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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 51. · p. Seite 398

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 51.
Date
1888-01-01
Page
Seite 398 (sequence 6)
Language
German
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(amt. Die XtjtraroOc selbst Mt efa Geschenk de« hiesigen Syuagogeu-Geseng verein«, »eich«» Herr Oberlehrer Levy vor fünf I«hr«» gründete; ber Schmuck ,«« Seiet »nrde Mm einzelne« Baeinsmitgliederu gespendet.* *) Die Feier wurde mit ei»e» imposante« Kestznge unter vorantritt der hiesigen Stadtkapelle und unserer Scholjugnid eröffnet. Dieser folgte ber He,r Landravbiner Dr. Buchholz, als Ehreumitolied de« genannten Verein«, die neue Tho'»rolle ttageud, in Begleitung der hiesige« beiden Lehrer (alle drei in voller Amtstrocht), und dir sämmtlichen Mitglieder de« Synagogeu-Gesangverein». Im Vorhof ber Synagoge angekommen, gingen die beiden iiltesten Gemeindevorsteher mit Thorarollen im Arme dem neuen Sefrr entgegen. Beim Eintritt in da« <Soite«hau« fang der Thor zur Begrüßung Pf. 118, B. 26, eigen« für denselben von Eantor Schönfeld- Posen cvmpouirrt. Nach öiroda» Scheheohejonn, folgte da« von demselben Kompo isien bearbeitete Bunde«lied: Ps. 133. Alsdann fand der übliche dreimalige Umgang um den Almencor mit sämmtlichen Thorarollen statt, während dessen der Eher die feierlichen Klänge de« Oano rc. von 8ewandowsky erstingen lleß. wonach da« »Einhebennach der alten Liturgie geschah. Nun sang der Ehor al« Pred'gtlied Ps. 1-, B. 8—10. Mit einem stimmo»g«olleu Gebete leitet« hierauf Herr Landrabbiner D'. Buchholl seine Predigt ein, welcher er ö. B. M. 8. 33,4: .Die Lehre, die Mose un« geboten, ist rin Erb« der Gemeinde Jakob«. * zu Grund« legte. Dieselbe machte auf die zahlreia e» Zuhörer einen tiefen Eindruck und ist die Drucklegung vielfach gewünscht worden.**) Rach Schluß derselben erfolgte vor geöffneter Lad« di« Weihe de« neuen Geschenke«, der Dank und Segen sür die Spender, da« Gebet für Kaiser, vaterlauo Gemeind«, Stadt und deren Behörden al« Ehorgesaug Psalm HO von 8ewaudow«ky. Nicht unerwähnt möge bleiben, daß sämmtliche Gesänge unter der »reffli^eu Leitung de« Herrn Kantor I « r a «l, de« Dirigenten uusere« Syuagogea-Gesaagverein«, ta präctsester Weise mit Orchesterbeglriioug au«gefüdrt wurden und der Magistrat, welcher der Feier beiwohatc, sich höchst loben«werth über den Feftgotte«die»ft aussprach, der auch allen Theilnehmrrn unvergeßlich bleiben wird. — J. EL Essen. (Or.-Eorr.) (Schluß.) Ein« zweite schöne Feier fand am Abend deffelb n Tage» i« Haakshorst'schen Saale statt, nämlich da« 32. Stiftungsfest der Ehewra Kadischa. Bewerkeuswerlh de«h lb, weil der Verein diesen Tag ausersehe» hatte, um da« 80 jähr Amtsjudiläum seine« langsährigen geistigen Berather« und Vortragenden. de« Herrn Bluwenfeld, festlich zu begehen. (Ei>.eutlich warru e« am 1. Srptbr. d. I. 80 Jahre, daß Bl. iu« Amt getrrtrn, doch »ahm man z Z. von einem größereu öffentlichen Feste Abstand, weil man tu etwa 2 Jahren da« seltene Jubiläum seiner 80jährige« Thärigkeit in Essen feiern wird.) Doch kehre, wir zum Fest der Ehewra Kadischa zurück. Beim Eintritt wurde der Jubilar durch den Vorsitzenden, Herrn I. Geldern herzlich begrüßt und ihm al« sichtbare« Zeichen ber Lieb« und Verehrung eia« prachtvoll« goldene Uhr mit Widmung übergeb«». Herr Bl. dankte in längerer Red« and benutzte diese Gelegenhett de« zahlreichen Mitgliedern, ankuüpfeud an da« Wort Simon de« Gerechte«: Ans drei Dingen rnht di« Welt: Auf Thora, Gorttsdeust und Wohlthätiukeit, die Be« chätiguu, dieser hehren Worte drinaend am» Herz za legen. Nicht minder intereffant war der Rückblick auf sein« langjährige Thätigkett in der Ehewra. Nach dem Absingen eine« dem Jubilar z» Ehren gedichteten Festliede» wurde nsch manch«« treffliche Wort gesprochen und erst in früher *) tSiT gebot de» rfcsa* ausführliche» Berich« ziemlich mraekürzt, ■eil mtr sch»» «fter Saint*6e«aaea rat Ha Wroaiamm für eist ch dm Str as salche steter a»geg»»gen Mord«». Der stegp» d»rch dm verehr» därfM sich immer raufehle». pm DpOH W cx-d) •) DM Predigt ist tuzmttche» Mm Syoazog»» W'Mog verei, dom 9vuk atMgebt» morde» tau gege» El»se»Mü>g »»» » fitzende» (fczx* *. Lcvtz) p» bozkhra Morgenstunde gogen die letzten Festtheilnehmer heimwärts mit dem Bewnßtsein an der Verehrung eine« Manne«, dessen , Namen io der jüdischen Lehrerwelt einen guten Klang jhat, theilgenommeu zu habe». R. SU4$$tm 17. Dezember. Die Not , in Nr. äst Ihrer «.«schätzten Zeitung bedarf der Bertcht'guag. Herr; Generalkonsul E. Fräukel ist zum Migliede der ersten Kammer, dem dmttsche» Herrenhause eutsprecheud. gewählt worden de> erste Jude, dem diese Stellung zu Theil geworden. Wir neunen gleichzeittg noch einige ehrend« Auszeichnungen unserer schwedischen Glanben«geu»ffen. Unser Polizeipäfideut Herr S. Rubeuson erhielt vom deutsche« Kaiser den Kroneuorden 2. Klaffe. — Dem verstorbene» Dr. med. Jacob Levertin wurde von christlichen uud jüdische« Freunden eia schöne« Denkmal auf de« jüdischen Friedhofe gesetzt. — Eomponist 8. Salomou. Buchdrucker I. Marcus und Großhändler I. Hirsch wurden zu Rittern de« Vasa» ordeu« ernannt. — Der langjährige, verdiente Beamte unserer Ehewrah Kadtschah. Herr Dr. L. Meyer, erhielt bet Gelegenheit der Feier »um 100jährige« Bestand der Ehewrah die große goldene Medaille der Patriotischen Gesellschaft. Atscstßstn». Unter den Anfangsbuchstaben I. S. hat Herr S e l i g m a u u von hier ein« kurze Skizze über die Entstehung de» hiesigen jüdischen Gemeinde vor 100 Jahre» gcsch'ieben. Der Verfasser hat die Brochüre im Selbstverläge zur Erinnerung au die am 18. November stattgrhabi» Feier de« hundertjährigen Jubiläum« der.Exwrah-Kadischah* herau«gegeben. Rach Herrn Seligmann war .der erste Jude, welcher nach Schweden kam, eia gewiffer Lrou Jsaae, ta einer kleinen Stadt bei Berlm geboren. Derselbe war Graveur und jmnd am Hofe König Gustav III. in hoher Gunst; er erhielt im Jahre 1774 die Erlaubaiß, mit seiner Familie und Dienerschaft in Stockholm wohnen zu dürfe«. Der erst« in Stockgolm im Jahre 1784 ge dorne Jude hi«^ Aron Lahn. sskwHäawst. 8. Wilna, 12. December. (Or.-Eorr.) Borigeu Mittwoch wurde in der hiesigen jüdischen Gemriod« ein« solenne Feier zu« 80 jährtg-a Amtsjudiläum uujere« Kultusministers Deljanoff begangen. An derselben nahm nicht nur die Intelligenz unserer Stadt, sondern auch all« Schüler und Schülerinnen der hiesigen uud jüdischen Schulen, circa 2000 au der Zahl, darunter anch di« Hörer unserer berühmte» Jeschibolh (Talmudschule), die erst unlängst vom Minister ihre Bestätigung erhielt, theil. da« Herauzieheu der jüdische» Lindercolonneu. geleitet und geführt von ihren Lehrern uns Lehrerinnen bot eineu erfreuenden »nd erhedeude» Anblick. — Nachdem ber Lautor einig« Psalmen zu Ehre» de« Tages vortrng, hielt ber hiesig« Rabbiner Dr. Gordo» eine kurze Rede iu hebräischer Sprach«, tu de, er die Bedeutung diese« Tage« erklärte, die änßerst humane Handlungsweise dr« in steter unausgesetzter Erfüllung seiner Pflicht ergrantc» Minister« hervorhob «nd sich eingehend über den Einflnß uud re» Werth der Bildung für die Jugend und bas Jnde»- thum ousließ. — Nachdem anch ein Lehrer einer hiesigen' Elementarschule eine kurze rnsfisch« Ansprache an die Kinder .. gehalten, trug der Eantvr feierlich da« übliche Geb« für ■’ den Landesherr» und sei« durchlauchtige Familie, sowie auchein direkt zu dies« Feier abgefaßte« .Mtscheberach" für de» greisen Jubilar, de» Hort unser« Bildung, vor. Einige russische Nationalhymnen, von mehr««» Kuabmchören vorzüglich vorgetragen, bildete» den Schluß dies« erhebend«, Feier. Vermischt» kx» tumße Wxchrichte». Aerün. Der Eommerzienrnch Samuel «r»n hier . ist im 71. Lebensjahre gestorben. Derselbe war ata Chef «««« hervorragenden «eschäftthanse, sehr angesehen nkl« klerdete auch eimge Gemeind« hrru ämlrr, wie das . als kZor- ' steh« da Renen Synagoge, da Sster«vas»rgn»g«a,f

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