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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 50. · p. Seite 385

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 50.
Date
1888-01-01
Page
Seite 385 (sequence 1)
Language
German
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für die religiösen und sociale« Interesse« des Jndenthums. ■Mntlt* ttttcbu Jt tt* ftanatt ket ■nt* fit ihmilBlll» M «Sn lilhl tR _. Jtaa- __fit UttwljBltia M «Sn «tlHalmi n. MtnNORI S Muk •irttüMMM. •tt kittetet guten»*: ]<ttltdi liiUrt, ■■* kta Katiaakt: U kU. (•*.,■> int., S UM-, 4 »Mat«). «■eiiin—erket .■»4en)4ttfi* k » W„ M* Jtttrtmlüt.BUttr k U ft. kt* .8«atttira.0f*ttt tut -eraa»g^g«ben Don Rabbiner Dr. W. Wahmer in Magdeburg. ,S» Ditzetzelt, ßecht an» ftirtti! i*r»*t* fit Mt .9*t(t(ittf4e a*4tül4tlfr ■tt Mt M* .Ilklscht ltlttt»tüt.4uu*. kte BttüfttMUint VttUktüe Htt *nra t*a»a M mTtUk ntnxket kn«* »tt «tnannn- MtMttaata »»n O. L.Stub« Sk O^, Tt■ mi iglet 11 Voller U. U. eketlittet ttaialeakta «ü ■1^ f ■W mWW ttlVfPHl« 1 »* sSütkmn. »«»a»tr Mtoikc WrHfel: »In Mische« Hetz. — vaolcht« UW» SerresDonDenzenr Deutschland: Magd«««,. Lerlln. Berlin. Berlin. Bo« Rheinttonttz- München- Hamburg. Jgsttrbnrg. -sse». veslerreich.Ungarn: Pilsen. vermischt« »»d »*»»st» Nachricht«»» Berlin. Berlin. Berlin. Berlin. Rerdhausen. Reih«. Mannheim. Frankfurt a. M. Stuttgart. Luxemburg. Vien. Part«. Italien Petersburg. RetD-york. Rnmlnien. Sunderland. Au» Rnhiand. SnfttMt — vrirfkasteu. Woche»- :Doo«mb«r Tewno. | 1888. I «849. Aalender. pfgaggfgtgg . 18 S Footta« . . . 14 10 H»«*at»ond 16 11 1T1 (480). KanAta, . . 16 19 Wtonta». . - 17 18 ptcaltgig , . 18 14 19 16 Smumti« . 50 16 tti« jLttfche» Herz. Ich weiß, «k gchörm wenige Millionäre zu den Lesen» diese« Blatte« und .Jeder, der eine lumpige Million besitzt, — sagt eine Wiener Größe — dünkt sich ei» Millionär zu sein". Darum wird «an die Frage nicht übel nehme»» weißt Du, wie viel eine Millioa ist? Die Antwort au« dem .Kinderfreund" hat mir iu der Jagend gewaltig impoairt. Wenn Du a» eine große Wand täglich tausmd Strich« »rächst, hast Du am -»de dr« Jahre« «och keine Million und auch am Ende de« znmten Jahre» »och nicht u»d erst am 80. Juni de« dritte» Jahre« wirst Du eine Million erreicht haben. Eine Million jsrauc« zu 3 Proz. jährlich giebt »ine Beute von 80 000 Fr. und nur wenige Su«erlese»r können sich «im« solche» Besitze« erfreue». Diese riufache» Betrachuuge» find nicht überflüssig gegenüber der Thatsache. es Hab« eia einziger Mann von seinem noch so koloflalen Besitze 82, sage zwei «a« sechzig Millionen Franc« hergegeben, um damit di« sozial« und wirthschastliche Lage seiner Glaube»«- genoflea in zwei Länder» Europa'« zu verbessern.*) Die Schenkung de» Baron Hirsch zur Erüadung von Schulen t» Rußland und Galizien ist einfach ein Unikum in der Geschichte und steht unübertroffen da unter allen Werke» der Menschenliet«, die zu unserer Senntuiß gelangten. Herr Baron Hirsch hat schon einmal die Welt in Erstaunen gesetzt, al« er neben unzähligen anderen Wohlthate» der Pariser AUian-M imal. eine Million Franc» für Schulen i» Orient zue Verfügung gestellt hatte, aber die gegenwärtige Shenkung überragt an Großartigkeit, sowohl •) Kitas»«, SHlioitn für »ic rnsiischen nn» »»«ls «llionm fite dt* galtztichm Fa»«. der Summe wir de« Zwecke«, alle anderen Schöpfungen zeitgenössischer Philanthropen. Wir wiffe» nicht und möge» e« auch gar nicht erfahren, ob die besudelnde Berläumderzunst der Antisemiten stih mit ihre« Schmutz auch an diesen großailigen edle« Wohlthäter der Menschheit herauwagen »erde, aoer der eir fachen nackten Lhatsache gegenüber, daß ei« Glanbenögenosie die ungeheure Summ« von 62 Millionen hergiebt. um seinen arme», unglückliche» Menschenbrüdern ei» bessere» Schicksal zu bereiten, wird unsere Brust mit freudigstem Stolze erfüllt und wir sind berechtigt, allen unseren Feinden, Widersacher» und Berläumdem da« Wort zuzurufen: Seht, Im« ist, da« 1h»t «in jüdische« Herzk Ein jüdische« Herz, erbarmt sich der Armen und Elende«, die in Fiusteruiß rxrudeln, eia jüdische« Herz begreift, daß da« Wohl der Menschheit in Unterricht und Bildung begründet ist, eia jildische« Herz kämpft gegen de« Unglauben und den Aberglaulx», eia wahrhaft jüdische« Herz kan» die Fesieln eine« freud- und lichtlose» Fanatismu« nicht ertragen. Licht, Luft, Bildung, Fortschritt und wahre Menschenliebe find die Leben«bedi»g«ogen eine« jüdischen Herzen« und neben de» unzähligen und unermeßlichen Wohllhatrn, die der Schenkung de« Baron Hirsch entsprießen werden» l-rächten wir nicht al« die geringste, daß er der staunendcn Mitwelt und der sei» Andenken segnenden Rachwelt die glorretch« Kraft de« jüdische» Herze»« gezeigt hat. Die Ziele und Zwecke zunächst der einen, auf zwölf Millionen Franc« fuudirteu Stiftung für Galizien soll« noch Inhalt der «Statuten auf folgende Weise verwirkltcht Werden:

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