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Jüdisches Familienblatt · 1888-01-01 · 44 (1888) · p. Seite 172

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1888
Issue
44 (1888)
Date
1888-01-01
Page
Seite 172 (sequence 4)
Language
German
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Wettstreit« «it de« Matsche» bei da» Silbe M Hercules, ber de» Löwen erlegt: «e»» M da» Gewähultch« wäre, hätte der Künstler e» erst dargestellt? Imh bi« heilige Schrift schildert b « » mtt der lusführlichktt ber verliebe, w«s i» Israel »über« war. als bet de» «aber». Die Begräbnisse der MLuuer wäre» bet de» Heide» «stga»«t» mtt de» größte» Pomp« begleitet. Sehtrte ja z» dies«» Pompe a» waucheu Orte« sogar, baß btt Liebltngssrcme» sich lebendig mitbegrabe» ließe»! Iber btt vegribatffe ber Kra»e» — da« »»» schweigeu btt Chronisten ber Heide». Da »»rde »tcht »iel Wesen« gemacht, wa« mar e« anch? Ei« «duner» »entger in da» Harem! Wie hebt sich dagegen der Schmer, de« Abraham «m sei« verbliche« Sarah »bl Dtt Seschäf» tigkett, ihr ei« »strdige Grabstätte zu bereit«», für che««« Selb ,« nfaafca — stt läßt »a« eina» tiefe» Blick werfe» t» sei» traserzerrifseue« Herz. Er will in de« Opfer», btt er für dtt würdig« Bestattuug der entschlafene» Gatli» bringt, dtt vebenttmg derjenige» ja erkennen gebe«, deren Größe überall darin besteht, daß man stt »tcht Kant, »nicht m ihr spricht", dtt in de« Ha»se« stille» wirk» in descheide«» Znrückgezogenhett der wett i» Lebe» u»b«ka»»t bleibt. I» Lode aber soll sie «rknunt »erd«»! Je »lehr Opfer er für die mürdig« Bestatt»»- seiner Sarah bringe» tan, desto Wähler ist'« chm an’« Herz. Er erschrickt vor de» Gedanken, dtt Hähle Machpel» al« Geschenk annehme» z» müsse». Stt» Schmerz feine Lieb« »tll ei» Symbol habe» — dn ernste« Symbol: nicht eitle» »Blumen Schmuck", »omtt der Jüngling sei« jagend frisch« Liebe schmückt» dtt dt« rändele» des leichtgestnnte» Lebe»« i» die ernst« Behausung de« Tode« hcheintrage» «oürde. I» der weis« damaliger Zeit sol es ei» »tt Opfer» ermorde«« Grab sein» Mti» mH fein Schmerz genug chnt. .Auch ech Elaglttd Pt sech im Mund der Getttbte» ist herrlich" — »ad mit herrlich, wen» der Klagend« nicht dtt thränenrrich« Krau um de» Mau», sondern der rrnste, hartgestthltt Ma»u »» dtt Fra», ein Abraham, ist! 9hm dtt Echrsettt: dtt werlnmg um Rebekka, wtt meuig muß dtt Krim da sech, mo dtt .schöne Larve" de» lusschlag glicht l wtt groß steht dtt Krau da, wenn dtt Sorge um dtt Heine Hand und das zierlich« Füßchen, um de» klare» recht »nü dtt schlank Figur m» der Sorge «m de» Geist und da» Gemüth der z» Erwählende» zurück, gedrängt wird. Sch«»e Mädchen gab es ch E,»aa» genug. Aber »tt groß muß dtt Fra u gelte», »eu» nrtter alle» Tächter» Kaunans kche würdig befunden toird, Schwiegertochter der Sarah »och der letz'er» Tod« zu sei»! Damtt sei freilich nicht gesagt, daß unsere Stanu»- mutter Rebekka »tcht schön gewesen. Hat ja selbst ihr Man» Isaak stt noch »mh Jahren für so schä» gehalten, daß er fürchtete, man »erd« ich« tddtru, um Rebekka zu einer »junge» Wittwe" z» mache». Iber, «ei« Dame», ich »M Ihne» eine» meiner Gehetmntff« auverttanen. Mein Freund R. habe fich, gesetzte« Falls, verlobt. Mau sagt mtt: .Schön ist stt chcht, aber fie hat so viel Gemüth und Geist, daß wum ihre Häßlichkeit gar «tcht bemerkt!" Da sage ich: ich danke schvnfteusl Der Schiffbrüchige hält et»eu Strehhal» für «tue» riesenhaften Mastbau». — Sagt mau mir aber: .Stt ist ei« volleudett Schönheit, aber «a» merkt ihr« Schönheit gar nicht, so viel Geist und Gemüth hat sie!" da sage ich: 4 I» bonhenr! Ich gratuliere Freund R. Der Sadbath.Plauderer. ALertet fik de» $a*Utc«ttfK Ol» wtmx MV4« Aünfiker. Dtt Besucher der Berliner akademische» Insstellung i» Iah« 1878 nuistanden i» dichtm Gruppen «ine Loncurrenzarbeit. welche — eine Statu« — .Germanischer Sklave" deutelt war. Dtt Gaergtt und dtt Kühnheit der LovapÜon, dtt realistische Darstellung und dtt fast »moderbarr Bollen düng, mit welcher dtt Gruppe selbst in de» Details «usgearbettet wa, erweck» in de» Preis, richten de» Glauben, irgend et» berühmter Künstler erlaube sich de» Scherz, ans dttstm weg« sei» Glück zu probirm. Der Preis wnne thatsüchlich dem .Germanische» «Sklave,". nerkmmt; »tt groß war aber das Erstaune» der Jury »nd Publikums, als aus de» Mottob riefe n» vällig «nttknuntrr Name: Mar Klei», hervorgtna. Der neu« Skr» am Himmel der Kunst war in dem Dorsche» Günez fcu Honter Launtats, in Lngar», E LL^Janur 1847 geboer». Sei« Later war ei» armer jüdischer Dorflehrer, der »ährend des Freiheitstaupfes brodla» wurde und sich »och Qugcm lluchrr» irren i» Sz4ntS nttderlttß. Hier geiwß der spätere Künstler au der 'Sei» seine« B'trrs den ersten Unterricht. Dtt Zukunft seines Sohnes, dessen Begabung eine »nveicknndare »ar. bereite» da» mme» Dorschollehrer' groß« Sorg« u»d er entschloß sich, den »ehnjShrigen Max »ach Mitkolcz n scinem Oheim, dem Theaterdirektor Samuel Gönqi, ,u bringe», der ihm einen guten Rath erthrileo würt«. Das Ergebniß des Familtturaches war. daß ma» de» Jungen z» eine» Miskolczrr Uhrmacher in dtt Lehre gab. Fünf Jahre verbrach» Max in der llhrmacherwerkstäür, »so er keine» Kreuzer Lohn bekam. Da reif» in dem Siebzehnjährige» ei» großer Entschluß; er voll» höher hinaus» «r »oll» Künstler «erden. I» 1. Januar 1884 verließ Klein tat Faß. in defekte» Kleider», oh« eine» Heller in der Tasche. Miskolcz und ging Geradenwegs »ach Pest. Hier fall» er ein« arge Enttänschmra habe». Dtt leitende» Männer des Vereins für bildende Künste spreche» chm das Talent ch und riethe» chm. zu sei»«» Handwerk zmückpckch ce«. Da »chm Klein den Wanderstab von Reue» in dtt Hand; sei» weg füdrtt cha nach Berlin, später nach München und Rom. Zehn Jahre lang lebte er von fünfte!« Mart wächentlch, von denen er jedoch fünf seiner käulliche» Mutter schickte und vier auf sei« künstliche Bervollkommuug verwendett, so daß er für seine leibliche» Bedürfnisse nicht «ehr als sechs Mark «übrigtt. Der «uerroartrtt Ei folg des .germanische» Sklaven" machtt der Roch de» Künstlers ei» pUchliches Sude. Der preisgeköntt» Stat« folgtt: .Stchon zu Füße» Delilah's" und dann kam eine Reche der alastischen Meisterwerk, wtt der .Anachoret", der »bestegtt sZeldherr", dtt Swtnen der Geaeratt Mauteuifel u»d Werber, dtt symbolischen Figuren ans der sogenannte» Krvuprinzeirbrü« tu Berlin, ^agar und Jsmael" und vtttt «adere. Trotzvem Klein i» Inslande zu de« aeroordei, ums er ist, blttb er doch, »tt das .Reue Bester Journal' hervorhebt. mtt Leib und Beek eia lluaar. Als er letzthi» zur Begutachtung der Modelle für et» Irauy -Denkmal als httrP» berufener Sachverständiger in Budapest weiltt, raurhtt tu Kü-stlerkrriseu dtt Frage auf. ob es uicht möglich wäre, ch» auf ttgeud eine weift dauernd!an das Vaterland zu fesftttr — eine Frag«; die uoch ihrer Erledigung harrt. $»ana-U1vteu. HG» I. ^ssSRFch. Da» Her» sch' «m», Da» Vd» «rd ytm Sind S«n »uch •**«, Der Man» m« et» König. II. KsSrätsche» «tz taMtf BaiRirSWkL «an «. z. K. tt Lmdan. «in ktane fällt «tt eben tt». Dois lbe» hattt» Drei gemett: »tt rcftarborrmr Sohn» rtt Load, «tt »entscher Dichter wohltttacat. I» tim» «»ch Pttch Mm D» Kam» jeder find» ta». zuqvpm, »»r Wichst», tt *«. itt i, IMa, Mta, M» IM. , q-:.. : Dr. lahmer. Druck von ». L »

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