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Jüdisches Familienblatt · 1884-01-01 · 28 (1884) · p. Seite 110

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1888
Issue
28 (1884)
Date
1884-01-01
Page
Seite 110 (sequence 4)
Language
German
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seinem erste» Loxcert et« B>uwenbouq»et schicke«, ermidert« er: .O. gieb «ir lieber ei» Spielze»g!" Sr hatte graße« vergnüge» a» darstellenden Künste», besonder« «» Tasche», spielerkmiststücken. Jemand hotte ihm gelehrt, wie mm, ei« Münze durch dev engen Hals einer Flasche i» dieselbe hiseinbrivgen konnte. Auf de» Besitz dieser KunstfertiHeit »ar er besonder« stolz und freute fich immer, wen» ih» Jemand bat, ihm da« Kunststück zu zeige«. Am Bord »arru auch einige Sinder, die er sehr lieb hatte, trab eine« Abend« unlerhielt er fich damit, für jede» dieser ju»gen Freunde eia .Andenken" zu zeichne». Sin« dieser Bilder mar, soviel ich mich erinnere, eine geschmackvolle Tarrieatnr seiner eigene» Person, welche ih» vor einem große» Pianin» fitzend dar» stillte, da« Haar nach ollen Weltrichtunge» au-eiuauderfiiegend und in höchst lächerlicher Pofitur. Ja diese Beschäftigung konnte er fick so vertiefen, daß kein Zureden ihu zu oeraalaffen mochte, an« Klavier zu gehen, bi« Jemand ih« »ersprach, ihm ein neue« Kartenkunststück zu zeigen. St. N. ,Heid«ischeS" zum 44. MissiouSfeft in NKruberg. Zu einer Nürnberger Eorrespondenz der »Allgem. Zeitung", welche über das gegenwärtig in Nürnberg abzuhalteude 44. Missionsfest berichtet, wird erwähnt, daß der üb-r die MissionSthätigkeit in Ostindien Bericht erstattende Direktor Harteland-Leipzig erzählt habe, daß dort .da« Heidenthum gegen da« Lhristeuthum noch eine förmliche Festung bilde, au« der selbst durch die beharrlichsten Bestrebung«» »och kaum rin Gteiuleiu gelöst worden sei." vielleicht ist die Betrachtung, welche ein katholische« Blatt Suglaud«, da« .Tadlet", der letztjährigeu Verbrecher-Statistik Brittisch-Ju« dien« uud der dortigru MisfiouSthätigkeit widmet, im Stand«, diese« Bedauern, wenigsten« in unbefangeuea Laienkreisen, einigermaßen zu mildern. Dasselbe schreibt u. a.: .Meß Bluebook, unter dem ständigen Titel Moral and Material Progreaa of India veröffentlicht, beweist, daß wir die Si»> geborenen mit der Bekehrung zu unserm Glauben zugleich iu sittlich ungünstige verhältuiffr bringen, daß aber die choeu naturgemäße Stufe der Sittlichkeit so überau« hoch ist, daß, wie sehr wir fie auch durch unsre vielgerühmte Eivilisation verderben, e« uo« doch nicht gelingt, fie ganz so schlecht zu machen, wie un« selbst. Die Zahlen, welche die Verhältnisse der bestrafte» verbrechen uud vergeheu zu deu verschiedenen Religionsgemeinschaften darstrüen, find folgende. S« kam 1 Bestrafter schon auf je 274 Europäer (Ehristen) . . erst . . 209 Mischlinge (»urafier) > . . , „ . 799 christlich« Eingeborene , . , . , 856 Mohammedaner I dagegen nur I , . 1361 Hi»du« (Brahmauisteu) und sogar , 1 . , 3787 Buddhisten. Da« zuletzt angegebene verhältniß ist «ine gläuz-ude Anerkennung der hohen Reinheit de« Buddhirmu«; aber diese Statistik ist durchweg lehrreich, und führt uu« «uwiderlegUch zu dem Schluffe, »aß »ir schon au« reine» Jntrreffe socialer Politik bester thäkeu, unser überschüssige« Geld «ad unser» verbeflernngSeifer für einige Geuerattoneu ausschließlich auf die Hebuug m»srer eigne» 8and«le«te zu verwende», anstatt sinn de Raffe» zu belästige», deren i»»ere Geiste« cultur und äußere Lebensführung so »eit über der unsrigea stehe», daß man wahrlich wünsch«« möchte fie betrieben Mtsfiou unter «»«!" So da« katholische .Tadlet". (Gilt nicht da«selbe von de» für die .Judeuwisfion" hinauSgeworfene» Geldern?) jUeitu Mfch« «an PH. Kr. i» «r. ■ V- ’ ■ * , . r .-- 4| * “ ’ 1 34. Kar Mtzwo«. v Ei» auf seine Frömmigkeit nicht wenig folzer 4» Ka-ara» (Unwissender) behauptete einmal: »uns« Thora enthält nur Mizwos (Gebote) und außerdem nicht« von all de« gelehrte» Zeug, da» die Neumodische» uwl einred«» wolle»; uud jene Mizwo» muß ma» haltm. wie ich z. Bt" Gewiß, erwiderte ih« Jemand, du beobachtest sogar rl« Mizwoh (Gebot) da« Wort der Thora (5. SL 28,34): Wehojiao maaohnggo. (Da« heißt an der k«treffende» Stell«: Du wirst wahnsinnig fein; e» kann aber auch heiße»: Du sollst wahnsitmig sei» l) — 35. We» da» Herz voll ist. Eia de« Frauencultu« allzu leidenschaftlich l,uldige»dir Mann, ein sogenannter Gynäkomau, vertrat eimnal de» Borbeter iu der Synagoge, versprach sich aber bei den Worte»: nworood oodonooonn ira-aodoniln d»4owo», sowie bei: meworeoh ha-aohonim (Segne unser Jahr, wie die gute» Jahre — der da segnet die Jahre); statt eohonim — Jahre, sagte er noootrioa -» Frauen, wonach der betreffend« GebetSpafiu« hieß: Segne unser Jahr, wie die guten Fra u e » — der da segnet die F r a u e u. Unter b.n Zuhörern kicherte» die einen, lüe ander» brannten vor Wuth. oerqieltea sich aber einst»«ilrii ruhig, so schwer e« ihnen auch wurde. Aber nach Beendigung de« Gebet« ging' e« vor der Synagog: nur um so stürmischer her. Die Meiste» schrieen, der Päaolro (eigeutlich Poaodoa — Abtrünnige. Frevler) habe absichtlich falsch v<» getragen. Was wollt Ihr, beruhigte ein jüdischer Demokritr« die «ffgeregt« Menge, .we« da« Herz voll ist, de« geht der Mund über." — •»ftil Kiiths.l-Ans,,»-». I. Pextsche» Komoupm. Sen C. in B. Auf jedem Tische kann man '« sehn, Senn er auch «och so leer; Doch wird man in den Barten gehen, Bo sieh: »an 'S »«hl noch eh'r; Wer'» in .Bemoroh" kann verstehe». Der freue sich erst sehr. II. Dexlsche« M-rtrSthset. Bon ». Epeier ii Heinebach. Meint Wort nennt Buch einen Fluh, Den man im Norden suchen muß. Doch nehmt heran» nur einen Laut, Ihr eines Manne« Seid dann schaut, Doch «ar dieselbe niemals Brant I». Kevräische« Sfottoätyftf. (Linsilbig.) von Ph. Kr in Br- Wenn viel« Tage Du e« willst ertragen, Fürwahr, bann wirst D« elend untergehen; Gewende« — wird «S Anderes besagen: Nur allznleicht kann e» der Wind verwehen. A«stSs«»s der Kittlßsel in »sr. Kr. L Marge» Laad, Margntlaud. II. lvertheidiger). («etter) III. B?9 (Leiter), («°>b). DQ (Bist). 0Y (Btemr) Verantwortlicher Nedaelenr vr. «a hwer, Magdeburg. Drnck vaa D. L. Wolfs, Magdeburg. Verlag von «oben stri:s», Lechglg.'

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