Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1888
- Issue
- 24 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 94 (sequence 4)
- Language
- German
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reichen Wiesen «nb blüh«»« Gärt«, fein« Palmeuhain« unb WeidrplLtzev «nb natürlich fast btt ganze Stobt BKbtzlou, einst die Residenz Rebnchadnezar«, befinde» sich heute im Besitze zweier Inden! Dies« neuen Herren vabylou« sind zwei Betten» mit Namen Meoachem Saleimanv Daniel (Eff«di) und Mrnachem Salach Daniel. Sunde« bar spielt hierbei die Laune de« Schicksal«, daß nämlich der Name der heutig« Herr« von Babylon auch derjenige de« Prophet« «ft, welcher znr Zeit der Gesang«, schaft der Judm zu besonderer Würde sogar am Hofe Nebachadnezar« erhob« umrd«. Sönute dieser Monarch mit seinem graSfteffmden Hunger nach Jahrhundert« vin seinem Erd«schlaf erwach«, er würde ganz gewiß in die Versuchung gerathen, mit Shake«peare au«zorufm: „Ein Daniel erscheine zu dem Urtheil«sp«ch. ja wohl, eiu Daniel!" (J.St.) Mine jüdisch« Kyaraüterzüge. Bon PH- Kr. Kr Lr. 30. Eine Frage au die kleine« Fische. Da« in Nr. 22 d. Bl. enthalt«» Seschichtch« von dem arm« .Gast", dem die Erde sich nicht zu dreh« schi«, weil sonst bei der Tafel die groß« Fisch« auch zu ihm gekomm« sein müßt«, erinnert an da« Verhalt« eine« andern .Oiech". Al« dieser von d« Sabbathfisch« cbeufall« nur die steinst« b«kommen hatte, berührte er sie nicht, sondern saß unbeweglich da, da« Ohr über seinem Teller haltmd. Warum eßt Ihr nicht? fragte der Hau«herr. Ich hsb' die Fischcher auf meinem Teller eine Kasckjo (Frage) gefi agt und warte den Teruz (die Lösung, Antwort) ab, erwiderte der Gast. Dürf-u wir die XasoHo auch wiffm? f:agte der Hausherr weiter. Warum nicht! versetzte der Gast, ich Hab' die Fischch« nur gefragt, wie im Sspher Jirmejoh (BuchJirmrjah) steht: M&h moz’u aw&usaeichem bi owel, ki roch’ku meoloj? (Da« heißt: Wa« für Fehl senden eure Väter an nur,, daß sie sich von mir entfernten? Jirm. 2,5.) 31. Die letzte Ehre. Reb Slotz, auch der Zowua (eigentlich gefärbt, über» tüocht, daun Heuchler) genannt, brüstete sich bei jeder ihm paffeud scheinend« Seleg«heit mit seiner Frömmigkeit, oder, wie er sagte, .Orthodoxischkeit". Gleichwohl war nicht nur seine Zunge böse, sei» Ange neidisch, seiue Hand zur Uebrrvortheilung gern bereft, forbern auch sein Fuß — kam am Sadbath nicht vom 8ad«tisch fort, wo »r srlbst an diesem Tage schacherte und in geschästSfrei« Augenblick« sein hyperorthodoxe« Blättchen la«. Am besten verstand darin Slotz, ein Am ho-orez <Uowiff«der) höchst« Grade«, da« Schimpf« auf die „N«modischm". zu den« er nammtlich Alle zählte, die d«, selbst von dm Alt« so gmauntm Itinbag« soh’tas (thvrichten Bräuchen) abgmeigt «arm; so oft Slotz in dem Blättchen BervammuugSurtheile über die „Neumodischen" la«, schien sich sein glotzender Blick zu erheite« und murmelte er wiederholt: juch' koaoh! (eine Dankformel.) Auf Zweierlei hielt Slotz «nmtwegt: am EabbathauSgaog, wenn kein Geschäft mehr zu mach« war, besuchte er die Synagoge; außerdem betheiligte er sich gern au einem Lrichmbegäogniß. Al« ihm einmal Jemand d« richtig« Standpunkt llar machte, erwiderte Slotz: Ich thu' zwei Mi««ro« (Gebote, verdienstliche Werke), die all' «eine Awercw (Sünden) tilgen: ich geb' jedem Schabbo« «nd jede« Mmsch« die letzte Ehre. Da« ist «»wahr, Slotz, ward ihm entgegnet, die letzte Ehre setzt mindestens ei« erste oorau«; Ihr aber gebt »edar dem Schabbo« «och dem Menschen mehr al« eine Ehr«: Ihr wohnt gern ihr,» — Ende bei. mögt sie gern — begrabe«. (Anch »au« der Praxi«".) ««QlfT »Schftl A»f, »i>n-. ~ I. Worttrnnumgr-ALt-fet. So* »h. »r. in Br. Getrennt — belehrt et, Geeinr — v.rw hrt tl. Sie viel da» lebet Und Seid beit mehrt, Ei» Buch beschert! Lin Sdnta schrieb eS, Und rnd veibl cb es, El» König. «eise, Zur Lebentreise Für all« Kreise. Run. Freundchen, jach', Nach jene» Buch. Nach dem. wa« lehrt, Nach dem, wa» «ehrt! II. Attüsch-Heöräisches MortrSthfet. Bon k. in «t. Sa» D-utsch gar oft ist schwer ,u tragen. Nenn» deuilich un» da» erst« Wort; tzebröisw wird d»s »weit« sagen D«» T'iqe.» Rawen dann sofort. Berbuude». wir i« Gangen sehen Die fromme Mutter, hold und zart. Di« klug — da» wird man gern gesteh'n — Ihr tkind vor'« Tode hat bewahrt. M. gj>igr<tmitt anf eine» Schntfnch» «nd feine «efchrünüte» Schüler. ^72 2")N! Ich armer Schulsuch» ohne Kraft, kM2 '*5^ TO^rn j Die Schüler ohne Hirn und Saft! tN2 "lURJK TfM W'e kann ich auch behalte» Kraft' Scan noch so fest — sie doch erschlafft. irrt»} »m |2M dm rr-n djb "‘m ioj tnnwtfrn fjmnn ny Mm tfjn *?ip "rtD 2*12 CrtT N12.1 mm MN?'2stSM NMtN?mn nnn 'nww' "tfpgrn «epltt: O Man» ohn' Geiftesblüthendnst, Wa» wünschst Du klagend Dir die Gruft? Senn De in Geschimpf durchbraust di« ichstt, Di« Bube» Du fast ganz zerpusst — Die« Opfer füllt Dir jede Kluft? Bo» Do-nen willst D« Rosenduft? (Obige» hebr. Epigramm ging mir in Bezug auf «eine ilneklrote van de« »alaöunsä dobanao» in Nr. 33, Jahrg »884 f. Z. (iU«< eine« weitbekannten gr ist, Gelchite» — W. B. K. — za. Zst e» >ntr anch nicht gelungen, in de^ deutsch » Uebertraauchi da» Original zu erreiche», so schien «» mir doch erforderlich, bet Mitchell ang desselben di« Uebersetznng hinzuzufügea.)« kl». Kr. der KSthfrl i« »»r. L Mim n. Thur. «MH HL")? a 1*1 (Tneb.) »■. j 2n* M-ji (goldgelb.) 9) -U pn um (•*•**■) (Ende.) ") 3» 8t0t 8 bn »M^b. ,o> M ». V. (stMt ». A) -SG. »erantwortlich er biedactrur vr. N» h m«r, Magdeburg. Den« von D. L. S o l f f, Magdeburg.