Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1888
- Issue
- 33 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 130 (sequence 4)
- Language
- German
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— 180 — nmrb<. Da« ist fürstliche (ktrtatidf, «»d es gehüN ei« Rtesmftaft mft dft ständig« Gewihntzett M Repräseutften« dazu, tun s« »erfchftdmanig« Appell Hlsintzalte, »nd sprechend zn absolvieren. — Endlich Inn der Prftz, kiommcH »elattt. Line» schifte« IR«» bade ich noch nie Gesetze», der stopf wie die ««iit» Tdesrnsdüke, n»d die ganz« Haltnog stramm, kerngesund, jugendlich, tzeldeutzast. Dt« strieg«. »ud Sirgeskhat hat de» oollbärligen Men, euch Sutzerttch z» eine» ganz «der» gewacht. Sr wurde begrüßt sei« Dreist ging fichlber auf »ud nieder, denn setzt« er sich. Der Br. Redner, ei» Dr. Weilend, gtbrcr der Chemie, hielt eine Rede, -n einen früheren Besuch de« stSntp« «nknüpfend, der die Liebe «nrpfitzl. und er dezeichnete dies« al« die blaue Limmelsfarb«, iu der all« Kerben der Maurerbü»de nur Variation« de« Weiße», de« Lichte«, seien. Nach einigen Z»tsche»f<>r«en erheb sich der stronprinz und sprach, aafeug« ungelänfig, den« aber in frische« Red«, fluß ohne je sich zu kerrigtre», de» Gedenken de« Redner« erweiternd auf die Systeme und Glanbengbekenutuiffe (da« war sein Wort). Sr sprach seine AuhSnglichkttt «» die Maurer au«, und wie er an ihrem Ideale Hang« «nd dran glaube, trotz dielen Widerspruch«, den er oft erfahre» habe. Er sprach seine Entschuldigung an«, daß er. »och so jung, so bestimmt sp:eche und seine lebe»«lang« Nntzäuglich» lichkeit kuodgebe. aber da« Leben habe ihn bereit« scharf in die Schule genommen und ihm da» Glück beschiedeu. etwa« für da» Vaterland ,n leisten. Sr sagte, daß er an jedem Ort in der Loge sich glücklich fühle, daß e» ihn „»»heimle* ü» Bewußtsein, hier Bruder und Freund« zu habe» aud bat au«zuharren trotz Feindschaft von außen und Schlaffheit i» Innern.—Die ga^ze Red«, Haltung. Tonart, Mir«, alle« zeugte von Unmittelbarkeit, und Dr. Weiland sagte mir später, daß Niemand gewußt habe, »a« er (W.) spreche» werd« s, daß also keine vorder eil »mg «»glich war. Ich «nß bekennen, diese einfache straft und Gediegenheft hätte ich nie erwartet. Da« Thate». und Siege«gefühl hatte auch den inner« Menschen diese« Fürsten z» mamchaster Gestaltung gebracht. Und wunderbar! Iu der Tongebung und in den Wendungen hat er ganz die Sprache seiner Mutter, in« Mannhafte und Bestimmte übersetzt. E« ging nun zu« Bankett. Nachdem der Prinz den auf ihn a««gebrach1eu Toast erwidert hatte, ging er davon. Später wurde auch «ft ei» Toast ««gebracht. Ich erwiderte, von der Red« de« Prinzen »ft nehmend, vor allem von der Si»heit ttotz der verschiedene, Glaubensbekenntnisse «nd führte «». wa« e» heiße, z» einer strone geboren zu sei» nutz sich dft strone der Hum«ttLt »och dazu zu erwerben.*) Sdeüu Mische --««Kter-Lge. Bo» Ph. *r. ta vr. 46. Ei» Schtddnch (Ehevermittlnng) für Rest Oscher. Red Oscher, der Verpeher eiser klein« jüdisch« Gemeind«, begünstigte iu hohe» Grade d« Schochet, ei» kriechendes, charakterlose«, sittlich und religt»« verkommene« Männchen; denn der Schoch« war auch zugleich Schadchen (Shevermtttler) und de«gl. »ehr, und der Vorsteher hatte einige mwerheftathete Töchter — sowft einige Geschäfte, den« der Schächter mauchen stund« zuführte. Eft Talmudtst, der sich eft paar Lag« ft der betreffenden Stadt-onfhftft und von de» Schächter spreche» Höfte. ftagft eft würdige« j •) Betamn ist die folg«»»« schlagfertige witzig« «ntwort, die Kaiser Friedrich all Kronprmz ans seiner Lnrchreu« dnrch ein oderschlefische» Stüdtcheu gab. I» de« dortigen Gasthaufe ließ er sich von de« jüdischen Best»« desselben, Herrn Sntenta», deste» FamiUeimsttalieder »orslelle». Li» Familie «ar vollzählig erfttenen, die Vorstellung dauert« ziemlich lang« und der Refrain laotetr natürlich stet» »Gutrnta»-. Da unttrbrach der Kronprinz die lange weih« der »ach Vortzttstellenden nrst den Morren: .Kn» lassen-Sie'» gn> sei».- St« wisse« ja: »E» ist nicht» so schwer f* ertrage», aw eine «ekhe »o» »Snrentagen." nnd ttzoreftndige« Gmwtxdemit^ied, warum da her vorstchar nicht Wandel schaff«, «eft. Lieber, ward itz» »nr «M»,ek. »nser Borstetz-r schafft nicht ge« Wandel, «her »ms««« schafft er für sich — Handel und «»,>»»!; feruer richtet fick unftr Vorsteher gen« »ach de« Ssnkfttt der Misch« (Oballin, «ni«g): Lln-dol ootrood'tiL w«l»ooftitoaöv doootrorokr (— Alle dürs« schlich!« «nd wa« Ho geschächtet. ist zum Gennß erlonbt); und «M4« W*m» — «in Schiddnch für «eb Osch«' — Macht »lle«. Ille« koscher. Die« ver«ch« ist noch jetzt ft jener Gemeftde ^flügette» fBtrt« ™ AQrlei ffa stn rz und büutzig. Der weitbekannte stausmaun Stier drkftideM ft seiner Gemeinde da« Amt eine« Gemeiodtvorftrherü. Mrßlnngtne Geschäft«unter»eh«»ngm hau« seine Brrmüg »GvechLlfttffa derart zerrüttet, daß er sefte Zahlung« eftstell« mu^e. Um der Schande z« «tgeh«. di« er bei seine» s«ast «descholftn« Ramm nicht glaubte erftagm z« können, zog er e» daher vor, ohne Abmeldung seinen Woimon »» JW» lass«. Nach einig« Tagen, nachdem man sein« Rückkehr vergeben« erwartet hatte, erschien ft einer hebräisch« Zeftnug de« Otte« folqmde kurze «»zeige: DJ“» DJ"tt.tb. h. der Borsteher Stier <"»> ist gtfl ohe» — durchgedraunt MV. _ Für de» Bart. Eft oithodoxer Rabbiner kann sich eft« fchtig« Jnd« oh« Ban nicht denk«. Eine« Tag« trifft er ruf der Straße eft« jnogeu Glauben» gesoffen, der eft glatte« stftu hat. Er hält ihn an und sragt: .wa«« ftagt Ihr kein» B»tk» — .Ich dft ohne Ban gebor«*, girbt chm dieser spöttisch zur Antwon. — „Ei. warum ftagt Ihr dann Zähnet versetzte d.r Rabbi._ I. Aestsch« Aa-remät-sek. von >. Kaufmann in Londmr. 2 7 4 und 1« et, kühner Feldhanptamn». 4 8 mir 4 >»d 9 mtumttn Mensch und Thb» sich an 8 4 1 2 und 8 et» gottgeweihter Mau». 6 0 8 6 17 giedt eine Stabt a« Jortza» am 1 2 8 4 und 4 ein frommer weiser Venn». KSnnl all' di« Ramm Ihr mm nenn«. Merk» wa» sie »och «nch l hre» kSnarn: Dir Ausang»» und die Sndduchstabe» Zwei Seme de-tlich »eia»"; Loch wollt Ihr deren -kamen habe», «ügt Ihr htnans sie steige». n. ^«Sr. >tß«zräthser an* 'SftelU Boa Sh. Kr. in vr. Zwei gleicher Buchstaben Sohn verkündet der Lugend Loh» Nach Maßgabe ihrer Froh«. W« heißt mr Buchstabe« Sohnk -A»ßrftm, der Wtttzfel i» m. Ar. L Usedom, Gebot», „ n. d) lstch erbarme«) bOt) (»«geben) arb (Bmd) ntzy tvast) (träum«) Dmn- _ HL p (GpMtar) ^(«chmw») Bammmoetlichm »edmtr« vr. Nähmet, Drnck »m %. & S (f f, »tagdebmg. Bmlog aw