Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1888
- Issue
- 17 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 66 (sequence 4)
- Language
- German
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Wok D» «■» flabft in W'g«t Lieb', Da» SOtn zu versähen, Kai a» De« Baterhrr» m>« trieb. Da« tmro fi« mit Fähen. Doch willst Da iftmn »icht verzeih'n? So {Mcjtnfet «rihwn! Beraieb, well wir brob ,n Dir schrei'», «eil wir an« vor Dir schämen. Uud eine Stimm« rief hi-rauf: .Wozu die viele» Worte? Weit steht «uch ihn«» alle» ans Die ew'ge Himmeltpfon«. S'e sie euch lebte» mir zum Schmerz, Wie ichli»n» sie sich benommen, Ich schliehe dennoch sie an'« Her,. Wenn sie nur zu mir komme». Ihr Ihn» ist mir »ickt ftlcinifteit; Doch sein« Kinder baffe«. Da» kann, »»«in Lohn, i» Ewigkeit Ei» Batrrherz nicht sassai!- Und Zähren aus der heißen Wo»»' Erwachte ich vom Xrihtmcn, Und griff zur Lame, deren Klang Verhalte in de» Bäumen. Doch baß ich sana von Freud und Schmerz. Jdr könnt e« leicht er »reffen;- Und solch ein treue« Vaterbrrz Da« konntet Ihr »ergeffen? Und wird Euch nicht dir Wange roch? Wollt Ihr de» Blt-k nicht senken? Wehl dann ist Euer Lebe» — Tod. Und Wadnsin» — Euer Denke»! -ßtz» Pitthf<t-A«fga1»-«. I. Deutsches -Sogognipß. Bon 0. in B. Wer eine Red« halten muh. Der kann mich »ich» entbehren; Auch kann, wenn fehlt am Kops der Fuß, Der Mangel sehr ihn ft»r«n. II. KeSräisch« Auchltaöeurätyset. Bon K. Kaufmann in London. Beladen wie ich bin Schlepp' langsam ich mich hi»; «ieb mir die Hand altdann Komm' schneller ich voran. lll. ^eSräischer Komouym. Bon 6. in B. Im Tempel bei dem Dienst de« Herrn Höne man sie «instmal» gern- Doch heute, wenn sie auch modern, Bleib' au» ihrer Siäh« fern! Ausi-sunder Kitthsel its »er. Pr. I. «er», Cteta. Bernstein. IL Unter de, b Rainen fstr di« Seele: N'M', 7N7. N71. V«. fkfet rrjlV (die einzige) nach Lbwerfung de« Kopfe« da« Wort iTTfl k h.««thsel. Briefkutai. .a**. *r* Berli». «achdrnck «m» diesem Blatt« ist nur mit •oMact Ouelleuan^ch« (Dr. Urchmrr « Lüd. Fm»«i»Bli«) gestattet. Aufruf zur Erricht««- eiuer jüdische« «Ml))i«nUM1W«i)(IU(. Für di«, »eiche »icht rede» kötmen, erhebe» wir u»srr Stimmt, für di« jüdische» Taubstumme» Deutsch« laud«! Uud e« stob deren nicht weuig«, dam leider ist das Gebreche» der Taubstammheit bei de»Jude» um di» vierfache »erbreiteter, al» bei «User» christücheu Mitbürger»; bei diese» entfällt erst auf 2 6 7 7, bei. 9»b<« scho» auf 678 et» Taubstummer. Go lebe» gegenwärtig tu Deutschland 84 0 jüdische Taubstumme, darurter 160 schulpflichtige. Wie wurde bisher für diese Unglückliche» gesorgt? — Biele vou ihnen bliebe» »hue jede geuügenbe Arsbilduug, well ihre Elter» in sehr bedrüugten prcuuiäreu Berhältuiffea lebe» oder wohldegrüudete Bedenken trage», sie ei »er christliche» Anstalt auzuoertraum, tu der jede Gelegmhi.it für eine jüdisch religiSse Erziehung ausgeschloffeu ist. Kur sehr weuig« «rhalteu i» der vo» dem mituuteizeichaele» Tauvstuwwenlehrer Reich im Jahre 1873 tu Fürfteuwalde (Spree) begründeten Lustalt die uochweudige Aasbilduug. Diese« Prtvättustitut ist tu gemiethetea RLuraeu uutergebracht, eiuer Erweiterung »'cht fähig uud sein« Estfteuff uur ermöglicht wordeu uud zum große» Thell «bhäugig vo» de» - Speudeu Hochherziger._ Durchdruugea von dem uuabweisbare« Bedürfuiß, that« ' kräftig zu helfät, vereiuigten fich i« Jahre 1883 einige MSuuer zur Srüaduug des Vereins „Freunde der Taubstummen Jebid« Jlmtm", welche» gegeuwärtig 1200 Mitglieder mit 6000 Mark Jahresbeiträge» augehärru und defleu augesammkltes vermöge« ca. 10000 Mark beträgt. Die Thätiakeit diese» unsres Verein» mußt,! sich vorläufig darauf beschränk««. i» der ob« ermähnte» Anstalt z« Fürstenwald« einige arme Zöglinge (gegenvärtig 6) auf sria« Lost«» erziehen-zu kaffe». Aber die Zahl der sich zur Aufuahme meldeaden Linder ist so beträchtlich, daß es dringend »othweadig ist, ein« eigeue Anstalt z« erbauen, dieselbe muß vorläufig für 40—ül> Zöglinge, aber so eingerichtet werden, daß durch spätere Erweiteruu-rbaute»möglichst alle jüdische« taudstumrreu Linder Deutschland« ausgeuommr» «erde» können, ähnlich wir diejeuige« Oesterreich Ungarn« in der Wiener Anstalt. Zur C'füllunq dieser edlen Aufgabe wende« wir uu» - vertrauensvoll au alle Menschenfreunde mit der dringe!,dm VÜtr: 2. »um Baufond» eiurn möglichst hohm einmalig« Beitrag zu zahlm uud 2. in den Verein .Freuud« der Taubstumme» Jrdide Jlmim" als Milglleder etozutiete» (Jahresbeitrag mindestens 8 Ml, die immerwäh» rmdr Mitgliedschaft v rd durch riumalige Zahlung von mindestens 100 Mk. erworbeu). , Wir leben der frohe« Zuversicht, daß dieser ttusruf uu» die Mittel gewährm wird, für d e bilduugsfähigrir jüdische» Tonbsiummm Deutschlands so z>i sorgen, daß sie aus uu» glücklichm zu brauchvarm, enocrdsföhigm Mitglieder» der Gesellschaft uud u» religiösen Jlraelitm herang«bll )«t werde». vo gebe oeu» Jeder uach sei»«» Lräfteul Lein er halte sich feru, wo es gilt, ei» groß« Werk der Lieb« und Barmherzigkeit zu fürder». Der Vorstavd: «entier I. Blnmenthal. Scw^tziach De. Kirsiet», Berli», »lie Jnuösimhe 78. Berlin, «sinzsti. 18. Baeqnirr ». Köhler, «»»tanr de» BerMi», «msnw»» A Koch, - FärtzrnWelde/Svme. Berli», Fmwchmß» »8/84. Kemfm.F.La«dsteeger, K»»sM.z.L»»sre, «ochw»»w.Dr.M»,», BniliiL ScinUfitct i/O. Ctitthi. nsaflaa»1* «ckwe b. «.«4. frcfteta»»t r,»i« t». e»ch«, Htftjmwpj. Stet», Berli», Tmwmßr. 7. “ Ne»U«r W,»»tffs»h», Borsitzmeder de»« Berantmoetlicher «ebattrur vr. «« h » « e, Magdeiecrg. Druck von D. L. So lf s. jllogdeb«r>.^vr3»g^M^N«chM^rt?f^8§?, - - . ------ -t^r .. —1■-—• ■ i > n i, gTü» 11 iali'MnmlBMM