Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 20 (1889)
- Issue
- 20. Jahrgang Nᵒ 21.
- Date
- 1889-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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O««ho. wohin sie durch die betreffenden Uaterstützuaitcomitee'« diriairt wurden. Alle», was ihrem Jnterrsie. ihrer Velsuemlichkeit und ihrer Wohlfahrt dienen konnte, wurde durch hie» sige wohlthätige Bereine fßr sie getha». Die Herren Hellmao». I. Meyer und S. Echaw wäre« rostlo» bemüht, die Leiden ihrer vertriebenen Brüder diesen erträglich zu »ochro. Seit jener Zeit nun sind diese Fremdlinge durch ihre Wirthschastlichkeit und ihren Fleiß materiell sehr empor« gekommen und nur sehr wenige von ihnen sind noch auf Unterstützung angewiesen. Einige sind sogar an bedeutenden industriellen Unternehmungen betheiligt und haben zum DachSchum des Ortes wesentlich beigetrage». Im Jahre 1885 wurde eine Organisation zu gegenseitiger Unterstützung tu'S Leben gerufen. Diese» heilsame Institut nahm später einen religiösen Charakter an und, angetrieben von dem lebhafte» Wunsche, einen ihrer strenggläubigen Richtung entsprechenden TolteSdienst abhaltrn zu können, wurden olle Hebel in Bewegung gesetzt, eine Synagoge zu bauen. Daß hinter diesem frommen Wunsche die Ausführung de» beabsichtigten Werke» nicht lange zurückblieb, zeigt die Thalsache. daß »»längst mft einem vauuntemebmer der Coutract zur Errichtung einer Synagoge mit vl>0 Sitzplätzen abgeschloffen wurde. Dieselbe soll iu 3 Monaten fertiggestellt und der Benutzung übergebrn werden. Vermischte und »e»este Nachrichten. Magdeburg. Herr J««e» Lnewe, welcher in.Monday'« Standardüber da» Märchen ro» de« Blutgebranch bet den Jaden .schreibt, (»«bet er besiaber« aus ba» verfahren de» vieaer »Deutsche, «•UMUM* hluwetst, welche» wiederholt die ftrischr» Juden beschuldigt, de» Barer Loma» ermordet »» haben), zeigt an, bab die demnächst «rschrinendrn Lagebüchrr Sir Mo'»»' mid Lady Montestore'«, heran». gegöbe» »o» Dr. Loew«, Abschriften von bi»her »och »ich« veröffentlichten amhr»tischen Dotuwentr» über dlese» Gegenchtad enthalten. »relch« dies» abgeschmackie und zugleich verhängnitzvolle Beschuldigung vollständig z« «ntkrLste» i« Staude sei» weide». Beult«. I» hiesige» jüdischen Studentenkreisen tritt ein« Beweg»»! t» Tag«, «ine spezifisch jüdische Streuten.Verbindung za» Zwecke der Erstarkung de« jüdische» Bewußtsein« und Währung »er Würbe de» Judenthum» gegenüber den «mttsemitischen Verbindungen g» gründe». (In vre«lau extflirt eine solche Verbindung schon seit zwei Jahre», wir werde» »ächfteu« daraus «»gehend zurütHowarea.) Bartl«. 18 Mai. I» ergänzender Berichtigung Ihrer die»- resp. borwächeuilichr« Bott« theil» ich «Ü, dah der «indera,tte,die,ft i» der chrlao, »ich» »ur a, Halbsestea »ad Festtage, geplant ", sonder» daß derselbe bereit» an,1^ und etagericht« war seitdem i» ununterbrochener Rethenfofte «n jedem Frei,», «beud, und Sabtachuochmtttag, Kefttogen »,d HMbsepe» ünwr iusficht zemtrr Äi »er Beligiovsschul» abgehaltea wird. Er Hot wohl auch zur cht»»g de» üinderzoi teerten sic« in der Gemeinde de» »nlah gegebe«. G. L. Hamburg, 90. Mat. (Dt^ioteJ Ich theile Ihne, mtt, daß zum 'Prediger «« i»r. Lrmpelverbonde, neben H«r» Dr. Leimdirser, >gestern Herr Dr. Caesar Seltgma»» vom Bre»la»er Seminar mit überwiegender Majorüät »o» de» biepräsentaute» gewLhtt worbe» ist. Krnnksnrl a. M. Am hiesige» städtische» Gymnasium wir» »u» «üblich au« fett Begi»» de» Semester« i«raelitischer »«igio»«,,,erricht durch Vermittlung der Israelitische, Religsonsfchul« u»e,tgrltlich errhettr. An demselben bahetbge, sich, außer einige» Schüler» »»derer -städtischer Schnlen, ca. 60 Ghmnnpnste» t» 4 Adthellnngtu. Dt« ll,«er. richtterttzeUn», habe» dt« Herr«» Rabbiner Dr. Horovttz, Direktor der Religio,«schule, u»d Dr. >rü»b»,m, Lehrer »n derselben tternommr». Da» Ziistanbekmnmr» dieser Einrichtung ist »tchst de« - Curat, rtum der höhere» Schule» wef««1lich de« frrandllcheu Enrgegealomt»«» de» Herrn Dtreewr Dr. Reinhardt zu »erd«»ken. *«» Württemberg. Die xKetch«post^ trttdt i» ihrer Sam», tag»,immer wieder einmal^gehörig Judeahetze. I, einer Kornspon- »"1 au» Horb werden »Mütter, Pfleger, Seelsorger^ u. s. w. «i^ drittglichst »ertoarut, weibliche Dieustbote» i» tbraeltttsche» Familien zu lost«». Nachdem die «»stände «w »Jodenhau»» t» absthreckendster Weis« dargesteüt, »ad dt, Gesahreu autgemelt stich, Mich« Christ»»- mädche» t, Jnbenhänser» lo,se» — daß pe ans'« Paffasest ge»>etzgen werde», ist sträflicher Weis« verschwiege» — toMmt der souderbare Stoßseuszer: Felder ist «» auch in sogenannte» Chrlftenhäuser» oft nicht viet deffer l- Der srm»m« Hepp^epp-R-ser triftet sich aber schmll hi», über, ittde« er sortsähn: »aber u»»»rr ist e» »och besser alt bet JntenIn»d kommt da»» ft dem energisch», Schluß: Diese sollen sich selbst dedie»e»I — (Welche Sennmh»»^ müßt» jeder gute Christ empfind«, wen» der Herr varo» um, »tmhschild sei« Lttesä, selbst wichse», »»d Jrn» ». Bietchräder die »»ffwmühte ttge»hä,dig drehe, müßte!) Vota (Or^Cerr.) lü. «ai. Dt« tziestqe Rolj^otgmoet«»«^ hat innerhalb einer et»ztge» Woche sch»«» B°r>uste erlitten. Drr Tod hat in di« «emeinde Lütte« geriffr». »:lche in unserer mrwiegeiw «„«rtelle» Bestrebung» z»gew«»dten Zeit nicht leicht «udzusüll» sin». Um so mehr »«rdtone» Ehreamännec der äffentltchnr Erwägung, deren ganze» Streben uab L den rrltgiöt-hnmraen Idealen »a Ftmiiir, Shule und Gotteähnn« aewttht w>r. Gesegnet sei die Eriuneraag de» sel. David Spitzrr, oer wie sein unvergeßlicher, der Gute»lehre bffltffeaeeVater, S. Spitzer eine» plötzlichm loH getorb-a »st. Der Lrztere entichlummrrte s Z. sanft am heillgfte» Tig« de» Jahre» am heiligsten Orte, auf der «etstätte; gesegnet der edemalig« Lchrer der hiestzen Gemeinde.Shule, Heiller der nach kampsand eetsaguaz»r«ichem, der Erziebuag der Irgend gewidmet:» Lebe» von an» schied. — Mtt dem sei. Joseph Weidinger ab» erlolch ein« Zierde der Gemeinde, starb da» «heuen, hohv:re,«e Oberhaupt einer große», anzescheaea Familie in Jtrnel. Di« Pforte» de» Porhose« der Syaagoze eröffnet«» sich der «edächtnibseier. tuelchi die Gemeind« iu auozei-neadster W.-is« dem verklärten gemidmet hnt!Der Himmel möge ihm offen sei»! Rar,»». Di« «argauer Jttaeliten üderrei»»-, bet »er Einweihung de« Deukmal« für Aug. «eller am 19. Mai i« hies. Rathh,»»gactm de« aargauische» Lehrenpensiontverri» «lue »ab« mit der «idmau, : »Zu Ehr«, »,d »um «adenke» », de, sei. verstorbene, Land»«»,,» Augustin Eeller.' I, «ine« Circular sag« da« C-mtre«: .«agusttn Keller war «», der mit Einsetzung seiner gnnze» Kruft und mit der voll« vncht seiner gewaltigen Beredsamkeit di« Emnartpittto» der «mrganische» Jude» durchsetztet Augnftin Keller war e», der die Shät»'« von Leugamr und Endinge» öffnet» und uu» zu vollberechtigte« «vb freie» Bürger» rtne« sreien Staate« »achtel Kein« Undankbare» hat Keller verpflichtet, et« er für die Inden «tntrat. Auch wir »olle» seiner am 19. Mai «deuten.^ X*tta. Die Familie Alatrt, welcher der jüngst »erstorben« Commandant Gtacom» Alatri anaehört«, zählt zu den grächtetsteu und beltebretzeu Familie» in Rom. Sogar di« PIpstr hatten für den Vater de» verstorbenen, den berühmte» Lommandnnle» Samuele Alatrt eine hesoadere Hochachtung. Ptn» 1. und der heutig« Papst Le« HL äußeae »st, nenn e« in «uniripalraihe nicht so r«ht »ach ihrem Sinn« gehen wollt«, daß der Jude Alatrt unter den Mitgtiedern brr b-pe sei, da man kein« ungerecht« Hiudluog von ihm zu sürchle» Mailand. Dlr unlängst verstorben« Signora Rachrl vertolara hat V00.000 Lire an verschiedene Wohlthätigkettg-Jnststute »nserrr Stadt vermacht. Da» große Ho«spital allein erhält 900,000 Lire. Aotznt. Der hiesig» kolh.-lische Wohithättgkett»-Lerri» hat de» schloff«», da« Andenken de« »erstoi denen jüdisch«, Philauchrope» Signor 0tt«l«»ghl. buich Ausstellung seiner Büste in seine» mänme« zu ehre». Einer der berühmtest-» Bildhauer Italien» ist mit der Herftellnng dieser Büste beanstrant worden. Amsterdam. Herr 9L Groeu, Cantor an der »Glnßen^ und »Rnnrn (dir Cna ore, an diesen beide, Hauptjn»og»»»» oerrichtml in denselben ihre Funekion«, wechselweise) seien« in »er letzte» Wmvr de« April sein b0 jährige« Amt»j,btläum «l» Cantor bet der ßtesine» dentsch-jüdijchen Gemeind«. Der Vorstand hatte znm Zwecke de« Arrnngenrentl einer würdigen Feftr»s«i«r et» besondere« Comite« ernannt »nd di, Bebärd« hatte zar Begrüßung he« Jnbrtnr« he» Rnthh»»«sa»l t»r Verfügung Mellt. Dt« venreier sämmtlicher vrhtrde» and Corporatioaen, sowie di« Elite der Bürgerschaft brachten ihr« Glückwünsche bar, welch« zahlreiche und wenhvolle Gkschenk« von Bereinen nnd Private» begleit ten. gnfftz. D» die Juden unter de» öffculllche« Brantte» unsere« Laube« »« in sehr geringer Anzahl vertrete» find, dürft» e« interejsant sei», z» nmnehme», »aß Herr Dr. W. Kinkelstei» zum Grfängnißnrzlc Hierselbst «rnanat wnrd«. Lehde». Einer der ältestm Benin« zur Verbreitung hebräffchen Wissen» tst der im Iah« 18« Hierselbst unter dem Bame» »Bereschst" gegründete lalmub-Iora-verei». wetcher am S. Mai d. I. feine tw. Sthnog hielt. Langer. Am Crew Peßach erließ der spanische Lonsnl «ine äffeMcheBekiwntmMhuna. dnrch welch« bei Androhung schwerer Strafe di« «teberholnng Letz uufirmigen und staudalöse» vorjährige» Auszug««» bei weuihem die spanische Colonte «ine» durch «iu« Srrohpnpp« »arge, stelle» ,Jada« Jschariot" t» Prozession durch di« Stadt trug, »atrrsagt wnrde. Einig« Fanatiker, welche dieser Ordre entgegenhanbelte«, wurde» ans Besehl de« spanischen Consnl« von der Pottzet arretirt. Jerusalem. Reous Pescha, Gouverneur von Palästina ist,um Gonberueur von Beirut ernannt woeden. Wahrend »er nieten Jahr«, in weichen er die Religiontaogelegruheite» tu Jerusalem und de» hnlüze» Laich« leitete, hat deisrlb« de» Juden wiederholt Beweist seiner wohlwollenden Gesinnung gegeben. Sein Nachfolger im Amte ist Bes chad Pascha, bi»h«rtger Gouverneur von Sawldsch« in Macedont«^ — Heber di« finanziellen und geschäftlichen Erzebniff« der »YtotorUk" entnehme» wtt dem G«IchSfI»»B«rtchte der Btriorta Folgende«: Dst Gefommt- Einnahme an Prämie, vermehrt« sich «uf 189190« nt, gegen 1887 am 1284 866 Rk.. wohl de, bedeutendsten bither itm einer dewscheo Belsicherungt^esellschäst rrzielle, Jahres- Prämien-Znwaths. Die Zinse» vermehrten sich n» 1S4 044 Mt. «ns 1ÜÜ0E79 M. und dt« Gesnwmt-Eiunnh«« an Plämie, »») Ztnien stillte sich demnach aui 8 551975 Mü, vermehr» sich gegen da» Vorjahr also um 1448880 Mk.