Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1888
- Issue
- 27 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 106 (sequence 4)
- Language
- German
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Städtchen eingenistet, deshalb hatte die Henne de, Schamnmau-gelacht, und unr de«halb hatte die sterbend« «Ort .Schma J-ro-ll* gerufen. Nicht vienmdzwauzig Stnndeu warm seit dieser graßer, Entdeckung verfloffeu. und sch«, klopfte der Schaum,«- Meier Raseuschön, in sei«« herrlichen, himmelblauen Talar, di« schSbtge Zobelmütze ans de« Kopfe, an die Pforte de- Jona« Karmel« und lud ihn und sei« Fra, feierlich für den nächsten Tag vor da- Be-din. (Schluß s»lgr.) «i» «orschlsg. Kaiser Friedrich ist gestorben und mit ihm fft manche schöne Hoffnung in- Grab gesunken. Welch' ein großer, edler Mann in diese« Regenten dahingeganam ist, wa» Mit. und Nachwelt durch den frühen Tod diesevon Gott begnadeten Monarchen verloren, vermag wohl der beredetsle Mund, die beste Feder nicht zu sch'lderu. Aber nicht nur die Menschheit im Allgemein« hat Unersetzlichedurch den Tod diese- Fürsten verloren, fast noch mehr ist uns J-raelitea durch seinen Hingang genommen worden. War er «- doch, der sich al- Kronprwz schon unserer annahm, war er «- doch, der den Sntikemiti-mual« »Schmach für Deutschland* bezeichnete und dadurch unsere Gegner niederhielt, sprach er doch in seinem bekannten Erlaß die schönen Worte von religiöser Duldung, und daß »All,, welcher Religion-gemeinschast und welchem Bekenntnlffe sie auch angehören, Seinem Herzen gleich nah« stehen — hoben doch Alle gleichmäßig in den Togen der Gefahr ihre volle Hingebung bewährt.* Und diesem Edelen zur Seite, mit chm in all' seinen hochherzigen Thaten einverstanden war sein« hohe Gemahlin, unsere allverehrtr Kaiserin Bictoria. Diesem edelen, leider nun durch den Tod getrennten Herrscherpaar« gebührt darum anch uns« Dank in ganz beson» derem Maße. Wir wollen ihm ein Denkmal setzen, dauernder al- Erz. dain unseren Kindern sortlrben soll. Wir wollen allen Knaben, die im Jahre 1888 noch geboren werden, den Namen Friedrich, allen Mädchen den Namen Bictoria geben. Die Namen Friedrich und Bictoria sollen von mm an bei religiösen Gebräuchen gleichbedeutend sein mit dm biblischen Ramm — wie eder Name »Alexander* gewordm —, ist doch der Name Friedrich synonym mit dem hedräischm »Schelomoh*. — Möge dieser mein Borschlag durh Ihr gesch. Bl. zur weiterm Kmntniß und zur Annahme gelangen. 8. in H. Aletrr« jüdistße K-araLterräge. «IN PH. 8x. in «r. fr. ' ' * *- -,a (studirt) hatte, rief dem Mag - id dieselbe Daakform«! zu. Wie kvmmt Ihr dazu, mir^iaod' donod za fügen, be« rkw gereizt der Maggid, Ihr Hab» »och gelernt nutz nix gehört! O, seid mcxü»«I (verzecht), erwiderte ruhig der Thrrakundig«, ich Hab' gehört und nix aelernt. t»'* HfHurß» Oerv? Zu einem bekanntm Banker in Berlin, de» Lmunerzie»« rach P , kam kürzlich ein verarmter jüdischer Haudel-manu, der um eium Beitrag bettelte. Er legte dabei die Listet mehrerer namhafter hervorragmder Gläubm-geuoffm vor.^ »Wozu brauchen Sie denn daviel« Geld?* fragte l« Bankier.' i »Zu einet Badereise nach Ostende*, erwiderte tn» Handel-» k mann, »ich war krank und muß mich erholen.' »Und dazu suchen Sie sich datheaerste der Seebäder au-k* bemerke der Eomme-zienrath. »Für meine Gesundheit imir nischtzu therierl* sprach s*. achselzuckmd der Handel-mann und steckt« dm einpsanamm Vertrag delächelnden Eommerzienrathein. F. R. Der »«Ae Merkel. i In einem der größtm Bäder Deutschland-» sah «au i während der Zeit destnkendm Rubelein» Schnorrer au- 1 Rußland handwerk«määig die Reihm der Kurgäste passtren; auf seiner Bmftsrite hatte er eine i Zettel angehestft, auf dem/ die Worte standen: .Hier wird der Rubel für voll an» genommen I* _ F. B. jc$|» I. §e»1sch« MSrler-Aät-feL. von 0. I> L. Bei reichen Banern tarn man'» finden Biel« mal, rj«n’» ist getrennt; Sobald wir «» jedoch verbinden, »ein« e« dann zwetrnal kennt. In Enrova sieht man'« nie, Dort e» suchen — eitle Mah l 11» Hebräisches ^ogsgrypy m»d Bon E. in N. Wer sich vergangen gegen die Pflicht, Raft $n wohl oster herbei. Dag er veetheid'ä« ihn vor Gericht, feig« Mn Schulden ihn frei. Sieht ma« den Kopf am End« nun fteh'n. Senden» dam» einfach da» Wort, Kann, wa» er wird, sogleich man «rseh'n — Wie man ihn mm! — sofort- 82. Zwei Lager. Iankele, der Pleitemacher genannt, unterhiest stetzwei Waarenlaaer, einin seinem Wohnort und «inau-wait». Alsich Jemand darüber wunderte, da Iankele kaum »ie Mittel zur Unterhaltung «tue- Lagerbesaß, bemerkte ibm ein Spaßvogel in eigmartiger Deutung de- Bibelverse» 1. TR. 32,9: Der „fruntmt" Iankele richtet sich nach der Thora: Will ein Gläubiger über eineder beidm Lager kommm und emit Beschlag belegen (we-hiokohal so dient ihm daandere, nachdem er in diesedie bestm Waarm au« jme» geschafft, zur Pleite (li-phlatoh). 38. Gehört und »ix gelernt. Li» Maggid (Wanderprediger) hirst in einer Synagoge eium höchst faben Vortrag. Die unwissende Zuhörerschaft lauschte indeß gespannt und rief dem Maggid nach Beendigung de- Bortragezum Dank JiMh* kotohl zu. Auch der einzige Thorakundigr unter dm Zuhörern, der während de- Boi tragein einem wffsmschastlichm hebr. Werke priemt" 111. Hedrittsche* lf. Bon A. X. in London. Du triffst mich in der Bibel an. Doch einmal nur, wehr nicht; Mich sah «in stommer Wankerlmann In einem Lranmgrflcht. Und ohne Kuß im Lra»tm erschien Ich einem andern Mann; Ich deutete auf Unglück hin, Den Tod sagt' ich wm an. Ja. herzlo» bring« ich »st Lob, Doch tttf ich, wo ich kann: versetz' dich oft in große Stoth, Siehst du verkehrt mich an. ArrsiSfrrng der Kitthfel i» »«'. Ar. L rfD (Schilf), -v (Schale). (Sude). TL Most an» den Stamm Sevi, Belt. lSchrtst»rll,rtn), Viel. UL n (8**B*1. ««. Berantwörtlicher Aedaeteur vr. tziahmer, Magdeburg. Druck von D. L Wolff, Magdeburg. Verlag von Stöbert Srie^e^Lei^ig^