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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1889-01-01 · 20. Jahrgang Nᵒ 13. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
20 (1889)
Issue
20. Jahrgang Nᵒ 13.
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Stecher« de» Schachten« ist nach dem Zeugaiß der Praktiker -eine qnälerische Methede, daher muß mindesten« vorherige ÄetSubllng verlangt werden. Die Zustande i« Largau stad »uhalldar und überhaupt eine einheitliche etdg. Regelung absolut »othwendig. Hr.!Se-irk«verwaltrr Keller wie« darauf hin, wie die Rabbiner selbst zugestehea, daß kein Unterschied im Fleisch bestehe, ob die Bettubung vor oder nach dem Schächtakt geschehe. (?) Man verlauae nur die Betäubung vor dem Schächtschnitt, die Art der Betäubung solle von de» Juden selbst bestimmt werden. Hr. Bezirk«- -amtmann Frey von Zurzach empfahl, zuerst den BuudeSentscheid abzuwartrn. Hr. Thierarzt Meyer in Baden erklärte, »ach seinen Erfahrungen und Beobachtungen sei da« Schächten die grvßte Tierquälerei. E« sei uicht recht, daß da« ,n-erwiihltr Bolk eine besondere Ausnahmestellung beanspruchen dürfe, sonst mdge e« lieber wieder nach Palästina zurückkehren. Hr. Dr. Engelbert replicirte, die Sectio» St. Gallen sei mit dem Borgeheu de« Eeotralvorstaude« nicht einverstanden, da« Schächten sei keine Stecherei, sondern di« humanste Schlachtmethode. Die Hauptsache sei, da« Thier sicher und in kurzer Znt zu tddten, ab mit oder ohne Betäubung, da« sei Nebensache (I) e« müsse nur auf rasche, möglichst schmerzlose Weise geschehe», da« sei beim Schächten der Fall, wo geübte Leute do.S «schlachten auSüben. Trotz dieser gewandten igerthndigung siegte der Antrag de« Centralvoritande« mit ollen gegen die 3 Stimmen der Sr. Galler Brrlr.ter. Hr. Dr. Engelbert machte dann noch den Versuch, einen Beschluß durchznbringen, nach welchem der Eenttalvorstand, bevor er wettere Schritte thue, die Sektionen befragen solle, allein auch die« mißglückte. Die Stimmung der übnwiegenden Wehrhett war eine mtschirdme, fest entschlossene gegen da« bisher übliche Schächten. Al« nächster Versammlungsort ist in erster Linie Basel, in zweiter Zürich in Aussicht genommen. ««lchen die Versammlung begeistert eia stimmte. Hierauf hielt ter lanüährig« Vorsitzende de» «rreiu», Herr Lazaru». di« Festrede. er gab darin «in Bild de» Benin» von seine» Entstehen,n bi» zum heutigen Lage, gedachie seiner Ziele und Zwecke und auch der »Sauer, dt« den ««rein tu« Leben gerufen und heute nicht «ehr »ater un« »eilen. Diese Med« fand allgemeinen Beifall, möge sich erfülle», wa» der geschätzte Redner «»»«führte und der «mm auch weiterhin blühe» und gedeihen. Musikalisch« und deklamatorisch« Vorträge und Tafel» lieder» sowie Reden ernsten und heitere» Inhalt» würzten di« Tasel. Ein heiterer vall — verschönt durch «ine meisterhaft auSgeführle humoristische Quadrille — der bi» zu« frühen Morgen währte, beschloß da» Fest. _ Wie». 18. März. Herr R oa Fürst, ei» sehr achtbarer Kaufmann dahier, hat auf da» Hinscheiden dr» Kronprinzen Rudolf eine schwungvolle hebräisch« Elegie veröffentlicht, die er mit einem An» schreiben werin Tendenz und Jahal» kurz skizzirt waren, Ihrer kais. Hoheit, der verwittwete» Erzherzogin Gtephaai«, zukommen ließ. Die Hohe Frau fühlte sich veranlaßt, Herrn Fürst auf telegraphischem Wege ihren wärmsten Dank au»zudrücken. Wien« Zum Generalkonsul der Brninigten Staaten wurde Hr. «oldschmidt ernannt. — Die «ltkatholiken haben am L4. ein Berda«mung»urth«il gegen den Antisemitismus ausgesprochen. Holland. Die Regierung hat für Fabriken und Werkstätten ein Gesetz genehmigt, welche» in mancher Beziehung mit den Beroidnuugen der englischen Akte übereinstimmt. Rach demselben darf Rie» außer den Juden während de» Sonntag» in Fabriken oder Weckstätten arbeite». Wart«. Der neue Eulu»- und Justizminister Thevene« l«t Herrn Arfeph Lbon, Lohn de» Bordeauzer Eonsistorialpräs. Alex. Löon zum Ehes seiner Privatkanzlei ernannt. — Ernest Meyer, Auditeur im StaatSrath«, ist zum Unterchef de« Minister» de» Innern ernannt. Baron M.» Hirfch hat der.Alliancei»r.wiederzehnMillionen geschenkt. An Stell« de» verftordenen Beneziaui hat er Herrn Abraham Säe, Mitglied de« jüd. Eonsistorium», zu seinem vertrcu» ltchen Rathgeder und Agenten ernannt. — Frau (lHarle» Hein« hat 40,000 Fr. dem Seehospital von Lea Bron geschenkt. Dasselbe dient zur Aufnahme der Kinder, deren Liter der Marine angehör«». — Adolph« v Rothschild steht a» der Spitze einer Subseriptien zur Errichtung eine« Asyl» für pensionirt« Schriftsteller, Profefsore» u. Künstler (Warum nicht auq für invaltd« Rabbiner und Lehrer?) — Ww« Rissim de Eamondo hat t» Erinnerung an ihren verstorbene» Mann 10,000 Fr. wohlthitigen jüdischen Stiftung«» überwiesen. Vermischte ««d pjeseste KEchrichte». Magdehttrg. Unter de» jüd. Privat-Unterrichtä-Anstalien »immr «ine durch ihre Leistung«, und Erziehung»res»ltat« hervorragend« Stelle da» altbewährte «Dr. Joöl'sch« Lehr- und Erziehmig»- Znstitut zu Pfungstadt (bei Darmstndt)- ein, da» seit einige» Jahren unter Leitung de» wissenschaftlich und pädagogisch tüchtigen Direktor« Dr. Barnaß steht. In diesem sechäklalfige, Institut «rbalteu jüd. Knaben nicht nur einen gute» Unterricht in allen Realichnlfächern, sonder» auch di« nöthige kaufmännisch« Borbildung (in Rechnen, Eorrespondenz »nd Buchführung) »,d «a» im vergleich zu anderen ähnlichen Anstalten besonder» hervorgehoben zu werden verdien», «ine gediegene religiöse Erziehung. Für Kinder, die an öffent. lichea, «eist überfüllten Schulen nicht gut sortkommen, ist diese» Inftirut, an dem «in« Anzahl guter Lehrkräfte wirken, besten» zu empfehle». Berlin. Da» Generalkomire« de« «ner Preteklorat der Kaiserin Friedrich stehenden Kinderkraareahaus«« »rat am vor. Sonntag vormittag »»»er «orfitz de» Geh Rath» Pros. Dr. vircho« in einem Saale de« Abgeordnetenhaus«» zusammen. Die Feier oer Grundsteinlegung war bi»her mit Rücksicht auf die Abioeseaheit der Protektori» verschoben worden. Ersrenlicher Weis« sind mehrm Zuwendnaaen gerade von jüdischer Seite zu verzeichnen: von F«»u Philippine Mannheimer IdOvO Mark, von Frau Blumseldi-A. de» «Verein» zur Speisung armer Kinder" 3000 Mark, und vom Berliner Magistrat eine demselben von Herr» Hermanu Friedländer »in Firma: Jakob Saling) überwiesene Summe von MOO Mark. Mit der vou Herrn Ferd. Manhetmer für da» Krankenhaus angelegten Dotation von 3000 Mk, die derselbe event. auf 7000 «k. erhöhe» will, verfügt da« Generalkomite« »mH dem Bericht de» Schatzmeister» Stadtverordneten Lieber- «ann über 147 20b «k. «erlim. Herr Samuel Rordheimer ist zum Eausul in Tironto iEanada) ernannt worden. Gtettt», Ü4. März. (Or -Eorr.) Der hiesige »Vrüder-Berein" itng gestern Abend die Feier sei««» Sbjährigen Bestehen». In den äumen de» Eoneert-Hause« veristnigte» sich zu diese« Zwecke ein großer Theil der Mitglieder mit ihre» Damen, wohl 4S0 Personen: «ehr »och uuterzubriug«, war nicht möglich »nd kounten de«halb »och viele weitrn Gesuch« um Zutritt uicht berücksichtigt werden. Au o laugeu Tafeln und verschiede»«« kleine» Tische» hatte» di« Erschienene» Platz genommen; da» war «in Kranz von schöne» und liebe» Dame», daß da» Ange entzückt davon war. Di« Judel-O »vertur« von Weber leitet« da» Fest ein, dann sprach «in« Dam« de« Prolog, de« ei» lebende« Bild folgt« «ad hierauf folgt« der Toast auf de, Keiser, in Unter dev groben politischen Zeitvvgev Deutschlands nimmt da« e». 70 Tanjen» tUuntt, b-fitzende «erliaer Lagebl ' Lageblatt »nd HandelS-getta», «nttrrttiz etne» der erste» Plätze »in. Di« hervorragende» Leist»»»«« de» .Berliner Tageblatt" in Bezug »nf rasch« »»d zaverläfstge Rach richte» über all« wlchtiee» Ereignlffe, durch umsaffrnd« desonder« Drahtderuht« seiner an all«, Weltplütze» ana stellten etoene» Korreitzoade-tei werden allqem.ia gebührend anerkannt. I, einer beseuderen Vollstt»»tge» H»»drlS-Zeit»»g wahr» da« .Verlii.er Tageblatt" die Jate-effe» de» Publikum», wie diejenig»» de» Hu,dl» »nd der Industrie durch unparteilich« und »ndefangeur Beurthellung. I« de» Theaterfe»Mtt»»< von Dr. «aal Lindau werde, die Aiif» führunge» der d«d«»r»d-n Verl «er Tdearer einer eingehenden Be» utthetlung grwürd gt, währen» in drr MoatagS-AuSzad« oe» »Berliner Tageblott": .Zeitgeist" sich »'« ersten Schriftsteller «st gediegene» «ad zeitgemäße, «estrigen ei» Stelldichein gebe». Da» ill»ftrtrt« Witzblatt »ULK" «rireut fia> wegen zahlreich« vorzüglich'» Illustrationen, sowie seine» treffend witzigen und hnmorvolleä Zehalr», längst der «»geheilte» Gunst »er deutsch«, Lesewelt. D:e .Dtttlsch« Lesehalle" bringt al» »illastr. Familtenblatt" unter sorgfüllrigiter Auswahl de« Stoffe» klein», Herz und Gemüth anrege»»« Grühlungen, sowie Aufjätze belehre»!«, Inhalt«. Für Zerstreu«,, „» UnterhaUuug sorge, Rebus«. Räthel, Skatansgabea m. Die Mitteilungen über Laudwirttzschaft, Gart«»»»» »N» Hauswirthschaft", bringen neben selbständig» Fachartikel,, zahlreich« RathschlSx, für Len» und Hof, so baß jetar Jahrgnng dncch ein Sachregister »«roollständtgr, gleich,«» »t» »erthvolc« Rcceptand Rachschlage-Werk bilde». I« täglichen Rem«,-Feuilleton de« nächste» Quartal» erfcheiat ei» »euer spaanender Roman der beliebte» Schriststelleri» G.Velh. »ater de« Titel: .Malaria". Unter «starbettnrschaft gediegener Fachaulorttätr» aus alle» Haupigedieten, al» Lntriatur, Karst, Astronomie, Chemie, Technologie und Medtzi« erscheinen i« .BerUrer Tageblatt" regel mäßig werthdolle Origtaal-FevUlet,»». welch« vom gebildet«» Pnbliku« besonder« geschätzt werden. Da» B. T. bringt ,«»- s ihrlich« Parlament»bericht», bet wichtige» Sitznngen t» einer Erna» AnSgab«, welche »och «st de, Rnchtzü^n uersaMt wird. Z,«hm»g»ltg«u der Preaßische» Lotterie, sowie Efferten-Verl^saaae». «tlitärische und Sporl-Rachrtchten, P-rloaal-Verinderuage, der Civil- «ad Milittir- Beamte». vedeaS-Veelethange"- Reichhaltige und wdhlgefichtet« Tagr'S- Rnnlgkettn* an» der Reich«hanptstsdt »ad de, Prooiezeu. gntesrffaute GerichtSverhnnUnuge». — «nn ad»»»«« mf da» täglich 3 M«1 in etner Abend- »nd Morgea-Aulgab« erscheinend« .Berliner Tageblttt »nd HaadelS-Zeitnnz" bet alle» Postaastaltr» de» Dentsche, Reiches für «ll« b Blatter zusamme» für V Mk. Lü Psg. Reaetzährltch. PtaveamaWev» gratis aad fwmro.

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