Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 43.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 335 (sequence 7)
- Language
- German
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lock wöge t», frisch a» lkörper and Grift, auch da» diamanlca« Hochgeitsftft begehen »unen. . Oechorrett^UwOM«. Mia», 18. OKoba. <Or. (Kr.) Einig Milan »an Sa bim, der (eit einige» Lage» in Wie» »eilt, hatte für geftrru 12 Uhr Mittag» die Grftchttg»ng der neuerbante» türkisch«» Synagoge an gesagt. Zar festgesetzten Staude traf der hohe Gast ttr veglätnng feine» Sah«», de» serbischen Kronprinzen und de» serbischen Gesandten a« wiener Lose, -ei» und warde m Partal« »an de» Vorstande der türkische« Jsraelilargrmeindr unter Führ»»» de» Präses. Herrn Maral» Buss», sowie »an de« Polizeibeztrk»letta und de« Bezirksvorstände ««Pfauge», Bet« Liafr'tt« in die Syna> «ge sprächst» Obercantvr Bauer und ikantor M. P.a p « im übliche» Segeasspruch u) der Thor stimmte »ater Sei. taug des Lhardirigeate» 8 > »t t dl« serbische Bolkhymne an. Hierauf wurde «in Psalm gesungen und dir Bunde»lade geöffnet. Obr'caatar I. Baue,' »ahm 'au» derselbe» eine Seletzrolle und trug etmu zu di-^em Behuf« verfaßten Gegen». oöuch var. den der König stehend anhirtc. Nun wurden die Vorstandsmitglieder und Erb,wer de» Tempel» dem Söuige »orgrtzrll!. und der Nundgaug anaetretrn. Mt viele« Intrrefsr besichtigte der Löntg hierauf di« einzelnen Räum« des Lempel», der bet valter krlenlhtunä einen wirklich feenhaften «»blick bat. «ach «ehr als halbstündigem Anfeuthalte verließ der König unter Warte» der Annkennung für di« tür- Lche Gemeind« de» Lempel. Be«erkeu»»erth stad dir Warte, di« Ebuig Milan »ährend de» Randgange» au seine» Sah» rtchiete: »Siehst Du, «ei» Sohn/ sprach er. „ich habe Dich deshal» in diese» Gotttshau» gebracht, damit Du kernest, daß man alle Laufe stoneu in gleicher Weise (chätzen und ehre» soll." lpwleifätwa. Aerasake». Unter den verschiedenen PlLum. wie unseren Slapdeusgeuoflen im heil. Laave, besander» in der heiU Stockt, aufgeholfeu werden könnte, sei der eine» Herrn Jona» — im .Hameliz" — hier « wähnt. Lr meint, Jerasalem müßte zu einer jüd. Gelrhrtenstadt, zu einem großen Rabbinerstminar «"gerichtet werden, vor, wo alle j ü d. Semeiadeo ans de« Äckenrund ihre« Bedarf an Rockbineru beziehen müßten. Dafür aber «üßte» auch alle'jüd. Gemeinden cka» röthige Geld zur Erhaltung der »Lehrenden und Lrraeuckar" «usbriagen, da» sei in erste: Reib« Pflicht der franz. .Allst«« J»r.", der engl. .'.ftw. Association", dc» deutsche» ^Learaau Z-jon Bann«" u. (Dieser mriose Plan d » Herrn Jona» dürste wohl gleich dem großen prophetische« Namensvetter seine» Er» sinder», st,'» Wasser gefallen fein, möge ihn kein Fisch wieder 4uf» Land speien.)_ Ker«isch1r «gd srr«este Wsrttn» 28. Oktober. Der Nestor der Berliner lerzte. Geh Santtätsrath Dr. Marriu Steinthal, beging hätte da» Fest de« nevuztgfte» Geburtstages. Im Aufträge der «Hnstlaadscheu Gesellschaft" erschien Dr. Mühsam mit de» Prafeffor Hirsch selb :md de» Santtätsrath Hermann Schlesinger, n» dem einsvgen Schüler Hnftwck» und langjährigen Oberletter ber Gesellschaft herzliche Glückwünsche aasznsprecheu. Die .Unterstützuugskaffe für bst Waise» »ad Wttttoeu ber Berliner Aerzt,r" and bst »WUHelm-Angnsta- Gtiftaag" entsandten de» Saaitätsrath Dr. stristeller. Der Borsiand der »Gesellschaft der Freunde" werbrochst ckem Ghremnitglstd «ine künstlerisch ausgestattest Adresse. Buch dst gesellig Beretntgw,, dststr Gesellschaft, sowst di« Medicinische Gesellschaft »nd viele andere gedachte» de» ftOmm Aemüntß. Herr Dr. Wolfsohn, welcher zum Bercheidiga de» Dr. Geffft» dr dessen Uatersuchungssache wrgeu Beröffentlichnng de» Tagest »he» Kaiser Friedrich« bans« »«de, ist Israelit. 'Vst «ackere Hanrdarga Jude», g. B. Sau» in früh«« Zeit, grhört er zu den havorraqardsst« Juristen und hat sank G,bnrt»stabt Hamburg längen Zeit im Parlament vertreten. Duselst entstammt einer Hrmburger Sarchnannsfanrilst «nd ist mit der sehr achtdarr« Famüst Hirsch « Mecklenbnrg-Säjwat« verschwägert. Atmhat. Da hiesige .General«,teiger" meldet ans Warschau, daß dorr znm 1. Jaunar neu« Iu«w?ismigrn von Jsraelist» befürchlet würden, da dst Ertheilnng non sogen. Gildepatentm an dort ansä sige Israeliten Seiten» da Sauf- «aansgild« abgelehat worden sei; damit stell« «an bst israelitischen Laosleu'e vor dst Wahl, eutweda chre Religstn zu wechsiln oder auszuwantorn. A. L. Dresden, 19. Oktober. (Or.-Lea.) Da hiesig« drutsch-freifinnige vaetu hstlt gestern Abend st« weiße« Saal« de« »Italienischen DörfchGs" eine außerordattlich gut besucht«, sttnrmnngtvolle Gel-ächtnißfeier für wellaud Laisa Friedrich ab. Die Feia ward durch de» Vortrag de» 8ewandolosch'scheu Präludium» auf dem Piauino durch Herrn Eantor A Wolfsoh« wirkungsvoll elngestitet. Dir Festrede hielt voll war«her»iga Begeisterung Har Rechtsaawilt Emil Lehman«, da de» «bim Hrimgegangarm feierst als .ein Bürger da Jrhrhmrdette, die da kommen Waden", al« da» Ideal eine» Fürftm. Die auch mst poetisch« Ettasta geschmückl« Rede geißelst in ihrem Berlauf nicht minda in edle« Tone die Badächtigougev. die sich an dst Ltchtgestalt de» Bast ärte«. «st an seine aiouchst Gemahlin haaugewagt. Gßemnth, 15. Octobei.-. An» Anlaß seine» 70. »«. buttstagi» hatten Borst,«d und Rrpräsentantm einstimmig beschloflru, de» um die hstslge Gemeinde sehr vadieatt Gemrindeälststeu Harn Abraham Dresel zum Ehrenmitglied Sana um. Al» da selbe «ach läugaa Lraatheit zu ersten ast Wieda da» Gotteßlxur» besuchst, wurde demselbm uuta Ansprache uud Grba de» Ham Rabbiner Dr. Mühlfelder da» kunstvoll auttgestatstst Ehrardiplo« überreicht. Jtet. Hier starb vor einigen Tagen der letzte Veteran au» den Freiheitskriegen in hiesig« Stadt, da Schlächtrsmrista Mose» Jaäok de Brie», tu seine« 9ö. Lebarrjchre. Dtr Bablichene war überhaupt dst ästest« Prrsoa jn Leer. Mio«, 18. Octoba. (ivr-Loa.) GZiatstu Sie mst, zu da Correspoadenz au» Berlin iu vor. Rr. üba dortige ThrastrvtchältnM, zu druiake», daß da berühmte HofschauspiestrAdolfRtttav.Soauruthal, jetzt provisorisch« Dsteewr de» iüuratheata» hier, am Lol-utbre-Abrnd nie chielt. An dem Abend befirdet a sich im Gottrshause. Man steht ihn auch an Jom Lipsmr selbst im Gotteshanse. — Demnächst firrbar hia die Ergänzungswahlen in den Borstand statt. E» wäre zu wünschen, daß. tüchtige Latte gewähst werden. Zwei ansgaachntte Männer, dst Herren Julius Rttta v. Goldschmidt und Dr. Philipp Ritt« v. Mantua, welche Ziadar de» 81orstande» waren, wurden vom Tode weggaafft, «nd diese sollen nun ersetzt wadeu. Wie». Da deutsche Laisa besuchst hia bekanntlich auch da» Bnrgtheastr. Al» chm daselbst uns« Glanden »«noffe Dstrctor Sourienthal voraeftM ward,schritt da Laisa auf denselben zri. reicht« chm ine Hand «nd sahst, baß er sich steue, den Träg« diese» baühuttm Namen» kamen z» lerne». Da» Ministerium de» Jnnau hat da in Marbnrg erscheinende« Zeitschrift .Der Neichshaold," bau anttsewstischen Hetzblatte de» Dr. «iöckel, auf Grund de» ß 2« de» Preßgesetze» dr» Postdebtt für dst in Reichsrathe verrrrtene» Lßwprich« und Lända attzogar. Aernfalenr. »Wst werdeu wst Schaft zur Schlachtbank geführt" — so klagt Herr Estasar Ralräch vc» hi« iu eine« längaa, Artikel, dar a im hebr. .Jwrt" verSAattltcht,— anläßlich da Drohungen, Gi waltmä^rgÄ», dst Herr L. M. Wormsa im Namen de» Baron» lwmnnd v. Rothschild, aegen 28 Lolovtstrn in Amnacknng bringt. .Wem, «an vruch solche Mittel dst Kvloiiisatioer Palästina'» bewaksstlligm will — rnst Har Roftach au» — so untagräbt «au da» Gefühl des Recht», da» kann nicht gut enden."