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Jüdisches Familienblatt · 1888-01-01 · 1 (1888) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1888
Issue
1 (1888)
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Heransgegeden mb Vt. WL «Matt t» Wojktbm#. Jxr KÄntzMrz i -rlthmy! str dir isnelttistze Fiwilie. *« riF| znr CnMfioge. (BottTst^e.) Bo» *rl 64*1«. - «in fix.laJlijt Ssa Jf. *. - Der W«l*lIm»N« ¥u'l ^r,/,s4.»«lnnhP«Sch» «K tn zm 94n«>t((L «Ab de« Rnsstyett mb *. &<»<* ■£«■■•. <3*UJUU*«iietU4 ffli drn »antlicBtif«: «m Mi'N»- — *«» Sprnchschnp W Xolmttb. P-ettsch »bcrtrngen tt« «■* VHnhttg.— «nk mnj«l»8öf«Bgtt. Der G««g z«r Sy»agoge. cvoMtge.) Heilig«» F«fte4 Worpen ist t»; Inptt Signora «Kk flktMge Wilfl sich 1bnt gn W l»»»s AB» S|iIm tztn zur Srnnentynogog«. An» M» KnBB«t»4 G-sild«, seien gr»f «14 NNW«« Schaar -®»il •mtart M* Soll ktc Jude« nndochtdvoll sei» »eneg Jahr. Uedertbllt find scho« die ttän«», »»d di« hehre« Lieder schalle«, Doß Jehova sie denteßme. durch di« tzachgewgibie« Hallen. Sieh, da eiin d«rch di« Halle», keuchend, »U nhldtem Leib, »ls die Legre hi« zu« itmpd, «inso« »och ein junget Selb. Knmmerbleich find ihr« Wangen; doch sie lllchel» sonder Schmerzen, i» sie »rllgt a»4 Hinuoettgobe Mnltetsegen »nier'm Herzen. Ihren' Soll de» Tark zu brioxen bei der heil'aen »erzm Schein, ' Birgt sie ftdtzlich in ein eugea, «enschenleered Säßchen «in. »4 sie hastig «eUer schreiirr. Io««»! entgegen ihr ein Vogen; 8m di« Rosse saus« dir Pet'sche, dah sie sthaoudcnd u« sich schlage». Sür di« An»st«rsüllte gibt «4 lei» Sntiinnen link« un" rrch>4, »nd sie bleibt erzittern» siehe« Me der Vach »«4 Pscideiarchi«. Jieheud bebt sie ihr« Hlnd«, dach den Siich'rich stet» ihr Bebe», ' llnd chn schreckt nicht, daß vernichte» leicht er kann rin Loppellebe». In Vetztvristnng drückt di« Stm« rückadn« sich an ein« wand; «»sgestiebi vorn Hns der Lßiete, weht »n» sie der Straßens«,d. Stnrmnleich sllbrt daher der Vage» tmd ihr Herzsthlag bebt vor Schauer, »Schon will sie da« Rad tifctfr-B I Sieh', da — weicht zurück die Mauer 1 Da« Brrderdeu geht vorüber, da« die Sodhen angesacht, ' 8ud mir ihm »er Lodedeagel, foigsa« eiuer hllhere» «acht. — Bald d'rnns hat zur Zeit de« Bokrnoad«, ei»n Snaie» sie gebar«», De» der Himmel. Segen spendend, Jcki ael zu« Heil kl Kern; De»» er toard in spätere» Z<iir» al« ei» großer Mann betamtt, Nu» «14 Rabbi Indo Lhasgbl ruh«v><l tu der Veit geua»ut. Kommst Da einst «ach 1dotm4 «»> Rheiu«, gebe in di« Jndengafse I D» erblickst da»» noch die Spute» tu der Mauer scher Maste. Rach Jatzidandert«, dezenge» sie «4 demiich gederman», , Daß sich, wernt der Mensch so lndlog. »och »er Stern etdnrmen samt. Karl Schäser. Si« idesler Arzt. Bo» J. Ik 1. Der Doctor R. war ei« ätttra, beliebter Arzt in riuer größeren Eeabt nutzt weit von Frankfurt a. M. Ja. a Vor »it der Zeit Sita geworden.'»» e4 uv» Sterbliche» sja «i»«al besüounr ist. In seina Jugend war et ein «»her Idealist gewesen, und nicht seiten hat» «an th» warn Jdrolismut zu» lyettwurf gemacht; »taacher ^gnte H^tuente", wt» er sei«, .»ohUnetgende»' Freunde, Göuna »nd Gönnainne» »antete, hatte iß» gesagt: .Da« L be» n-ststt« sich auders. «lo De» jngeudllcha Gtsst eg sich an«, «att. D» wirst von Dein» Jdeai. Dein«, «ostchtr» viele Um, twrfe «vsgeben »Essen I" Han«, je« Recht? — Da imtß Etudqtt mx Wch geworden, a wmde ein »vg al» ^lchch a«h»aßt in et» Vanrß Gebttgtstädtchen. liebte tt doch da» Gbirg« über alles l «Jot der Eiasamleii dort bewahite ilnn sein Irena Begleiter, s.!ia .Jdealiemus", so nannten e« seine .Bekaanl-a". Er prakticinle mit da, besten Eisolge: wenn a in rrne» Hause erschien, wo ein schwerer Krankdeitsfiill die «anze Familie drLck»nd beitnistigte, daun wurde alles ruhiger, wandte er sich mit seiner wohlklingenden Stimme an den Patienten, so lLchelte dieser »ft in seine« Schmerzen: auch toi wurde rnhtger. — Und ging ft fort, so halte er sür dt« Umgebung imma ein ermuthigendes Won, und da ikbaro H.rzen schlugen ihm nach. — Und wenn er nun zu eine» Schwerttanken, zutschen Leten und Tod schwtbendea, kam und bemerkte, die Lrtsi» sei ,'iugetrrten. die Temperatur ganz plötzlich auf den Normalp unke zurückgegangen, die Gefahr sei üdenvundim, dann strahlten seine Augen, und wahrltch, au« denselben leuchtete nicht nur die Selbslzusrirdenheit düß Arztes, nicht nur dir stolze Freude über die etwa sich« . eiagelrofscae Prognost, nein, in seinen Augen könnt« «a» leien: tq ftene wich mit Euch, daß ich Euch durch inem« Aunst Euer theurc» Familiinglied erhallen habe, daz da Tod nicht Eu« Familienglüt! zerstört hat! — Und vollends dir Armen! Sie fanden in ihm nicht allein den hilfreichen Arzt, d>.w sein ganze» W ssen aafdot. unt ihnen zu helfen, nein, selbst für ihre Pflege sorgt? «; und was a mit seinen eigene» Mitteln nicht erreiche» loiiate. da» macht, er durch Ziüisprach« in dankbaren reich««» Zjo mitten möglich. War e« ein Wunder, w«nu alle Herzen ihm, dem jimge» Arzt, kutgegenschlnge». wenn alle uoerschüttnlich in. ihre» rltltrauea zu ihm waren? — Und al« et bann sein junge» Frauchen in kein.Heim stchrte, die Geliebte sein» Jugend, die er schon früh, als fie fast »och ein Kind war, für sei» Strebe» begeistat htitte, — wie kam «an ihr di entgegenl Etu solcher Liaa» mußt« «in seina würdige« liöeib haben! — Und täuschtenaa sich? — Rein, »ei» l Der junge Arzt schien jetzt offenbar noch freudiga sür seine Patteuteu zu sorg«», hatte a doch j.tzt auch all dos Leine um sich, seinen liebste» Lefitz — seinm idealen Bau - »nd sein herzige» Weib nach dem a sich fo oft in da Einsamkett gesehnt hatte! «Hast Da die junge Frau Doctor fcko» gesehe»?* fragte in jenen Tagen er, junges MLdchm das andere; »nd immer war die Antwort: »3k iw Wage» fuhren S e vorüber, »nd jedesmal, wenn da Duktor grüßte, nickte fie frl«udlich «tt dem Kops« und sah dabei ganz glücklich ans; aber sie hat anch Grund dazu, wen» fie sich nicht glücklich, füttle» sollte, w« könnt'» da»«?* — Q Und «an erzählte sich in da Stadt, »wie da Doktor H» sein» Frau gekommen sei* .t Sie sei in eine« Gebirg«. stättchm anfgewachfen; dorthin sei da Doktor schon -als Knabe in seine» Fertr» gekommeo» »nd dir Kinda HSte» wtMa z^ttenn«; «d

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