Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1888
- Issue
- 42 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 164 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/6492351-8722844-5956547--0978-5372976- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
springend, selbst ei» Opfer der heimtückische» Kr-nkhett ward. Ma^ftratlbeschlnß ber R,lh«herrv dm Srabcrg hat der Gaffe, »elch« der Märtyrer be»oh»t«, für ewig« Zette» de» «amen „Sohngasse" verlieh». S«th«ch - Pl««derei |M> SochenadschniN „Lech-tach»“. Im heilige» Laude war Huuger«vo1h, da givaAbraha« »ach typten. Dort ward er ein sehr reicher Man» a« Heerde», an Silber, an Gold Uab al« er eia so reicher Man» geworden, kehrte er wieder zurück m da» heilig, Sand, »ad auf der Rückreise suchte er, nach der Auffassung de« Midrasch rabba?) dieselben Herbergen wieder auf. die er ans der Hinreise benutzt hatte. Warum dieselbe» Herbergen? Warum nicht Abwechselung —, die Seel« de« Vergnügen«? von Abraham kannst Du, o Mensch ein« Regel für« Leben lerne»: Lieb« nicht di« Abwechselung in der Gastfreundschaft l Eine golden« Regel: wenige Freund« und viel Freundschaft. nicht aber viele Freunde und wenig Freundschaft! Laß Dich nur van wenigen Mensche» zu Dank verpflichten, wenn auch von den Wenigen zu viele« Danke. Widme Dich Wenige», diesen Wenige» aber viel. Wer aller Welt'» Freund ist, ist Leine» Freund; wer fich Allen widmet, gehört Keinem, viel Profession«», wenig Segen: zu große Btelseitigkett ist die Mutter der Plattheit; der Vielbeschäftigte verliert seine Persönlichkeit, er ist alle« aber »,« er selber.'sondern in jede« Augenblicke ei» Anderer — „Im kleinste» Punkt die höchste Kraft". Da» ist da» Seheimniß aller Grüß«, de» Geiste», wie de» Herzen». Der Mit rasch hat aber noch eine zweite H ypothrs« für diese» verhalt« Abraham«: er Hab« darum aus der Rückreise dieselbe» Urberge» ausgesucht, um .... seine Schulden zu Die erst« Erklärung stellte Abraham hin al» einen Man», von dem men etwa» lernen kan«, eine» .Knigge" de» Alterthum» mit dem Buch« seine» Leben«: um» können wir von Abraham aber nach der zweiten Erklärung lernm? Mehrere». Bor Alle«: Mensch, bezahl« deine Schulde», sei keiner von den „Glücklichen, der vergißt, um» er schuldig ist!" „Schulden befahlen" heißt „seine Güter verbessern". Den» so heißt e» au unserer Stelle von Abraham: „Abraham war sehr reich" (Sana». 12,2) und gleich darauf: „Er besuchte wieder seine früher» Herbergen", um, nach Ansicht de» zitirteu Midrasch, seine Schulden zu bezahlen (»dick r. 3). Offenbar kann die» Letztere eine Begründung de» Erster» sein: „er war sehr reich", denn „er ging sein« Schulden bohlen": die Bezahlung seiner Schuld» machte ihn reich. Da» möchte von Abraham mancher lerne», wenn er nur könnte! Wie reich müßte nicht mancher sei», wenn er seine Schuld» sollte bezahle» können. Und wo ist der Mensch, der all« seine Schuld« bezahl» könnte? Hat den» Göche nicht Recht wen» er «ine seiner edelsten Frau»gestalt» sag» läßt: „Und um» man ist, da» ist man ander» schuldig"? „Nicht gut wird der Meu'ch durch sich allein"; alle» um» Gute» an ihm ist, ist durch Andere. — Wenn wir aber di« Güte de» Mensch« «nt Recht al» die Quittung für gemachte Erjichuugßschuld» betracht»: wie soll da der Mensch je ganz buldmsrrt sein, da er doch— sein« Quittung jedenfalls huldig bleibt? — Und wer ist genau genommen mehr " ]: dr Schu'darr oder der Gläubiger? Nicht etwa Gläubiger, der nicht nur die Summe, sondern auch da» Glück: Gläubiger und nicht Schuldner z» sei», schnldig ist? Rein, Armer, dein reicher Bruder wägt schwerere Schuldenlast, .1*7V OT03H0!W »6» JH* JH "poS C ypffippn r*c irruna N-I (** al» du: frage nnr die Religion, die Besitze«. Doa mente der Gottheit! Rur da» deine Schulden dich schwenr drück» und Object eine» Zahlung«-Ma»dat« »erd» könne». Ja die Schuld»! Selbst al» „Sabbath-sttaudemr" kan« man in Schuld« gerächt». 1. Im Allgemein« al» Anonym«»: wer «riß, wem eine „Ploudevei" in >»tr Schuhe gefchobm werde»? — S. Im Besonder»: gegen mein« liebenöwürdig» Kritiker Herrn Dr. Sroner-vrmidenbnrg (jetzt BerltuX der «st seiner Bemerkung, ahn 1TDCI die von mir falsch mst „und weilet Fried», statt „nutz feiert"«, übersetzt worden, ganz Recht hatte, und mich dami : doch al» Ignoranten, der 12V von 1D3V nicht Unterscheid» kan», hbnstellm konnte. Da er statt deff» aber de« »Sabbath- B lau derer" noch au»drücklich da» Eomplimeat macht, er träne demselben diese und »och mchr Gelehrsamkest z» — ist da der „Sabbath-Planderer" nicht seine» Kritiker, abge» sehen von der Belehrung. Dank schuldig gewordm? Sem« liebentwürdig« Kritik hatte aber neben dem Honig auch ihr« Stachel: d« de» Bedauern«, nicht ein fruchtbarer Schriftsteller zn fei». Der Pfeffer der Kritiker war sonst immer Balsam für diese» meine« schriftstellerisch» „Nicht« durchbohrmde Gefühl"; der Honig der g». Kritik de» Hern. Dr. Kr. ist demnach Pfeffer für diese Wunde. Doch will ich damst nicht, wie ein schlechter Bezcchler. von meiner Schuld etwa» abhandel», denn: die volle Schttld «eine» Danke» sei anerkauat und — wäre e» ander» möglich? — durch diese Anerkennung bezahlt. — Der Sabbath-Plar derer. Kitttzsrl-Asfßicke». von 0. in «. E« ist mir eine Stadt bekannt. Sie lieg« nicht «mit va« Nordseeftrand; I» dieser mahnt an» «lt-r Zeit «l» Sater, dessen Sah« nach heut' •(• grohe» Künstler Jeder schützt. Den Watte« deili, Wort ergitzt; Dach mer de» Vater will erkenne«. Mutz von der Stadt di« Saden ir.» e»; >chl traurig sehe« dies« an», Drum halet rasch de» Man» derantl IL AeSräisch« M»rt- «* Sw >. tk. in Land-». «t ifi «» ein artlta* Thier; Doch mir» e« »ahw, ficht N dafür; «tu V hdrt'c auf ein thier |i sei» Und wandelt fich in «ine» Stein; Und wie Ihr «ta» auch kehrt und dreht, Er dleibt ei» Stein, mit Ihr bald scht. IU -r«mmrtts4«- AätM. Sw C. ta IL Spricht man'» ta einer Silbe an», »«trennt« «» MRtatat; »lacht an der Silbe» zme l daran», fNPKOfK CS Os» CRUhu Asß-ftmder ASttzfrl i» »er. Ar. m. •) *m <S«»»d) Np rDaotat. - k) Ttt (toi) *ft» (Mtakw). vermamarilicher «edaewnr: vr. «ahm er. «agdetarrg. Druck »an D. L. >,lss» Magdetaerg. vertag am, tt^en Art; s«. «chgt,