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Jüdisches Familienblatt · 1888-01-01 · 36 (1888) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1888
Issue
36 (1888)
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M U. Jüdiisches 1888. fff £KRUt,cg,fcR MR Er. M. KM MCI IR nRjbcbRrg. v -*N» Jn iitnWIii»«. ItkWm fit Mt i«ndlfte!««&.-*=<► Du« (BotMaH«e m«I. Bo» ® 4«t«e I»#BmWnnnL — A» hat »ich« sollen sei», Mt» Zugrundelegung rin« russischen «rzLhlung »von«. Lexia-Saaan. tFortsetzung.) — Statur Horsttz. «ln flkbotUat: om Bernhard Lraubenderg. — Allerlei für dm ZNyalt! a^ltnirisch - ßrobea Mscho. M»e«. «-»L«ohen. - «»« dn« Speuchscha, brt lalmo». ^rchch übenr°a« »«, Max Wetuderg — SiLchsti-Nufgabrn n ' «ad MtMel'&Bfanfltn- (Undefngter Nachdruck tmtrrf««t) D«* Gattr*««-e »acht. (Dtateroa. XI., 12.) .12 Trb* 77 ’rs -non .rown nnrm *m rown niwe Loch dieses Jahr ist hto. das u»S die Zeit gehöre«, Mt ihm auch Alles das, waS und das Schicksal gal, D»rt wo Gewiuu u»S Ward, wo Th eures wir verlöre« Da hielt o»S fest der «laude Wie ei» starker Stab: Last a» dem Helle» Tag »ud tu der fiufter» Rächt Das Luge Gottes immer über aus ja Wacht. De»» sagt. waS wir die Welt i» ihrem Wunderwerke. Weu» Gottes Weisheit utcht die Ordnung ihr stets gib'. WaS wäre wohl der Mensch, so schwach a« straft uud Stärke. Gsttzpug' er »icht von Sott de» Schutz, daß fort er streb'? Gelingt ihm ja uur das. was klüglich er erdacht — Weil Sattes Luge ihn dabet hat treu bewacht. Stehst du darum dich. Meusch. auf Glückes Höh' gettagen. Bewahr' de«?tu» dir treu, datz er sich «icht «ersteigt; Du bist ei» Erdeusohn. dir ziemt eS »icht zu sage«: Mr bleibt für immer daS. was mir die Stunde zeigt. — Die Demuth schmücke dich, wen« dir das Lebe« lacht. Weil Gottes Aug' t« Glück dich mahueud da»» bewacht. j Uud du. dem ach! das Jahr «auch Schwere» hat geboren, j Ermttz. datz solches dir geschickt »er treue Hirt. Uud hat da» alte Jahr sich auch i« Schmerz verlöre». So hoffe von dem neue», datz besser eS da wird. Wie ttösteud. o. für «uS. wenn u»S die Kraft erschwacht, Zu wisse», datz alSdau» das SotteSauge wacht! — So komme de»», o Jahr, uud spende Glück uud Sege» Du Jedem heute, der au Gotte» Liebe glaubt. Sie sei e». die uu» leuchte auf de« duukleu Wegeu. Der Muth zum Streben wird «u» niemals daun geraubt. Ob'» drautze» noch so stürmt, ob uuS die Sonne lacht, Wir bleibe» fest uud stark, well «otte» Auge wacht. O wache. SotteSauge, wie'» bisher geschehe». Auch über dieses Jahr, daS jetzo vor u»S liegt, vom Aufaug bi» zum Sud' latz es »ach unsrem Flehe« Zum Sege» stch gestalte«, so von Sott gefügt. — ,° Uud schau'« zu« Schlutz zurück wir ausS verfloss'ue Jahr, So mög' eß vor u«s liege« souueuhell uud klar. Gcherdel-Gumdtuue». Sitz hat »icht solle« sei«. Mil Zogroudeleguog einer tuf|if4*« von V. Leviu- Lagan. Eorlsetzmig.) VI. Bei Aron-Simon wnrd« an jede« Sabbath Privat- GaNeSbieust «bgehallru. au welchem Maschrh-Abraham «ad Ehawe-Raschle stet» theiluahmeu. I» jenem Sabbath, mit . dem «tu halbe» Jahrhundert im Ehelrbeu unserr« alte» Paare« beschlostr» wurde, .verehrte* >rou»Sim«u — als Zeichen seiner Hochachtung — de» Freund« da» .Maphtir*. da« er mit viele» Mühe» einem hartuäckigeu juageu Kauf manu, welcher »Mer kriuen UmflLuden auf dies« Ehre ver iichte« wallte, .««gekauft* hatte. Rach beendigter Audacht egabe» sich Moscheh-Abraha«. Arou-Stmou uud Lhawe- Raschie «ach »de«, wo ei» Sabbath-Schmau« begauu der — »ach Versicherung Lhawe» Laschte'« — mir auf der Tefel de« Kbutg« David seiue« Gleiche» gehabt habeu mochte. Rach dem Mlltagtmahl leerte» dt« Alte» »och ein Spitzglüsche» Brauutweiu und war«» sehr aufgeräumt. Sie verloren sich t» Remiuidcenzen au« der Bergaugen heit »ud endlosen Geschichte» au« der »guten alte» Zeit". . Dir Vermahlung de« alt» Paare« fiel znsanuueu mit der Lhroudesteigung Rikola»«' I. uud.ihre Eriuurrnnge» de» wegten fich last ou«schlteßli>1> um jene Zeit, Da nun die beiden greisru Männer Schulkameraden waren, so reichte« ihre gemeinsamen Erinnerungen fast bi« zur W ege Hk». Unter Anderem erirmerte« sie stch einer Episode, die fich ihrem Grdächtniß ganz besonder« etngeprSgt hatte... »al« wLr r« gestern gewesen ..Reis'te da durch 91. Alrrauder L und hielt au der Post. Da« war im Winter. Um de» Schlitteu de« Imperator« sammelten fich eine ganze Menge .Ehed-r" .Junge», unter ihnen auch Moschrh-Abraham und Aron Simen. Der Mouarch weilte »tu den Gemächern", der Kutscher aber, nachdem er die Pferde gewechselt, beschäftigte sich damit, di« .Juden beuget" von de« kaiserlichen Schltttim fortznjage«, da sie th« ersucht hatten, fie ein wenig spazieren zu fahren. Da trat gerade der Zar aus den Hof, 'und, die Streitszine zwischen dem Kutscher und de» Knaben beobachtend. befahl er jenem, di« Kinder spaziere» zu fahren. Da« gutmüthige Gesicht de« Monarchen prägte fich für immer i» da« Gedächtnitz der Anwesenden ein, und noch jetzt — nach fast sech«ztg Jahre» — lockte dies« Erinnerung ei« freudige« Lächeln ani die Gefichter der beide» Greise ... .Al« wär' e« gestern gewesen!" wiederholten die Alten, und staunte», wie schnell die Zeit dahiaschwiadet. Uud nachdem fi« über vergaugeu« Zeiten genug gesprochen und alle »»Heu uud ferne» Bekannten, dt« zum groben Theil schon .hiuübergegaugen* waren, hatten Revue passten, lasten verrichtete»

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