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Jüdisches Familienblatt · 1888-01-01 · 48 (1888) · p. Seite 188

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1888
Issue
48 (1888)
Date
1888-01-01
Page
Seite 188 (sequence 4)
Language
German
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memmeasmila/mambs La» «»tu hatte,. Allerbing» stad »icht alle NitMder d« Familie «it de» taktvolle» Wunsch »nur km-". eiuvapaude». I» erster Reche ist e» bie Braut, die nicht blo» «die lang« Schleppe a» ihre» Hochzeitstage trägt, sauderu auch geneigt ist, eiue lSogcxc Rede, bluweareich »ud voll zarter tzkspta« mrge» auf die bräutliche, Vorzüge auzuhürru. wo« «acht doch «icht drei Stuudeu Toilette, «u nach «euige» Miauten au» der Witt« einer zahlreich«» Bersämmluag sich zu entferue». Mau hört lieber länger, u» länger der Gewmstand allgemeiner Lustnerlsamkeit zu sein. Auch di« Brouchmuseru ohne lange Echlttlpen aber «st lebhafter jugeudlicheu Uau» taste trage» dunhau» kein Verlangen nach de« Trauung»« mrtto .nur lurz.^ Rur der juuge Bräütiga» «st der brrttra Glatze »Achte nicht sehe lange unter de« Tran Himmel stehe» und hat in vtileu Fälle» bereis dafür gesorgt, daß der Red»er nicht zu viel Rülmen»»rch«» von ihm zu sage» brauche. Souderbar l Es giebt Menschen, welche erustlich «eiue», dah es »in gar so große» Vergnügen sei, hundert« von Lromeden jahraus jahrein zu halten and zu diisr» Zwecke Kamilieuarchive» Genealogien. Heraldik und die Chronik der Parvenü» zu studirea oder daß «au «st wahrer Girr die Gelegenheit ergreift, um Herrn R. R. als da» Muster eine» FamilienHaupte» oder destea Schwiegersohn als «tue neu ausgehend« Sonne am Familienhimmrl zu preise». C» muß der« doch einmal ganz unumwunden ou»gesprocheu werden, daß der wichtig« und folgensckwer« feierliche Akt der Eheschließung immer «ehr an Weihe, Ernst und Religiosität verliert, daß die Trauung immer wehr »um Schauspiele wird, au» eiue« Akte b^teheud, iu welchem blo» ein Monolog vo« Schmeicheleien gehalst» wird, oder vielmchr zu einem AutswttungAstücke, i» welchem die Dekorationen und die Toiletten die Hrrqnsach« find. Biel seltener al« bei Trauungen ertönt der Ruf „nur kurz" bei traurige» Beranlastungeu oder bei Leichenbegängnisse». E» wäre doch zu lieblos und vnriethe Mangel an Pietät, wenn mau bei dem Begräbnisse von Vater oder Mutter, oder von Gatte oder Gattw, vom öffeullichea Redner verlaugte, daß er sich kurz faste, um nicht viel vo» dem Leben und Wirken, vou den Tugenden und Vorzügen der Verstorbenen zu erzähle». Man hat doch vielmehr da» Bedürfend, bevor man von einem theureu Tobte» für immer Abschied u'mmt, laut auk« gesprochen zu hören, was er seiner Familie und seine» Mitmenschen war, wie fürsorgend al» Vater, wie srlbstoerleug» nrud al» Mutter, «ie treu al» Gatte, wie liebevoll al» Gattin, «ie hoffnungsreich al» Sohn, wie Herz uud Auge ersteuend al» Tochter. Und wenn man die» Alle» auch weiß, so gewährt e» doch eine gewiss« Beruhigung, au» andere« Mund« e» zu vernehmen, in gewählten Watte», iu auschauliche« Bilden», iu einzeluea Züge», die fit za eine« lebimsvollen Porträt vereinige». Allein r» trifft sich doch anch, daß selbst bei Bestattungen d« taktlose Wunsch: .Rur kurz" gehört wird. Angeblich, damit nicht g wist« Leid« wagende zu sehr aufgaegt werden, manchmal ab^r auch, «eil befürchttt wird, daß der Redner «auch«» Punkt im Leben de» Da hin geschiedenen berühren könnte, der diesem odtt jene« Leidtragenden uuangaeh« wäre. Allei» «in taktvoller Redner wird sich wohl hüte», eine solch« ttaurige Grlegeuhett zu benutze», um irgend Jemanden » der leidtragenden Familie zu verletzen. Der Pulsschlag der Red« ist Tatt, Maß «ud jene weise Srlbstbeschränkuwg, welche dem Redner da» richtige Watt inspftitt. Wenn «au auch manchmal vor der Rede bei freudiges und traurige» Familieuveraolassuuge» durch de» taktlosen Zurus: .Nur kurz" choqnnt wird, so ist es doch eia« Genugthuung, nach der gehalten Red« nicht da» owiuöse: .Zu laug" zu vernehme». GßmmLich-Mitßfer» 2 Hebräische Wort-Zahlmtritthsel. JKt M der Lichtet» «ng ich zünden?" «in Untbt frag ko Vater sch»; Lch bitte, «tr e» zu v rkstud«. -Uch'« chsim. bi» ich «ch ,«4 fMa." .Geh' hin mm vagel, lieber stmebel" Der Väter sprach |n fimu »tat: „ft «st fe mich »«bl. mk et» Nab» llad zeigt Di?» richtig «ch geschmsted." stranr erst kt» stopf m «nmpst, (UrWalü toa» (• i« mich?») Du »irtz sofott dana «w dem Vtampse L n Sängeehter «»tstthe» seh'a." WIR vP| Vtff IlCt »Mp {Cin{ Da» br»»ch Dich aber »tch z» qnlllen Auch »ich, ob's «badete oder Kraa." .U»d kiest» Dhier aeaou vertitedel I» sti»«r striche» Zähle, wenh Me viele Lichtstia Jeder züadet. Der vüterbraach i» Herzea ehrt." ,9to* fach> ke» Vogel, ber getdpstt Sosott z»« Silrgrchstre mt», Do» «uw de« Vach« Lab,»« sttdpstt. Seme frei t» Wald aad Klar es «nt* »I« Lhumesch u»k der gaazea vtbel Such aimaur e«, dort stcht t» nUft; «tri eher i» der Leststdel Bei« erste» Lestuaterrtcht!" .Je »ehr dst Gate Dich na» schmücket. Die aach de« vom» fchdaste Zier: Je »her Dir kte «rbeit glücket. Za retheu S»ugaok Klügelihtrr," ll. Würde §e»»ak bei aUr irogen: .Me »lest Scher Ich ich breaae» Ja ke» MIHeseste» Zogt»? Selch' 8m toa» ihre Zahl »tr ntmnf Diesem wird' ich etasoch sage»: „So viel Ulglich ohae Sünden Jede» Manaah het» kurst' trage», ge vstl Scher nu|t Da zünden." HI Abtritt sche» pchPper-^togstßryPy^ Herzla» kommt Et» Paar, da« voller Sobald e» aotft eoestrn «b»psa»M» ■«’» mit L'i ritte» ist tm Herze»; tte», ' nz and Scherze». VI. Aattschs» ^ogs-ry»-. «it w brach'» anser» «tstr» «r?, «U p te «üe» ich» sth'. A«ßSfimS der Kitthfet r» »er. I «rch». «cher, «»che nhrwetm bm «ch»s Sro Schmtake “TD Vach m urvht. VARstr DTtm Flach». Matt. Druck vm, D. L Wal,,, «a^rbuq. vrrtag v», «wra Artet«. veraatmartticher «Waste«: vr. «ahme«.

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