Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1888
- Issue
- 2 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 4)
- Language
- German
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„Aber wozu sage» Sie mir die« Alle«, wru« Sie übet» zeugt sind, daß mir diese« bekauut ist?" „Ich will mich nur rechtfertigen und Ihne« beweHu, daß ich Grund habe, die würden nicht zu «eben. Roch mrtjt, ich habe vollauf Ursache, sie für die Todfeinde »ewe« Volke« und der orthodoxer Kirche zu halten. Allein darau« folgt nicht, daß ich unter den Juden keine Autuahm« gellen lasse. Auch unter ihnen sind gottetfürchtige Leute za find«», ehrenhafte und sogar edle ..* .Line so vorurtbeilSfteie Meinung gereicht Ihnen zur Ehre, mein Freund." .Für derartig« gute Juden hege ich eine . . . nun ein« gewisse brüderliche Empfindung, trefe Sympathie; und Init bereit, ihnen meine Hand zur Hilfe zu reichen, selbst wenn ich dabei meine eigene Haut ritkire. So z. B. der Zwanher Rabbi.. .* .Gefüllt er Ihnen?" „D, da« ist ein Ehrenmann mit einem hohen Eharofter, der sogar Ehre gemacht hoben würde.. „Einem Kosak I* , „Sogar einem der besten alten Römer. Ich bin entzückt von dem Manne." „Besonders von seiner liebreizende« Enkelin..." »Da« Mädchen ist noch ein Kind und desto mehr bedauere ich r*.* „Sie bedauern die Enkelin des Rabbiner«? Droht ihr d>un etwa irgend eine Gefahr 7" „Da« ist e< ja, worüber ich mit Ihnen sprechen wollte." „Erklären Sre sich! Ich habe Sie nicht ganz verstanden." „Bedenken Sie, Don Pedro, wa« ich wage, wenn ich da« Geheimoiß meine« Herrn verbreite.. „Leun Sie eine m.t gemachte Mittheilung als eine „Verbreitung" derselben ansehen, so behalten Sie Ihr Geheim niß für sich. Leben Sie wohl. Pan Chmielnickit" „Verzeihen Sie. Doktor. Sie haben mich mißverstanden. Ich wollte nur damit sagen, daß ich Ihnen ohne Bedenken «eine Ehre, ja sogar mein Leben anvertraue." „Danke für da« mir geschenkte Vertrauen." „Man will die Enkelin de« Rabbiner an den Hof Potocki'» uehmen. Und bei der Liebe, die der Grei» für sein Kind hegt, müßte ein solcher Gewaltakt ihn tödten." „Lihne Zsveifel. Aber woher kennen Sie die Absichten Pan Potocki'» auf da« Mädchen?" „Gestalten Sir mir. Ihnen die Detail« zu verschweigen. Ich thrile Ihnen nicht eine Vennuthung, sondern eiue Thatsache mit. Da» Schicksal M Mädchen« ist unwiderruflich beschloss«, und selbst Jdr ungewöhnlicher Einfluß auf den eigensinnig« Pan Potocki wird daran nicht« zu ändern vermögen — glauben Sir mir'«." (Fortsetzung folgt.) Ueber die Bede«t««g vo« Hollekretfch« Bon Di. I. Perle», Rabbiner t» München. Di« vielbesprochene, ia Süddeutschland noch heut« de» stehende Sitte de« „Hollrkrnsch" oder der Namengebung der »e»geborenen Kinder, besonder« der Mädchen, ist wohl tedrglich eia nur im Laufe der Zeit in seiner Bedeutung verdunkelter Brauch zur Beschtchrng der Kinder vor der die heidnisch« Kinder mit sich führenden „Holle" durch die feierliche Feststellung de« Rameu« und die damit verbundene Aufuohm« in den Bund de« Judeuthu»«. Bei den neugrboreue» Knaben wird durch die Beschaeiduug die Gefahr der Holle uud der. ander» Dämon« nach dm BolRglaub« gebannt und dar»» die .Hollekreisch" tu der Regel uutcrlossr». — Die bisherigeu Llklärungm d«« Lotte« vo» ^1N (Profauuamru) und „kreisch«" (ruft») — (• zuerst Mose« Mtuz ln seine» Rrspous« Rr. 19 — uud dir von L Löw («u« de« Rufwott: „heckla"?) find uazutrrffeud. Die richtig«' Schreibung de« »orte« ist (nicht "SW - «mp. Trotzdem alle Erklärer ia der Deutuug de« duukl» Lotte« au „kreisch«" (kaut ruf«) an knüpfen — durch da« laut« Rost» wird die Holle verscheucht, — so scheint e« mir doch nicht ««geschloffm. daß «mp hier ursprünglich d« „Krei«" (Zauberkrei«) bedeutete, und der «« die Wochenstube zum Schutze der Wöchnerin und de« Kiude« tz«g« Dämonen, besonder» die Lilith, gezogene Zauberkrei«, deff« schon Levita (im Dschbi s. v. rnh) al» eine« bei d« deutsche« Jud« bestehende« Brauche« gedenkt *), zu verstehen ist. Del Zauberkrei« spielt allerwärt» in abergläubisch« Bncichtuug« eure Rolle. — Roch der jüd. Sage war Lilith den Wöchneriuoen uud ««geboren« Kinder« besonder« verhliagniß-- voll; daflelbe galt dem deutsch« Bolkiiglauben von Frau Holle Rach eiuer älter« von Levita (a. a. O.) citirttn Quell« wird Lilith und Raama (— Beau«, bk Holde. Holle) identificitt. Dem iSrael. Volksglauben gatt Lilich auch al« langhaarig (Erubin 100 d), wie Frau Holle mit sttuppigem, verworrenem Haar **) (Grimm deutsche Mvth. 433) und dies« Zug erleichterte dir Jdentifizirung der Beide» in dm Kreisen der deutschen Juden. Aus dem Spruch schätz des Arkmrrd. Poetisch übertrage» von Max Weinberg. Stillen An«« Ist nicht z« tränen. «in böse« Wort *»ft »eher thut >l» Schädignng an Geld und «int KS1hsel-A«fgade». ► I. Le«tsche» Lvgv-ryph. von «. tn «. ' De« Jakob war mit e« «enh, Stand bei ihm an der Spitze; tn Nutzland wird'» mit „t" begehrt, nd ist zn viele« nütz». L U. HebrAsche» «echenerempel. Bon L. in R. Hat «tn« Hand nicht Kraft genug, Die Arbeit zu vollbring«, Nimm auch di« zweit« — bist Du klug — Und doppelt wir»'» gelinge». K«siöf«»- des Vrrisritthfkts i# Kr. 52* 1.0! 9. Or (fran^Svlb, engl, »der hebr.. 1p «nab. Stadt). ». Om (lat. betest. 4. Qumm^Prvdinz und Stadt in Tigerten), b. Orua (Aste). «. Onw(c 7, Gm*wi« (MW; au» Orangen-7 Die Ranren der richtige» Liifrr und Ldseriunen soigm tn nächster Nnmnrer. Anfiilst«, »er KiUtzst» in »«. P». «nwta (zsgstzt. «>» « rz und r»g.) 2^20 ^115 p«MV ffCTU,! OT2 tflVfi D» TU (V 721 ntm KJOTW TTS7 JTfi 1 K. gsnnk dt Mim (hn i». Mtifm* M« «4 de» Im - ». fl. »olff. 9ouTi Nnbert 0tt -‘j-J.tv ..