Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 47.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 367 (sequence 7)
- Language
- German
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— »07 — Itebm avch |mtc M &fe |b*. Uatet de« Schatze Md«« Wkste» end tctecr Barg «atnkMtt sich Lemberg allmählich m einer CRtbt, «lch« »ich s«t»«m R»«e» bnm»,t ward«. 8« 10 Jahren. jag« Mi- «agflftM R^fUMWatt, hatte Lemberg et» etmas mästlde» lass,hm; i» d» »atzt« «irr bis fistö Jahren jetach miHK'es übenmschend« Fartschribte i» brr Cüiltsatio«, indem eil «« Häaser anfführte «ab aaaasgesetzt bas lasch«, »er Stabt za heb«» sacht«. Die jüdische «evslkrnm, ber Stadt Mt »brr 80000 Seele» »ad befiabet sich ta b«rs«ibea da lUsjriehatel Jadenatertel, «t» «efarmtempet iari SV SyaißiGen. Di« meist« a Iabra scheine« «ach ihrer Kletdaag »ab ihre» Sitte» streng Gläabi» jedoch nur wenig,! sch» es, kafer, ihr« Lebe»«art »ch reltßibs«» Ansichten i» Betracht (eaum, ta Slrklichkert. - Saliziea ist wegen der Unzahl ber Nattaaalitäten a»b -VättsstSma«, welch« es lawohaea, et« merkwürdige Saab. ^^^Es'tsahaea ta demstlbea Palen» Natheaea, Deatsche, L°rJ»be» «ab Saraite»,. Die |».-i «rügeaunnte« Bitter & chestrheu aal Krakowaikt, Hacah. Mazart, Layki, Bartai, Laralt aab Slawaki. Die ta Saliziea »ohaeabea Laraite« zitzlea aagefihr Svv S-ele«. aab chtrs« aalerschetdeu sich m« de» übrige« Jaden barch das «bliche Strebe« «ad bea Weiß, welche» ft« bei der Laltiviraag des Bodeul oa de» ll'ag lege«. Ja Lemberg findet »aa außer de« Jab« «ch Protestaatea, rimisch« Lathaltkea griechische Setholilea (Aatheaen), Ort««» U salea der griechische« ftedp «ad Armeaier, »elche alle ihr« iffratltchen L«as«l habe«, «ad drei Bischif« — -da rsmischer, griechischer aab anaeaischer — habe« hier ihre Restdeaz. Di« Bevütrraag ist sehr abergliiadtsch «ad chat sehr sonderbare Idee«. Wem« g. B. der erst« Gegrustaad, »elche» «>« Bauer am Montag Marge« begegart. da Jab« ober da schaarzer s^ond ist, so glaubt jener stdf «ab fest, »atz ihm wäheeab der. ganzra Loch« nur Uaglück begrgaea »erde. _ Kremifchtg «g> imufb Atsch richte«. Werkta. Jndeahetze wird jetzt wieder ««mttlkibar «ach de« Wahlen vo« der Kartellpreffe ta volle« Umfange iaszr- »htt. io »besondere va-n .Deutsche« Lageblatt". Wer nicht - bi« jüdisch« Rasse als h!e bessere aaedeaaea wolle, der müsse dahin wertr«, so führt der Bit»tri des „®. T' aus, die , Anden von der Bedaoltiag, Rechtsprechung und Ingers rrziehaug fern zu l»awa. Werks». Der Jahret.Bcricht des Brreius .Lira' pro -1087 ist im Druck nschieoeei. Der verrtu hat bea Zweck, bi« jüdische« Colo nie« ia Palästina zu «ntrrstütze«, so»o«! de» Missiaasbtsli.'rbaagea daselbst ratgegenzutreteu. Mit» Glieder könaen Jab« tatidp* Geschlechts «ad Alters w.rdea, melch« da« jährliche« Betrag vo« «üadefteas 1 Mark zahle» Die Einnahmen drl iefea sich aas c. 2000 Ml., davon wart« 1000 Mk. »och Püästtao g saadt, «ad 497 M. 00 SU. aas Bareaa-Uakosteo, 5bracks«hrn, Portt's tc. vrrmaade. — Dieser chielbsaatmlaagsventa für sialüstiaa zeichari sich vor de» Salveadkschea «Gpeadeallltti' — über deffm Bareaa«, Druck- . aab Porliköstea au« aichg» erfährt — schon dadarch aas. daß er nicht eioeurnächtig lx.lährt, sonder«, wie-er selbst mit Recht hervorhe«, ,tm L egeasatz« za bea bisherige« Sammelstellea nae jährliche Geaeralaersammiüag d«aft aab mit dar« v«»rschr1ft>»üßigea Rechaaagsabschtaß chor bas -Korn» der Orff, »Lichtest tritt.- Wer also «t»a». für anserr Glaub« «graos sin in Palästina zu ihn« sich msgrrrge fühlt, wen de es stttzltch dmje» Vereine za, da ist er -meaWiras sicher, daß -mduaugsmäßig darüber Rwtzavag gelegt wird, aab e» steht jtlxm Speaker das Recht g». in ber Jahrasversaaualaaa feine Wünsche znr Grittom zu chriags«. (varfitzettber bei» IVerriss ist Herr Mar Ibra i» vertu, a. b. Hehbtftr. 10; lbeadaat Herr R. SUberstem.) 1L Kodmabie. Herr Nabbiaer Dr. Fried ^vd>aa)e d>e hirfigM jüdische» Grmddcke ftiair^ Abschie^srrde. Die Gemeinde oerliert an chm eine» gewaabte», vorzüglichen üuazdreboer, riaea bewährte« Schul« «an« and vor klllr« rin«, Überaa« edlen Lharaster, der seiaea Ldelautth aad hamonra Siaa vielfach bemäbrtr, mova» die Juftstntionea, die er ias Schea p,rasen, beredtes Zeuaattz ablegea. So dal derselbe hier eine» Lrmenverria gegründet, durch dessen reichliche Mittel (1000 BL jährlich) so manch« Thräae arner Wittwe« «ad Waisen getrockaet, das tiefe Weh so vieler Dürftige« «ad Letdeavea gemildert werde. Autzervem wurdea hier alljährlich zur Lhaaukaseier die armen Kinder aus sei« Anregung bekleidet. Set« Scheid« wird von kehr vielen bedauert, und d e t««igkie« Wünsche für sein ferne,es Wohlergehen begleite« iha «ach seine« «euea erwritertm Wiriuagsk<eis i« Ul« (Württenberg). Mattbor. 12. November. Ueder die ia Nr. 40 d. Bl. «rwähat« Sonst,cttlo« ber Dr. Sieaersche« Kaiser-Pre» bigte« gtri» der hier «rscheinead« ,Oderschlefisch« »azrtger- «unmthr fvlg««de Lafk'äeaag: .Die .Beschlag««ha«' ber Dr. Sieaer'sche« Broschüre, die hier neulich dutge« Aafsehe« macht«, hat fich ««« als ei« ziemlich harmlosee Sorguag ausgelöst. Dieselbe ist ans eine irrthüolliche Auff chuag daes staatsaawalttiche« Aultrages zurückzuführe«. Die hohe «astogebehörde war «u« ber Mein««« znoesrn. das Derkche« sd hier am Platze verlegt morde«, «vb «nter bieder Boraussrtzaag gab st« der Polizei de« Aäftrotz, ihr das t« diesem Fall« übliche Pjlichtexemplar eiuzusende«. Die letzt, re «ahm baffelb« «an. »» sie es fand, unter Brrafaug auf »en Auftrag der Staatsa»u»altsch,st. I« der Buchhandlung freilich, wo sie diesriv« bequem Hütte habe« ttnae». hat fie ittcht «achgefragt. Das ist ,te gaaze großartige Beschlag«ah>«egeschichte, die so viel Staub auf-«» wirbelt hat.' — Dagegen brin zt heute das .Beel. Tagrbl.- folgendes Telegramm: Leipzia. IS. Nooember. Ei«« Gedeakschrist zum 18. Ortober 1SS8 (Gebmtstag Kuser Friedrich») «ater de« Tttd: .Saul und Jonathan' ist heute hier, angeblich »ege« Majestitsbelddiqun (?). beschlagnahmt worden. Ws« Kach»«kbr, 12. «ov. Eia frecher Raub>««fall bildet gtgrnwSni, or.4 Tigestripräch in hiesiger Gegeab. L tztea Freitag war eia Israelit Jos. Baum aus vosen im Birtenfridschea aas dem tzrimax,« von Seelbach «ach de« dorrrwähntrn Orte begriff n. als er von ei«em ihm «nbe» kanutrn Akanne angrhsttea wurde, gegen 0'/,, Uhr des Abends, unter der «uffordernug, sna Geld henmszugebea. Der Jgroelit hatte «icht mchdttichtliche Gddmittel bei sich, da er g« dem brtreffmden Tage viel Fleisch in Seelbach vertäust, auch de» Wochen«Erll>s au« srt«r« Filiol-Geschäste iu Srrl» bach zu sich gruommea hatte. Einen Gridsack mit Rüize reichte der Israelit dem Räuber, während er das grüße,e. t« de« Stiesel« versteckte Geld bet »ich dehieit. Daraus versetzte der Attentäter de« Jtrarlite« einen Meffrrsttch in de« Leib und entfloh. Mit ätißeister Anstrengung schleppte sichder Beroudte aoch noch H ius. wo er heute morgen starb, ohne über die Person Ix« Ränder» A«»ku«,t gegeben zu habe«. iPke, 18. Na». Der Großgnmb- und Bergwerksbo« fitz« Hr. Moses Gnrtender, tu Drohobtzez. et» bekannter Philanthrop, stiftet anlüßltch dcs Negierangchndt. lüums de« Kaisers ffranz Josef «ta «Üersversorgaugshaas große« Stglb in Drihodyc, «ab »idaeet za diese» Zmeck' et«« Rente von 100.000 Gulden Ir. Kn 2. Dezemuer solle» in fdrrltcher kSdsr bi« «Pr« Spatenstich« gemacht' «erbe«. «ssaadaa. Herr v. Gier«, der rassische Mtaifter de» Anümärtigrn, hä jüngst bas Jubiläum semri «»tritt« in de» StcuNsdieust gifuiert. Seine Ezerilenz sicht in Rußland allarawia in hoh« lkchtaag: eine Aasaöhaw machen «nr estrige Blülglirder des alte» «de»«, vtrsb brtrudtn, jtz« mit einer ceeuffen BStzasjtuaa, »dl st« ihm für jüdischen Ur» ' hüb». Müge tmse Recht habea ader nicht, seine ' ' >d^ jübchtz»^ - ' ßge sollen! iXOpa» barather. (Arm. Che.)