttschen Fakultät gewählt. Amsterdo«. Da» Execmtv-Lomttt der vereiniztm deutsch.jüdische» Gemeinden Hai dem Könige von Hollaad neben eine, Huldigongsadreff, eine Druckschrift t» eine« prmhtvoll aebundrnee Album überreicht. Dtesclb« enthält die in» Holländische übersetzte« Pi atmen. welche am 12. Mai tet Gelegenheit de» 40jährige» Regier»egsjubiläum« Sr. Maj. de« Königs m der „Rrneu Synagoge" grbitet wurde». Am Freitag daraus ging solgindrs Dankschrelde« des G, heimseeretair» des Käotg», «rneralmaior Du Moncean, ei«: „Zufolge vifehl» Sr. Majestät Hab« ich Ihnen mttzutheilen. bah Sr. Maj. durch 1! eberreich nng etn-s Exemplar» der Gebete und Lieder, welch« Ihre Gem:i»de hei Gelegenheit der 40jährige» Regternugsseier des Königs und bei dem Dank» ooitesdienft für di« Genesung Sr. Majestät zam Himmel emporg^andt haben, tief gerührt waren. Sr. Maj. hat mir di« angenehme Pflicht aufgelraaen, Ihne« Allerhöchst deren tiesgesühltester Dank für diese» Beweis Ihr« Anhänglichkeit ausmdrückea." Johnstawu. Bei der schrecklichen Zerftsrnuz dieser Stadt haben 24 Jude», darunter 9 Kinder, da» Lebe» verloren. pkein ff: Achter besserer Stände zur »iffrvschestl. hänsl. m gesellschuftl. «usbtisuug. Sugl. >. srouz. Unterricht grntts. Beste «esrreuze». [8104 Frs» J- Wmttt t« Hannover, Schtffgrobe«. D«d PPr«-«t. strenG rrll». sind«» jnos« 3» einer oeb “ »le ilt. -«»U Dome« liebevoll« »nfnahm«. Bensto» »och Uebereuekunft. Off. »ob N. SO avK 8 d. BI. erbeten. sv Lxili)psiv. Ilrompknnä Aorvooloisouck« Leuten »ioftore HeUiing nsoh einaie dsstelu nder tansend* iach oewahrte: llethode Briefliche Bohandlong nach Einsendung eines aosthhrL Berichtes, aiaeslben sind mit Betonrmarken sa adrsssiren: NgUtsostooaierloMlIaWvU»rl.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.