Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1888
- Issue
- 31 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 122 (sequence 4)
- Language
- German
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onloflev, da» Sabbathgebot a»ch sonst i» Lebrugd« «de» Gesetze« zu subordinier». Ni« gehe» zu» "ASI ,Qktadtl" 3. «ön beide» Geboten lehrt der Midrasch "WS LT^pv mJtön?2. .Sabbath und veschneidung wieg« s» schlier, wie all« Gebote zusa»«eu." Ll» Gruud für dir veschweidu»» wird auch angeführt: .Schwächung der sinnliche« Begierden." Da e» nun i« 3. Abschnitt de» Echemo heißt: OflTOTI 71 nu» bo nt, ferner der Midrasch sagt: -V« 1-NNN P?1 N2I II D3TS nmri 2?n Hm 1t 0222?. so kn»» di, Er. ioneruvg au alle Gebote Gotte» sowohl d»rch N2V al» durch i» un» wachgernfe« werbe«. Weil wir ««» bei der Geburt eine» Knabe« vor de« Momente stehe«, diese Erkenutniß durch die Ausführung de« wichtiger» Hm »*« Ausdruck zu bringen, so lasse« wir auch die sich s«ho» früher darbietrnde Gelegenheit N2V nicht uobeuutzt, u« durch sie denselben Zweck zu erreichen, dieselbe Erlenntuiß lundzugeben. Wir versawmelu uu» am Sabbatheingana« bo rw "TDlS n rrata denn maösn?2 *202 arrpv rfnai rar. Bit wollen nach der Geburt de» Knabe» sickort alle» bethätig«. va« vor der Einführung in de« N2^l>?NN2 bethÄigt werden kann, also vorzüglich de» D2V ITH2. Fall» diese Erörterung die gelehrte» Leser zu weiteren Kundgebungen über diese» immerhin nicht uniutereffaote Thema, wie.jüngst über ^Holekreisch", zu veranlassen vermöchte, so wäre der Zweck der Berüffentlrchnng vollständig erreicht. — ________ Kirr «be»te»er in de» «e»» Tage«.*) Sin wohlbekannter streng,läubiger englischer Jude, so erzählt.Marschaük" i» .Iewish- Standard", hatte bei seiuen Reisen auf de« Eontineut folgende» sonderbare Abenteuer z« bestehn». I« einer gewiffe» Stabt Deutschla«b» fühlte er einmal da» dringende Bedürfuiß, seiueu iuueru Meuschrn zu befriedige». Al» er «nn erfahre» hatte, daß et» Herr Hirsch eine Koscher-Restanration hickt, »orndrlr er sogleich seine Schritte nach der Stelle hin, >»o er sei»«« Heißhunger glaubte stilleu zu können. Bei» Estetrstt in da» Han» sah er »ach dem Thürpfosten und suchte di« .Mefusah". Zu seinem hächfte» Erstaunen war aber vo» einer solch« nicht» zu sehm. Ja der BoranSsetznng, daß sie vielleicht zu» Zwecke der Ausbesserung heruutergeuomm« sei» könne, «oterl rückte er die i» ihm aufsteigenden Zweifel und trat ei». Nachdem er die Hände gewaschen hatte, setzte er fich a» d« gedeckten Tisch und bemerkte, daß auf demselben da» Brod fehle, um »Manzie* mach« z« köun«. Natürlich koaute er, um nicht .mafßtk" z» situ (zwischen de« Wasch« und S«g«»spruche nicht zu sprech«), keiue» fordern und gab daher dem Kellner durch allerlei Havdbewegnog« zu versteh«, solche» hereinzubriugen. Statt diese» z» th»n, glotzt« dieser d« Fronden «it geöffnetem Munde verwundert au und erst »ach viel« sonderbar« Pantomi»««, während der« Pr»d«ciruug manche Bersuchvng d« übergroß« Appettt noch steigert«, gelang e», dies« .LebenSftab" herbeizuschaffen. Nachdem nuu»Mauzte" gemacht (die üblich« Benedictioa über da» Brod gesprochen) war, forderte der «sch«t»e»> stumme Man» die Speise, karte, »vodurch der verblüffte Kellner so erschrack, daß er vor Augst ei» halbe» D«tz«d Teller fall« ließ. Al» unser Freund u»m da» Men» durchlief, bemerkte er entrüstet, dah auf demselb« «ch Fleisch figmtrte und sagt« ym Kellner: .Wissen Sie denn nicht, daß wir S Tage had« dies« Woche? Nasch rufe» Sie den Wirth Herei»!" Nur z« sehr erfreut, vo» einem so sonderbar« Knud« loSznkommen. stürzte der Kellner hinan», »« »« Befehl de» Gast«»' au»zuführm. .Kanu»« Sie rasch herein, Herr Wirth, wir Hab« ein« Verrückten im Hansel Sehe» Sie j«« Mann «rüde»?" . . * * *., so sprach der Kellner z» dem Wtrthe.'W,G«»z ge vlß, er ist toll." — .Toll? Wieso weinstD« da»?" — .L, ich weist' e» ga»z bestiwwt. Zuerst beneerkt« t.st daß er wr set»e» Eintritte lauge »«gierig an dem Thürpfost» «es» «»» nttberguckte, dabei d« Kopf schüttelt^ al» wetöie er fester Berwmckentng darüber auöbrückep, daß er etwe» Ges»ch1«» - nicht stad« llstm«. Dame stellte er sich taub stamm «ch »»achte averha»d Haudbewegnnge», anstatt dw> gewünscht» Brod iß forder«, wie die» ei» auter «hetfl zu thi» pflegt «ud endlich, al» ich ihm di« Speis«!«»; reicht», da verlor « die Gemüthäruhe erst g« und gmand fragt« mich i» etue« Tone uud unter Gcherb«, «l» »«llte er »ich lebendig auffressen, ob ich dem» uicht wüßte, daß diese Woche ue»u Tag« hättt?" Au» dieser Lharakterschildernug «erde v» »m unser» Freunde erst kl«, wo er sich befand, mch l«oß e» -web Reftmeraut» im Orte gäbe, der« Eigeuthünwe Hirsch hieß«, sowie daß da» Mißgeschick ihn zu de» iwhttüdisch« Träger diese» Namens geführt hatte. l Lohe«. '* Z SUebu Misch« gßmttertigr. 8m Ptz Kr. in Br. 4L Dageeek forte. Ei» armer jüdischer S«d«t a»» Pol« ioar eiuem Professor der Orieutalia i« Halle ei»« doppelt« Friedrichld'or Sir schuldig. Da er ab« um estm» einfache» chgd'or auftrrib« konnte, überreichte « »tes« dem or »st d«Bitte, sich güttast et» vag»««st forda (BerdoppelungSpllntt i» hchäisch« Konsonanten) hstredez»- denken. Der Gelehrte lächeltt üb« d« gelungen« Scherz und erklärte sich säe »oll befriedigt. — 42. St« »»wiche Stge»schaft. Biele Mitglied« «tu« jüdisch« Gemeind« w«m darüb« sehr aufgebracht, daß ei» Vorsteher, obgleich « olle» Mögliche uud Unmöglich« a» dem verholt« der Svnagogenb.ssuch« tadelt«, sich fast »i« i« Gatteöhause back» liest .Ahr solltet uuseru Parurß (vorstrh«) bewuud«», «wstetr ei» Spaßvogel, d« zufällig bei d« Erregt« »«öberkom uud ihre Debatte üb« d» vorsteh« «st «chöür; uns« Parueß befcht eine göttliche Eigenschaft: « ist roth wo-oue» ’ ■ nir’eh (n sir'.t Alles, ohne gesehen zu »erd«); gebe« wir ihm von jetzt a« den Ehrenname« ,Lo4st w»-aur u1?ost^. Das glätttte die empört« Wog«. — % zUtttzfel-AvfGEste«. jfrfll» 1. Awtfche» 8«» A. Speier i» Hriuebach. Mein wvn nemtt Und) et Mit Flntz De» «on in Welschland socke» mich; Doch wird er euch als Biens h genanm - Mt »brom nwr er mch' verwandt. II. Arstr. A»chß«str«rjtttzsrL 8m Ptz Kr. in Br. BHt 2 — regiere, sie; Mt N — geniere» sie. der Kieitzfel i« »er. Wr. *) G» hechr» bekmonlich die % bSrnog JernsalemS), an weicher die emhalie» pflege» vo» 1. di« ». Vk, (8eo UM m 0. L «ora, «eo» IL Hofe. Hofea. HL OB (IM). IV. 3« «r. »S fehl, die «afUhiM de» in «r. « enttzUte«»« tzchr. WenderitchselS: - VT) OWstiy). ' Mogdcharg DenckwaUW» l f f, Ma^ch^8erb^vMg8MF*"I^VEWtz yXrJLl LerMNoartlicher »edewerrr Dr. »«hm er»