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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1889-01-01 · 20. Jahrgang Nᵒ 9. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
20 (1889)
Issue
20. Jahrgang Nᵒ 9.
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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•tflffel. Sex erst« Preis für monumental! Ansstelluiigs- -negenstände wnrde ü»ei jüdische« Künstler«, nämlich Herrn L. Sc Di für eine Sammlung Den Tartans, welche di« Regierung für 18,000 Francs, und Herr« Proseffor M. H- L « D i, deflen Gemälde der König für 111,000 Francs angekCnft hat, ,«erkannt. Land»« Rach einem hier verbrettete« Gerüchte soll der Sohn de» Frankfurter Rabbiner» S. R- Hirsch seinem Bater im Amte folge«. (I. St.) 3«,i«a in Epiru», eine Stadl, welche eine der älteste« bekannten jüdischen Gemeinden hat, da schon zur Zeit Seneea's Juden in derselben «ahnten, hat durch die Munipeenz eines jüdische« Bürger», welcher zu diesen- Zwecke 70,000 Francs schenkte, endlich eine jüdische -Schule erhalten. ttttft dem jüdisch-Gmerika«. Ordenslebe». LO.B. B,*) Rn»>Sott, im Februar 1889. Di« Johressttzona der Distr tt - Großloge Rr. 1 wnrde am >7. Januar i« den» Großlogenfitza ugssoal eröffnet. Die gohresbotfchast des Lorsitzendt« (St. Morris Adler) wurde mit Beifall auf. genonunen. Die vetschast betont fern gute« Stand de« Orden«, harmonische» Znsammeilwirken der Beamten «nd ikamitees, und «eist ans die Rothwendigkeit hin, die strbauung einer Bnai B'rith-Halle IT 3« dieser Sitzurg wnrde folgende hochbedentfame Resolution (mit Bezug ans eine, durch einen Report« im „Naw-York Harald“ verbreitet«, leicht mißverständliche Aenßerung de» Baron Hirsch) einstimmig ungenommen: »Durchdrungen von der heilige!» Ueberzengnng, daß der moralische, saeiale «nd geistige Fortschritt des Orden» der treuen Anhünglichkeit seiner Mitglieder an die ewigen, unveränderlichen Wahrheiten zu danke« ist, »velche in der jüdischen Religion enthalten sind, und ferner, daß das Problem der hölnren Entwükelung der Menschheit, ihr stete« Fortschreite« ans dem Pfade der Menschenwürde «nd Freiheit nur gelöst werde« kenn ans Grnnd de» Gesetzes «nd der Achtung für die Rechte Anderer, wie sie in dem «nvergängliche« Gesetzbuch« gänlicher Moral, der Bibel, niedergelegt sind, hatten wir es geboten, unserem unerfchülterliche« Glaube« an die göttliche Quelle «nd Entstehung der jüdischen Religio« in diesen Doge« erneuten Ausdrnd zu gebe« und zu bethätigen, daß dieselbe der Fel« ist. ans welchem tte menschliche Gesellschaft ruht, die Srnnblage aller Gesittung für alle zukünftigen Zette«. Mir geben diese Erklärung ab angesichts des Ausspruches eine« hervorragendenMenschenfreund»«, nwnat da« Judenthum seine Mission ans Erde« erfüllt habe, «nd die Zeit gekommen sein soll, das uoschätzbam Erbe preiszngeben, welches durch die Jahrhunderte «n» überkomme« ist und um de« Preis un^hlbarer Menschenleben «nd. nnermeßliider Schätze erhalte« wnrde Hütten di« Inden in diesem Kirmpfe, mm irdisch« Schätz«, «m wettlichen Gewinn gerungen, sie waren längst .vom Erdboden hinneggefegt. Summen Geldes und Hansen kostbarster Schütze wurden in den Sind geschlagen und keiner Beochtung gewürdigt, »nenn de» von den Bütern ererbte Glaube in Betracht kan». Die Juden vermochten weder durch Verfolgung abgeschreckt, noch dnrch Reichthum bestochen zu werden, das ewige Erbgut z« opfern, und die gleiche Treue werden sie auch in unseren Tage« bewahren, wen« die Sonne der Aufklärung eianahe Zukunft ankündigt, in welcher Unduldsamkeit, Bigotterie und Fanatismns in'« Grab der Vergangenheit finken «erden, um nimmer wieder zu erstehe«. Wir sind überzeugt, daß die Menschheit die Fortschritte, welche sie errungen, der annähernden Eerwirkltchung der großen göttlichen Wahrheiten ver» dantt, »velche von Israel und durch Israel seit seiner Pilgerschast unter den Rattouen verkündet ward«. Die größere Freiheit «nd Liberalität, ivelckie erzielt und errungen wnrde«, die Berfittlichnng der civilifirte«. Raren ist, so glauben wir, der größeren Verbreitung der Grundsätze znznschreiben, welche im Judenthum verkörpert find, und wir als Mttglieder des Ordens vne Briß erachten es für unser höchstes Rorrecht, für unsere höchste Aufgabe, an der »eitere« Verbreitung und Anerkennung dieser göttlichen Wahrheiten mitzuhelfen, »velche Wahrheiten durchaus dieselbe« sind, «sie diejenigen, auf denen die Humanität beruh». Al» Juden fühle« wir uns voll und ganz I« Einklänge mft de« großen Pnlsschlage der Menschheit, »velche Sittlichkeit. £ tutetliebe, Güte, Mitgefühl ««» einträchtige« Zusammenwirken anstrebr «nd so durch da» Beispiel es betveisen will, »daß da« Lebe« des Leben» werth sei". Als Mitglieder des Ordens Bne Briß prägen »otr diese Grundsätze ein, lehre« und Übe» wir dieselben. In diesem Glauben zu leben «nd zu ft e r b e «, denselben unbeschädigt der Rachwell zu überliefern znm Heile und zur Erlösung der Menschheit — da« sei unfer hö chster Ehrgeiz, unser «nansgesetzte« Strebe»." F. 8. O. I.*) Der Jahreskonvent der Distrikt-Großlvge Rr. 1 de« Ordens der »Freien Söhne Israels" fand am 8. Februar in der Arlington-Halle statt. Großmeister G. I. Löwenthal Verla» die Iah reib,Ischmft. An« derselbe« geht hervor, daß Distrttt-Loge Rr 1 stetig an Mttglieder» u»bl znnimmt, daß besonders im vergangene« Jahres sich ein reges Lebe« in der Loge bemerkbar «achte, und daß der i« letzten Convent an^nommrne,E«dowment-"Pla« vielverheißend für die zukünftige Prosperität de» Orden» sei «nd allgemein befriedige. Die Mitgliedschaft der Distrin-Groß-Loge Rr. 1 beläuft sich ans 917», eine Zunahme von 910 gegen letztes Jahr; die Frauen-Logeu zählen »38 Mitglieder. Die Einnahme« «ährend des letzten Jahre» betrugen 906,719 Doll., di« Ausgaben 193,868 Doll., Vermögen der Loge« 987,418 Doll. Die Großloge setzte «in Geschenk von je 100 Doll, dem Montesiore» Hmne, dem Hebrew Techn««al-Institut und der Hebrew Free echool aus. Ebenso dem Monnt Sinai-Hospital und Israelitische« Waisenhaus je 98 Doll. •) Independont Ordre Bnai. Brith. *) Free Sons ef JsraeL. WAF" Rur noch kurze Zeit trennt «ns von de« Jahrestagen desfür die vaterländische Gttchichte so verhäng«!ßvolle« Monat« März 1888. Auf die erschütternde Rmhricht vom Tode Kaiser Wilhelm L folgte di« vot» K» an« Sa« Rerro, daß .unser Fritz" als Friedrich in. den Thron ige und — «och todeswnnd und schwer leidend an de« Folge» der Tracheotomie — den sonnigen Südei verlasse, um nach dem rauhe«, noch in Scdnee und Kälte starrenden Rorinn die -oeiw und beschwerliche Heimreise ««gesäumt ani.utrete«. Rach dreitägiger ununterbrochener Fahrt über die Alpen betrat Kaiser Friedrich wieder den deutsche« Boden und richtete sofort «ach seiner Ankunft im Residenzschloss« Charlottenburg seine« landesvlterliibenGruß an sein Volk zugleich mit dem denkwürdigen -Erlaß an den Reicht kanzler. — 1. Kaiser Fredrich HL zu San Demo in Gegenwa-t der Kaiserin seine« Arz» den Entschluß zur sosorttge« Heimreise und Uebernahme der Regierung mittheilend" und 9. Kaiser Friedrich der Edl: und Hochherzige (mit de« denkwürdigsten Worte« de» üviserliche« Erlasses vom 19. März 188“)» ,si»h zwei prächtige, im Kunstverlag jo«M-ReichinRosdzin-Schoppinitz Ißx rechten Zeit erschienene BUder, um uns den vom hschften Pflicht» und von der selbstloseste« Liebe znm Volke eingegeienen heroischen nken Kaiser Friedrichs vor'» Auge zu führen «nd «n» immer von Renem zur Ve»nn>»er««g für den hochherzigen Sin» de« edlen Kaiserliche« Dnldtp« hi nj,«reißen. . Wir sind übcrzengt, daß es für alle Verehrer Kaiser Friedrich» ürfniß sei« wirb, za len »iett« schönen Bildern von noch dttte h«rlie»n Gedenkblütter znm Schmvck für ^f-n. lBergl. JnseriN: Bilder Kaiser Friedrichs HL Hiermit bringe ich aur gefälligen Kenntnis«nähme, daaa ich unter dem Titel: „XEEaLdrsL« Kodesoh” ein in 4 Bonden fort lauf ende* Werk erocheinen laste. Daaoelbe enthält hebräische und deuteche, ein- und mehrotimmige melodiös« Gesänge tür Center and Chor, wie nach Andachtebetrachtnngen und Gebete nebet Ritualvorschriften. Jeder College wird viel Heute und Terwendbarea in dam Buche finden. 9 Hark 60 Pfe oder 6 FL 8. W. (gegen vorherige Einsendung der Hälfte den Betragen.) Später tritt dar Ladenpreis von 16 Hark ein. Ich verspreche ein praktische« ud billig es Werk au liefern, in der Voraussetzung, dass mir sine re chliche collegialische Pnterothteucg wird. LL lAmrrnwr, 914] Center und Lehrer in Bunnlau, Prent. Schlesien. Oer Btellta-Hschwefo-Terel« JMIseher Kaufleate, OstnUMtoe Breslau, weist seinen Mitgliedern in an SabbatH «nd Festtag geschloffenen Geschifteu. kostenfrei Stellungen noch. Wir bitte« die Herren the's und Nicht Mitglieder — uns ihre Boennzeu frrunbiichst asanmeldeu und richten gleichzeitig an Alle, denen die-eilighattnn, de« Scbbath» Herzen», imhe ist, die dringend ergebenste Bitte, sich für die Verbreitung nnfere« Bereins zn intmrsß-en. Osse te, nimntt entgegen der Schliftführee " . Bn-owksä, Bnslan. Schowrtstiaß» 8a. POL

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