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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1889-01-01 · 20. Jahrgang Nᵒ 22. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
20 (1889)
Issue
20. Jahrgang Nᵒ 22.
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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IXM.LL JS82. p<lMac«, 80. p*i 188» für die religiösen und socialen Interessen des Judenthvms. Hernn«gegeben von Rabbmcr str M. Hiahmer in Magdeburg. fit Dahetzelt, |r«t aa» fiirlti! ft «tnt Raataur ket M Jaalll««- Hta»«fi»»latta", •4P Statt« “ aiet .JEttta_ Pütt r»T tickrtiHm«« m «an Mii»i «. Ruittaakiaafca drei LL»»kt •Urrdlliirl. Mt kittetet gatcakaag: liktlld) Uliatt. nach kcal Ratiaakc: U «h. (8 *.. « qttt.. 8 Rti.. 4 »Mtot«). Me JRckliiMtin- «dt .»««RtlfMatt* (•kackstlittet«tkiettO Met: » Via» W Rf«. aietttljtktlich. Oasaaata f*t kit.gttatiitischtwcchtalchtiif mu für Mi .gtkischc Sitttiatat Blatt*, kte BeiafctMiKse Betittriie utt ettc« Ron* M Vf* «uk tatatket katch klr »aacatta. Bgtkiilcnen aoa Gk. I«.D«ub« da Oo-„ Rudolf Mo—«, ITaaaanatairi di Voglai «. > »ktt kittet tiatafeakta aa VU »««OHtaa »ca ^faaaatlt. V«»aM n*atff tat VaVehaa«. I Ittttakt Vrtiftl: Die -Sülle« in Sank«' protestire» «ege« de» Lllim »er kirchliche» Jadeahoffer. — Ueber jüdisch« Siudeaita» > Vtrbindaagea. > Berichte »N d»»r»fr»,»t»i««: Deuifchland: Berit«. >»» den Haaaöverschc». Hantbnrg Jaawratla«. Oesterreich.Ungar»: >»» Ungar». Aa« Ungarn. LarlDdad. Italien: Anri». — Bnlgarie»: Soft«. OwIWt mV atatflt Srnchrichtenr Nagdebara. Berlin.! Berlln. Hall« a. S Brag. «,r». »an. Pari«. Jerusalem. j Arabien. Stzrneuse. Patterson. i SaftMtt. («achdrntk atz« Qnellenangab« untersagt.) > 3P'0<$en- Mai. 1889. Jjar. | 6649. *«<**,. Vrmrrrttm . 80 99 Omar 44 «ovtta, . . 81 1 BoaehOhodeaohSlwu. 46 AmnMan» . -Tnni 1 9 (9,6). Pank 6. 46 Am»t»a . . 9 8 47 HUGWtMA. . , 8 4 48 PtmOa« . . 4 6 49 »Utwach . . 6 6 gokotemno L V«nMM*a« . « 7 a n. Die „Stille» v» La»de" protesttre« gege« de» Lärm der kirchliche» Ä«de»hafier.*) E« giebt in jeder religiösen Gemeinschaft eine extreme Partei, welch« die «eligiofitilt in Erbpacht zu haben sorgiebt, di« Jeden an«schließm möchte, der nicht ans den Wortlaut .bestimmter Farmela schwört, die überall Ketzerei wittert und die »at Allem darauf an« ist, chr Herrschaftsgebiet zu er- »eitern. Derartige Herren, die scheinbar die Reinheil der Lehre, ln Wahrheit aber Macht und Einfluß anstreben, giebt es unter Inden und Christen. Diese Leibwächter de« Glauben« find selten die wahrhaft Gläubigen. Ti« find häufig, sei e« »n blöd«, sei e« zu gleich» gültig, um die Ueberlieferung geistig und gemüthlich zu durch» bringen; fie haben gar kein lebhafte« vedürsniß, die kirchliche Karmel tu Einklang zu bring« mit den Forderung« ihrer Senanft und ihre« Gemüthe«. Gewiß nicht fetten find unter diesen Extremen auch völlig Glanben«lase, di« den Widersprnch »wischen der überkommenen Formel und dem «adernen Denken gm» gut «insehen, aber sich darum an« »ulen, oder vielmehr an« schlechten Gründen nicht kümmern, und di« dann ihr« satanisch« Freud« haben, in Schrift und Wort wahrhaft religtvser Menschen di« Ketzerei anszu» spüre» nnd da« ehrliche Ringen nach Versöhnung von Religion und Wissen al« Abfall »n vennncireu. Derartigen Sotten ist dann di« orthodoxe Formel um so lieber, je widerfimiger fie ist, sie ist ihn» ein bequeme« Mittel, Jedem, der nicht gm» nach ihrer Pfeift tm»t, etwa« •) Ein« vllchterstim«« für di« Eemeiade de« wahre» Christen» tbmnA Monaioschrlst Heft 8. (»Der Antisa»itt«om« aeleuchtet durch vJ*J*n*‘ Echrtft von.PesialMi.^ am Zeuge jn flicken, sich al« die Hüter de« Herligthum« »n preisen; «a« liegt ihnen darm, daß ihr Bekennlniß ein« Krieg«etcklärung gegen die Vernunft ist, da fie entweder bewußt ungläubig find, aber alle« Beliebige mit den Lippen nachreden und van jenem heißen Drmg nach Wahrheit nicht belästigt werden, der gern auch verstehen möchte, ata« er mtt dem Munde beknmt. Wir brauchen leider nicht weit »n suchen, n» auch uMer nn« Inden Leute »n entdecken, deren ganze« Gebühren au« nur dadurch erklärlich ist, daß sie die Unterwerfung md Knechtung der Vernunft durch irgend welch« Formeln um so leichter fordern kämen, al« ihnen alle Religion nahezu gleichgültig isl. Wir erinnern nur m di« widerstmigen Postulat« unserer Orthodoxie betress« der »mündlichen Tora". So recht um vernmst und wissenschaftlich«« Denken »n verhöhnen, hat mm die Annahme der absurdesten Formeln all» Maßftab für dft Rechtglänbigkeit angegeben md dadurch an« mserer Gemeinschaft Männer zu dräng« versucht, der« ganze» Leb« religiöse Uedmg ist. Wir Hab« kein« Papst und kein« Oberftrchenrath, dennoch drückt diese verketzenmgäsncht ms die Wissenschaft' ltche Arbett in unserer Mitte, und mmcher gelehrte Mann, der de« Streite an« de« Wege geh« will, fühlt fich dadurch behindert, die Resnttatt seine« Fleiß«« »n veröffoUlichrn. Gegenüber diesen Glmbengeifre«, di« der Witz unserer Altvordern „die Kosak« Gotte«* genant hat und die in Wirklichkeit dir Helfer Satan« find, die rin GlanbenSbekemttuth wie ein« juristisch« Vertrag betrachten, giebt c« natürlich, wahrhaft Gläubige, dieihren Glauben an« de« Urquell de« Gemüthe« schöpfen, die die heilig« Gchrtst beleb« mtt der ersttschoid« Flnth, die an« der / T*" V. -W * - » . - » “ 'i . ' " - . . -*'L K ..

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