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Jüdisches Familienblatt · 1888-01-01 · 35 (1888) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1888
Issue
35 (1888)
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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o Jüdische» 1888» Herau«gegeben von Dr. M. Aatzmer In Magdeburg Air jlntntztlt»»-«. Kelrtzr»»- fir i\t israelitische fnilie. t Li« locht« de» Rabbi. Eine säende. — E» hat nicht sollen sein. Mil Zugrundelegung ein» russischen Erzählung von A. Levin- ' Saga». (Fottsetzung.) — Ein «ries llhamiffo'». — Barhaupt. — Audstellurg von Ringen — KleinjuB sche Charaktrrzüge. 'von PH. Kr. in Br. — «Lthsel«»usg-bea und Räths-l.Lös>nqcn. tUubetngier Rechdrnck u»trrst^t.> Die Tochter de» Nabdi. Eine Legende. I. Ehristiauu« a Maria, Zierde srommer Brüderschaar, v, wie schallt Dein Ruhm in« Weile an Dl. Dominik'« Altar: Ja, er seihst, der heilige Schützer, komm! Dir kaum an Tugend g leich, Der Du sür die Seelen sorgest wei«heit«voll nnd segenäreich. Van de« Morgen« frühem Schimmer bi« di« Abendalocke tönt Bist Du'« wahrlich, der da« Kloster »ie ein Snadenvild verschönt. Wenn auch viele fromm« Mönche diese hehren Mauern sah'«. Keiner kann mit Dir sich gleichen, heiliger Bruder Christian. ist Du betend auf den Snieen ist Erhörung Dir gewiß, ine Stimme gleicht im Chore Tönen au« dem Paradie«, ■m bra Predigtstuhle lehret Staub' und Lieb' Dein frommer Mund, Ar«e tröstest Du, die Kranken machl Dein Segenöhauch gesund. Deine Lehre, Deine Thaten, Deine Schriften, weit umher Ist kein Mensch aus dieser Erd«, der Dir, Heiliger, ähnlich wär' l ß, wir ist da« Kloster glücklich, Dich, » Theurer, zu umsah'a, Vitt' für un« vor Solle« Thron«, heiliger Bruder Christian I IL Ghriftianu« « Maria, da vollbracht di« velper ist. Drin in seine stille Zelle, deren Thür' er fest verschließt, Tritt an'« Fenster, da» i« Osten schon ihm zeigt de« Monde« Licht, Und de« Sram^ bitt're Zähren rinnen über sein Gesicht. »Du der über Welte» »hranei, Herr, vergieb mir mein« Schuld, Unser Vater, Allerbarmer, nimm mich aus in Dein« Huld, Treulich wollte Dir ich dienen, aber von Verfolgung frei, Du nnr wetßt ja, welche Qualen ich d'rob fühlt«, welche Reu'. Doch ich fühl' «», «eine Stund« schiägl und dt« Erlösung nabt, Trog ich. Vater, auch »i« Mensche«, wallt« ich doch Deinen Mab, O, so nimm auch voller Gnaden, Allbrrmherziger, «ein« Seel' 3» den herrlichen San Eden*), sei gelobt Sott Jöraell" M. Christi«»»« a Mari« ist gegangen durch de« Tod, Und die benedeit« Jungfrau nahm ihn auf zu sich und Sott. Denn sie sprach z» ihr«» Sohne, der fe jtrn die Mutter hörlt »Dieser hat vor alle» Andern un» sei» Lebelang geehrt." Der Dominikaner Slocken töne» dumpf und trauervoll, Dnrch die Stad« nnd all« Dörfer schon die Todesbotschaft scholl. ' Alle» wallt, den Hochverehrte» »och einmal t« Sarg z» schan'n, Set« Hand »och zu berühren, ihm »och Villen zu vertrau'». . . stamme» ans Altären nnd der Priester hätt da« Amt. Di«' Viatlien singe» Brüder, heiß von Andachtsgluth entflammt r Und dmVolkes Flihe« dringt z» ihm, de» hilfreich stet» sie sah'», Vitt' für nnd vor Sotws Throne heiliger Bruder Christian. IV. Ahrtstiann« « Maria, wer stört Deine« Srabe« Ruh'7 Dnrch dir TM»' sind sie gedrungen, eilen nach de« Sarge zu, MM toLMKi 9M und zwei Inden bmchon ein In M still« Sratgemölt»; wolle» sie da« Svab entweih'n? Mel», sie heben an« de» Sarge jenen Körper, de» die Schaar AI« glänbige» Chefstenfeeie» hoch mrehrt« am Altar, Tragen iß» mtt fromme» See» in di« Jndenstadt hinein, Semen ans de« engen Friedhof ihn In enget Srab hinein. •) Paradtkt. Und <4 hat sich die Semein« still versammelt in der Rach», Un1» sie halten, Saddisch betend, nun an seinem Srabe Wacht, Bi« verziert mit zween Händen steht der Grabstein ihm zur Hut. Ter den Släubigen verkündet, daß hier Rabbi Juda rnht. V. Und am andern Morgen offen fand man de« Gewölbe« Thür', Wo da« fromme Volk schon lagert, ihn zu ehren nach Gebühr, Wie man in'« Gewölbe eilt«, war der Sara de« Bruder« leer O, wo bliebst Du, lichter Engel, thronst Du schon i« Himmelsheer? Rein, rin Kirchenwächter beichtet, wie ein Jude ihn bestach. Ihm die Schlüffe! zu vertrauen. »er so Schändliche« verbrach. O, gewiß zu Zaubereien stahlen sie de« Heiligen Leib, Doch e« bleibe un« sein Segen, ihnen Schmach und Strafe bleib'. Und ein Judenüberläusebeichtet, daß begraben sei In de» Judenfriedhof« Erd« de« Geweihten Leib auf'« Reu'. Und da« Volk in frommem Wüthen stürmt zur Judenstadt hinan, Um zu rächen ihr:» frommen, heiligen Bruder Christian. VI. In der Synagoge sammelt zagend sichrer Juden Schaar: ^Batrr, Sott und Herr beschütz« Deinen heiligen Altar, Well wir treu und fromm erfüllten Dein hochheilige« Gebot, Will »n« «üthend nun erwürgen unserer Feind« frech« Roll'." Wie fir trosilo« jammern, weinen, in der Synagoge Thor Tritt, im langen, weißen Kleid« und im reichen Silberflor, Rabbi Lest'» schöne Tochter, ein« Maid von sechzehn Jahren, In der Väter Rech« und Sitten al» de« Weisen Kind erfahren. Und sie spricht: Wa» wollt ihr jammern? jauch«« Jörael de» Herr», Er, der Held und der Erretter ist von un« ja nimmer fern; Er. der Esther einst gekrästigt, vor Ahasver»« mu steh'n, Heut« hat er «ich begnadigt, für Euch in den Tod zu geh'n. Schon «rank ich eia Fläschchen sichern Gifte«, im San Eiden bald Ist die Seel«, und vermodert diese irdisch« Gestalt: -3u6tU laut. Ihr seid errettet durch den Herr» au« aller Roth, Hallelujahk Pretsit den Höchsten! Er, der Herr, ist unser Sott!" Und sie finkt, e« neigen All« vor der Heiligen ihr Haupt: Ja, «in Weib hat sie errettet, ihre» Leven» sich beraub«: «läuze» nun au Gotte« Throne selig wirst Du für und für! O, so bete anch dott oben för di« Deinen, flehen wir. Vll. Al« den Friedhof man durchsucht«, fand sich nur ein frische» Grab, Sein« jungfräuliche Tochter Levi hier der Erd« »ab: Und sie ruht «st Rabbi Juda unter einem Leichenftein: Juble, alter Levi, juble, dort wird sie ein Engel sein. CI hst Wicht fetten fein* Kit Zugruud leguug >tner russische' Erzldlung von A. Le »in-Saga». lSorts-tzung.) M. Die beide» Alleu führte« et« friedliche», stilles, et«, trilchiges Lebe«, s» da« man stch bt«»etleu versucht sah. fit »>t Htzttemo« «w Bamts zu oergteiche». Alleiu mau darf nicht gl and»», da» dieses tdylttsche Lebe« «ickzt smachmal getriidt «ardr» «ärr dvrch hüwsltcheu Zwist. Ldd- »eile, — allerdings sehr fette» — entstaud zwischen de» ehr würdigen Gatte» u» de» nichtigste» Grüßen: — wegen

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