Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1888
- Issue
- 32 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 126 (sequence 4)
- Language
- German
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graamttf Fon» von sohoiru — ruhe», stier», den Sab^ath be- 8ehe» (2. M. 16 30) ist. Sonach Hecht oolümo» da-ooltouus: Begehet de» Sabbath i» (hehrem) Friede«! Da« Alle« wisten Sie so gut wie uosrreiaer. Ich bi» not weit entfernt, stet« wackerer Plauderer. Sie Wege» jener irrchümliche» Uebersrtzung zur Rechenschaft zieh,» zu wolle»; waren Sie doch s. Z. gleich uns Allen von tiefstem Schwerz bewegt und — sage» Basere Talmudweism — en Gdom nithpaa al smto ”= Der »keusch ist nicht verontwortlich zu wache» für da« Wort in feinem Schoterz. Sie dürfen e« indeß auch mir nicht verübeln, »xaa ich mir erlaubt habe. Sie auf jene» lapra* oalami aufmerksam zu mache». Also — nicht« für ungut! I» tochachtungttoller Ergebenheit Ihr Br., im Trostmond A». Dr. PH. Krouer. Kkedte jüdische --««üterrüge. 8»» PH. Kr. tu vr. 48. Lol dtmomoh daekoh. Ein Rabbiner hatte rin so schwache« Organ, daß er seine Predigten kaum vernehmlich vortrug. Al« die« Mehrere bedauerten, meinte ein Wohlgelounter: Schon von dem Lol unseres Law (der Stimme unsere« Rabbiner») können wir lernen. ist e« doch — Lol demomoh ilackoh (eine Stimme sanften Säuseln«), davon sogar Elijoh ha-nowi (Elia«, der Prophet) gelernt hat. (S. 1 Kön. 19.12.) unsenge: Wir leite» e« her vom hebr. garao—zerbroche», zerstückt, zermalmt sei», s. Pf. 11V. 80. i« Hifil k.'läget. 3, 16 (die Zahne und sowit die Sprache) verderbe»; vergl. bibl. gsras (Arie«, vom ahd. xriuta» z rmrlmea), sowie misch« msch und talmudisch g^rio, x'runja, g’riaa. 8« >»deutet demnach .Greis", was e« bedeute» ,oll: ein corrunpirtr« Wortgebilde, eiu« Corruptel) * ALerkei für k* Aa«ur«ttflß. /o»bo» Ja «ine» Bartrage de« Her, Jacab« -J brachte dieser die Resultate et»gehe»d«r Farschunge» über; «inen ganz ue»e» Gegenstaud zur Keuuttttß. Der Luttzeü, welche» die Jude» de« Mittelalter« a» der verbret- ,' tu», der Wisseuschafteu ^nomtwe» habe», htt »och «icht - gebührende Würdigung gefnndeu. So zeigte Herr Jacobs, daß fie auch ciucn ätzulicheu Amtheit hatte» a» dir verbrtttrmg jener wiffenschast. welche «l» Balk«Inu.de bekamt ist. .Die ' Thatseche» daß di« Jude» ei» Bindeglied i» der Kette der verschiedene» civilifirten Völker „«machte», de»«» -fie bei '< ihre« Entstehen di« uämliche Xahrnng für ihre vorsteluaig« zuführte», ist du'chau« kein «»wichtiger Beitrag z»r Lnlttrr» ' geschichte und z» der »ermittelnde» Rolle, welche di« Jude» überuomme» batte». Es ist ei» uobezwetfeltet Resultat der Zerstreuung Jsral«, daß die kleiuea Jtal ieuer hente ' dieselbe» Märchen lernen, wie di« kleinnt Hindu«. Gleichzeitig »urde uachgewteseu. wie der Hariptinhalt dieser Beiträge edier bestimmte» Gattung auachvrr itad unter dem Liofluffe de« merkivürdigeu Buche« »Kalila we-Dimna* *■ entstanden sei, dem Herr Jacob« eine besoadeir Aufmerksam» kett zuwendet. -j 44. Esnachto! Jemand, der seine jüdische Frömmigkeit und Gelehrsamkeit, welch' Utziere fast nur in der odetslüchlichen Rrontoiß de« Siddur (Gebetbuch,) und der Regina« (Zeichen der Decla« mation. Accentuat'on und Joterpurction) bestand, gern zur Schau stellte, klagte einst einem unterrichteten und verscändigen Bekannte», daß sei» Eohu in der Fremde sittlich entartet sei, »dqlrich er ibn zu Htule oft ermahnt labt: Leolom jehe Odom jet4 Schomajixn daoaoar — Immer sei der Mensch goitrSsurchtig im Lervorgeue» und — fügte er hinzu — in der Oefstni lichtest. Der Bekannte erwiderte dem Giddur-Lawdo«: E»nacht« (Semikolon) hat da gefehlt; du hättest Deinem Sohne empfehlen solle»: Iwoloua reha Odoin — immer und vor Alle« soll er Mensch sein; j«r4 Lodomailrn ha-ooupr — gottrtfürchtia tm Ber» borgeueo! — Betest D« denn den Äch «u Eäuachto? starte der Zvrechtgewieseue. Rein, anstoo stte der Gefragte, und auch Du sollst iya ohne Esnachto bete», aber ihn mit E«»ochto gelesen bei der Erziehung Deiner Rinder beherzigen. Dan» werden sie anch öffentlich gern ihr Jndenthum o> zeugen, soweit die« nüihig ist. 45. Et: kal woehanmer (argamentnm a minore ad majas). Eia auf der Reis« befindlicher Talmadist kam in eine leine jüdisch« Gemeinde, besuchte dort die Synagoge und rtzte sich »eben «tuen Greis. Dieser war in Hebräischen ehr unwissend und sprach so kntsetzlich« Fehler in den hebr. Gebeten, daß sie die Andacht de« Talmudistra störte». Der. selbe stand auf und entfernte sich allgemach von dem Greise. Dem Vorsteher fiel da« aof. »nd später in dessen Hanse «ach dem Brand« gefragt. sagte der Talmud st: Bor eine« Greis sollst Du ansstehen, will unsere Thora (3. M. 19, 32); var «ine« Greil (doppelsinnig: 1. vor einem Hochbet^gstn und 2. vor eine« Fedlei), Lai woehammor (um so mehr) vor viele» Greise»!' — (Zn den bisherige» Erklärungen de« .Greis" t» der Brbmttuug. Fehler" füge» wir hier «och die I. Amtsches cFogogrhpY. von <k. t» R u« den tapt Mi Me» ' “ tinft gegtb Oft tiiK Ak5el Si ht eine» Ort in» Unglück einst gcdür»'; Wer ähnlich dann «tt diese« nun »m llhet, «ebl'ckt ei» Walk, da» Jadenhag aenäi»t; La» diele« »std. Wein ihm her Kopf «ach fehlt, Ein Ort, »«selbst man Gotte» Lad erzähl'. II. Keßr. Aa-ke»rätfis«ü van PH. Kr. in Br. — zeugt van — siastiget her Ke« Schmerzen, — ohne die» kann «nn lem« leben; » r a 9 1 8 — ohne l 8 2 — mied dem Mr'ge« bet 9 8 1— mögest Du nur anaenel gleichwie Joseph eh«eml III. Ke-rätflche» Msttkrätßsec. La» PH. Kr.' in vr. Seinen Umgnng sollst Du sttehen: Umgekehrt — Pw» «ft Mrliehr» Labung unter'« vanme Dir, Wen» Da warft «mattet schier. der HUtttzfel i» »SK. M«. I. Lat (Nebenfinh brr Latre). n. cnbo («»tr) - enfjjq ^»mp-t» z •mriTfT