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Jüdisches Familienblatt · 1888-01-01 · 23 (1888) · p. Seite 90

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1888
Issue
23 (1888)
Date
1888-01-01
Page
Seite 90 (sequence 4)
Language
German
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hundert Gesaugt« narben auf dir Gesellschaft l«»gelaffen und der »Schtliche Himmel rkthete sich von de« Wiederscheta de» brennenden Gebäodc». Der Schrecken der Stunde wurde aber b inahe durch da» Sounsche üderboteu. al» Lord Gordon in seiner gewohnte» Rolle auf dem Platze erschien: einige knüttelbewaffuete B«lk»männer zogen seine Lutsche, und er verneine ficki nach allen Leite» vor der Menge. In derselben Nacht wurde auch da» in vloom»bury- Equare belege« Hau» de» Oberrichter» Lord Man»field den Flammen geweiht. Die seltensten Lunstwerke, ei« kost, bare Gemäldesammlung, eine werthvolle Bibliothek, ein unersetzbarer Schatz seltener Handschriften: Alle», wa» nicht nagelfest war, flog durch die Fenster und verbrannte uof einem Haufen. Bon da marschirten die Unruhstifter nach Holborn und steckten die Baulichkeiten eine» namhaften katholischen Spiritnosenfabrikanten in Brand. Stromweije ergoß sich der Inhalt der Branntweiofäffer in die Straße; nicht Wenige vom PSbel tranken sich zu Tode; Andere kamen in den Flamm« um oder wurden in ihrem Rausche zu Tode getreten. Die meisten Opfer der sech»tägigen Rebellion liefen auf dieser verhängnißvollen Stelle ihr Leben. Zweiuudfiebzig Prioalhäuier, vier Gefängnisse und bewegliche Güter im Werthe von 180,000 Lste'. waren der Zerstdrung»wuth zum Opfer gefallen. . (Fortsetzung folgt.) ihn empfehlende Zeilen. Der vorstcher. zufällig unwohl, wie» deu Bittsteller au seinen Tollege». Wie heißt der audere Paruoß (Vorsteher)? fragte der Pole. RebThajtm, antwortete der Gefragte. Nuu weiß ick, bemerkte der s»< gutem Grunde der Thüre zueilende Pole, warum »km bet» Umschlagen der Lapporoh (de» Sühuovferhahu») sa>;t: äeh ha-Tarnegol jelech le-miaoh, wa-ani elech le-Chajim. (Da» heißt: Dieser Hahn — Tarnegol gehe zum Tode, ich aber gehe zum Lebe« — Chajim), Sprach'» und »ar »er» sparlofl. 29. Tetzgleichen. vor Alter» erkundigte min sich, wen i Jemand sich e rst verheirathet hatte, nach den, Lharakter de» Weibe» mit den beide» Au»drücken: „Mozo ober mauze?" — mit Hindeatunq auf Spr. Sal. 18. 22: Wer ein Weib gefunden (mozo), hat ein G u t g-fanden, und Pred 7, 26: Ich fand (mauze) bitterer;!» den Tod da« Weib. (S. J-bamoth 63b.) Al» einmal ein Spottvogel in solcher Weise »ach de« Lharakter einer Neuvermählten gefragt wurde, antwortete er: Weder rnozo, noch mauze, sv'dern — mazzoh. (9a» soll da» heißen? wurde er weiter gefragt. Nun, erwilirrte de: vodhafte, da» Weib «st we:er gut, n?ch bä«, daflle aber — voll Pockennarben, wollte sagen SchSnheil»grübchen ähnlich den Grübchen der Mazzoh. Merltt für de« KamiNentisch. «t»e Weltsprache. In der ^Akademie" vom 5. Mai ist unter .Philologische Notizen" zu lesen: .Offenbar kann da» B o l a p ü k nicht allein Anspruch auf den Titel einer Weltsprache erheben, denn zwei Oppofitionrsysteme stehe» demselben bereit» gegenüber rc." Wa» man jetzt a>« internationale» Berkehr»mittel herstelle» will, da» bat die hebräische Sprache seit Jahrhunderten schon für die Jude» geleistet. Da» Hebräische ist nicht nur die Gebersprache für die Nachkommen J»'ael», sondern ist noch heule und war immer ein Medium für Berkehr», und M>ttheiluug»zwecke sowohl in socialen al» commereiellen Angelegenheiten. Außerdem ist die hebräische Sprache da« Bindemittel, welche» alle Theile d«» in der ganzen Welt zerstreuten J»rael zu einem allgemeinen Bruderbünde »er» einigt. L« kann daher mit Recht den Anspruch auf den Titel einer Weltsprache erheben. (Jew. Thron.) Iütztsch« H«chseit»ßebrii»che. In einem Bortrage über diese» Thema erwähnte Herr I. Abraham» in London auch da» Verbot der Eheschließung in den Om er tagen und bringt diese Einschränkung mit der Abneigung der R ö m e r gegen Eheschließungen im Monat M a i in Berbinduug. — Eine Erklärung über den Gebrauch de» Glaszerbrechen» bei der Trauung kam zufällig wegen de» bevorstehenden Wochenfeste» zur gelegenen Zeit. Die Gesetzgebung auf Sinai wird in der 8t urgie mir der Berbinduug Gotte» mit J»ra>l vergliche». Bet dieser Gelegenheit hat bekaruitlich Mose» die steinernen Tafeln zerbrochen. und daher haben einige Autoritäten die Behauptung ausgestellt, daß da» Gla»zerbrecheo an diese» Ereigniß zurückerinnern soll. (Jew. Stand.) Kitthsel-Aufgat»««. I. Deutsches Silbenräthset. Cm Ph. Sr. in vr. D-r Anfang einer demschen Siadt Ist eine« Patriarchen Sude. Zu diesem Ende säg' behende Den Frühling! Nun, wie heißt d'e Ptadr? II. Deutsches Aahterrrät-sel. Bon PH. Sr. in vr. 12 3 4 rin Floß im Lchwelvrland; 4 3 12 al» biblisch Weib bekannt. HI. Keöräisches IL-te«rät-set. Boa A. Sansman» in London. 1 2 6 Cf- Böse« »engt 2 8 6 Dem Wolde g'eicht. Bo. 8 4 Sich Jeder beugt 7 2 8 Da« Ende >eig«. Da« »eia Riiihsel jetzt erreich«. Last Du die Worte aua gefunbe», . Lie« sie »oa oben a» nach unten; Die erben und die letzten Zeichen Muß« Du bei jede« Wo-t begleichen; Du wirst «lldann »wei Fromme seh'n Einander gegenübersteh'n. Kleine jüdisch« Kyaraliter-Üge. Bon PH. Sr. in vr. AusiSsuug der Kiithfrl i« »»r. Pr. 28. BoShaft. E n polnischer Talmudist kam am Rüsttoge de» Bersähuung»-Feste» zu einem Vorsteher. Namen» Hahn, und bat um einige, der Wohlthätigkeit der Gemeiudemitglieder 1 Zmumeartzu» ^Da« Immergnin, beffeu schöne blaae vinmen ich in der ersten Fühlinaözei zim Vorschein kommen, hat et» tranreefort, »«»er und Winter hindurch, grüneude« Laub) H Sache« (Seg-Vez. Sobler,) Sj) (»euesiu, 4«,S? Verantwortlicher «edaeteur vr. « » h m e r, «agteburg. Druck von D. L. W »l f f, Magdeburg. Verlag von Roberr Frie se,, lieitzzig. ^.

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