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Jüdisches Familienblatt · 1888-01-01 · 29 (1888) · p. Seite 114

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1888
Issue
29 (1888)
Date
1888-01-01
Page
Seite 114 (sequence 4)
Language
German
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Deie» bmsun ihnen „fvtmm“ Mt, lud woolumnur (un mit viel wehr) »tr Ltzützibi« |Ui nnb §«rl 0» erdwert M «n jevev Phibbßen. her «Sen Ernste» da» hebe. naobal»» (Eanstrnctn» v»u Xaoiraiai:) » Erbtheil mit de» deutschen Nachlaß Msannnenstellen »olltel 37. Dü» sechs »orttfie S-itn-h. Red Ofcher, der Larach gemumt, führte leibenschaftltch gern Prozefle und erschien daher sehr »st v»r Gericht. Nach seine« Tod« ersuchte die Krau, die au» Gei, ut eisen sehr kleines billigen Leichenftein bestellt hatte, den Nabbtner, der den Streitsüchtigen gekannt, n« Abfaffnna einer hebriltschen Grabschrist, die außer Nawen, Sebnrts- und Sterberag höchsten» noch sechs Sorte enthalten sollte. Sie »ist«. Herr Doctor. fügte die von der Lnltnr beleckte Frau hinzu, der Selige liebte da» Recht wandelte die We^ de» Recht», da» > und Z seine« Leben» war da» Recht, ich bitte, ihm da» nachznrühmen und zu Anfang und End« der Grabschrist »das Rechtanznbriagen. Drr Rabbiner schrieb folgend« sechs Sorte: Rioodxot ohew, Si ohol d’roohow misohpet. Da» kann »egen der Doppelbedentnng von muohpot (Recht und Gericht) heißen: Da» Recht liebte er, denn all' seine Wege waren da» Recht. Oder: Da» Gericht liebte er, dem, all' seine Wege waren da» Gericht. — Selch« Anffaffnng in Bezug auf den Berstorbenen zutreffender sei, stand bei Allen, die ihn kannten. außer Zweifel. (Bezüglich der hebriiischen Redewendungen s. Ps. 99,4 und 5. M. 324.) Loa Moritz S ch e r b e l. Gumbinnen. Lia Wörtchen aiebt» de« Jude« schon vor Zeiten Bon heil'gem Klang und ernst und from» an Sinn, Sohin da» Schicksal in der Welt, der weilen, Di« Sihn« Juda'» auch schau führte hin. Da sah man sie den »eist de» Wort'» fich^deuten. Da» Lahqett^ heißt, den hohen Werth darin: Erinnerung zuerst an jene unsrer Lieben, Di« selig «eilen schon i» Jenseit» drüben; Und dann, daß Körper sich non Körper trennen Nicht aber da», «a» wir mit »eist benennen. Seht dort da» Lichrlein schwach und matt i« Schimmer, Vom Kind gezündet an de« Sterbetag Der theuren Eltern; — so geschah e» immer, — Wie »eit nun auch zurück veriolgen mag Der Ahnen Reih', — gewiß e» fehlte nimmer Da» Lichtlein, da» im frommen Brauch« lag. — Und wie'» de» Hause» Kinder dann gesehen So von den Eltern, mußt' e» wohl geschehen. Daß später sie im kindlich frommen Walten Der Elter» Fahrzeit» streng auch dann gehalten. Ein Licht ist ja, wie'» heißt, de» Menschen Seel«, Die, wenn der Körper hier dem Tod verfällt. Noch weiter lebt, — und in de« Lichtlein zähl«. Die Seelen Dir, di« so Dein Stamm enthält. — Al» ob sich Ein» dem ändern so vermähle In treuer Liebe «ich ihm zugesellt. So einigt dort an ungeseh'ner Stätte Ihr Wesen ite zur lichten, Hellen Kette. Die da umschlingt, — Dir sagt'» ein stille» Mahnen — Di« Reihe aller, aller Deiner Ahnen. Erlennp Du so in Satt nun den Gerechten. Wo» in be» Kaddisch von Dir daqstlag», Mag» Schlimmste Dir sich in da, Dasein «luhien «Öf sonst den Math s./chutt zu B-denschlägt, - Dir bleibt dann in der Trübsal finstern Nächten Ein fromm »emütb. da» ftot« Dein Thun Und so gehelligt, such« ans die Stätte, Wo friedlich ruht da, »lieb Mn jener Kette Der Lieben Dir, da» einst Du hast besessen, Zn zeigen, daß e» Dir noch nnvergessen. Ja, such' e» auf dort in der Neih' der Hügel, Die Deinem Blicke zeigt dir «w'ge Nuh, Der Wipfel Rauschen, wie auf Geister Flügel, E» trägt den »rnß der Schlafenden Dir zu. Dann treten Dir in de» Gedibhtnißspiezei Di« Lieben nah die einst besessen Du. — Di« Gegenwart vergessend steht man streben Zurück da» Denken nach vergang'ne« Leben: Wir fühlen an» im Geiste dann verbunden, Mit denen, die di« Nnhe hier gefnnben. Da öffnet sich da» Her» und ihm entsteigen Gebete fromm und heilig an dem Grab', Di« Thränen, di« »er tiefen Trauer Zeugen. Sie rieseln auf den theuren Ort herab. Und ringsherum de» Tode« ernste» Schweigen, Mir dem nur noch ein Schluchzen wechselt ab. Wem gilt'»? Bielleicht de» Vater voller Lieb«, vielleicht der Mutter, reich der schönsten Tritt«, Di« veide sich vereinigt. Deinem Leben Einst Licht und Würm« sonnengletch zu geben! — Doch still. - Laßt stören un» nicht da» «egrüße, Der Seelen jetzt in feierlicher Stund', Für un» nur soll di« Lehr« hier ersprießen. Wie fest und nnvernichtbar bleib' der Bund, Den wir im Leben mit den Tobten schließen, Wenn ihm dt« -IahrMgiebt tat scheu Brunst; — Daß durch die Zeit«»räume fortgetragen Di« Seelenreih'. wo Glitt »u Mied geschlagen. Di« niemal« kann zu« Abschluß fich gestatten, Wo Kinder noch der Eltern Lahrzett^ halten. ztilthftl-Aowad«». Mt?„'£SS2f von Ich bin eckig, meist aber rund, Meisten» auch schwarz, selten nur bunt. Steh' selten vorn, meisten» am End', Ech ich gebe Kraft dem Dokument. Will^uan nun ohne Kopf »ch^ehn. Ein Prachtgebäud' steht «an ech Ein großer König hat tt erbcmt. Doch jetzt «an Xtftman nur da davon schaut. — Brichst Du vom Ganzen die Zweite ad. Bleibt ein Geliebt« dtt Zeu». Da» ganz« fand am Altar fein Grab, Nun i«der den Namen wohl weiß. in. “ Nh. Kr. in «r. von vor seinem Stoß Dich hüte l Noch mehr, wenn tt fich wendet! Dein Leben tt dann endet Trotz seiner schönen Llüthe. Wenn die Erinnerung dann in Dir gezündet vom Lichtlein ist an di«, di« Du geliebt, Dann spürst Du'», daß Dein Wesen fich entwindet Dem Irdischen und dem, wa» tt umgieot- — E» drängt Dich zu dem Ort«, der verbindet Mit »oir uns fest, der wenn un» auch betrübt, Wa» von ihm kam, doch bleibt der Sott der Treu«; Ihn preisen wir wohl täglich schon auf» Neu«, — Doch mehr noch an de« Tag', an de« genommen Da« Liebste un«. — da« ist der Brauch der Krommeu. iv. weisilbig hört man tt al« Klage, reisilbtg ist tt eine Krage. Arch-fimder PSthfel i* *er. Pr. L Blatt, ll- Lewa, Lea. lll. MT (Kasten), fto (Spreu). Verantwortlicher Redakteur vr. R« h m e r, Magdeburg. Druck von D. L. W o l f f, Magdeburg. Verlag von Robert Kric s»,

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