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Jüdisches Familienblatt · 1888-01-01 · 24 (1888) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1888
Issue
24 (1888)
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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-*N*> |n gitntittni *. gddmt str Ht brnlilishe Itailit. difche»» 1888. f *■#/,// Hernu^rgeb» «m Br. St Rat» er in «a,dedmg. Batfsat nnk «rate. V-« Dr. I. »,l»ich«idt Wrhjftft. — Di« «Mi («tone» Haan. «abdath-Plour«-!. ~ 'elyte,g»fchläpr OM H. Ztradort. (gortf«|a«g.) — li: A»»ili«»tisch. ** (Mora Atsch». — Lord «km» *anM. Et« Profeb . _ Dl« heutloea Herrc, vobyloa». — «kt,e jüdisS« Lkaraklerzüg^ SI. Dt« l»tz«« Ehr«. — NtUhsel-Nusgabe» u-d »äthsel-Lösmi--». Zu» Vach«»» «rl«i für de» von Ph. Er. t» vr. SO. Ein« Ara« an - — (UnbefiiAer Nachdruck »«tersagr- Anssaat «rrd Cqmte. „Die zwei schwckrze« H«are". -iabbath »Plauderet zum Woche» » Ebschuttt <LaUr»». «er hat «rbenseligkett Unietrübt «euoffn, 7 Wen hat Niemals herbe« Leid UnaeftÜ« »mfloffm 7 — La» de« Schmerz Dich nicht aerenen, Der bedrückend heim Dich sucht : «Die mit Thrünen Saaten streuen. Jntelnd ernten sie die Kracht!-) Jede «»«st. ste fordert Müh' In de« Erdenlebe»; Tngend selbst erlangst Du nie Ohne thättg Strebe»; Und zum Meister wird Dich weihe« Nnr die allerftreußste Zucht: „Die mit Thrünen Saaten streue«. Jubelnd ernten sie die Krncht!" Wer ermisst der Elterubrust Sorgenvoll Getriebe f Roch im Schlafe, »»bewusst. Wachet Mutterliebe Wird der Liebling auch gedeihe» t «»kern in der Tugend Bucht? . . . „Die mit Thräneu Saaten streuen. Jubelnd ernte« ste die Krncht!" Seht den Jammer, seht den Gram Dort der Tiefbetrübte»! Ach der Tod. der kalte nah« Eine« vielgeliebte»! In de« Gottesacker« Reihen Ihr die thenren Reste trugt. . . „Die mit Thrünen Saaten strene», Jnbelnd ernte» sie die Kracht!" Einstens lege» sie auch «ich «ns die düstre Bahre . . . Manche« Saatkorn streute ich In de» Schooss der Jahre . . . Wenig vlüthe» «ich erfreue», Langsa« keimt« t» trd'scher Schincht „Die mit Thrünen Saaten strene», Jnbelnd ernte» ste die Krncht!" Thriinen selber Saaten sind In de« Dranggewühle: An« de« Schmerze reifen lind Edelste Gefühle! Niestet Thriinen! Helft ihr Tvenen i Ich erliege smist der «ncht . . . „Die mit Thrünen Sante» strene». Jnbelnd ernte» sie die KrNcht". *) Areal. «1» »». f. GaidschmM «rkMstsd. Biwführerisch winke» mir „die zwei schwarzen Haare' der rotbeu stuh entgegen, um daran da« sich mir aufdrängende Thema „Jesuiti«mu» im Judenthum' auzukuüpfen. Ganz r o t h mußte die lkuh sein, die oon dem Priestersohne Eleasor „verbrannt" wurde; „ganz roth", darau« entnehwen unsere alteu Weisen: wenn auch uur zwei schwarze Haare daran sind, taugt sie nicht«.*) Nicht mehr al« zwei schwarze Haare, und fie taugt nicht« — da« läßt tief blicken!! Ist da« eine Berurthe'lung de« Judenthum« der Gegenwart? — Man sollte e« meinen denn wo finden stch heute nicht zwei schwarze Haare? So ein ganz klein bi«tcn schwarz find heute sau all'. Der Eine bringt in« neu« Ribbtnat eine »koschere Ziege" mit — da« ist sein Attest. daß er schwarz genug für seinen ganz in „Mainzer Tinte" schwimmenden neuen Wi kung«krei« ist. Der andere soll nur „zwei schwarz" Haare haben, nicht mehr, aber auch nicht weniger — und er dringt stch eine „Sukka“ mit. Ein Dritter ist gegen Einführung der Orgel, so lange nicht eia Ablaßgeld von 600 Mark al» Beisteuer zur 8eben«verficherung bezahlt wird; der Vierte hat da« Unglück, daß ihm sein innigster Herzenswunsch durch Einführung einer Orgel iu Erfüllung geht der arm« Märtyrer! Er darf stch seiner Freude nicht freu,»; er muß dm Märty'er wenigsten« spielen. Der Eine predigt erst gegen Orgel und weiht dann doch eine Orgelsyvagoge ein; ein Luderer ist öffentlich gegen Orgel und Eonfirmalion, confirmirt aber im Geheimen mit Orgeldcgleitung; schreibt hinterher an di« Redakteur: der jüdischen Zeitungen, die« nicht zu oervffeutlichen, t* kömiten sonst die „Spmden für Palästina" nicht so reichlich fliegen; er würde da« verträum bei den Schwarzen verlieren.- Ueberall wmtgsten« »zwei schwarze Haare!" Uib doch ist da« Urthell: „zwei schwarze Haare und fie taugt nicht«!' keine verurlheiluog de« Judenthum« der Ggmwart. Denn da« ist ein glückliche« Nichwtaugm. Wo die zwei schwarzm Haare nicht fehlm, da taugt fie nicht — zum verbranntwerdenl Di, zwei schwarzm Haare rettm also vor dem Auto-da-fö. — Luch da« Judenthum unserer Zeit. w>ll man. soll anbe'md niederknien vor dm „zwei schwarzm Haaren", denn diese find di« RetterJ«ra»l«; diese „zwei schwarzen Haare" stnd da« Steuerruder, welche« da« von dm Wogea de; feindliche, Leben« und der noch fcinblidjcrn Naturwissenschaft geschleuderte Schiff de« Juden» thum» mit fester ficherer Hand durch die Brandung führt. Lieb Jedenthnm kannst ruhig feint Wohin auch dein zagmdrr Blick sich wmdet, die ^wri schwarzm Haare' strahlm dir überall freundlich und verklärend mtgegm. Halte dich unr daran fest, an ihnm hast du die »schützende« Engel, die keine Gefahr deinem Zelte nahe kommm laflm". Und mSgm auch tausend fallen zu deiner Rechlm und Myrtadm z» deiner rtrnrnr rrnw *3 na v otw •vs'ro nwönnom e, „tVidc

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