Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1888
- Issue
- 26 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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M. ' Jüblsch» .1888» M DMchMH i.-ckhm» str w itmMcht kll'F/-// tz7eiu»,«zeb« vou Dr. M. 8i|an U Aagd«L^c> Jnüatt: «iftr Friedrtchl — Vor fsufztg Fohren «uv W« CtfaamuMen tinrt «It»K fintttan*. — Eia herrliches Lkrschol ao« Lobi oee Dkoopid. — Mleile, iS' t»a F»«illr»tis«h — Kstiu» jüdische Ikb»»et»i»üg«.— >« die «»dlff-rtn»», Elu»b««g uoffk,.— «prsch» der «l»a. - tu« d.» r»rachschatz M Tolarak. — s«hsel-»»ji°b«a uab SU«ds»Asmign,. — (llafcfagttr »ochvrmk jjUiMr FHadriohl I graft die HLaptrr. fenlt bif -aharu. ftramrt licht brr Thröae, Starz; Dran Dir Swtlknng will aa» «ahnen: Uairr Weg ist raah aa» karz. 2rbr wähl braa lichter Lar. Thrünen bringen wir 2tr bar. «iS i« Stnrm ba halfst schlaßea. Kühaea Mach» za Dentschlaab» Wehr. Sahen wir mit Stolz Dich ragra. Klara Streiter hoch »ab hehr. »her höher gtag beta Ziel; Lebe wohl, wir laiiea tiel. Mit bew Pfeile schon im Herzen Haft ba für bei» voll geglüht. Unter TobeSaoth aab ISchmerzea Kür baS Edle Dich gemüht Uab wie schnell bei» Reich »erflog. Legen pflanzte es an» boch. Geh' braa eia za bess'rera liehe». «her na». Dir aoch zarülk. Lasse betaea Seift nmstiarebeu Lech' aas beiae» Math» eia Stüil! Deine Haab, »erklärter Hel». Reiche ans aast schöa'nr Welt! wen» beretaft Dir Wasfea flakea. Dal bie Völler Haab ia Haab «a ber Eintracht Vorne triakea. Ja, bann fühlt ba» Vaterland Ja be» -rieben» halbem Weh'» Kaiser Friedrich» Saferfteh'n. «»»«» I.in mortui». B»r fft«f|ii Achtzre». Ino baa Oriaaeraagea mu* aftaa Presbeaer» Der 21. Iaai ist da wichtiger Dag für die htes. tbrael. Genminde, beaa »or 50 Jahre» fand unter großer Thetlaahnre dev Mitglieder »er StaatSregstrnng nab de» Landtag», ber stil» tische» Kollegien »ab ber gesäumten Bürgerschaft bi« feierliche Srnnbftrialegnng zur aeaea Syuagcge auf dem vauareal aa ber vrühl'schea Lerroffe fta t. welches HI» bäht» einer Slawengärtneret gibst at hatte. Diese Srnndsteinlegaag war aller- Mag» eia bedeutende» Erei »iß. ktis 1888 hatten bi« hiesigen Israel ttea kein einheitliches Sötte'Haas, sie hielten ihre Inbachtea in drei Privatsynagogev, oon denen bie eine im Haas« ber «enolb'schrn vachhaublaag (Webergafle), ei« aabere in einen, Gebäude hinter ber Frauenkirche sich befaab. Uib nur erst zwei Jahre früher war durch Berufung be» Oderrabbtner» Dr. Frankel (ans Teptttz) die Einrichtung miglich ge»erben, baß in ber Regel aa bru jüdischen Arier» tmiea eine Predigt ia deutsch r Sprach« den Mittelpunkt bildete. Dr. Frankel» Eifer »ar e» za danken grwesen, daß voa Seiten der Israel ittschrn Religioasgemeinde so bald den Anforderungen entsprachen wurde, welche von Regierung uab Laubftänden den Israeliten gestellt warben waren, al» bald nach Eintritt ber konstitutionellen «era die Schranken fielen, welch« der bürgerliche» Gleichstellung ber Inden mit de» chiistlichrn Bewohnern Sachsen» bis zn dieser Zeit rntgegee« gestanben hatten. Und dies« veichrllakangen waren allerdings erl»«blich and für Einzel« immer drückender geworden. Die Israeliten kannten z. B. kein Grundstück besitzen. keine Profession ansüben, keine selbstständig« k.afmänatsch« Firma eriichten. dursten außer in Dresden and Leipzig in keiue« andere» Orte Sachsen»'ihre» bleibendo» Aufenthalt nehme», in Dresden selbst aber nicht in den Vorstädten, sonder, nur inoerhald de» Festnngsrahons wohnen tc. Und al» nun bicfe Schranke» mit einem Schlage steloo, da war die Re» fo!:«ation des jüdischen Kultus kein; allzugroß« Gegenfoi:b«rnng der gesetzgebenden Organe, so schwer es auch einer «»zahl Jsraelsten, besonders denen i« höheren LebenSatter wurde, fich voa de» von Jagens auf gepflegte» Gewöhn» Helten zn trruuen. Di« israelitisch« Gemeindeschul: befand sich vor 60 Jahren in einer Lokalität, »elch« nach den brotigen gesetzlichen «nfordernnge» an Schalränme von In» spckttonswege» sofort aeschloffe» «erden »ürd«. An dieser Schule fungiit« als Oberlehrer ein sehr würdige: Mann, Lun bau len., der Vater des später« Oberrabdiaers Dr. Loadan. Beider gesegnet« Wirksamkeit steht in gutem An« besten. and des Letztere» gesegnete Wirksamkeit ward« bei seine» feierlichen Begräbnisse (vor 2 Jahren) von Iwrafeaeu Seiten anerkannt und gepriesen. Ferner amttrte an erwähnter Schale damals der Lehrer Meyer, »elcher zugleich Gemeinde« schr.iber war and zur Herstellung voa wichtigen Schrift« stiickrn, Inschrift«» re. ia hebrAcher Sprache als ullein be» f»,igt galt. Bet Einrichtung der israelitische» BollSschnle »in aber auch auf Wunsch des Kultusministeriums ein chrift« liiher Zögling des Frtedrichstädter Seminar» al» Lehrer aa« geitellt morden. Derselbe, ber von 1888 bis 1838 «st vielem Erfolg« thttig war und t« letzten Jahre znm Lehrer an bst neu errichtest 4. vürgerschnst (auf ber GlaciSstrsß«) ernannt wurde, lebt noch jetzt in hohe« Greisenalstr unter ans. Am 1. April 1838 war Schreiber dieser Erinnerung*) all» Lehrer ber israelitische» Schale eingetreten; e» war bst» daß erste anttliche Debüt, nnd bst wechseloollen lkretgniste Dieter Periode meines Leben» stehen heute noch in lebhaften Züge« vor «einer Seele, auch bie Persönlichkeiten, rast bmen ich zn thnn hatte, and taSdesoaberr nach bst damaligen Schüler and Schülerinnen, deren späteren Lebeusgaag ich stets nrit große« Jntereffe begleitet habe. Jabeffen will ich gliich hstr bemerken, dag bst arfprLrgltche Idee: eine ein- *) Mir bemerken, bah derselbe k«iu Jseatlit ist. löst».) 392284