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Jüdisches Familienblatt · 1888-01-01 · 34 (1888) · p. Seite 134

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1888
Issue
34 (1888)
Date
1888-01-01
Page
Seite 134 (sequence 4)
Language
German
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Volke (bcffn Prophet»» mrd erste» «estste wir ehre»). Männer sehe», gleich prost t» Stflenschofte» n»d Künste»; «olle» >»ir im» die« Volk du-ch Spott betrstde»? De« «lte» Ungerechten Hast «ehr Rohr»», «bea? und Rftfe Denen in« Antlitz lagen, die meirfchenftenndltch gesinnt Ge.en arme Lhrtste» und Jude» gleich gütig sich zeige»? Nein die« wollen wir nickt, «ir schildern auch bübisch« Christen, Schilder» (mit Sb'cheu) verfolgend« Lhrifte». wir tadeln der Klöster twang und Srausamktit an de» eigenen »l-ubrutverwaudlcn. ns r - chauspiel zeigt da« Lächerlich«, da« Laster An de« entarteten Adel »»» »» dem Zwirnen der «rtt, töhnet de» schlechte» Arzt, beschimpft de» bstocheoe» Richter. traft de« geizigen Diener de« Altar«. — I» .Nathan de« «eile»" Sp'ele» d'e Limite» di« ichl-chtere Rolle, im .Kaufmann Venedig»' Thun e« die Juden. — Nur wen -« jucket, der kratz» sich l so sag« Unser Hamlet, «ir sagen: Ser heil« Haut hat, der lacheil Da« Publikum zischle den qutaemeinten. aber ungeschickte« Prolog aiündlick au«, dem Stücke selbst dagegen spendete e« lebhaften Beifall. _ len» hatte trab die jede» Montag, »ir sie sagte, Im Besuch-, eine« Herrn i« eine» langen schwarzeu Rock erhielt. -r schenkte de« Kmderu Bilder und Bouboa« and suchte di« 1 Ätera zu überreden, ihre Kinder in der prosietantffchen Kirche taufe» zu lofiea. Im Sa«»tag kam die Reche a» den Abb4 «ad dir frommen Schwestern. die gleichfalls de» , Kindern Geschenke «achten und sie in bi katholischen Kirche j aetlmst haben wollten. .Und wo sind dieselben getauft?" , fragte der Journalist. Die Frau erwiderte nach einige» v denken: ..Wenn ich die Wahrheit sagen soll, so find meine I Kinder zwölf Mal in der protestantischen und vierzehn Mal in der kachol'schen Kirchen getauft.' Al» der Journalist ] über die» Geständnis e-staunt schien, fügte st« als Entschul» -s dignug hinzu: .Meder Herr, der Winter ist so hott gewese» j und jrt« Taufe hot mir SO Sou» und ein neue» Ikleid einge» tragen." Wir Juden sind doch ol« „Be, stockte" befser^Mensche«. jüdisch» Kysr«Lt«rLge. vo» M». Kr. in Br. 47. Der beschmutzte Kisch. Iemond fragte einst den Dnbuoer Maggid (Wanderprrdiger), warum manche Borsteher die tu jeder Beziehung uiedrigsteheudeu Knlturbeawten den befferu »orzieheu. Ich will Euch, antwortete der Maggid, ei» dloaostol (Gleichuiß) erzählen: Bor meiner Wohnung in Dubn» «erdin u. N. auch Fische verkauft. Da sah ich zuweilen eine Fron an den Wagen der Fischhändler kommen und nach dem Preise eine» großen Hecht« fragen. Sagte nun ein Fischhändler: zehn Kopeken! so brmerkte da« Weib, indem r« den wie zur Prüfung seine« Gewicht« tu die Hand genommenen Hecht ans di« Erd« in den Schmutz fallen ließ und sich stellte, al» ob er ihrer Hand eutgUlten: viel zu theuerl Nehmt ihn für fieben Kopeken und schert Luch zom Teufel! schrie der Händler; und al» da« Weib sag-e, der Fisch sei noch zu theurr, sie möge ihn garnicht. gab ihn der Händler, innerlich noch er> grimmter, aber äußerlich ruhiger, dem Weibe für fünf Kopeken. Der Fisch war beschmutzt und tobt, und so beugte sich der tSudler dem Willen dt' Weibe». — Seht, da» Weib ist derarntß (Borsteher), der Händler ist der Mefchuded (Beamte), die Fisch' sind die Mikdo« (Qualitäten) de» Mefchuded. Sind diese beschmutzt (befleckt) und gleichsam wie tadt, so hat der Paroeß den Mefchuded ganz in seiner Gewalt. Nun ist da« zwar kein großer Loweä (Ehre), aber mancher Parneß hält die» für einen großen Lowock, uni solchen genießt er ja ^nst nie und nirgend». — Allerlei für de» Aamikmttfch. Einer, der nicht zu blaseu braucht. Englische Blätter erlaflen einen Aufruf, für die Beschaffung würdiger Personen zum Schofarblasen frühzeitig Sorge zu tragen, damit man nicht in der letzte» Stunde genöthigt sei, diese heilige Function auch von nicht geeigneten Personen verrichten zu lasten. Folgender Vorfall mag vielleicht hierzu veraulastung gegeben haben: In einer gewiffen Gemeind« war einst der Tokea (Schofardläser) plötzlich erkrankt und man berieth sich im Borstande, wie rin Vertreter zu beschaffen sei. Auf den Vorschlag eine» Mitgliede». einen Herrn 7L, btt e« übrigen» mit dem jüdischen Spetsegesetze nicht sehr genau - nahm, mit den Funktionen zu bettauen, erwidertt ei» andere«Mitglied: .Der eßt haß;" — da» soll heißen: .der ißt heiß' — darum braucht er nicht zu blasen". _ L. Lohe». Die Taufe al» Erwerbözweig. Ein Pariser Journalist (Christ) erzählt von einer Unterhaltung. die er mit einer alte» christlich«» Lumpensamm- Der faule Hertug. j Die stummen Fisch« sprecheu, wie «ir diese» de» Oestereu tu diesem geschätzte» Blatte gesehe» tztbra, eine ' beredte Sprache über die Eharaktereigenschafte» der Reuscheu. . Eine» armen Fremden wu»d« a-, dem Tische seine» harttzerzigea! Gastgeber» «tu fauler Heriug »»raesetzt. Erste«er flüstert«! dem Fisch etwa» io» Ohr und ließ fich vo« diese!» ebrufall» ' j etwa» tu« Ohr erzähle». Der hierdurch aeugier g gemachte Hausherr erfuhr nuu auf Befrage» bei seinem Aaste, daß I dieser mit dem Fische folgeule Unterhaltung gepflog»» hatte: 1 Fremder: .Atschlei» lieb, wo kommst du her?" Heriug: j .Lu» Gröulood". Fremder: .O, »an» kennst du gewiß j auch meinen Jakob, der ebcofoll» in Grünland ist?' Heriug: I .Wohl mlglitb; wie lauge ist er denn sch»« dort?" Fremder: .Seit Januar diese« Jahres". Hering: .vedaure sehr, . dan» kann ich ihn nicht kennen, denn ich diu jchoa drei , Jahre »on Grönland weg". Der Hausherr war von setuer Neugierde für immer geheilt, und wollte ule u«ehr wtffeu, »a« faule Fische zu erzählen »iffen. 0. Ritthfel-A«fg«h-». |j. 3 I. Z>e»tsche« Wart- »ud N«ichsta-esträtßs«t. Bon L. in R. A» Lichbaunt ist «4 uvh an Lpest, An jr:er stflaiz' in Wal» uid Feld; Drin wohai dn Dichter wohl bekannt. Der in die B>tel schon genannt; Auch au» Westfälin ein« Statt -Ran bald darin gesunden Hel» Wenn man mit Klugheit nur postt.t Die Zeichen, wie e» sich gebührt. IL -»eisprachlges Marträlyjet. von M Kaufmann in London. Wein da» Soil hebräisch ist, Nennt e« einen Monat Die; Venn man es a if englisch liest, Ist e« «tu bekannt.» Thier 4 J V.*: III. Aeßräisches A«agram»l. Bon -. in R. Kwivst im SIffe» Du ihn «Ich» erreiche». Rückwärt» streb', an Tugend ihm zu gUH**. A«si-s«ng der Kitthfrt i« vs». Ar. I. Joab «rch, Rafie Giuai 1284S «tzored S 7SS10 II. S«n 2« So. (von — Sohn; E* auch fünft« vnchstato d«ö © bebr. Mphaber». — P. Aboth b, 28 sagt San So S»! .!«ach der «ühe oer Loh»".) •i verantwortlicher Redoeteur vr. Rah » er, Ak»gd«b»rg Drnck

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