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Jüdisches Familienblatt · 1888-01-01 · 45 (1888) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1888
Issue
45 (1888)
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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MM. A»«sche- 1888. uttli tn-§ht// (mulsqtfc* Mk.t, Wrtwrr I» Ka,Ww. M Detatzew» i. JWtfrui fie die imMsche Fmilie. tz» Herr« Sttakr. Ewg^andt Mt eine« .Deutschen Jude»'. — Di» Chanuta-twunM. Feüsptel tu S «ktt» für MratL Schnlen etsetzmi-.) — pu» Sochenabschnttl „W^jewi“. — «»chsilrafgabra tmb RächfeMsinng«». /%■-» r. . •» cm» ewotc. wi»Bn>nw AllhE!»» S«»Ui« (Kmtfetzuiig.) (Unbefugter Aachoruck mtcrtagt.) A« Herr« Kttckrr. Wngefandt IM« (tarn .Deutsche» Jude»*. Ich Hab' «I, gute» de«Ische» Hen. ich lieb' mein Vaterland, deutsche» Mann, ob Juta. ob Christ genannt. >br, lieb' unser Herrscherhon»; fort, den Fremdling doch hinan». Ach lieb« ieda» Ich lieb' de» Kaiser treu und ml Iran rufst Du: Zagt den Jude» Speech' ich dieseli« Sprach« nicht, wie Du Freund Sticker auch? Umfängt mich nicht dieselbe L»st, derselbe »ottedhauch? *»b' ich dieselbe» Helden nicht, im treuen Sinn bewahrt? erehr' ich nicht denselben Sott, wenn auch in andrer Art? Die drursch« Treu« hat mtt Blut besiegelt mein Geschlecht, Vietn Ah» focht gegen Frankreich» Macht für'» alt« deutsch« Recht. Bei Leipzig aus de« grünen Plan er nun begraben ist. Sei Leipzig frag di« Kugel nicht, ob Jude oder Christ. Eia Bruder, der mir lieb und werth, «ln Jüngling aut »ad brav, Dar schläft auf Sedan» Hügeln jetzt de» «wigra rodetzschlas. I» Handgemenge sank er hin, da» Schwert entfiel der Hand — Sei» letzte» Wort war: Kamerad, ei» Brust für« Vaterland. Und wenn ich Dich nun hetze» hör', tmganzen Land herum, Und wen» da» Auälaud hShntsch lach«: .Sie Ist »erDeutsche tarnt«!* Dann denk' ich erst, wo» Christ»» sprach, obgleich er nur ein Jud', Da»» bcnf ich: Hm, »ergieb' ih» doch, er weist nicht wa» er thutk Die Lha«uka^W«nder. Festspiel in S Akten für iürael. Schalen «nd Familien. Dritte Scene, vorige. Antiochu». Lütiochn« (rasend). Ha, frtfl Du nun hier zur Stell', Aanattsch bdse» Frevelweib, Noch nicht versiegt Dein Thräaeuquell? Noch nicht grbrngt Dein Geist «nd Leist? — Da» ist Deüt stest'nter Sohn, nicht wahr? (milder) Laß seh'n — wie zart »ad noch so jung! Tritt näher — ich stin kein Barbar. So «an mir folgt mit Her, nnd Zuug'. — Wollt' Deiner Matter Deakzeit gebe«. Bevor ich Dich zu« Abfall zwing'; Km aber sprich: Willst Dn das Leben? Ober willst, daß ich Tab Dir dring'? Benjamin. O Herr mb König, hört wein Flehe«, Da» tten'ste Mutttrtzerze bricht, O laßt «ich ihr z«r Seite stehen. Der Brüder Lao» «ich theilen nicht I »ntiochu«. M •nt, D« willst also da« Leben! Km so knie vor «eine« GbUern; Will dm« Dir Gold and Ehren geben, Euch liebe» wie die liebsten Vetter»! Benjamin. »Ich bi« Dein Gott, der Dich geführt Au« dem Land der Sklaverei*, Lob uvd Prei« nur dem gebührt. Der einst wacht' die Ahne« frei. »Du sollst nicht and're Ggtter haben. Nicht Gestalten, noch ein Bild*. Wa« Menschenhände schnitzen graben. Kann Gott nicht sei«, nicht Hort und Schild k — So steht'« in Most« Lehr' geschrieben, Da« muß ich halten treu «nd wahr; Durch diese« wir am 8-den bliebe« Trotz Leiden vieler hundert Jahr'! Antiochu«. Wie klug doch dieser steine Wurm. E» thät' mich in der Th't gereuen. Führt' mau ihn zum Todtenthurm, Zu den anderen Glavbe»«treuen! Halt — ich will'« mit Güt' versuchen. Komm, mein Kind, an meine Brust (zieht ihn a» sich.) Leben sollst Du, m« zur Lust; Deine Klugheit will ich lohnen. Doch th«' Eine« vor de« Volk — Will dann Dich und Mutter schonen — Höre, «nd getreu wir folg'! Hier, sieh' her auf diesen Ring, Dk« werb' ich zur Erde werfen; Bückst Dich, wenn ich dann Dir Wink', Hebst ihn auf — mit rnh'geu Nerven, Sag' ich dann dem Volke laut. Daß Du gebückt Dich vor dem Götzen, Wirst treu dem Köntg«worte traut — Sa entgehst Du ihren Netzen. Benjamin. Ha, hört' ich recht, lieb' Mutter «ein. Der König ist doch weise sehr: Durch Schein und Täuschung weise sei»? Hahaha — da« möchte er — Und täuschen sollt' ich, unwahr sein Dem allerhöchste» König droben? Ihm zu» Trotz, dem Volk zum Schein? Wer kan« solchen Abfall loben? Mit Trug willst Du mein Lebe» retten? Dil bist et» Thor — Epimaue«! Ich sündige nicht — schließt «ich in Kette», Tbdte «ich — Epiphane«! Antiochn«. dt sei dem — retttu wollt' ich ihn; Nt« girbt's kein Erbarmen. Hanna. Gnade, König, laßt ih» flieh'«» Entreißt th» nicht de» Matterarmen l

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