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Jüdisches Familienblatt · 1888-01-01 · 32 (1888) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1888
Issue
32 (1888)
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M 32 Jüdische« Air IMHeldmi». üelrhriij fir die isrocklifhe fuilif. t r. wrjw Inhalt:^- Dt» 9M«. vähmlsche ®«c,: dm goh. «oMd Seldl. - Die « «» d« .Sadbachplandmm". — Klei« jüdisch« Upiafa U »sieben vnb SttlifcU&Sfingeo. Inditcn mb Rhodu«. — »Weilet im Frieden". Vertrauliche te. Boa PH. Kr. in Br. — Allerlei sie den Famllientisch. — (Unbefngrrr Rachbrnck «lterßs») Die Noie. «Shmische Sag« von J.h. Gabriel Seidl. * Sie schien doch aus einmal di« Molbauftabt So ganz de« freundlichen Leber» satt; Aich» mögt'» auf de» Rlua« rührig umher, Di« Straße» sind einsam, di« Schenke« leer, »er t&bta Seht' ist de» Lied!« eutmöhnt. Kein Bierkrug klappt kein Led ertönt; Rur bleich« Saug«, nur stieum Blick, Dir Leut« sch«'» vor einander »drück; Da« vaolich« Rätern, de« Sr »he« Klang, Der tuutg« Theilnahm« eisernder Drang, Sie sind D«rgrssrn, fie sind vei leint, Der Bruder hält de» Bruder eurfnnt; Erloschen ist der Gesellschaft üipur, Uud sicher dünkt sich der Eins,«»« nur. Eintönig schrillt i»M den Thünnen herab Der Stock« Seminrnrer in« hcäosrrgrob. Ununterbrmhen, fart «nd sort Rbläsend de» Bknsehrn Dersch„ll«e« Wort. — Wer hält f« inen Ein »na bei solchem Selä-t? E« ist der Tod, der Sämann heut Und morgm Schnitter, di« S>adt durchstreift, Uud grinsend frohlockt, «nie die Saat ihm reift. Richt Wühlerisch ist er mit Slund' und »nm», (M e*4« nicht |i>bt, da« «lebt der Fund. ti>r mild« er i« rasch« Bo übergeh», ort bleibt er mit bll»k«der Senfe steh», vier liest er >oi« spi«l»d di« Hälmche« «ns, Dort mirft er «nst Wollust Sarb« »u Hanf. Der längst schon bei schwarzen Haar« errungen, Wa« Andern kaum bei «eigen aelunge», D«, ob der erhabenen Kunst, die er üb', Selbst Kaiser Rudolph ehret und liebt. Der Rabbi LSw, der hat e« beschloss« Zum Heil« stinrr SlaubinSgerwssen, In seiner eignen Werkstatt will De» er belauschen heimlich und still; Er «ib chn belauschen in finsterer Rächt, We»u Riemand al« er auf dein Friedhof wacht; 2r will unter'» Aug' ihm treten mit K ast, Er will ihn ziehen zur Rech«shast, Er »ill ihn frag«: »Wal machst Du. Tod? Wa« bringst Du J»ra«l« Stamm in Roth?" Er will über »hu den vonnflu h sprech«, Er null ihm ble scharfe Smle zerbrechen. Drum bat er sich einst in stürmische: Rächt Mir fein« Bachurim ausgemacht, Und geht uns'« Beth Eha i», tu« Lebenthau«, Und hat k.in« Furcht oor Moder und Srau«, Und zieht de» gewolrigtc, Schlüssel hervor, Und steck» ihn betend i '» Sin,»vor — Da schreitet über die Gräber hr'n Hochbetuig ein riest cer Knoch«mann: Sein schwarz.r Mantel flattett im Wind, Er seldec berrechtet d'e Gräber und finnt, In feiner Rech e» die Senfe kältend, Di« Rabbi LS« mit Schauder erkennt. In seiner Link« aber entfaltend Ein« lang« Streif« Pergament. Bor Alle» tat er »l« Ltebiiug»s lb Di« düstere Iudepstadt stch bestellt; Dort, wo da« Leb» ptm Sh tatl sich ballt, Don Währ er «U wilder TykaD««ge»alt; Ob alt »der jung, »b arm o*» reich, Dem grimmig« Echnitter ist alle« gleich. Da« große Beth Ehaim» de« Leben» Hau«, De« füllt er mit Doll« Schind« aut l Und ftilnd« »ach also reichlich«» Flor »ach sieb« mager« Fahr« bcwor. Er Want« sich iwri sättigt sog« Hinüberschwng« in'« acht« fjahr. Da ist Diel Klag' In J«rael<> Siam«. Der Schacher ist karg, du» üiro» ist klamm, Sra» wächst oor der «mfigstcm Mäkler Thor, D«n Riemand tritt al« der Tod hervor. Und der Tob hat die Schuhe mit Filz besohlt. Man HSN ihn Dicht geh« — er ist da. rr holt Sei» Opfer tm Süll«, bei Tag, bei Rächt, B«D»r «an stch rüstn, hat«»'» vollbracht. Dorum ist Schreck und Verzweifln»- Io«; Ei» einziger Man» bleib« fark und groß. Und schaut »er Sefahr kühn in'« Angesicht, Eng' gegen »0,^. rr «qstterl nistt; Jndeß bi« Andern jammern »nd h»le», Dnrch'päht er de« Tal»»»« mnsttsche geil«, Und grübelt »nd sinnt, ob « Etwa» ersinne, Womtt er «» über b« Too gewinn«. Da» ist der Rabbi 2»», ba BMJ«, Der Mt fittnu Dersolat in ihrem Gliche, »er b« «Run» beimqcht io» wechselnd« Licht, Dm dir Slmach« dm niichtsich« Geister spricht; Der weil« Rabbi deutet «» gl, ich: E« ist der Tob in seinem Bereich, Der lang« Streif« in sc'ner Hand Jü aber dir L-ste, woraus genannt Die taniead Ramen der Opfer steh'n, Di« m»ig« will seine Smse mäh'». Mit Nun«, glimmend wie Glich nnrmschrtu. Starrt zähl«» der Ries' ln die Liste hinein. Und schleift in Bedanken fon an der Wand, — Da reißt ihm der Rabdi die Roll' au« der Hand. Auffäbrt der Tod und «lschrickt vor dem Weisen; Doch der hebt an, den Herrn zu preis«: .Sott Abraham«, Isaak« und Jakob» Sott!“ Und zerreißt den Streifen mir Fluch und Spott. Da welcht erschüttert der Tob und spricht: -Ich kenn« Dich, Rabbi, — drum juble nicht; Du hast e« listig mir angetha»; — Dein SlÜck: — kenn Du standst obenanI Doch «erke Dir'«, komm ich aus Deinen Wegen Dir je zum »wette,> Male entgegen. Darin, Rabbi. bleibt e« Dir nicht geschenkt I Ich komm«, w«n man'« am wenigsten denkt." .Da« weiß ich*, erwidert bei- Rabbi gefaßt, Letzt aber geh', geh', -ünn« dir Rast; Wirst auch doch müd' sein, hast viel gemäht. Geh', setz tich uteder aus einem Grab, Jetzt llst Dich Im Amt ein SrSßerrr ab, Der Sott de» Leb«», der Pflanzt und sttt, Der gnäbia ist, wenn sein Volk zu ihm steht, Der I»ea«« Stamm wird schirm« »nd schütze,, Richt« wirb Dein Grimm und Dein Drohen uätzen. So lang Kr «ein Haupt und Haar will bewach«, So kan« ich üb« Dich spon-i, und lachen l*

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