Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 20 (1889)
- Issue
- 20. Jahrgang Nᵒ 25.
- Date
- 1889-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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M 25. P«(k(hng, SO. fmtf 1880. Ache». IX. für die religiösen und socialen Jntereffen --; I «bWnult» rrlchilu |t t(:« HiitnatfT Vt .■•tfaröflll". M „f«Mtll«*. »r«tl**n, M,jlltf»lMtlill«a. »teil ftr ile 5ril »UHt** M alm «rt&autm «. Buesudlim-cu dr«l elfttftiaörf. K,l tlrcctei ‘»u|m&uttj: lätzrilch U Rnf, «•<# dc» «»#(»B6e: 16 «I. (8 fL, «grc«.. 8 KM.. I Itlnll SK .U«»ch»»fchllNmit ^trafUIrxklitl- IMn .811 tf rif» tllai r> lottrl: «Urk 85 <Jfg. »IrNtll» brl!-b. Herausgegeben von Rabbiner vr. M. Mahmer in Magdeburg. |ir D.tzrhel«. »echt ul Frt.».,I des Judenthums. m-.-m für dte.2<raeltttscke Uoch«nf<brtft" me kür tza«.IüdtscheSttrerat»r.vlatt'. die Nci«q-s»alte«e Pet!:zetle oder oere« Rau« ttS |lf. flnd cüttorbfc durch die Lnnonee«. Erpedtttone« vo» O. L. AOo., Kudolf MoflM.Huuitnatelndl m. L oder vtreer etazusevdea an: Mio GvpSvtti»« Iff HMocho»- fchvM*' Hi M«gd<v»r,. «-m Hutenltr <lb»nn»ment«-Ginladu«U. Letteude Tlrflkel: Lin unberufener Bertheidiger des Judcnihum». — Iüd. Religionsschule und Gesundheitspflege. Bon vr. med. Berthold Goldberg. — Geeicht« und 0tore»spond«u»«n, Deutschla-!" Magdeburg. Berlin. Berlin. Bochum. Bochum. Au» dem Boiglland«. Oesterreich-Ungarn: Wien, Wien. AuS Ungarn. Gerbten: Belgrad. vsrmischt« und neueste Naebrtebten: Halle a. v. Berlin. Berlin. Bre»lau.,Essen. Hamburg.IMeitzen. Aus Wütttemberg. Bud apest. Inserate (Aachdruck ohne Quellenangabe untersagt.) Machen- | Juni. 1889. Sivan. [ 6649. Aalender. 20 21 frsttaa - - . S1 22 Aeunndrud 92 23 Aeuutaz . . 23 24 mp (9,24). Perek 3. Meutag. . . 24 25 VNuftn, - - 26 26 MUtMach . . 26 27 27 28 Einladung zum Abonnement. Mtt nächster Nr. endet da» zweite Quartal; wir bringe» die rechtzeitige Erneuerung des Mbonnensent» ans da» III. Qurtal hierdurch tu frenndliche Erinnernng. — Gleichzeitig thetlen wir «nfer» geehrte« Abonnenten mit, daß wir zur Entlastung der Vielfach überbürdete« geehrten Redaktion mit derselbe» vereinbart habe«, die Bearbeitung der jüd. Kchala. Ketzrerfrage« in dt- Hände -tue» bewährten Schul wanne», dessen Nansen einen gute» Klang in der jüd. Lehrerwelt hat, zu legen; anch für die Behandlung der durch da» füdifche äogrnwesen hervorgerufenen, nicht r« «ater, schätzenden Bewegung innerhalb de» Indenthum», die im allgemeine« Interesse dringend eine bssentliche veshrechnug fordert, — selbstverständlich ohne verletz»»« der Orde»»gehet«ntffe — Habe« wir eine tüchtige, mit de» Freiwaurerthnm vertrante Kraft gewonnen. Pie Aerülgryandürng der Zsr. Mocheufchrift. Et« «»berufener Bertheidiger de» Indenthnm»/) Wie unsolide Gastwirtde zuweilen über schale«, unaenirßbar»« Fleisch eine pikante Sauce aießen, um eine Kundschaft, die keinen Gcschmock da», zu befriedigen, so suchen auch un- . solid« SüttTatcn, statt durch gesunde Kost den Les.r zu erqu ckcn, ,v durch allerhand pikante Beigabe» die an sich schale Speise . irgrudwir genießbar zu machen. . ", Offener Bilef « Her,» tzrof. %. Delitzsch von Dr. Adolph . «lnmrnttzal. 98 G. Rur einem unerfahrenen Gaumen mundet solche Nahrung, durch deren Gcnuß ein Mensch seine Gesundheit einbüßru kann. Und so kan» diese wilde Jagd nach dem Pikanten den Geschmack in vielen Kreisen völlig ruiuiren. Ballend« ist diese« Gebühren verächtlich, wenn diese sozusagen geistnichen Spielereien auf einem Gebiet sich geltend machen, wo nur der heiligste Trust da« Wort führen soll. Wa« beim Feuilleton, da« oft nicht« weiter sein soll, al« eia anmuthige« Nicht«, al« eine Spielerei mit Worten, verzeihlich oder nahezu erlaubt ist, da« ist eiu Sakrileg, sobald e« in die Behandlung der rrnstesien und erhabensten Fragen hineingemeugt wird. Bon diesem Gifichtspunkt hat un« der »offene Brief", deu Herr Dr. Adolph Blumenthal an Franz Delitzsch gerichtet hat, auf» tiefste mißfallen. Delitzsch hat »ernste Fragen" au un« Juden gerichtet. Auf seinen 72 Seiten steht viele«, gegen da« wir un« energisch wehren müssen; aber bi« aus eine« nebensächlichen Wortwitz ist der Ton der Rede von Anfang die Lud« ein hochwürdiger, au» jeder Zeile ersehe» wir den Ernst, deu Eifer, die Ueberzeuguvaötreue, und bedauern nur den Schleier, der den in seinem Glauben altgrwurdenen Gelehrten nicht recht erkennen läßt, wa« außer» halb seiner Glaubenssphäre vorgeht. Herr Dr. Blumenthal antwortet auf 28 Seiten; aber erst auf Seite 13 beginnt der Widerlegung«versuch de» christlichen Gelehrten; vorher werden allerhand pikante Sachen angebracht, nicht um Delitzsch zu widerleg«», sondern um einen bäuerischen Gaumen zu kitzeln. Und nach wenigen Seid» ist Herr Blumenthal schon »icbct in jenem Fahrwasser, da» für Dckitzich zu seicht ist. Daß ein junger Mensch, der kaum seine Studien beendigt hat, einen »offenen Brief" an den gleisen Delitzsch richtet und sich dadurch gewissermaßen mit dem verehrten Manne auf Du und Du strllt, ist schon an sich eine ungeheure Geschmacklosigkeit. Bl. konnte wohl sriur kritische« Bemerkungen gegen D. Vorbringen, aber einen »offenen Brief" an de» Man« ^schreiben, der scho» vor dreiuadfüofztg Jahren mit eine« klassischen Buche die Mische Literatur bereichert hat»