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Jüdisches Familienblatt · 1888-01-01 · 11 (1888) · p. Seite 44

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1888
Issue
11 (1888)
Date
1888-01-01
Page
Seite 44 (sequence 4)
Language
German
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.Lieber AbrahamI Der Brief, de» D» auf Auratheo Deiner ftvmme» Ara« Miriam abgeschickl Haft, ist gelesen •irbcn, wtb so lautet dir fxtMtt: Die «»»gemirihaftU Felder gehöre« »o» oua «»Dir. ««d D» erhältst fir M de» frühere» PachtschLmg, uud damit die 9tanc# Deinem Tisch mb auch die Gerät he »icht fehle» möge», fiudest Du bei. gefchloffe» zweihundert Gukde» —' .Hm", unterbrach Lela de« Diktireude», .Dein Gott scheust ei» »euig zu viel!" — .Uud diese« «eld sendet Dir/ fuhr Isaak lächelnd fort, .die israelitisch« Gemeinde i» .Therefiopel". — Wollet. lieber Herr, diese Bankn-trn ^eich deisügeu." setzte er hinzu, die Summ« auf deu Tisch legeud. .uud uuo Streusaud, aber keine Unterschrift darauf/ .Halt." fiel hier di« Fra« Isaak» ei», .ehe ihr deu Brief schließt, muß s» auch da« Postskriptum der fremmeu Fra« Miriam beautwortet werde», uud zwar so: .Di« -laubeusvolle Miriam hat sich besonder« empfohlen, mW darum erhält sie zu deu heiligen Feiertagen die Festgewänder: «ine reichgaruirte Haube uud ein Seidenkleid; auch mag fir ihrem Mauue da« ««geschickte Stück Tuch zu sei»« FeiertagsNeideru descheereu; der Herr scgu« Such und bewahre Such." — Die Geschenke wurde» rasch besorgt uud ei» paar Stunden später hielten die schäumende» Pferde de« Gtuhllichter« vor de« Hause Abraham«. Luftig kuallte Bela mft der Peitsche, uud als Miriam ihr sorgenvolle« Autlitz Mw Feusftr herausdog, wie« der Stuhlrichter geheimuißvoll z»m Himmel empor uud händigte ihr de» Brief ei». — Sir hatten die Botschaft gelesen und hielte» fich laug« umschluugen. Miriam war wieder jung geworden uud touzt« fröhlich durch die Stube. Da fiel ihr Auge auf de» wieder ernst uud g« daukenvoll gewordeue» dastehenden Abraham. .Nun. Du freust Dich ja gar »icht recht, wa« spekulirst Du deu» jetzt schon wieder?" .Ich denke eben darau/ entgeguete Abraham kopfschüttelud, .wie viel muß Gatt eigeutlich de« Stuhlrichter Gr »»« gegeben haben, daß der an« zweihundert Gulden davon schickte." (J«r. Familienbl.) genügt habe» uud der«» Borfahr«» schoa dart gewohnt hatten, al« Bürger de« Staat« zu betrachte» feie». Freilich hat da« bei da» ebenso schlaue » al« barbarische« Rumänen »icht vstl genützt. Die Jestieu wurde» von ihnen aal der Lonfiitutio» gestrichen uud al» Fremde betrachtet, welche keinerlei Rechte beanspruchen konnten. Wie dteselb«» nuumehr va» den Rumänen bchandelt werde«, schilderte ja. di« ,J«raelitifche Wochenschrift ia ihren letzt«» Nummer» und da« jüngste Monatsheft der AllUnoe iaruallta uni rer» »Ile berichtet» dafl rin solcher jüdischer staufmauu in Rumänien. welcher her Militärpflicht daselbst geuügt hatte uud dessen Liter» »mc viele« Jahren dort wohnten, anSgewiesea, und al« er daaege» de» Recur« ergriff, auch vom Obagericht abschlägig beschießen winde. Dr. v. Hochstädter. emirit. Bejftmrabbfter ia Breöla». Sprüche der Alte». Metrisch ilbertengrn von L Lohe». Dt« Wahrheit nimm von Jedem an, « ,» dieser ift. geht Dich nichts an. » E * Ha« «ehr das tkleid als »sth'g« Länge, ' «Kd'» oft gefährlich im «edrLngc. «eil «in« «an» den Iw» genascht, Man auch dir andern d'rn» erhasckft. KSchfel-K«f-stde». ttztz» I. »«ttsche» Sshles-RLIHfel. «o» M. K-n. ia I. Gi»e Erttmerrmg «» wett. Seifer Vtthel«. ES war vor mehreren Jahren, als die Berfolgnng gegen daarfar Jude» i» Rumänien so west ging, daß mehrere derselben in Galacz vom Pöbel in di« Dona» gejagt »«de». Damals war gerade Se. Majestät unser Kaiser uud König in Lm«. wo er di« jährliche Sur gebrauchte. Da ersuchte» »ich mehrere jüdische Kurgäste, welche sahen, wie ich zu» Empfang de« Kaiser« gleich de» christlich«, Grift« lichen ringeladen wurde, ich Mächte doch bei Sr. Majestät «in Wort für die verfolgten rn». Juden einleaen. Ich «hat mft »»» eine Ludieaz bei« Luiker uud «rhieu ste auch Ehmigt. Dabei bezog ich mich ons dft Abstamamng de« ia« von Rumänien an« der docherha denen Fgrstensomilft der Hohenzollern. Da antwottrt« Se. Majestät und legte seine Hand ans »rin« Schulter: .Seien Sft versichert, Herr Rabbiner, daß der König Karvl v. Hohenzollern ein frijr guter Mensch ist. allein er kouu nicht, wie er wollte, »eil die Constitution für da« Bolk viel zu fteisdung ist." Darauf be»7rktr ich. daß ebenen solchesBotk.welche« »och so barbarisch handle, die Frühest mißbrauche. — Se. Majestät der Kaiser sagte: .Sie mögen Reiht Haie», ober es wird auch dort bald ander» werden, -den» in rinitzen Woche» 6d«t in Berlin ein« Loufereuz dir «eiste» Mächte Europa« tt, wo auch dft rnmäuisch« Angelegeohrit besprochen «rde." I» der That wurde in dieser Lonferrnz durch Eintreten de« Fürste» Bismarck auf Befehl Sr. Majestät de« Kaiser« bestimmt. daß dft Jude» i» Rumänien, welche der Militärpflicht 1. 9. 8. 1. 4. 8: «t» biblischer Hrid. & 7. 8. 8. 7. 9. 7: Bat« eines »ntifimite». 10. 1. 11. 4. 1. 19. ». «: ,>» «nt, in Israel. 18. 4. 9: E«b» b«s Horn». 4. 11. 7. 8. 9. 7; Vt fr**. 14. 9. 1 4. 6: tzlab in Hawstina. Di« SnsanGshnchfta»«» non o»«n »ach unten. n»d dir >nd» dnchftab» »v» »nt«» nach »dr» gelesen gehen dir Hnnptpers«»«» i» 9 bershmte, Srnm. II Le«tsche» Hy«s«y«. Be» 0. in B. SM «riMntriHW «*• lebe mode,,. SM Stakt vom Mfttelmerr nicht fern. in. Hestrüifche» E-wrt-«. «mlsstsstemküchfer. Be» 0. i» L. St» Metz gelang mir « «n Worin »»gleich uml Mir« Oie find ft» West» iehr »ees chie de i. Doch-trde» immer sie in Griede»; Da« rin« »acht gar lnsl'w foH»- Das »ndre kennt »an »» d-n Gltsse»; Wen» ein» de« Netz de» Nack» «ehrt, Jsf» ganze Retz streich zrrsiSN. . A«ß-stmr der Aitttzsel tu »sr. Ar. L Die Fr«»»«», Carte». IL Ische», »»tschl«. HL NyrVimkv dnrchBert.nschnngoT^VNjerl.ndtlN^B«». Girant» ertlicher Uedaitenr vr. Nehmer. Magbed»'^ Druck »»» D. L W»lss. Mngdednrg. tzkrlng w» gtodtrt Gries». üetzGg.

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