Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1888
- Issue
- 35 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 138 (sequence 4)
- Language
- German
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Haupte? in sein« Comawntet zu« Sch. A. (8. Note 5), dvß da» im Softrim erwühut« verbot, de» Ramm Gotte» entblößten Haupte» auSzusprechm, nur aus hochfrymme Lhasstdi« Bezug Hobe. Einer der berühmtesten jüdischen Gelehrte« de» 16. Jahrhundert«, X. Salomo Lurja, wurde einst befragt, ob e» einem Lopflridende» gestattet »erden kann, unbedeckten Haupte» speisen zu dürfen. Kür diese» Verbot, entgegnet« Lurja, find« ich nirgend» einen Inhalte- Punkt. Im Midrasch Rabba, 8 v. Nr. 27 heißt e» »ohl: ^Weun irgend ei» König eine Gesetzorduuog in seine« Lande verkünd« läßt, wie vernehmen dir Unterthan« dieselbe? Stehend, mtblößten Haupte«, m.t Farcht und Zittern, Der Allgütige ober spricht zu Israel: Leset da» Schema, a« meine Grsetzordnung ist, aber ich verlange von Euch nicht, daß ihr r» stehend oder «it entblößtem Haupte thun müsset." Hierau« also fol^t deutlich, daß unbedeckt« Haupte« zu speisen oder zu beten keine Sünde sei; allein wa» ist zu thun, da« Volk legt auf Lappalien mehr Gewicht, al« aus die wichtigst« Scchungm (Teschubot Meharschal 72). — R. Jsak auS Wim, Berfass-r de« Gesetzbuch«« „Or Sarü»«. erzählt in diesem Werke (IL 20, Nr. 43), daß e» iu Frankreich üblich, barh äuptig vor der Thor« in der Synagoge zu erschein«. ikr srviersest« tadelt dies« Brauch jedoch bereitwilligst zu, daß sich im Trakt. Soferim ew Anhalt«. Punkt für dm französischen «rauch findet. Au» d« hier angeführt« Stellen erhellt also zur genüge, daß e» durchaus nicht unreligiö» sei, dm Religionsunterricht unbedeckt« Haupte« zu leiten. E» kommt beim Religionsunterricht nicht darauf au, wa« auf dem Kopfe sonder» wa» im Köpft ist.- (Wir komm« auf dies« Segenstand i» einer der uöchstm Nummern de» Ausführlich« zurück. Red.) _ «»-stell»»- vo» 9ü»ge». Im Knustgewerbemusmm zu Budapest fand kürzlich eine interessante Ausstellung vo» Ring« au« all« Zeitaltern — von der Bronzezeit an bi« auf unsere Tag« — statt, welche gegen 3000 Nnvuneru umfaßt« uud di« seltenst« Schätz« enthielt. Nammttich die emaillirtm Ring«, ferner die sch»», geschuttteu« Wappmriuge, sowie di« thällweise höchst merkwürdig« PHanta geringe war» von hohem künstlerisch« und kulturhistorisch«« Werth. Auch unter dm Exemplar« au« der Bronzezctt und au« der Epoche der Völkerwanderung wie nicht miuder uuter dm autik« griechisch« und röattsch» Jutagliouud Eameen-Rlugm, sowie dm chzypttsch» Ring« mit Hieroglyphe», Figur« von Gottheitm »der dem Searadäu«, welcher al« Symbol der Uufterblichkett galt, fanden fich äußerst kostbare Selteuheitm Groß« Bewunderung erregt» di« prächtig« Emailringe, »ou den« einig« wahre Kunstwerke darstellten. Hier hadm di« Künstler ihrer Phaatast« frei«» Spiel gelaff« uud häufig »och Inschrift« hinzngefügt, welche di« Bedmtu», erfahr». So zeigt« ei» zarter Ring, iu dessen Mitte fich ei» überaus zierlich egarbeiteier Blummftrau» au» Diamant«». Rubin« uud grün« Emiildtättr« erhob, dir Wort«: nemo oovo rmrtaw»'; ei» auderer Ring, »er fich öffn« u»d auSeiuauderleg« läßt, trug die Umschrift: aYn«. Gott. »«Mm. gaftgt. «ollen . jlonoobow. nicht t trennen.' Di« Sammlung der Photafie» ringe »ergegmnänigte mehr ein« Entartung de« Goldschmiedeknust, welch, in verschieden« Epoch» auftro» und »zu« irgend welche Rücksicht auf Schönheit«- und Kunstsinn ganze Häuöchm, Uhr»- Thierköpft nn» audere Figur« ms de» Reff an brachte, sodaß fich kau» degreffm läßt, wie mm mtt einer derartig beringt« Hand etwa« «»«richam kann. Unter anderem defand fich i» ster AnSstellung ei» Ring, der al« Inbmkm m dm «apolm-Lnltn« interffsant ist. I» Steste td Serin« zeigt« der Mng »1« Infsotz «in« Sorg gleich dem, welcher im Invaliden»»» zu Pari« *k »sch« de« erst« Rapolaon enchült. Drückteman an eine Ketzer, s« öffne» sich der Sarg, und »er tobte K.iser stieg, mst dem historische» . - ..... - .,. ... - 1»8 — Hütch« mgethan, an« de« Todtmschiein euqwr.' Metz et» Tramtttg «st hebräischer Inschrift uud eine« iiffrechteri. o»s Rer Säulm ruhende», mit einer Knppel ^krönte, Tempel war vorhanden. Di« Inschrift bedeutete .Gut Stück', nutz «qeblich soll der Gebrauch solcher L«palaci,n»riug«. noch hmt« bei manchm Judm üblich seit, wobei streng »oranf gesehm wird, daß der Ring an« lautere« Gold destrtt. jUrbu Misch« --««LterrLge. 8n » ti. (n 8i. 48. Zn de. Rechten «der zu de» Linke»? Ein ebmso würdiger wie bedürftiger Talmudgtlehrter au« Warschau besuchte in Berlin zuerst dm Oberlandes - rabdiner Hirschel und ftagt« iha im Laufe de» Gespräch«, an wm er sich wenden solle, ob an die »Rechte«" (Orthodox«) oder an die»Linken* (Reologm). Geht zu dies« uud zu jm«, rieth der Seftagte. Der Pol« that, wie ihm empfohlen ward uud kam frmdestrahlmd wieder zu B. ^ftffchrl. um ihm für sei»« Rath zu dank« uud fich »o» ihm zu verabschieden. Wie ist'« Euch ergaugm, lieber Krmub t Wie bei den Rechten, wie bei d« Link«? ftagte der Ralchi den Etutreteudm theilnahmSvoll. Ander«, erwiderte dies«», al« ich erwartet: beffer bei dm Link« al» bei dm Recht«; »ft Hab' ich hmt schon daran gedacht, wa« Soh’lomoh h*> meleob (der König Salomo, Spr. 3,16) sagt: Or*ob jomim biminoh, bismoloh osoher we-obowod (»*li heißt: Lange« Leben ist in ihrer — der Weisheit — Recht», in ihrer Link« Reichthum uad Ehre.' Der Pole aber deutete da« Proverb also:) Oreoh jomim — ,Lauge« Leben I" und deögl. mehr wünschte ich beim Abschied, uud erwiderte mn» mir kaft — birninob bei dm Recht« die mir ihie kouür neunm«»erthe Gabe gereicht und «ich dabei keine« freundlich« Worte« gewürdigt; — biemolob — bR d« Linken aber — osober we-ohowod “ ist mir reichliche Unterstützung und ehrenvolle Behaudluug geworden. ASchfel-A»f-«ke«. ZteAtsch-Ai-Nsches Me»-«-Aätßfes. »on «. ht *. Di« M Zagt« Bert beendet, Sich dort de« Abend» gern vereinen; - - IdTae ■ Wird de» Bert geschickt gewendet. Zwei vtbetn«nen nn« erscheinen- II. KeAräiflßes ^s-s-ripy. Bon C. In R. (Dentsch geschrieben.) Ber tonn die Regina finden. Die enthillt, Mi «nncher sagt, Senn er klagt ob seiner Länden Vst schon, er der Borgen tagt? III. As-riUfches «Fs-s-rtPß. Von Ernst Vnwperi, Gernndaner in Vrnndenbnrg a. d. H. Btt Jod erscheint ein Feind, Bit eine« Hauch — ein Freund. IV. AesirLtsches ZAcksiramm. Von Ph. Kr. tn Vr. ' Fest und otzue ckemtna: Gewendet — schnelle Veweg n ng. A«st-f«»ß der Astttzsel i« l. Vwrzel. »z (dentscher Dichter, und ^es. 10,SS) »arl (Stadt in Befielen). EL (der^Rege n monat, \ tt, d. Könige 8,88). «mtwviniR De. «einet, J (Rebbl Schlawe »*tfl), brav). j5jn!uS!TPT?| J.