Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 45.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 345 (sequence 1)
- Language
- German
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für die religiösen und soeialen Interessen des Judenthums. - .r ■—:-—-m m-K ■ ■ — ■■ ■ i •MraSM kNanw « itac Mir V» ITa*Fa« a. M dLIMaaafsaklattr«. r>ii«nlHniii j MmdllMkL Hb kittetet g*f*Ma|: »Hit Mch Ms SaKaal«: 1» wu. *»., M Bois u»l, « »jUiJt «MBMMMr Mi .WMMchE t w 9K M JMacUakStettf 4 tO *T 1 l Hermwgegeben von Rabbiner l»r HK. Hlaymer in Magdeburg. fit Witzetzei». geht ul fritlta! 1-1 fi» M« ••«esisttfr* M»e ntr m< .30114« •tttititat.SUtt*, Mc «ttu*ut Mn *ma Haaai M *r. fta» canKkrt M«ch Mt SaaMna. SatMtUaca Ml O- Z.Dtub« 6a Oo— HuiUamiam, W«««wutMn m Vo|J.t lI Mn »IttctttasMcaMa <a : V fVVypIfMI« JPMp»* mitfl1* bl |M|NbH9|i Inh«»»r IlWnUf Sstfftl: «f*s früher «w letzt, «i» zettgemetze Vetrach. taag. — Dt« grgauMMifi« Sagt der Jude» t» Oesterreich. — #IUti»*aJ* Ms Ssbiaig Ikostoyer. Besteh»« aal CssnA«saMa|«at L estfchlasd: verlis. verli«. Br»«!»». OkNraM. I-die»j. Bmches. »»»ßdritASsies: vrsdlsrd. B—W« m»tz «nests Nachsicht«» BreiUss. >»« Oder» tchtestes. Dem Xtederrheis. la» Lsdes. Wes. Lrappau. StMiMorf, «wag. IsriOi. Phtlsdeltztzis. «dessysies. Vs«« früher »«d jetzt. Eise zettn»»Itze litetrachtnag. Mas nennt unsere Zeit da» lichter füllte Zeitalter und da« der Anstltrung. Man' -ehr nämlich von der Vahr» nehmung an«, daß da« Bestreben der Gegenwart darauf gerichtet ist, in Alle« Licht «ad iklarheit zu bringen. Mau lanscht auf eine» jeden PulOschlag der Natur uw falsche Vorstellung« zurückveism oder berichtig«» zu können. Mau legt ein jede« einzeln« Faktum, worüber di« Geschichte de. richtet, ia de» Schwelztkgel gründlicher Forschung, «r rinn jri*m Jrrthmn z» rekttfizirm.!»an sucht überall au« dem Geleise alter Gewohnheit« hiraudzutrrten und Verbesserungen einrufüyren. va» sonst durch tausendfache Müh«, nud Anstrengungen erreicht Mt 1k». da« «elingt »u« heute «uf die leichteste und schnellste Weife zu erlange». Wo ehe. dem di« Kraft de« Menschen zur Dienstleistung heran gezogen worden, dort sucht »au sich der Raturlräste zu bedienru. Wer also wollte nicht, wer »bellte nicht den Fortschritt nu. serrr Zeit auerkeuue», irsofern er sich auf Bereicherung und Erweiterung nuferer Krnutniffe bezieht, oder aber auf die Erleichterung uud verrinsahung nuferer Lebensverhättnisie? »ei». zwetftlhaft wird der Werth de« Fortschritte« dort, wo wir efti» Blick werfe» auf dm gesellschafttiLeu vrrfthr, auf die Gefellfthast. In dieser, wer wird da ul« ei« Kdch de» Fortschritte« bezschntt? Wer sei« geistigen oder auch «rtntMfc» Klüfte an geschickteste« n d» Bord«,. p»d zu tzückm derstrtzi) wrr sei« schwocheu Leistungen mit dm stückst», lawieftm <Vch«>e» zn schwückn vermag,- wer dir Bchwücheu feiner Wkttuwufcku» alü Tugend» an ihnen p rühnu, ft» ««de ist; Mt trotz Fehler rtb Schwäch« sich »ck e^n. pwVt» HeültzMfchrft, p. uwgch« weiß. _il___ Mache»- Norember ChMohw. j Kateulier.! IE I 66*9. 1 Irniiirntij . 8 4 fntUf . . . S b Oannnhen» . 10 8 S*1 tl| . . 11 r itoata«. . . 12 8 HionOn« - - 1» » WtttnMch . . 1» 10 DOWUOWOEMG . 1b 11 Den hüchltn Grad de» Fortschritte« aber hat «ach heutige» Begriffe« der rrrricht, de« wir i» gewissem Sinne «inn modernen Zauberer nennen lbnnn — nämlich der. in dessen Herzen siebenfach« Tücke wohnt, der aber da« Gift seiner Gedanken wie Honigseim vor den Lippen fließen läßt! E« wäre jrdsch Jrtthma. wollten wir ein solche« Ge« bahren wirklich al« Fortschritt gelt» laffe«. Wird ja auch von E sa u, de« Ahnherr« oller Tartüffe, die heute so gesucht und begehrt sind, wird ja aich von Esau in der B'bel er» zählt, daß e» de« Gedanken gehegt: .Sobald die Tage der Trauer n« »einen Bat«, heraunatzen werden, will ich mein« üftuder Jakob tbdteu". Wen« Alle« in Trauer gehüllt fein wird, wenn Alle« wird ergriffen sein, will auch, Isau sich in Trauer hüllen, will auch er Ergriffenheit zur Schau tragen. Aber fei» $«rj weiß nicht« von traurig» Empfinduugen, sei» Herz hgt nur den einen Gchanke« — seinen Bruder Jakob zu tlbtn I Auch bk Gegenwart htt die zweifelhafte Ehre, durch «wen Esau repräsenttrt z». sei», der wie Esau, der alte, handelt. Auch tz spricht ft oft nud so dkl von den .trauogeu Zeiten-, in welch, 'sie deutsche Nation gerathm ist, denkt «der au nicht« Andere«, al« an die Vernichtung der Brüder! Und nicht allein geschickt Trauer »nd Schwerz p heucheln, weiß der »oderiie Esau gleich seinem Vorbild«, da« dm Nah» sich erwarb», mit der Waffe seine« Munde» gar »anche vmt« gewacht p Habens, Mi dieser gefährlichstn aller Waffm Gebrnuch p wach« I JBotcrl Bk wird von Stroh der Zeh«: gegebm?* Dies« Worte, welche ei« HhperftSmwigftit bei» »dm, d«ch welche Efau fein« .VDS.'NkTS 1-