Mannheim
Compact Memory

Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1889-01-01 · 20. Jahrgang Nᵒ 24. · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
20 (1889)
Issue
20. Jahrgang Nᵒ 24.
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/5369809-5935066-5956589--7157-5373204
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

M14. ff Pagkrkar», 18. fturi 1880. Jtfa. XX. für die religiösen und soeinlen Jntereffen des Judentums. -r. _._. reichet« Je ciac ttrmsur ket NOllfÖtlri1'. M «RU fltr alt krHpUÜW ket iMn «aMataia a. hMottam dnlMuk »ierRUIhil. ■tu kittetet Aaieakaae: llfctlkk U «tatt, ■•4 ktM Cakltake: 16 MI. (8 ft.. 10Stet.. 8 MU 4 Selart). Me ,«MU»n84»if|- mit J^wUttukUtr (»»«« »8tttriaturllatr) tatet: a Mut as «r«. Mtttciiiktu«. Herautgegebeu von Rabbiner Kr. W. Htaömer in Magdeburg. |it Mahrtzeli, stecht »ak Fried»,! larieete fttMe.3lrae(ttH<ke(9a4eBl<tttlt* tau lür Sal.3flkü4«8ttteratit.Blatt", Me aei<i«e{pa(t(ne «etltjeUe e*ct ket« Saturn M «f. find enttatkci Mn« Me »titoum. •peMtlonen eom Oh. L.Daube <8bOo__ AudeUMoeeeLKeäaeaatMaM To|ler a. ff. eket Street rtatufrakra tu rktHea fernjJeetllK. W«tza»- tat |Ui»itW|. >»tzchltr Sftttatt Vrtiftl: Zum 16. Juni, dem ZebeOage Jfaifer Friedrich UL — „Bar kan» und soll geschehe», um die Stellung der Rabbiner z» einer oeflfferte» «ud würdigeren zu gestalten?" vo» Dr. Siegmunb Fehler, Rabbiner, Sa»d«berg a- W. (Schluß.) Berichte »N» LorresPonbenzent Deutschland: verli». Leipzig. Leipzig. Bochum. Aus dem Boigtlande. Nu» Baden, vesterrelch-lluaaru: Au« Ungarn. Marokko: Marokko. Fez. vermischte und neueste «kachrichteue Berlin. Ralibor Mannheim. Darmstadt, vodenfelde Stuttgart. Vien. Horic. Prag. Aargau. Bari». London. London. Lissabon. Amsterdam. Buhla» d. Türkei. Rew-Uark. 3sftr«*e. (Nachdruck ohne Quellen,ugabe untersagt.) Wochen- Juni. 1889. SiT&n. 6649. Katender. j >««U80OtaW . 18 14 Freit»» . . . 14 15 fw*n«fcf*n 16 16 O-n»t«, . . 16 17 7s*? rrra t»,20). Perek 2. WlMttffU. . . 17 18 Vtoeeftag . . 18 19 »Mrnoch . . 19 80 Domterotag . 80 21 Zum IS. Ä«»i, dem Todestage Kaiser Ariedrich» in. S« giebt ein ganz untrüglich e» Zeichen dafür, daß die Regiernng Friedrich de« Dritten trotz ihrer beklagenswrrthen Kürze keine Episode gewesen ist, sondern doste ihre tiefen Spuren zurückgelasseu hat; diese« untrügliche Zeichen ist freilich auch unerfreulich genug; e« besteht darin, daß nach n a ch de» Tod« de« Kaiser« der Streit der Parteien um seine Persönlichkeit nicht geruht hat» daß sein Andenken von vielen Seiten so hestig angefeindet wird. Ueber einen Mann, der spurlo« über die Erde gegangen ist, erhitzen fich die Menschen nicht mehr, wenn er todt ist; aber auch der Schatten diese« edlen Fürsten dünkt Bielen gefährlich, und die Gefahr für die RückschrittSmäuner ist vorhanden; gerade in nnserm Lande, in welchem da« Königthum eine ttef im Bolk«ge«üth wurzelnde Macht ist. wird e« nachhaltig wirken, daß ein hochbegabttr, in gewalttgen Kriegsthaten bewährter und religiöser Fürst al« gereifter Mann die liberalen Ideen ans sein Banner geschrieben und «tt der ganzen Kraft seiner Seele vertheidigt hat. Unerfreulicher ist e« allerdings, daß diese so harmonische Natur eine so unharmonische Würdigung erfahren, daß die unversöhnliche Feindschaft gegen ihn an seinem Grabe nicht -"ihr Ende gesunden hat. Die diplomattschen Wendungen und Wandlungen gehen tat« hier nicht« an, aber für die Feststellung de« Gesammtbilde« ist e« doch interessant zu konstatieren, wie heftig. England «U unser Feind geschälten und wie hoch Rußland damal« ak« unser Freund gepriesen wurde von einer Press«, di« trotz ihrer monarchischen Schlagwörtrr fortwährend gegen den kranken Saiser wühlte. Heute nach einem Jahre ist England unser Verbündeter und Rußland schmollt; also die Staat«» kunst unsere« Lande«, di« doch weit über die Grenzen Deutschland« hinaus gepriesen ist, wandelt in diesen Spuren Friedrichs HI. ' Dieselbe dem Andenken Friedrich« feindliche Presse hat e« al« einen schweren Schlag für da« Ansehen de» todtm Kaiser« bezeichnet, al« e« fich herausstellte, die bekannten und vielgefeierten StaatSschriften, mit deren Bervffentlichung Kaiser Friedrich seine Regierung einleitete, seien nicht au« der kaiserlichen Feder, sondern au« der de« Prof. Geffken geflossen. Wir wollen hervorheben, daß zunächst diese Thatsache noch nicht in ihrem ganzen Umfange festgeftellt ist. Wir haben die Behauptung, Geffken sei der Verfasser, in der Anklageschrift des Staatsanwalt, Geffken hat dagegen keinen Einspruch gehoben; aber sowohl er wie andere bei der Veröffentlichung de« kaiserlichen Tagebuch« und dem darauf folgenden Prozesse betheiligte Männer haben überhaupt seit dieser Zeit geschwiegen und wir werden den Rückfichten, di« diese« Schweigen veranlaffen, Anerkennung nicht versagen. Daß also G. nicht« gegen diese Behauptung de« Staat«» anwalt«, wie gegen so manche andere, öffentlich geäußert hat, ist kein Bewei« de« nnbedingten Eingeständnisse«. Er wäre möglich, daß der Staatsanwalt Herrn G. mißverstanden hat, und doch erfolgt au» den erwähnten Gründen keine Berichtigung und Einschränkung. — Gewiß ist» daß von drm Stadium de« ersten Entwurf», den G. nach der Mittheilung de« Staateanwalt» angefertigt hat, bi» zn der einige Iah« später erfolgten Veröffentlichung dies« StaatSschriften mannigfache Rendenmgen erfahren haben.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.