Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 20 (1889)
- Issue
- 20. Jahrgang Nᵒ 15-16.
- Article
- Beilage zu Nᵒ 15-16.
- Date
- 1889-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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— 136 — Bertrrter »ra . 350 LnnßeStzemetntzen »it e«. 270000 Seele», «ls« über die Hälfte der -entsch e, Inden". wie e« auf -er letzt» Seite de« Jahrbuche« pr» 1888 heißt.1 für feiste -«he (afpk ^«über de» f«rt|cf(ttni Xa«ttffni der Steifemttea, dir >»re>«», zu dieser muten, Sntbfcraai p, gebe». Km jar Bekämpft», de« Atetsewttiömn» ist jeder Kanqff>en«ffe Willkomm«,, »am er sich nach gebrauchter Waffe» bedient. Uad e« mußte immerhi» erfreulich sei», z» sehe», daß der D.-J. G.-B. sich ermante uud di« Bektmpfting de« A»tisewiti«mus a»f feint Fahne schreibt. So mußte e« jede» »»befangenen Leser erscheinen. Allein diese Blätter »it ihre« Wahlsprach »Für Wahrheit, Recht »nd Frieden "find auch verpflichtet, ihren Lesern die Kehrseite der Medaille zu zeigen, daß e« uämlich dem D^>J. S.-B. mit der Bekämpft»», de« Stetsemitismu« doch nicht so ernst ist, »ie e« den Anschein hat. In Nr. 1—5 der Wochenschrift d. I. «nrd« ein« Artikelreihe veröffentlicht, betitelt: ,SH kann der jüd.'sche Lehrer zur Bekämpfung de« Antisemit!» nn« t h n n? * Diese Artikel fanden überall lebhafte Anerkennung und von vielen Setten wurde der Verfasser anfgefordert, diese Artikel besonder« abdrucken und allen Gemeinden, Rabbinern und Lehrern znsenden zu lassen, da eine ganz« Anzahl praktischer und gründlicher Mittel znr Bekämpft»« de« Antifcmttiömuö darin «Itgetheilt waren. Eine Anzahl dieser Auffordernagen und Anerkemmngen war ja auch in diesen Blättern veröffentlicht. U» diesen Anffordernngen uachznkonunen, »endete sich der Verfasser an den D.-J. G.-B. nud bat ihn um Untetstütznng für diesen Abdrnck bez». ersuchte ihn, dt« Arbeit zu mverben und den Abdrnck nnd die Berbreitung der Artikel zn übernehmen.**) Und oa« antwortete der Ausschnß de« D.-J. G.-B.? »Wir bedauern, Ihre Arbett nicht mverben zn kSuneu, da nach nnsere» Statut politische Angelegenheiten von der Thätigkeit de« D.-J. G.-B. «»«geschlossen sind." Der D.-J. G^-B., der nach seinem Statut die Aufgabe hat, die ,«»einsamen Interessen der deutschen Jndenheit zu fördern, hillt also den Antisemiti«mu« für eine .politisch« Angelegenheit". Der D^J. G.-B., der mtt Recht alle kulturellen und rituellen Angelegenheiten von seiner Wirksainkett «»«schließt, schließt nunmehr auch die Bekämpfung de« Aatisemiti«»n« von seiner Thätigkett au«. Der D.-J. G.-B, der .für die geistige und sittliche Erziehung der Jugend, sowie für Lerbreitnng von Bildung Sorge tragen will, lehnt e« ab, Ratdschläge eine« jüdischen Erzieher« für jüdisch« Erzieher den Bnnde«gemeindeu mitzutheil». Der D.-J. G.-B., der erklärt, .daß er der Mitarbeiterschaft tüchtiger Männer bedarf", »eist also die ihm »argebotene Mttardettrrschast eine« Manne« zurück, dessen Freunde und Genoss» eben diese Mitarbeiterschaft für ersprießlich und nutzbringend halten. — Der D. I. G^B. will von der Bekämpfung de« Anvsrmitismu« nicht» wissen. uud doch soll dt« Ausstellung der .15 Sätze" — nach der Erklärung ihrer vertgeidiaer selbst — nur die Bekämpfung de« Ai>tlsemitt««u4 zum Zweck dabm. Ist hiernach der D^J. G.-B. nicht seinen eigenen Grundsätzen untren geworden? Wtt überlaff» die Beantwortung dieser Frage d» 350 Bnnde«gemeind» und ihren Delegaten. (Die Debatte über die ,15 Sätze" erklär» wir für geschloffen^ (Red.) 1 Da» Unrichtg« m>» »«klaweahast« dies« «ngnM I» in tan M. fUitfcH »iednßott Mmgetetfra worden. Durch die veitrtttö- «rtlstruug iigea» et,«» «orpeher» ist der A,«schnb de« D.I B-M »mchau» nicht dnrchtigt, säwwtltche jRitgUeber jener Gaaerade al» drttzUrei» zn borach«», und sie sofort der Sesammtzahl der »ou ih« vertretenen dentsch» Inden tztnpwufügen. —) Mi er e« ja im vorigen Jahre «II de« Bortroge eine» Lehrer» gethen, in r reiche» freilich de« D^-J. G>B. viel Weihrauch grsaeu: MtvmÜMt «bd «aufb Mechrichte». Moadebn»». Der soeben veriiffeniltchte, JahrWterich» de» hiesigen (städtischen» König »ilhel« »hwnasia«»" enthält unter den .Schul- Lawrichteulolarnde MttthrUaag: ^^Mst desoudmr Freud« können wir berichten, daß auch au unserer Anstalt ein schöner Anfang »t Unterstützung bedürftiger Schüler durch u ««m. *«.« «««« ihre» m 27. Oktober 1»87 in Magdeburg verstorbenen »demtvoater«, de« Pferdehändler» Jöroel Hirsch, di« Summe von 900 Start bau Rabbiner Herrn Dr. Rahmer Hierselbst zu einer Stiftung übergeben.!Dieser überwie« a« 90. April 1888 ble bezeichnet« Summ« de« hiesigen Wohllöbl. Ragistrat »mtt der Bestimmung, daß die jährlichen Zinsen eine« ba» hiesige städtische König vilhetmö^tzymnasin« beuchenden sleibigen und bedürftigen Schüler unserer Stadt und zwar ähnlich abwechselnd eine« christlichen und eine« Mischen nach vw chlnb de» Lehrertollegin«» der genannten Anstalt al» Stipendium zugewenda «erden sollen." Für dir» gütige »«schenk sprechen wir sowohl der verehrt» Sp-nderm wie dem gütigen Ueberweifer, an dieser Stelle nnse» aufrichtigen Dank ergebenst an«." Braßte». A« 22. Mär, btatng der früher« Biehhäudler Hirsch Sonnenfeld hier seinen ,00. Gebartdtag in voller Rüstizkest. Bon Kaiser Wilhelm II. war al» Gelch-nk ein« prachwolle Dass« «it dem Btl'niste Kaiier Wildelm I. eingetroffen; dazu solaeade» Begleitschreib»: .Berlin, den 2 t. Mär, 1889. «e. «ajestät der Kaiser uud Köni, haben Ke. n'niß davon e, halten, dob Karr Wozlgeboren morgen, am Gebnrtätag Allerhöi st Ihr-« Herrn «otzvatero. de« Kaiser» und KIn'g» Wilhelm I. Mai«»»'. Ihr hund«Nste« Lrb«n»iahr vollend». tu diele« für Sie und Ihr« Fanülie so freudigen Errlguiste last« e. M-jeuöt Ihnen, die den« Glückwünsche auoivrech», und haben AllerhöchMestlden mich zu beauftragen geruh», Jbneu al» ein Andankeu an die»» Dag die beifolgende, «t dem Bildn»ffe der hochseligen vrajesttl geschmückte Laste »u üb rs«uden. — Der «orrespondenz- Secretair Geheime Regierung«rath.Mitbn«r." vraunschweig. Am ersten Lag« de» Passahseste« begeht der ae Ober-Cantor Gold der g i« 82. Lebensjahre sein SOjähr.Amt»- ln», gewiß ein llnicuml Er fungirte von 1829—86 in Holzminden, von 183«—42 in Seesen und seit 1S«2 hier in vraunschweig. sAl» Pendant theilen wir mit, daß der Obercantor Sulzer in Wien jüngst leinen 86. Geburtstag in Rüstigkeit beging.) Xnte«. Goze», der Direktor der hiesigen Allianzschule hat «ine Arbett über di« Juden diese« Lande« veröffentlicht. «marilla Herr O»kar v. Strauß, Gesandter der «er» einigt» Staaten beim türkisch» Hof«, bericht« dem Staattsekretär, daß ihm der Großvezir di« Autorisation ««heilt hat, für di« Bibel» anstatt in Eonstantinopel 36000 Bibeln in türftscher Sprache zu drucken, wekhe die Psalmen nnd Sprüche Salomon», die Evangelien und di« «post«lgeschicht« enthalten sollen. (Daß ein Jude sich dafür interesstrt, die Bibel der Shristen den Türken Die Aelijionsschul-. Borsängernnd Sthich »erstelle zu Diedelshei« (Bezirttrobdinat Breiten) wird mit etnemjlh'lichen Fxnm von 400— 460 Mark und einem ou» 400— 600 Mark bestehenden Re den einttnnmen nad fr«,er Wohnung znr baldigen virdeibesetzuag an»a-- kündigt. sl032 Lüchtige, led'ge Bewerber «d-r g ertönet« penstoniNe Haupt lehr er »llen ihre Meldungen (mit Zeugißabschrtsteu) innerhalb 2 Wochen u die Bez^Syuagog« Brett» gelangen laste,. Dt« Shnogogrnge« md« Merzt, a. ». Saar fait per sofort einen tückttwu Arligionölehrrr. nnvelbeirathet. »ehatt 800 Mt. pro amu». Zenguifse und Ourrioalum rita* «i nznsruden an den Bo rügenden de» worstaude« B. M. Weil. Gslserded Zeiiet. Am AG. Mat er. eröffn« ich iu Zoppot, Süddraß« Rr. 73, iu der Rähe de« Kurhaus«« ein« "TCfc! Mesüanrativn. Kntn Berstcheruna ewilex Preis« nud schmackhaper Arbereirung der Speisen wird e« mein Bstreben sein, die «ich beehrend» Säfte iu jeder Weis« zuftied» pl stei n. Herr Rabdin«, ltr. Wtrur, Danzig ist gern bereit» Refer»z» zn enheilen. RW«, im April 1888. »wuw«, Südstraß« 73. Die hiesige i»r. Gemeind« sucht ein» Lehrer, verduud» mtt Schachet« uud Barstugerstelle. De« Bewerder, wrtcher ledig» Staude« sein muß, kann neben sretrr Wohnung uud Holz für «iu» Seßatt mir Reben oer dienst vom 800 Mk. per Jahr Saramie geleistet werde», nud wollen Bewerber ihr« geuoni ff« au Unterzeichnete Stell« «ins»»». Htchberg, bei Stuttgart. sl0«4 Da» i»r. terchen-vorstthtv-A«. «ettz. «aestaud. Brieftast» »er Retzaftlon. Her» A. i, S. uad R. iu 8. Iu nächster Rr. — Hr. Dr. R. tu 0. Wird tu nächster Rr. eratezt. 8. tuR.Erhalt«; diNeumJnhaitöaugad« für'ä Lte-Bl. Berichtigung. Di» «rnurt» uug»-8«ich» «u kn Abdnxdiuug adn„«eldßt»»tuu«" UMc.Rc.cTil t. Ltrdlstrhru an »»richtiger Stelle, da » erste gehör» zu Z. »b » u. und das zweite p, A. 18 ». u. tmr Dt- Uchchstck Rt, m scheint Bes Fteste» w-O-w erst *m Srettchg,».2« ».««. vnaatwortlicher «ledarteur vr. Rahmer, Mngdrdarg. Druck ven D. L. Wolfs, Maghedarg. veria, MN Rodn» Friese, Leipzig.