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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1889-01-01 · 20. Jahrgang Nᵒ 4. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
20 (1889)
Issue
20. Jahrgang Nᵒ 4.
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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— 31 — terfeftrn besteh! «ul dem BnfktlttaMabt (etaet 6tiftuiig) und den ««»inslich angelegte» unveräußerliche» Kapitalien i« Betrag« von 7447» Mark.- Berit». % «4 Protektorat über den Luifen-Orden ist vo» der Kaiserin August» niedergelegt wo»den; in Folge dessen hat der Kaiser seine Gemahlin ersucht, da» Protektorat zu übernehmen Auf den Vorschlag der erster«» hat letztere an 1» Damen <4 aus Berlin und 6 an» der Provinz) den Luisen-Ordea I Klaffe mit der Jahreszahl 1865 verliehen Unter denselben befindet sich auch die Sittive de« Geh. Kommerzienrath Jas st in Pose». Berlt». von Herrn Karl Emil Franzos geht uns «in Schreiben zu, in welchem!r uns «itzuiheile» ersucht, daß er wegen des Aussatzes .Die Judeuher» schast in den Karpathenländern" von Rudolf Bergner. welcher in verflossener Woche in der Berliner antisemitischen .Staatsbür^r-Zeitungerschienen ist, und in »»elchem ihm nachaesagt wird, daß er sein« auf da» östlich« Judenthum bezüglichen Schriften und .auch noch ander« Sachennicht selbstständig derfaßt, sondern au« de, .hinterlassenen Papieren, Notizen und Entwürfenseine» Bruder», welcher vor nun zweiunddreißig Jahren im 21. Lebensjahre als Student der Mediz a dahingeschieden ist, ^gedichtethätte, durch Herrn Nechlsantvalt Dr. Richard Grelling in Berlin eine Klage weaen Ber» leumdung gegen den Verfasser jenes Aufsatzes und di« Redaktion der genannten Zeit ing hat einleiten lassen. Bevit». Auch in diesem 5kahre finden hier di« sehr beliebten Montags-Vorl« jungen zum Vesten de« Stipendienfonds der .Lehranstalt für di« Wissenschaft des Judenthum»" im Saale de» Brüderverein», Abend« Uhr und zwar in folgender Reihenfolge statt: 1. Am 4. Februar. Hr. Pros. Dr. Steinthal: Bom Erhabenen überhaupt und insbesondere in' der Bibel. 2. Am 11. Februar, Hr. Karl Emil Franzos: Vorlesung einer Novelle. 2. Am 18 Februar, Hr. Rabbiner Dr. Adolf Roftnzweia: Politischer und religiöser ikharafter des Flaviu» Joseph»» 4. Am 2b. Februar, Hr Prof. Dr. Lazarus: Die ethisch« Grundfrage. 5. Am 4. März, Hr. Dr R Löwenfeld: Uriel Acosta in Dichtung und lßeschichte. 8. Am 11. März, Hr. Pros. Dr L. Geiger: Die jüdische Gesellschaft de« 18. Jahrhundert». Berit». Der vom sei. Nachod, als Vorsitzenden des D. I. G. B, mit der Versicherungsgesellschaft „Victoria" abgeschlossene ver» trag erweist sich fortgesetzt als sehr segensreich für den jüd Beamten- »ensionssond. Im Laufe des Jahre« 1888 sind der Friedrich-Wilhelm. Victoria-Btistung von der „Victoria" zugesloffen: pro 1. Quartal 8153,GO Mk. pro 2. Quartal 8988,12 Ml., pro 3. Quartal 8995 SÖ„ pr, 4 Quartal 4467,07 Mk., zusammen 15 603,69 Ml Seit 1888 ist von der „Victoria" an dies« Stiftung die beträchtlich« Sumure von zusammen 57 130 Mk. gezahlt worden. Mögen die jüdischen Eulws» beamten bezüglich der au» dieser Stiftung zu leistenden Pensionssub» ventionirung sich an das Bureau de» D. I. G. B in Berlin (Sigismundstr. 5) wenden. Gassei, lü. Jan. <Or-Lorr.) Die jüd. Lehrer an den öffentlichen israel. Elementarschulen Hessen» sind auch bezüglich des neuen Schulentlastungsgesetzes allen anderen gleichgestellt was «ine große Erleichterung der israel. Gemeinden, die solche Schulen erhalten — etwa 100 an Zahl —ist; fast die Hälfte der Lehrerbesoldung wird au» der Staatskasse gez^lt. In Folge dieses Zuschissse» haben in einigen (nxxtum nicht in allen? Red.) Gemeinden de» Borsicherimts-Bczirks Lasse! eine Aufbesserung der Lehrergehälter stattgefunden. Während aus dem Gebiete de» Schulioesen» vollständige Aarität bei uns herrsckt, ist andererseits die höchst anssallende Thatsache zu «onstatiren, dcß in ganz Hessen noch kein einziger jüdischer Amtsrichter Anstellung gesunden hat. VMMila*. Hr. Banquier Ad. Teichmann hier, der langjährige Vorsitz« nd« der jüdischen Gemeind« wurde zum Stadtrath gewählt und hct da» schwierige Decernat der Gasanstalt übernommen. An seiner Stutt wurde der Besitzer der renommirten topographischen Offizin, der Repräsentant der jüdischen Gemeinde, in die Stadtvertretung gewählt. Außer ihm sitzt noch Herr Banquier H. Sach« im hiesigen vtadtverordneten-Collegium. Jg Der hies Lantor und Lehrer Tintner ist fest ach« Jahren da« dritte Mitglied des dortigen Waisenrathe«, neben dem katholischen und evangelischen Geistlichen. Zu städtischen Abgaben ist Hr. T. daselbst »ie herangezogen worden. Makel. <Or-Eorr.) Hier Ist Herr Lesser.Baewald^zu« Fftadtverordneien-Vorsteher gewählt worden. E Sleiwitz 17. Januar. Der israelitische Beerdlgungs-Berein seien« gestern sein Stifmngsfest. Der ernste Theil der Feier bestand in einem rituellen Akt aus dem Friedhöfe und «irrem Festgottesdienst in der Synagoge. Der Abend vereinigte di« Bereinsgenossen zu einen heiteren Mahle, wobei der ztveiten Vorsitzende, Herr Jacob Hu ldschluer di« lkrschienenen begrüßt« und mittheilte, daß 10 Mitglieder heute der Verbindung beigetreten seien- Hierauf wurde aus unseren Kesser Wilhelm II. toastin und der Herr Rabbiner verband hiermit «ine längere Ansprache, nwrin er seiner Freude Ausdruck gab, die Gemeind« in so stattlicher Zahl, es waren gegen 120 Mitglieder anwesend, vereiaigl zu scheu in de« lchönen selbstlosen Streben, Kranken in der schwersten Stunde des Lebens betzuftehen und ihnen vor ihrer Be- {tottau die letzten Liebesdienste zu erweisen. Mehrere Lasellieder, melchein hnewristischer Wesse die «rast« Thätigkrit der Berei»sg«Sossen, besangen, utürzten da» Mahl, nach dessen Beendigung der Fastnacht«, scher, »Hamann- und da» SinGpiel der .Taucher* aufgefiihrt wurden und viele» Betsall fanden. «»radarf sHannover). 15. Jan. Auch mir wurde vor einem Jahr« von einem christl Schlachter dasselbe Ansinnen gemach», von welchem Herr Lollege Heß.wittmund iu der vorletzten Nr. der ,L»r- «ochenschrist" berichtet. Nachdem ich denselben ebenso wie Herr Heß abgeferttgt batte, lieft er sich ein Wörterbuch kommen, woran» er denn jetzt eifüg studirt, um sich mit der jüdischen .Marktsprachedekann« zu machen. To» betr. Buch ist, u>enn ich nicht irre, betitelt .Die Geschästssprach« der Israeliten- und ist erschiene» in Neustadt a. d. Atsch in Mittelftanken. Loeweustein. Lehrer. fBic». Hier starb der in der medizinischen Welt hochgeschätzte Dr. L. Wittrlshöfer, der Begründer und Herausgeber der .Wiener Medizin Wochenschrift-, die er 88 Jahr« rediatrte, im 71. L-b'Nsjahre. Er wurde am lü. Januar unter zahlreiche« Geleit« aus dem jüdischen Friedhofe zur Erd« bestatlet. woselbst ihm Dr. Jellivek «inen u»hlverdienten Nachruf widmete. Wart«. Dt« ftanzösisck« Akademie hat den Montyon-Vret« für wiffenschaftlich« Medizin und Lhirurgie unter 86 venierkiern einstimmig dem Dr. Emil Berger für sein Serk: .Vel«räg« zur Anatomie des Augeszuerkannt. kB ist «in geborener Wiener, und »var früher Dozent der Augenheilkunde in Graz) Wart«- Herr I- Singer, unser Pariser Mitarbeiter, wurde zum Mitglied« der 8ooi»t4 de Topographie de France ernannt. Daris. Herr Emile Jona«, der bekannte Lomponist, ist zum Präsidenten der .Sektion für Mllitärmusikbei der dewnächstigen Ausstellung ernannt «orden. Italien. Dr. G. B. Bott ero, der italienisch« Patriot und Publicsst, welcher sein ganze« Leben und wirken der Sache der Frei, heit und nationalen Unabhängigkeit Italiens gewidmet hat, hat von der Gesammtpresse Italien« zahlreich« und werihvolle Geschenke erhalten Unter diesen befindet sich ein« vergoldet« «dlerfeder in paffendem Etui mit entspreche»»«« Inschrift als Geschenk des Herrn Abraham Levi, Leiter der „Hnova Oaczetta d’Aati“. London. Reo «. Terti« hat «ine sehr sinnreich« Saugmoschin« mit Spritze zum Gebrauch bei der Beschneidung erfunden. Den Anforderungen de» Herrn Dr. «lein enssprechend, dürste sich dieselb« als sehr nützlich dewähren und durch ihr« Sonstruction di« jüogst inDeutschland erfundene Mezizah-Röhre weit übertreffen. Aerzte und Wundärzte haben ihre Brauchbarkeit anerkannt und di« Rabbiner Joseph L^lrif in Rew-sjork und LubetSky, Rabbiner der russischen und polnischen Gemeinden in Pari» ihre religionsgesetzlich« Verwendung gestattet. (3«°- Stand.) Apoth. Rieh. Brandt'* Solnareizerpillen fett 10 Jahren von Prokeydren, praktischen Aerfton und dem Publikum al» billiges, angenehme», sichere» und unschädliche» Hausu. Heilmittel angewandt und rnrotdblrn. Erprobt von: Pnt.Or.R.vlrehow, Pm.Dr.v.Frerleh», „ , ToüToietl, AMncNdt Beclam, m »Y.Nassft&uin, MOrtch«*, 1 , B Hertz, Amsterdam, » T.Korezynshl, Krakau, . Brandt, Klamecteyrg, » (th , vLvaozool, WOrsburg, . c. Witt. OofxnhtUn, , Zdekaaer, etPateraburg, ,Boeder*tAdt, . Lambl, War*chau, , Forstsr, ^Irmlrvjhafis ln den Unterleibsorganen, bei Störungen Lcbrrleiden, HLmorrhoidalbeschwerden, trägem Stuhlgang, habitueller Stuhlder Haltung »»» »«reaoresolttr,»»«» s«fchW,r»»». Wt«, Sopfschmerren. Schwindel, »rklrmrnung, Athrmnoth, Appetitlosigkeitnc. Lp.tiMr««.»rm»r, Ich»<k«PlLm msfta ihrer ntUbm Wir Im«« m Frau« «cm gnowmm uaM fWarf »Irkaaha« Aals«, dttterWdsser, Tropfe», Mtctur« £, »oruutctz«. 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