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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1889-01-01 · 20. Jahrgang Nᵒ 4. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
20 (1889)
Issue
20. Jahrgang Nᵒ 4.
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M4. ♦ P«|Mt>rii 24. Imumr 1889, für die religiSsen und socialen Jutereffen des Judenthums. WIcheMlich crUbctai |t ttae Sammet btt JBmältafiwlft“, M jialllta- KTcakts“ B. 3il JltttMlilkUtt«“. Stti» Itt alt krtl #WHa» M «Im Sbliaintrrjt a. ButbkanMaanea dr*l Mtrk »Urdlibrl. Wlt kitteter ftnttnbaitg: jäkrllch 14 Mark, «ich kt» Sallaabe: IS (8 A> gttl., 8 «kl., 4 »Jtort). Ile ait „fannUUttklctt' (»lat .atttetatntklatO loBtt: ■ Vhwfc SS «T(. kittltllihtlich. HerlMsgegeben Don Rabblncr vr HS. Hlahmer in Magdeburg. fit Metzetzeit. Aech« ul ftit»t«! Hrnf»»«»» »t blt .3»t«eIlM(*e S»4tnf Atlft* mit für oa< .Jüktlcht SiitttatartBIatt*, bit ntingrino't-."* Stt!tltiit »btt orten Sau» SB 9f. ftnb emmtbtt bank blt «nnoatta- «rktbltfonen von <34-1.- IDoub. Sc Oo_, Rudolf Mo»», ITboienittln dl Vogl«r Ll »bet oltttttlBiuftnbtn tn : Ml» SvttlHlm 8*» .JbiMlIt, W«ch»»- rdnrtff in MnOktkna,. >«>,«»»: Leie«»»« Artikel: Zum Aeiuilklagt »aisir Wilhelm II. — Was kann der jüdisch« Lehrer zur Bekämpfung des -ntisemiliSmus thun? Bon H. B in S. (Aortsepung.) Bericht« »«d Sorrespoudeuzeur Deutschland: Magdeburg. Magdeburg. Hamburg. Ar. Alogau. Affen. Dresden. Bieleseld. Frankreich: Paris. vermischt« uud ueurstr Ruchrichteur Magdeburg. Berlin. Berlin. Berlin. Berlin. Berlin. Lasset. Bunzlau Rakel. Gleiwitz. Burgdorf. Wien. Paris. Pari». Paris. Italien. London. Iuserat«. Wochen- Januar. 1889. ■Schewat. 5649. : Kalender. »*■>!»>«( . 24 22 Feetta« . . . 25 23 26 24 DTOCBÖ (5.17). Leu» tag . . 27 25 ReumondcrnstgPuriq. Itostag. . . 28 26 3H«*«« - - 29 27 WMmsch . . 80 28 9*«b»*Bta« . 31 29 Erew Bosch Ckodesch. A«m Geb«rtSt«ge Kaiser Wilhelm ll. Ich send« meinen Angel vor Dir her um Dich zu hüten aus den, Wege, um Dich zu bringen nach dem Ort, den ich Dir bereitet hat«. (H. Buch Mose« «ap. XLIll, «. 20.) Kaiser» war e» vergönnt, in den beiden Kriegen, in welche« sich Deutschland da» Recht zu leben erkämpft hat, große Entscheidungen herbeizuführen; der Großvater ist durch eigene Thatkraft vom preußischen Könige zum deutschen Kaiser auf» gestiegen. 8» ist ein Segen, aber e» ist in gewissem Sinne auch eine Bürde, der Sproß großer Ahnen zu sein; gewiß, wer sich au«zeichni:t auf dem Gebiet der Wissenschaft, der Kunst oder tn der Arbeit für das öffentliche Wohl, der ebnet seinen Kindern den!8eg und bereitet ihnen ohne Weiteres einen freundliche« Empfang, wenn st« in ftemde Kreise trete»; da» Verdienst der Väter steht ihwm bei, so lautet die altjüdische Formel für die» Berhältniß; aber trotz alledem, trotz der Achtung, mit der' wir ihnen um der berühmten Ahnen willen begegnen, haben sie demwch in der Gesellschaft einen schweren Stand; denn sie werden nicht mit dem Maßstab ' gemessen, der an Allgemeinen an menschliche Leistung angelegt wird, sondera unwillkürlich werde« die vergleiche an gestellt zwischen Vater und Sohn, während doch eine geniale Be- ‘ gabung der ureigenste Besitz der Persönlichkeir ist und nicht wie Geld und Gut sich forterbt. Auch der juuge Fürst, der jetzt über das theure Vaterland dag Scrpter führt, genetzt zuvörderst de« Segen, der Nachkomme der beiden Kaiser zu sein, die auf dem Schlacht» fUde nicht nur unsterblichen Ruhm dem de»1schen Ramm gewouum, sondern auch diese» Laude» Einheit und Größe gegründet habm. Gerade für dm Fürsim» für dm Staatsmann ist die Euust der Verhältnisse so rriihtig al» da» eigme Talent. Vas'Gewaltigste, wa» dmtlch« Kriegskunst, wa» deutsche Staatskunst ftsafsm konnte, ist geleistet, dem Vater unseres Was ist natürlicher, als daß alle deutfchm Herzen dem Sohne Friedrich HI, dem Enkel Wilhelm I. in unbedingter Ergebmheit und Trme sich verbundm fühlen; der reich« Schatz von Liebe, der ohnedies in jedem Preußenherzen für das Hohmzollerngeschlecht vorhanden ist, ist durch das große Berdimst der beiden helmgegangmm Fürsten so sehr gesteigert worben; und nicht in letzter Reih« sind die Preußm und Deutschm iSraelitischm Bekenntnisses beglückt und erlöst worden durch die Gesetze und die RegierungSmaxiuim Wilhelm I. nnd Friedrichs. Die vor dreißig Jähem, als Wilhelm I. die Regierung antrat, kein Staatsamt beklridm dursten, denen sogar dieser oder jme dmtsche Oit in Eigensinn und Engherzigkeit nach kleinbürgerlichem Beliebm sich verschließm konnte, sie dürfm jetzt in dem Jahre des Regierungsantritt» Wilhelm I. überall in deutschm Landen ihr Zelt aufschlagm und viele von ihnm nehmen in ivichtigm Stellungen theil au der Wrltung de» Lande». Dies ist geschehen, weil die erstm dmtschen Kaiser den Geist der Zeit verstanden habm, und nach außen wie nach innm Erlöser und Mehrer de» Reiche» und de» Rechte» grwrsm sind. Müßte nicht ein deutsche» und zumal eia jüdische» Herz all« Dankbarkeit vergessm habm, wenn e» nicht auf dm jungm Kaiser alle die Liebe übertrüge, die seine Ahnm in so vollem Maße verdimt haben? Und zudem ist di« Liebe, die Ehrfurcht, der Gehorsam, dm wir dem Fürstm zollm, kern Geschenk, da» wir nach Beliebm leistm oder weigerai

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