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Jüdisches Familienblatt · 1888-01-01 · 31 (1888) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1888
Issue
31 (1888)
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M ML mm*"* »1888. «^AlNkLbo« 9t. 9t «ich»«» tat »aflbtbnrj. -k^> ZvIitrrtiltiij 1 -rieft», flr lit i«r«Mstzr iiailic. Inhalt Kaiser gtfcbrm, bt» Oelftoi, lob. — M Stabe« ßnüt*. Yebersetzt au« de» HebrLische, de« B. SmolenOey. — Za« ' — Lta »bnrtrat ta Wa aorn Zogen. Bon L Lohen. — Klein» iOMMbc Lharaktrrzita«. Boa Ph. Kr. ta Br — anb NEchstl-Sösaagr». Klladewgtrr »ochbrWk mckersagt.) I» tlüstt Mrichß. her Edelste«, Erd. Welch kurzer Lenz! »r 100 FrühlugStage Wer ni tadle 9rftüteg«fftrft gegmrat! Gel«««» Me« NI Elfte jeder Llage, ' Du kam ftte Klage ifie jede» E»ft'. : ü«t fturste» sich die K»osfte» »tcht erschließe». — JD, tafct et» Meer ln Djrä»e» »it«! bt, Selch et» R«kk. der Schüpfmig Sch»»»ck »»> Krone Welch' Hetzer «etsi! welch' aüMtche» Gemülh! «Elch' KsirsiiwWtz ket» Volk »och <»f dem Ltzro»e. . *»fMtft’ ftte Welt tai^i» Litt' erglüht! ft» vstterfWüling fchie» «»• ,» ersprütze» — v. latzt et« Meer »o» Thrt»e» u»k dergietze»! Die «»je» oll' »»tst»»fte» feise Wiege, Um z» erfülle» der beglückte» Welt Des Dichttr» Wunsch: .O. dos, hei,teftersttege Et» «eist — pmleich et» Sü»ger >l»d et« Held"! Wir fotz'« de» Geist, wir fotz'» de» Helft, de« Wese« — O. lotzt et» Meer »o» Thriue» »»g der gieße«. Wo er sich zeigte, war t« St»rm err»»ge» Ieftweftes Herz, der Liebe tzetl'ger <Bt%; Asfstteg dal Flehe» »o« Millione» Z»»ge»: Roch la»a', o Gott, erhalte «*fmi Fritz! Z» karg hat sich ftes Himmels H»Ift erwiese» — O. latzt et» Meer »o« Thrü»e» st» dergietze»! — Gekteftt, fterehrt warft er i» alle» Zo»e» Als Mersch, a's First, als Weiser ««d als Helft. «et» Ziel war es .»mschümge» seift Millto«e»"! stlls Frdwe»se»»el ftte dersühäte Welt I» Gott derhettzuem v»»de z» «»schltetze» — V. latzt et« Meer do« Thri»e» «,» dergietze»! Wie! deutsche- Herz! willst also ft» verzage»? Hat ftich der grotze D»lfter »tcht gelehrt: X, ler»e leide» i|« je -» Vage»'7 Mtt Dsrü»e» »tcht wirft Mchck. Helft geehrt! Vach sei»em vorfttlft ließe» »»ft -» letze« Iw ftmttsther Trr»e, das sei «»ser «tretze»! «o da»ke« wir dem gütige« Geschicke, 'Das solche» Kaiser gmtfttgst »»s grsaäftt. Das hetle»d fachet — t» derwatstrr Lücke — Wilhelm de» Zweite», »»s mtt Herz «d H««d; — Er wirft »»s sei», was »»s die Etter Ware». Dem» latzt »« ih« »»» Ire» »»d liede»» schare«. wCl 989 lut vtutltft, Dem — G»tt tzegaäftet — solch et« Vater war. «et «»» »egrützl. a»s de« wir huffeuft tza»e». De» der Fra»e» herrlichste getzar! bh ncicr UvkNGa mt mxtr* riHfpCT DsGei Führt Ar Dei» Volk—.ftmhtlos ard tre»' — eatgege»! Das ist der Drost, de» he»te wir rach stade« — U»ft — wie im Letze» — lächelt sanft »ad mild. Da wir mit seine« «oh»a »«s dertzi«de» — Des Vaters Geist, sei» »»vergänglich Bild! dieses vtlft. e» strahlt 1« hellste» Lichte Noch »ach Aeovim t» der Weltgeschichte! ». __ t>. 5t Des EAwdes Hewle». Uebersetzt «r» de« H:br«Isch«n de« P. S«olentky. («chtah.) Julie sah beim offmeu Flügel, »»weit von ihr staud et» schöner, schlanker, junger Mann, mit dem sie in eifrige« Gespräch begriffe» schien und de« ma» in Tracht, Miene und Haltung sofort den hohen Adelig« ausah .... »Mutterl* rief Julie, indem sie Sara freudig zur Thüre mtgcgenflog. .Eieia« Durchlaucht Fürst B., Besitzer unserer Stadt »ud der Umgebung, ist so gnädig, uns zu besuch« und und seinen Schutz onzubieten, da er gehört hat, daß wir Bersolgungen auögrsetzt find . . . Doch »aö ist Dir, lieb« Mama, Du siehsi so bleich au»!" .Vichts, Ktidchea, nichts!" erwiderte Sara, .und ich will nicht daran zweifeln, daß Da dem Herrn Fürsten hier ge» sagt hast, daß wir seine« Schutzes nicht bedürfe«, und uns unter unseren Glaubensgenosse» vollkommen sicher fühlen!" Der Fürst stutzte. .So?" murmelt« er verlegen. Daun hat «ich also d« abscheulich« Jude, der zu mir tn'S Hau» wmmt, dupirt, indem er mir sagt«, daß Ihr zum christlichen Glaub«» übergetreten uud infolge dessen von Setten der Jude» allerhand Ehikanrn auSaesrtzt seid." .Eine schwarz« Lüge", schrie die Aermste entsetzt, .wir lebe» treu unserem Glaude» und unserem Volke. Wir brauche» keine» menschliche» Schutz. Eitel ist alle Hülfe, die nicht von Gott kommt!" Der Fürst »nd Julie wechselten verlegene Blick». Al« der Fürst sich einige Augenblicke später empfahl »ad ihr nochmal« seinen Schutz anbot, halt« Sara kein Wort de» Dauke» dafür, diachde« sich die Thüre hinter ihm ge» schloffen, sagte sie vollkommen ruhig: .Trachte alle» schnell zusamme» zu packen, denn in drin Ta^en müssen wir die Stadt verlasse« haben." .Wohin ziehen wir. Mutter?" »Vach Prag!" Ehe drei Tage verstriche« woreu, hatte sie da» kleine Häuschen, da» Erbe ihrer Väter veräußert und au demselben Tage noch verließ Sara mit ihrer Tochter ihre» Geburtsort, di« Stätte, -wo die Scheine ihrer Eltern ruhten, wo ihre Wiege einst gefftmden. wo sie die Tage der Freud« verlebt, wo sie sich so viel Glück geträumt .... I» Prag «maelangt, «ahm sie nicht in der Josrfstadt, de« damalige» ^fubenviertel, «ine Wohnamg, sondern ta einem eutlegeneu Stad itheile, wo kein J»de damal» wohae» durste. Julie besuchte da» Kouservawriu» »ad zeichnete sich hier zuÄeich durch ihr« leucht e»de Schönheit und durch ihre glänzenden Taleute a»S. So kam e», daß sie a»f da» dringende

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